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Allgemeines Januar - Dezember 1997
Postminister legt Grundstein für das Haus der Philatelie und Postgeschichte12.03.1997 Regulierungsbehörde: Die Spitze stehtJuni 1997
Präsident der künftigen Regulierungsbehörde wird Klaus-Dieter Scheurle, Ministerialdirektor im Bundespostministerium. Zu Vizepräsidenten wurden Arne Börnsen, MdB, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Post und Telekommunikation, und Volker Schlegel, Leiter der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft in Washington, berufen. Klaus-Dieter Scheurle Die neue Behörde, die zum 1. Januar 1998 ihre Arbeit aufnimmt und dann zum Zuständigkeitsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums gehört, hat die Aufgabe, durch Liberalisierung und Deregulierung für die weitere Entwicklung des Wettbewerbs auf dem Post- und Telekommunikationsmarkt zu sorgen. Kabinett ernennt Mitglieder und Stellvertreter des Beirates bei der künftigen Regulierungsbehörde08.10.1997 Der Beirat hat im Wesentlichen beratende Funktion. Ihm gehören je 9 Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Bundesrates an. Die Vertreter des Bundestags werden für die Dauer der Wahlperiode des Bundestags in das Gremium berufen. Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Mitglieder werden für die Dauer von 4 Jahren berufen. Regulierungsbehörde: Schlegel steht nicht zur VerfügungDezember 1997 Bundesministerium für Post und Telekommunikation hat seine Aufgaben erledigt31.12.1997 Insgesamt wechseln 206 Mitarbeiter des Bundespostministeriums in die neue Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi). 76 Mitarbeiter wechseln ins BMWi, um verbleibende hoheitliche Aufgaben und internationale Angelegenheiten im Telekommunikations- und Postbereich wahrzunehmen. Die übrigen 60 Mitarbeiter des Bundespostministeriums wechseln ins Bundesfinanzministerium, wo sie die weitere Privatisierung von Post, Postbank und Telekom begleiten und für die Herausgabe von Briefmarken zuständig sind. Mit der Privatisierung und Liberalisierung des Post- und Telekommunikationsmarktes wurde erstmals in der deutschen Wirtschaftsgeschichte ein kompletter Sektor aus der Obhut der öffentlichen Hand herausgetrennt und zugleich dem Wettbewerb geöffnet. Dies war - so das Bundespostministerium - unabdingbare Voraussetzung dafür, Deutschland im Telekommunikationssektor international wettbewerbsfähig zu machen und das Innovationspotenzial für neue Post- und Telekommunikationsdienstleistungen bestmöglich zugunsten des Verbrauchers auszuschöpfen. Regulierungsbehörde: Beirat nominiert VizepräsidentenDezember 1997 Ende einer Epoche: Verabschiedung des letzten Postministers17.12.1997 Der Abschluss einer Epoche von über 125 Jahren, in denen Post und Telekommunikation in Deutschland staatlich verwaltet wurde, sei zugleich der Beginn einer neuen Ära, in der die Nachfolge-Unternehmen der Deutschen Bundespost jetzt im Wettbewerb bestehen müssten, unterstrich der Bundeskanzler in Anwesenheit vieler Gäste aus Politik und Wirtschaft und den Mitarbeitern des Bundespostministeriums in seiner Laudatio auf Dr. Wolfgang Bötsch. Kohl: „Das Bundespostministerium wird aufgelöst, weil es seine Arbeit erfolgreich beendet hat.” Mit der Liberalisierung des Post- und Telekommunikationsbereiches sei eines der ehrgeizigsten Reformvorhaben in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gelungen. „Dieses große Reformwerk bleibt untrennbar mit dem Namen des letzten Postministers Wolfgang Bötsch verbunden,” betonte Helmut Kohl. „Wolfgang Bötsch hat sich um Staat und Vaterland verdient gemacht.” Bötsch trat sein Amt als Bundespostminister im Januar 1993 an. Mit Nachdruck führte er die von seinem Vorgänger Dr. Christian Schwarz-Schilling begonnenen Vorbereitungen für die Postreform II weiter. Mitte 1994 wurde das Gesetzgebungsverfahren zur Änderung des Grundgesetzes und zur Neuordnung des Postwesens und der Telekommunikation abgeschlossen. Damit waren - „vor allem durch den unermüdlichen Einsatz und die Überzeugungskraft von Wolfgang Bötsch”, so Kohl - die Weichen für eine Umwandlung der bisherigen öffentlich-rechtlichen Bundespost-Unternehmen in Aktiengesellschaften gestellt. Für seine vielfältigen Verdienste in seiner langjährigen parlamentarischen Tätigkeit und als Bundespostminister erhielt Bötsch aus der Hand des Bundeskanzlers im Auftrag des Bundespräsidenten das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurden der ebenfalls aus dem Amt scheidende Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Post und Telekommunikation, Dr. Paul Laufs, und der Staatssekretär im Bundesministerium für Post und Telekommunikation, Gerhard O. Pfeffermann, ausgezeichnet. Letzte Meldung des Bundespostministeriums23.12.1997 Auflösung des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation Mit Wirkung vom 1. Januar 1998 tritt Folgendes in Kraft:
Weitere Einzelheiten des Überganges werden zwischen den beteiligten Bundesministerien geregelt und dem Chef des Bundeskanzleramtes mitgeteilt. ◊ |