![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Januar - Juni 2000
Regulierungsbehörde zieht Fazit für 1999Januar 2000 Knapp Zwei Drittel der Umsätze entfielen 1999 auf die Deutsche Post AG. Der Umsatz im lizenzierten Bereich (Beförderung von Briefsendungen bis 1.000 Gramm) betrug 1999 rd. 19,5 Milliarden DM. Die Deutsche Post AG hielt hier trotz Öffnung bestimmter Bereiche für den Wettbewerb einen Marktanteil von 99 Prozent. Die Regulierungsbehörde hatte bis Ende 1999 an 627 Unternehmen Lizenzen vergeben. Davon haben 504 eine D-Lizenz für qualitativ höherwertige Postdienstleistungen. Der Umsatz der Lizenznehmer lag 1999 bei 125 Millionen DM, dies entspricht einem Marktanteil von 0,6 Prozent des Gesamtumsatzes. Bei den Lizenznehmern sind 5.250 Voll- und Teilzeit-Arbeitsplätze und 11.000 Arbeitsplätze für sogenannte geringfügig Beschäftigte („630-Mark-Beschäftigte”) entstanden. Bund erhöht Zuschuss für Pensionskasse31.01.2000 Regulierungsbehörde prüft die Paketpreise der Deutschen PostMärz 2000 Brief-Porto rauf oder runter?März 2000 Zwar hatte die Deutsche Post bis März 2000 noch keinen Antrag auf eine Neufestsetzung der Tarife gestellt. Die Regulierungsbehörde hatte aber bereits mit der Vorprüfung der künftigen Monopoltarife begonnen. Nach Informationen des Handelsblattes leitete die Behörde angesichts von Monopolgewinnen im Briefbereich von 6 Milliarden DM einen Preissenkungsspielraum von etwa 15 Prozent ab. Dies hätte durch eine 2-stufige Portoabsenkung für den Standardbrief um jeweils 10 Pfennig umgesetzt werden können. Chefregulierer Klaus-Dieter Scheurle war der Ansicht, die geltenden Tarife im Monopolbereich seien nicht mehr kostengerecht. Schließlich habe die Deutsche Post in den letzten Jahren ein ausländisches Unternehmen nach dem anderen aufgekauft. Mitte März 2000 wurden Pläne der Deutschen Post bekannt, das Porto für Briefe und Postkarten um je 10 Pfennig zu erhöhen. Dagegen formierte sich Widerstand auf breiter Front. So kritisierte die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) eine mögliche Portoerhöhung als Missbrauch des Briefmonopols. Der Verband äußerte zudem den Verdacht, die Post habe eine mögliche Portoerhöhung absichtlich in die Öffentlichkeit lanciert, um eine drohende Portosenkung durch die Regulierungsbehörde zu verhindern. Auch die Bundesregierung stellte sich gegen eine Portoerhöhung. In den letzten Märztagen schaltete sich Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) ein. Am 27. März 2000 erklärte Müller, das Briefporto werde entgegen den Plänen der Deutschen Post nicht erhöht, sondern es bleibe bis zum Auslaufen der Exklusivlizenz (Monopol der Deutschen Post für die Beförderung von Briefen bis 200 Gramm) Ende 2002 unverändert. Zugleich erteilte Müller dem Präsidenten der Regulierungsbehörde folgende Weisung (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. März 2000): „Hiermit erteile ich Ihnen die allgemeine Weisung, die Vorschrift des Paragraphen 57 Absatz 2 Satz 2 Postgesetz so auszulegen, dass alle Genehmigungen, die vor dem 1. Januar 1998 erteilt worden sind, bis zum 31. Dezember 2002 wirksam sind. Diese Weisung wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.” Nach dem Postgesetz ist der Minister befugt, allgemeine Weisungen zu erteilen. Eingriffe in einzelne Genehmigungsverfahren sind dagegen nicht zulässig. Die Weisung Müllers stieß vor allem bei der CDU/CSU-Opposition, aber auch beim Koalitionspartner der SPD, den Grünen, und bei der F.D.P. auf Kritik. Die Aktion des Wirtschaftsministers sei eine Weisung im Einzelfall und damit unzulässig. CDU-Postexperte Elmar Müller, Vorsitzender des Beirats der Regulierungsbehörde, kündigte an, mit allen rechtlichen und politischen Mitteln gegen den - nach seiner Meinung - illegalen Eingriff seines Namensvetters in die Kompetenzen der Regulierungsbehörde vorzugehen. Politiker und ein Teil der Medien sahen hinter den Vorgängen einen Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang der Deutschen Post im Herbst 2000. So schrieb die Süddeutsche Zeitung am 22. März 2000: „Da gibt es ... aber auch noch den Finanzminister, der als Kassenwart des Bundesvermögens nicht das geringste Interesse daran haben kann, dass den potenziellen Aktionären der Post die gute Stimmung durch eine von den Regulierungsbürokraten verordnete Portosenkung verhagelt wird.” Nach anfänglichem Schweigen äußerte sich schließlich auch der Chef der Regulierungsbehörde, Klaus-Dieter Scheurle: „Selbstverständlich bleiben wir unabhängig.” Es könne aber „ja wohl niemand behaupten, dass diese Vorgehensweise eine Maßnahme ist, mit der die Unabhängigkeit der Regulierungsbehörde gestärkt wird.” Dr. Wolfgang Bötsch, CSU-MdB und Bundespostminister a.D., der 1997 das Postgesetz auf den Weg gebracht hatte, gab dem Wirtschaftsminister Schützenhilfe. Der Financial Times Deutschland (Ausgabe vom 13. April 2000) sagte er: „Er hat formal und auch inhaltlich korrekt gehandelt.” Anfang Juli 2000 schaffte die Regulierungsbehörde endgültig Rechtssicherheit und teilte dem Post-Vorstand schriftlich mit, dass die Ende August 2000 auslaufende Genehmigung der Porto-Tarife bis zum 31. Dezember 2002 weiter wirksam sei. Wird das Briefmonopol über 2002 hinaus verlängert?April 2000 Deutschland liege - so der Minister - bei der Liberalisierung in Europa an der Spitze. Daraus erwüchsen Nachteile für die Deutsche Post beim Marktzugang in andere Länder und bei den Verpflichtungen, die sich für die Deutsche Post aus der Universaldienstleistungsverordnung ergeben. Überdies könnten Postunternehmen aus anderen Ländern auf dem deutschen Markt leichter Fuß fassen. EU-Kommission will im Wettbewerbsverfahren gegen die Deutsche Post zügig entscheidenMärz 2000 Die Deutsche Post ist stärker in das Visier der EU-Wettbewerbshüter geraten. Die Kommission geht u.a. Hinweisen nach, der Paketdienst werde durch Monopoleinnahmen aus dem Briefdienst unrechtmäßig quersubventioniert. Zusätzlich prüft die EU, ob die Deutsche Post durch ihr Briefmonopol eine bestehende dominante Position gegenüber Wettbewerbern ausnutze. Wie die Deutsche Post wehrt sich auch die Bundesregierung gegen den Vorwurf der Quersubventionierung. Es müsse bedacht werden, dass die Deutsche Post durch die Übernahme der ostdeutschen Infrastruktur eine große wirtschaftliche Belastung zu verkraften hatte. EU leitet neues Verfahren gegen die Deutsche Post einMai 2000 Nach ersten Untersuchungen der Kommission handelte es sich bei den Absendern der in Großbritannien eingelieferten Massensendungen nicht um deutsche Absender. Wenn dem so wäre, ist die Deutsche Post nach dem Weltpostvertrag - Stichwort: Remailing - berechtigt, Nachporto in Höhe der Differenz zu den deutschen Tarifen zu verlangen. Dies hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) erst im Februar 2000 im Verfahren gegen 2 Kreditkartenfirmen entschieden, die ihre Briefsendungen über Dänemark und die Niederlande an ihre deutschen Kunden verschickt. Sollte sich die Auffassung der Kommission bestätigen, droht der Deutschen Post ein Bußgeld. Ein Sprecher der Deutschen Post erklärte, das Verfahren könne sich nur auf alte Fälle beziehen. Bis Ende Mai 2000 sei in Bonn noch kein Schreiben aus Brüssel, diese Untersuchung betreffend, eingegangen. Nach dem Zeitungsbericht waren auch Beobachter aus der Branche überrascht darüber, dass ausgerechnet das Remailing nach dem Urteil des EuGH in das Fadenkreuz der Wettbewerbshüter geraten sei. 2. Schritt der europäischen Post-LiberalisierungMai 2000 Seit 1997 ist die Beförderung aller Briefe bis zu 350 Gramm den Monopolunternehmen vorbehalten. Deutschland hat die Schwelle bereits auf 200 Gramm gesenkt. Auch für Direkt- und Werbesendungen will Bolkestein die Gewichtsgrenze auf 50 Gramm oder das Zweieinhalbfache des Grundtarifs reduzieren. Alle ins Ausland gehenden Sendungen sollen ebenso wie Expresssendungen voll liberalisiert werden. Mit dieser 2. Richtlinie werden jedoch nur 20 Prozent aller EU-Postdienstleistungen dem Wettbewerb ausgesetzt. Nach den Vorstellungen Bolkesteins sollten allmählich alle übrigen Postdienste ebenfalls liberalisiert werden. Der nächste Schritt ist für 2007 vorgesehen. Die besonders in Frankreich laut gewordene Angst vor der Verschlechterung der Grundversorgung in ländlichen Gebieten sei unbegründet, wie das Beispiel Schweden zeige. Zurückhaltend äußerte sich der Kommissar über die Wirkungen der Liberalisierung auf die Tarife. Er wies aber darauf hin, dass mit Ausnahme der italienischen Post alle übrigen EU-Unternehmen zum Teil recht ansehnliche Gewinne machten. Entweder sei der Schutz durch das Monopol zu stark oder die Preise seien zu hoch. Bund hält am Termin für Post-Börsengang festJuli 2000 Anfang Juli 2000 fiel im Bundesfinanzministerium die Entscheidung, den ersten Verkauf von Post-Aktien nicht wegen der in Brüssel anhängigen wettbewerbsrechtlichen Verfahren zu verschieben. Die Bundesregierung hält es für denkbar, dass die Post wohl zu einer Beihilferückzahlung verpflichtet wird. Erwartet werden eher Millionen- als Milliardenbeträge. Dafür müsse die Deutsche Post eine Rückstellung bilden. Deutsche Post World Net mit globaler Logistikkompetenz / Neue MarkenarchitekturMai 2000 Der Konzern unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Zumwinkel besteht aus
Die Unternehmensbereiche:
Den Vorsitz eines Bereichsvorstands hat das jeweilige Konzernvorstandsmitglied. Anstelle des Bereichsvorstands fungieren bei Danzas und der Postbank als Aktiengesellschaften die Vorstände. Jedes Mitglied eines Bereichsvorstandes ist neben der Verantwortung für den eigenen Geschäftsbereich in eine gesamtheitliche Ergebnisverantwortung eingebunden. Die Vorstandsressorts:
Bei der Führungskräftetagung am 20./21. Januar 2000 in Frankfurt am Main schwor VV Dr. Klaus Zumwinkel das Management auf das Ziel ein: „Der Konzern Deutsche Post World Net will innerhalb der Branche die Nummer 1 weltweit werden.” Die Basis für die Bewältigung aller Aufgaben sei gesichert: Durch die Akquisitionen wurden strategisch die Voraussetzungen für den globalen Konzern Deutsche Post World Net geschaffen. Operativ wurden die Ziele gut erreicht, so Zumwinkel. Organisatorisch baue der Konzern auf die 4 starken Säulen der Unternehmensbereiche sowie der 3 Vorstandsressorts. Für 2000 formulierte Zumwinkel die Ziele des Konzerns:
Zur Markenarchitektur:
Durch die gleichartige Gestaltung soll der Zusammenhalt sämtlicher Unternehmensteile verstärkt werden. Dazu nutzt der Konzern weiter die Markenkraft der Farbe Postgelb bei allen 3 Leistungsmarken. Gemeinsames Zeichen der Leistungsmarken sind in der 3. Ebene die Leistungsfelder. Diese stehen immer auf einem gelb-weiß-linierten Block unterhalb des Markenlogos (Jalousie). Zurzeit sind folgende Leistungsfelder definiert:
Als konkrete Leistungsbeweise bilden die Produkte die unterste Ebene der Markenarchitektur. Produktbeispiele:
eBusiness-Holding bündelt Internet-AktivitätenMai 2000 Sprecher der Holding-Geschäftsführung ist Dr. Martin Raab. Deutsche Post Fulfilment GmbH gegründetMärz 2000 Die Aufgaben der DPK wurden aufgeteilt: Während das Privatkundengeschäft (B2C) auf die neue Post-Tochter überging, wurde das Geschäftskundensegment (B2B) unter das Dach von Danzas gerückt. Die Deutsche Post Fulfilment GmbH eröffnete am 31. Januar 2000 in Bremen ein Logistik-Center, in dem die gesamten logistischen Dienstleistungen für den Tchibo-Versand abgewickelt werden, vom Bestellmanagement über Versandvorbereitung und Warenverteilung bis zur Rechnungsstellung. ePost Target: Per Mausklick in den Hausbriefkasten
Die Deutsche Post ignoriert die Entwicklung nicht, sondern nimmt sie als Chance an und bindet sie in neue Produkte und Dienstleistungen ein. Nach ePost und FunCard aus dem PC und Internet bietet sie seit Januar 2000 den neuen Service „ePost Target”: Rundschreiben, Serien- oder Werbebriefe am Computer schreiben, als E-Mail versenden und vom Briefträger der Deutschen Post beim Empfänger zustellen lassen. Das Drucken, Kuvertieren und Freimachen der Sendungen besorgt die Post in einer ihrer bundesweit 7 ePost-Stationen. Zielgruppe sind Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige. Die Menge spielt bei ePost Target keine Rolle. Es können 50 oder auch 5.000 Briefe sein. Die bisherigen ePost-Angebote richteten sich vor allem an Großunternehmen mit Massensendungen, wobei der Absender seine Briefdaten auf elektronischem Weg (Datenleitung, Datenträger) an die nächstgelegene ePost-Station übermittelte. Digitale Freimachung im TestApril 2000 Die Deutsche Post führte diesen Betriebsversuch mit der Firma Pitney Bowes, dem Hersteller des erforderlichen Postbearbeitungssystems, und der Lufthansa AirPlus als Kunden durch. Die Digitale Freimachung funktionierte im Pilotprojekt so: Die Lufthansa AirPlus frankierte ihre Briefe einmal wöchentlich mit einer Postbearbeitungsanlage der Firma Pitney Bowes. Die Anlage druckte links neben dem üblichen roten Freistempelabdruck die neue Digitale Freimachung auf den Brief. Das Gewicht der Sendung ermittelte die Anlage automatisch. Der Aufdruck bestand aus einem 2D Barcode, in dem Daten des Absenders enthalten waren, außerdem das Einlieferungsdatum, die Sendungsnummer, eine Maschinenkennung sowie die eigentliche Freimachung in Euro Cent. Parallel dazu erstellte das Postbearbeitungssystem die Daten zum Briefversand und übertrug diese an ein zentrales Rechnersystem der Deutschen Post. Deutsche Post beteiligt sich an Investorholding ZoukJanuar 2000 Paket-Intercity rollt seit 31. Januar 200031.01.2000 In der Pilotphase bis Mai 2000 verkehren die Züge werktäglich zwischen Hamburg und München. Ab Herbst 2000 soll auch Kornwestheim bei Stuttgart angesteuert werden. Dann werden 13 der 33 Paketzentren der Deutschen Post miteinander verbunden. Ende Mai 2000 wurden die Züge fest in den Bahn-Fahrplan integriert. Spätestens 2002 soll eine Ost-West-Verbindung dazukommen. Geplant sind Verbindungen zwischen Duisburg, Köln und Berlin, Karlsruhe und Hamburg sowie Karlsruhe, Leipzig und Berlin. Der Paket-Intercity erspart 5.000 Lkw-Fahrten pro Jahr. Post will für Zwangsarbeiter während der Nazi-Herrschaft zahlenJanuar 2000 Über die Höhe ihrer Einlage verhandelt die Post noch mit der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft. Diese sieht sich seit Längerem vor dem Problem, ihren Beitrag (je 5 Milliarden DM von der Bundesregierung und von der deutschen Wirtschaft) zusammen zu bekommen. Bisher fehlen von den deutschen Unternehmen noch Zusagen für 2 Milliarden DM. Wieder gaben alternative Zustelldienste aufJuni 2000 Im Februar 2000 gab ein weiterer Post-Konkurrent, der Kurierdienst Sweet Time in Neuss, auf. „Wir finden einfach kein geeignetes Personal”, sagte der 34-jährige Inhaber. Nach nur 6 Monaten strich auch der erste Dortmunder alternative Briefzustelldienst NRW-Brief im Juni 2000 die Segel. Mit 120 Mitarbeitern und Beförderungspreisen für Briefe, die um 30 Prozent unter den Tarifen der Deutschen Post lagen, konnte die junge Firma rasch Kunden gewinnen wie den Stadtwerke Konzern und Krankenkassen. Offenbar wuchsen aber der Geschäftsleitung die Kosten über den Kopf. So erhielten die Briefträger ihren Lohn verspätet. Sozialbeiträge wurden ebenfalls zu spät oder gar nicht abgeführt, bis die AOK das vorläufige Insolvenzverfahren einleitete. Am Ende soll das Unternehmen 350.000 DM Schulden angehäuft haben. Schon Ende 1999 hatte in Hamburg der mit hohem Aufwand gestartete Briefdienst Daily Mail ebenfalls das Insolvenzverfahren beantragt. Neuer Verband in der Post-BrancheMai 2000 In den 3-köpfigen Vorstand des BvDP wurden gewählt: Johannes Cluse, Sprecher der Geschäftsführung der Deutsche Post InHausService GmbH, Hanns R. Rech, Chef der deutschen DHL-Tochter, Peter Scheller, Mitglied der Geschäftsführung Pitney Bowes Deutschland. Zu den Gründungsmitgliedern gehören außer der Deutschen Post mit Tochterfirmen u.a. die Siemens ElectroCom, Lufthansa Cargo, die Bundesdruckerei und das Airmail Center Frankfurt. Ende Mai 2000 gab Cluse den Vorsitz an Wolfhard Bender (53) ab. Bender schied Ende März 2000 aus dem Vorstand der Deutschen Post aus und ist derzeit Sonderbeauftragter des Post-Vorstandes. Tracking & Tracing über Grenzen hinwegMai 2000 Gericht stützt Post-PositionJanuar 2000 Schon im November 1998 hatte die Regulierungsbehörde die Erteilung einer D-Lizenz nicht nur von der zuverlässigen Erfüllung einer „höherwertigen Leistung” (die Regulierungsbehörde stuft die taggleiche Zustellung als höherwertige Leistung ein) abhängig gemacht. Sie verlangt auch, dass diese Leistung in einem mindestens 2.500 Quadratkilometer großen Bereich erbracht wird. Zum ersten Mal spielte nun dieses Flächenkriterium in der Rechtsprechung eine letztlich entscheidende Rolle. In der Kernaussage entschied das Gericht: „Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, Briefsendungen und adressierte Kataloge, deren Einzelgewicht weniger als 200 Gramm beträgt, gewerbsmäßig zu befördern, solange seine Dienstleistung ausschließlich darin besteht, dass er auf einem Gebiet von weniger als 2.500 Quadratkilometern folgende Leistungen erbringt...” Es folgen die Kriterien des Postgesetzes für die Erteilung einer D-Lizenz. An anderer Stelle des Urteils heißt es: „Eine von den Universaldienstleistungen der Antragstellerin (Anmerkung der Redaktion: gemeint ist die Deutsche Post) trennbare höherwertige Leistung kann sich nicht nur darauf beschränken, diese ausschließlich auf einem Gebiet zu erbringen, das ohne größeren logistischen oder zeitlichen Aufwand bedient werden kann.” Zudem bedürfe es keiner besonderen Leistungsfähigkeit, eine taggleiche Zustellung oder eine Umlenkung zu garantieren, wenn der Empfänger allenfalls wenige Kilometer vom Absender entfernt seinen Sitz habe. Als qualitativ höherwertig einzustufen sei eine taggleiche Zustellung vielmehr nur dann, wenn sie nicht nur in einem eng begrenzten Gebiet garantiert werde. Der Bundesverband der Kurier-, Express- und Paket-Dienste (BdKEP) meinte zu dem Urteil, zum ersten Mal zeige sich nun deutlich, wie gefährlich für Briefdienste der leichtfertige Umgang mit dem Flächenkriterium sei. KEP-Branche setzt auf Formel 1 als WerbeträgerMärz 2000 Europäischer Gerichtshof bestätigt Porto-Anspruch der Deutschen Post im Remailing-Streit10.02.2000 Die Klageforderung der Deutschen Post gegen die GZS Gesellschaft für Zahlungssysteme mbH und die Citicorp Kartenservice GmbH wird jetzt vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main weiter verhandelt, das den Anspruch der Post aus Art. 25 Weltpostvertrag bereits dem Grunde nach bejaht hatte. Nach dem EuGH-Spruch begründet auch das sogenannte non-physical Remailing einen Portoanspruch in Höhe des Differenzbetrages zwischen der Endvergütung nach den Regeln des Weltpostvertrages und dem Inlandsporto. Beim non-physical Remailing übermittelt der Absender die Daten für die Briefsendungen auf elektronischem Wege ins Ausland. Dort werden die Sendungen ausgedruckt, kuvertiert und beim ausländischen Postunternehmen zur Beförderung nach Deutschland eingeliefert. So erstellt die Citicorp, Sitz Frankfurt am Main, innerhalb der Citibank-Gruppe Kontoauszüge, Zahlungs- und Verrechnungsaufforderungen für Visa-Kreditkartenkunden. 1993 hatte die Citibank ein zentrales Abwicklungszentrum im niederländischen Arnheim eingerichtet. Während die Datenverarbeitung weiterhin in Frankfurt erfolgte, wurden die Daten per elektronischem Datentransfer nach Arnheim geleitet, dort ausgedruckt und anschließend bei der niederländischen PTT Post zum Versand nach Deutschland, Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal und Griechenland eingeliefert. Jährlich wurden auf diesem Weg 42 Millionen Sendungen versandt. Für Deutschland verlangte die PTT Post umgerechnet 55 Pfennig Porto und zahlte an die Deutsche Post eine Endvergütung von 40 Pfennig pro Brief. Ähnlich verfuhr die GZS als bedeutendster Abwicklungsdienstleister für die Umsätze mit Eurocard-Kreditkarten. Die GZS lieferte die Sendungen in Dänemark ein. Deutsche Post schließt Übernahmeangebot für Air Express International ab09.02.2000 AEI wird in den Geschäftsbereich Intercontinental von Danzas eingegliedert. Danzas Intercontinental/AEI wird mit 12.000 Beschäftigten Nummer 1 in der Luftfracht sein und zu einem der 5 führenden Unternehmen für Seefracht in der Welt werden. Remailing-Werbung im InternetJuli 2000 Seit Jahresbeginn 2000 meldet diese Website lediglich noch „Diese Präsenz ist zurzeit nicht erreichbar / These pages are currently offline”. Unter der Adresse www.postversandt.com setzte die PTT Post die gesetzwidrige Werbung prompt fort. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat daraufhin nach Aufforderung durch die Deutsche Post - die PTT Post schriftlich abgemahnt unter Androhung eines Bußgeldes von 1 Million Mark. Anfang Juli 2000 verkündete die PTT Post auf dieser Website: „Wir haben unsere Aktivitäten seit 1. Juli 2000 eingestellt.” DPD-Briefe jetzt nach ÖsterreichJanuar 2000 Börsengang: Deutsche Bank und Warburg Dillon koordinieren Post-IPOFebruar 2000 Gerüchte um Fusion oder Kooperation zwischen Deutsche Post AG und Lufthansa?April 2000 Lufthansa und Deutsche Post halten bereits jeweils 25 Prozent am Brüsseler Logistikkonzern DHL. Am 17. April 2000 teilten beide Firmen mit, sie werden ihre Luftfrachtgeschäfte bündeln. Die Lufthansa-Tochter Cargo und die Deutsche Post wollen eine gemeinsame Gesellschaft Aerologic GmbH gründen, in der die Interessen beider Firmen an DHL gebündelt werden. Zugleich kündigten die Konzerne eine Zusammenarbeit beim eCommerce an. Trustcenter kann starten24.02.2000 Internet-Marktplatz der Deutschen Post eVITA bietet auch AuktionenFebruar 2000 In ihrem Internet-Angebot bietet eVITA inzwischen ein vielfältiges Angebot an Informationen, Unterhaltung und Shopping zu den Themen Auto, Beruf, Computer, Familie, Mode und Genuss. Mit dem direkten Zugriff auf 2.500 Shops hat eVITA den größten Shopping-Überblick auf dem deutschen Internet-Markt im Angebot. Deutsche Post und IBM bieten das Produkt „neuGeschaeft” anMai 2000 „neuGeschaeft” umfasst den Shop, den Eintrag in große Suchmaschinen, die Adress- und Bonitätsprüfung, das Bestellmanagement, die Sendungsverfolgung, die Zahlungsabwicklung und die Hausabholung der Waren beim Anbieter mit Versand und Zustellung. Neues Joint Venture im internationalen PostgeschäftMärz 2000 Laut TPG wird die neue Allianz auf Anhieb einen Umsatz von 450 Millionen Euro und Standorte in 60 Staaten aufweisen. Kunden in 200 Ländern sollen bedient werden. Deutsche Post: Platz 2 beim Briefexport aus den USAMärz 2000 Ein starkes Rückgrat für das internationale Briefgeschäft ist das Internationale Postzentrum (IPZ) in Frankfurt am Main, weltweit nicht nur die größte, sondern nach Expertenmeinung auch die qualitativ beste Plattform für internationale Post. Dank der Effizienz des IPZ ist es sinnvoll, in den USA und überall in Europa akquirierte Briefe nach Frankfurt zu transportieren, dort zu sortieren und dann weiter zu versenden. So versandte die Post-Tochter Global Mail (USA) früher Sendungen direkt in verschiedene Länder in Europa, Afrika und Asien. Tests zeigten, dass Briefpost, die aus den USA über das Frankfurter Verteilzentrum geleitet wurde, schneller an den Bestimmungsort gelangte. Erst wenn das Sendungsaufkommen groß genug ist, sind auch Direktflüge, ausgehend von der neuen Auswechslungsstelle in Washington die Bestimmungsländer denkbar. Deutsche Post erwirbt britische FirmaMärz 2000 Der Unternehmenskauf ist die erste europäische Akquisition der Deutschen Post im Briefbereich und ergänzt die globalen Aktivitäten der Posttochter IMS, die Niederlassungen in Großbritannien, den USA, Österreich, der Schweiz, Belgien, Italien, den Niederlanden, Singapur und Australien betreibt. Von dem Kauf unberührt bleibt die enge Zusammenarbeit der Deutschen Post mit der Royal Mail. Auch die Firma Herald wird ihre bereits seit Langem bestehende Kooperation mit der britischen Post fortsetzen. British Post Office kauft ausländische PaketdiensteMai 2000 Für umgerechnet 19,4 Millionen Mark hat die britische Post auch die französische Crie Gruppe übernommen. Dazu gehören u.a. die Firmen Crie S.A. (Expressdienste) sowie Crie Multi Services (internationale Postdienstleistungen). Dr. Rudi Vetter wechselt zur Deutschen PostJuni 2000 Zusammenschluss zu Danzas Transport
Juni 2000 Deutsche Post übernimmt Auslandsgesellschaften von trans-o-flexMai 2000 Mit der Übernahme der trans-o-flex Schnell-Lieferdienst Ges.m.b.H., Österreich, trans-o-flex KFT, Ungarn, Correct Express B.V., Niederlande, V.O.P. Colli-Service B.V.B.A., Belgien, Ascoli S.P.A., Italien und A Post A/S, Dänemark, baut die Deutsche Post ihr europäisches Paket- und Distributionsnetz Euro Express weiter aus. QuickMAIL erworben / Teilkauf von SkymailApril 2000 Eine zweite Akquisition im April 2000 kam dazu: Global Mail erwarb die internationale Briefsparte der US-Gesellschaft Skymail International Inc., die eng mit der amerikanischen Post (US Postal Service) kooperiert. Seit 1. April 2000 Produktpalette für Euro Express vereinfacht01.04.2000 Auch die Gewichtsstufen beim POSTPAKET - national und international - wurden reduziert. Über das gesamte Sortiment gibt es jetzt ein einheitliches Preisstufensystem mit 4 kg, 8 kg, 12 kg und 20 kg. Eckpunkte für Tarifverhandlungen27.03.2000 Die Entlohnung neu eingestellter Mitarbeiter wird sich künftig an den branchenüblichen Sätzen und damit an denen der Konkurrenz orientieren. Durchschnittlich 5 Prozent des Einkommens sollen dabei leistungsbezogen variabel sein. Für Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens bereits unbefristet beschäftigt waren, gelten die alten Entlohnungsregeln weiter. Post-Chef Klaus Zumwinkel: „Unser bisheriges an den öffentlichen Dienst angelehntes Tarifsystem führte zu einem branchenunüblich hohen Lohnniveau. Durch das neue Entlohnungsmodell wird die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens deutlich verbessert.” Im Gegenzug sagte die Deutsche Post der Gewerkschaft zu, 1.200 Mitarbeiter einzustellen, um die Brief- und Paketzusteller zu entlasten und die Qualität für die Kunden zu sichern. Der bestehende Kündigungsschutz wird bis Ende 2004 fortgeschrieben. Bis dahin gibt es keine betriebsbedingten Kündigungen. German Parcel legt 11 Prozent zuMai 2000 Die ersten Portomarken eines privaten PostvertriebsApril 2000 Briefe, die noch am selben Tag zugestellt werden sollen, müssen bis spätestens 8.20 Uhr in die HPV-Briefkästen eingeworfen sein. Die HPV-Portomarken gibt es in den Wertstufen 93 Pf (bis 20 Gramm), 197 Pf (bis 50 Gramm), 255 Pf (bis 500 Gramm) und 406 Pf (bis 1.000 Gramm). Zum Vergleich die geltenden Tarifstufen der Deutschen Post: 110 Pf (bis 20 Gramm), 220 Pf (bis 50 Gramm), 300 Pf (bis 500 Gramm), 440 Pf (bis 1.000 Gramm). Europaweites Paketnetz stehtApril 2000 Die Deutsche Post kann nun ihren Kunden im geschlossenen System einen europaweiten End-to-end-Service aus einer Hand bieten, zunächst vor allem im Geschäftskundenbereich. Dabei steuert Danzas Transport (vormals Deutsche Post Transport) die internationalen Fernverkehre. Belgische und britische Post sollen privatisiert werdenJuni 2000 Die britische Regierung hat erste Details des neuen Gesetzentwurfes zur angestrebten Privatisierung der Post präsentiert. So wird es - analog zu Deutschland - einen Regulierer geben. The British Post soll auch eine Exklusivlizenz für den Transport von Briefen in einem reservierten Bereich erhalten. EU leitet Untersuchung gegen TPG einJuni 2000 Güterkraftverkehrsgesetz: Deutsche Post verliert ihre SonderrechteJuni 2000 Deutsche Post (Schweiz) AG hat „Päckli-Chaos” überwundenJuni 2000 Inzwischen konnte das Betriebssystem verbessert und der Marktanteil ausgebaut werden (jährlich über 50 Millionen DM Umsatz / über 5 Millionen Pakete). Trotz der besonderen Wettbewerbslage in der Schweiz konnten alte Kunden wieder und neue Kunden dazu gewonnen werden. Die Schweiz ist der einzige nicht-liberalisierte Paketmarkt Europas. Die Schweizer Post verfügt weiter über das Monopol für Sendungen bis 2 kg. Dazu kommt das Nachtfahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen, von dem nur die Schweizer Post ausgenommen ist. Konzern führt neue Rechtschreibung ein01.04.2000 Im Schriftverkehr mit den Medien (Pressemitteilungen) wendet die Deutsche Post die neuen Schreibregeln bereits seit dem 1. August 1999 an, in Anzeigen (z.B. Stellenanzeigen) und Schriften (Werbetexte, Broschüren usw.) seit 1. November 1999. Die Deutsche Post World Net übernimmt die sogenannte dpa-Schreibweise. Das sind Sondervereinbarungen und Modifizierungen der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen, die inzwischen von den Druckmedien angewandt werden. Für die Bezeichnung von Produkten, Organisationseinheiten und häufig gebrauchte fachspezifische Begriffe gelten konzerninterne Festlegungen. Deutsche Post World Net erwirbt Anteil an Global Freight Exchange17.04.2000 GF-X, 1998 gegründet, bietet in ihrem virtuellen Marktplatz Airlines und Spediteuren die Möglichkeit, Frachtkapazitäten zu kaufen und zu verkaufen. Dank der aktiven Teilnahme an diesem weltweiten elektronischen Marktplatz kann Danzas AEI Intercontinental - im Post-Konzern zuständig für Luftfracht - den Postkunden noch umfassendere Angebote machen. Zudem stärkt die Deutsche Post World Net mit diesem Engagement im Bereich des eBusiness ihre Internet-Kompetenz. La Poste übernimmt Mehrheit beim DPD
Mai 2000 Auch bei DPD-France stieg La Poste ein. Von den bisherigen Gesellschaftern übernahm sie 67 Prozent der Geschäftsanteile. Deutsche Post: 1,1 Milliarden Euro Gewinn04.05.2000 Im Geschäftsergebnis sind bereits die Akquisitionen wie Danzas und Postbank integriert. Zumwinkel: „Die Deutsche Post ist fit für den geplanten Börsengang.” Besonders deutlich wird die Wandlung der Deutsche Post World Net zu einem internationalen Logistik-Konzern an den Auslandsumsätzen. Wurden 1998 nur 2 Prozent aller Umsätze im Ausland erzielt, so konnte der Konzern 1999 bereits 22 Prozent der Umsätze auf Auslandsmärkten in 140 Ländern erwirtschaften. Mit Blick auf den geplanten Börsengang hat die Deutsche Post World Net ihren Jahresabschluss erstmals nach „International Accounting Standards” (IAS) erstellt. Damit stellt der Konzern für das Geschäftsjahr 1999 sowie für das Vorjahr eine Vergleichbarkeit nach internationalen Grundsätzen her und entspricht den Informationsbedürfnissen der Kapitalmärkte. So bietet die Segment-Berichterstattung einen Einblick in Umsatz- und Ergebniszahlen der 4 Unternehmensbereiche BRIEF, EXPRESS, LOGISTIK und FINANZ DIENSTLEISTUNGEN. Auf den Unternehmensbereich BRIEF entfielen 10,2 Milliarden Euro. Der Bereich EXPRESS, zu dem der Paketservice gehört, trug 4,6 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz bei. 4,2 Milliarden Euro Umsatz brachte der Bereich LOGISTIK und 2,9 Milliarden Euro der Bereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN. Erwirtschaftete der Bereich BRIEF 1998 noch fast 70 Prozent aller Umsätze, so entfielen 1999 bereits 52 Prozent auf die 3 anderen Unternehmensbereiche. Zu den Segment-Ergebnissen, also den Beiträgen der einzelnen Unternehmensbereiche zum Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) des Konzerns:
Für den Konzern ergibt sich daraus eine Umsatzrendite von 5 Prozent. Im Hinblick auf den Börsengang ist auch die Eigenkapitalquote von besonderer Bedeutung: Sie lag 1999 bei 42 Prozent. Damit betrug die Eigenkapitalrendite 42,1 Prozent. Im Jahr des geplanten Börsengangs interessiert besonders das Ergebnis je Aktie. Laut Geschäftsbericht 1999 war das gezeichnete Kapital in Höhe von 1.094 Millionen Euro (im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main) in 42.800.000 voll eingezahlte Inhaberaktien zu einem Nennwert von 50 DM gestückelt. Das Ergebnis je Aktie lag für das Geschäftsjahr 1999 bei 25,98 Euro (Vorjahr: 21,61 Euro). Als Dividende wurden 179 Millionen Euro ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividende je Aktie von 4,18 Euro (Vorjahr: 3,58 Euro). Während bei der Deutsche Post AG das Personal um 5 Prozent auf 243.933 (Kopfzahl 31. Dezember 1999, einschließlich Nachwuchskräfte) reduziert wurde, stieg die Zahl der Mitarbeiter im Konzern Deutsche Post World Net auf 301.229 weltweit (ebenfalls Kopfzahl 31. Dezember 1999; umgerechnet auf Vollzeitkräfte waren es 264.424). Auf Konzernebene ist der Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen von 67,2 Prozent in 1998 auf 51,4 Prozent in 1999 gesunken. Ursache sind - neben Personalanpassung in der AG - Strukturveränderungen aufgrund der Integration des nicht so personalintensiven Logistikgeschäfts. Thomas Gottschalk wirbt für den Börsengang der Deutschen Post / „Bing Bang” am 6. November 2000 / Callcenter für den Börsengang: 018 018/5 55 55Juni 2000 Am Montag, 6. November 2000, will die Deutsche Post AG an die Börse gehen. Das verlautete aus Vorstandskreisen bei den Posttagen 2000 Anfang Mai. Im September 2000 soll die internationale Präsentation des Unternehmens - die sogenannte Roadshow - beginnen. Erste Stationen sind New York und London. Großen Wert legt Post-Chef Dr. Klaus Zumwinkel auf die Ausgestaltung des Mitarbeiterprogramms bei der Zuteilung von Post-Aktien. Einzelheiten standen bis Ende Juni 2000 noch nicht fest. Geplant ist aber, den 300.000 Mitarbeitern Sonderkonditionen anzubieten. So sollen Beschäftigte zinslose Kredite der Postbank erhalten, wenn sie Aktien zeichnen wollen. Auch die Postbank soll beim Post-Börsengang eine besondere Rolle spielen: Als eine der konsortialführenden Banken, will sie ihre Kunden, die Post-Aktien über die Postbank ordern, im Zuteilungsverfahren bei der Ordermenge bevorzugen. Unter dem Namen „Der gelbe Draht” startete die Deutsche Post im Mai ein Callcenter für den Börsengang. Unter der Nummer 018 018 / 5 55 55 ("Null-Achtzehn-Null-Achtzehn, 5 Mal die Fünf) können interessierte Anleger zum Citytarif Informationen zum Börsengang der Deutschen Post abrufen. Deutsche Post (CZ) s.r.o. gut etabliertMai 2000 Seit Herbst 1999 firmiert das Unternehmen unter Deutsche Post (CZ) r.s.o. In Prag verfügt es über ein zentrales Hub mit Depot und über 5 weitere Depots, verteilt über das ganze Land. 1999 erreichte die Tochter der Deutschen Post bereits ein Sendungsvolumen von 400.000 Paketen. BdKEP: das „P” heißt jetzt „Post”Juni 2000 Auch das Postgesetz, das nicht Kurier- und Paketdienste sondern Kurier- und Postdienste kenne, habe den Markt neu definiert. Zumindest der Versand von Paketen bis 20 kg falle dort unter den Begriff Postdienstleistung. Ein weiterer Grund für die Umbenennung ist der internationale Sprachgebrauch, wo von „Postal Services” gesprochen werde. Auch die neue Ausbildungsordnung zum KEP-Kaufmann/Kauffrau bezeichnet den Beruf im Volltext als „Kaufmann/Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen”. Telegrafische Postanweisung abgeschafft01.06.2000 Mithilfe des Minutenservice ist ein Geldtransfer innerhalb Deutschlands und in 160 Länder weltweit innerhalb kürzester Zeit möglich. Das Geld wird bar in einer Postfiliale ein- und auch ausgezahlt. Im Ausland erfolgt die Auszahlung über eine der 50.000 Agenturen der Western Union, einem Vertragspartner der Postbank. Darüber hinaus gibt es nach wie vor die Geldanweisung über den Zusteller im Rahmen der Briefzustellung. Ausnahmegenehmigung für Deutsche Post15.05.2000 Die sonstigen Sonderrechte für Fahrzeuge der Deutschen Post auf den Straßen sollen eingeschränkt werden. Noch können Fahrzeuge der Deutschen Post auf allen Straßen „zu allen Zeiten fahren und halten, soweit ihr Einsatz dies erfordert”. Bei der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) plant das Bundesverkehrsministerium, die noch geltenden Sonderrechte nach § 35 StVO ersatzlos zu streichen. Als Begründung wird angeführt, die Unterscheidung der Deutsche Post-Fahrzeuge im Brief- und Paketdienst von denen ihrer Subunternehmen werde immer schwieriger. Yahoo! Deutschland und Deutsche Post World Net bieten gemeinsamen Service anJuni 2000 Im Juni 2000 hat die Deutsche Post World Net ihre eBusiness-Aktivitäten um ein neues Angebot erweitert und sich mit dem Internet-Medien-Unternehmen Yahoo! Deutschland zusammengetan: Der von der Deutschen Post entwickelte Service WEBTRANSFER ist seit Ende Juni 2000 in Yahoo! Auktionen, dem Online-Auktionsangebot von Yahoo! Deutschland, integriert. Online-Geschäfte bergen häufig für Verkäufer und Käufer Risiken. So weiß der Verkäufer nicht, ob er für die gelieferte Ware sein Geld bekommt, und der Käufer ist sich nicht immer sicher, ob er für das überwiesene Geld die online bestellte Ware bekommt. Um beiden Sicherheit zu geben, hat die Deutsche Post zusammen mit der Postbank WEBTRANSFER entwickelt. Der neue Dienst bietet schnellen Transport und sichere Bezahlung z.B. für im Internet ersteigerte Waren. WEBTRANSFER funktioniert so: Nach der erfolgreich abgeschlossenen Auktion kann der Käufer online den WEBTRANSFER-Service beauftragen. Käufer und Verkäufer werden per E-Mail laufend über den Status der Warensendung informiert. Die Deutsche Post holt das Paket zu einem vereinbarten Termin beim Versender an der Haustür ab und liefert es schnellstmöglich dem Empfänger aus. Hinzu kommt auf Wunsch die Treuhandfunktion: Der Empfänger bekommt die Ware erst, wenn er den vereinbarten Preis zuzüglich Service-Gebühren auf ein Treuhandkonto der Postbank eingezahlt hat. Der Versteigerer erhält sein Geld erst, wenn die Auslieferung der Ware bestätigt ist. UPS pocht auf Gleichbehandlung mit der Deutschen PostJuni 2000 UPS steht auf dem Standpunkt, ein zuverlässiger Service könne nur gewährleistet werden, wenn die Fahrer in unmittelbarer Nähe zum Kunden in Halteverbotszonen anhielten. Dabei pocht UPS auf Gleichbehandlung mit der Deutschen Post, die über entsprechende Sonderrechte verfüge. Es geht im aktuellen Streitfall um einen Lohnsteuerbetrag von 270.000 DM aus übernommenen Verwarnungsgeldern für einen Zeitraum von 4 Jahren. Tarifabschluss bei der Deutschen Post
31.05.2000 Für die ostdeutschen Bundesländer läuft der am 2. April 1998 mit den Gewerkschaften vereinbarte Stufenplan zur Angleichung des Lohnniveaus unverändert weiter. Am 1. Januar 2002 ist die Angleichung auf 100 Prozent des Westniveaus erreicht. Deutsche Post World Net startet kostenlosen E-Mail Service27.06.2000 Dazu Post-Chef Klaus Zumwinkel: „Mit der elektronischen ePOST-Adresse setzen wir einen neuen Adress-Standard. Sie soll einmal genau so selbstverständlich sein wie die klassische postalische Anschrift. ePOST ist die sichere Internet-Adresse für das ganze Leben.” Nach und nach wird die Deutsche Post ihren neuen E-Mail Service mit postalischen Produkten anreichern und damit von anderen Anbietern abheben. Verwaltungsgericht entscheidet in der Frage „Flächenkriterium”20.06.2000 Nun hatte das Verwaltungsgericht Köln im Verfahren der Citipost Hannover gegen die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zu entscheiden, ob die Festlegung eines Flächenkriteriums unabdingbar ist. Dabei hat das Verwaltungsgericht am 20. Juni 2000 gegen die Regulierungsbehörde entschieden. Nach Auffassung des Gerichts stellt das Flächenkriterium keine Verpflichtung dar, der Hinweis darauf in der Lizenz sei lediglich eine lose Mitteilung der Regulierungsbehörde. Somit könne die Höherwertigkeit der Briefbeförderung nicht daran gemessen werden, ob der Lizenznehmer die beförderten Briefe tatsächlich taggleich im gesamten lizenzierten Bereich zustellt. Post-Fahrzeuge werden online versteigertJuni 2000 Deutsche Post und Deutsche Telekom bündeln Kompetenz04.07.2000 Die wesentlichen Inhalte des Vertrages:
Im Zuge der gegenseitigen Aufgabenübertragung sollen 1.000 Mitarbeiter der Deutsche Post World Net zur Deutschen Telekom wechseln. Die Deutsche Post wird ihrerseits 2.500 Telekom-Beschäftigte übernehmen. Ein Abbau von Arbeitsplätzen ist nicht geplant. Der Wechsel ist für die Betroffenen freiwillig. Bis Ende Juni 2000 hatten bereits mehr als 90 Prozent dem Wechsel zugestimmt. Deutsche Post akquiriert Briefdienste in Australien04.07.2000 Diese Akquisition stärkt die Präsenz der Deutschen Post im pazifischen Raum und ermöglicht dem Unternehmen, seinen dortigen Kunden Mehrwertdienstleistungen im grenzüberschreitenden Briefgeschäft anzubieten. Personalmangel führt zu Einschränkungen in der PaketzustellungJuni 2000 UPS will vor EuGH gegen Deutsche Post klagen18.07.2000 UPS klagt gegen kanadische RegierungJuni 2000 Danzas ist am Projekt Cargolifter beteiligtJuni 2000 Vorgesehen ist der Cargolifter vor allem für Transporte in unwegsames Gelände, z.B. das Amazonas-Gebiet. Der Cargolifter holt die Fracht direkt am Werk ab und fliegt damit zum Zielpunkt. Bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h hat der Cargolifter eine Reichweite von 10.000 km. Der Jungfernflug soll 2001 starten. 2004 soll mit der Industrieproduktion begonnen werden. ◊
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