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KEP: Juli bis September 2009
Niederländische TNT erhöht Druck auf Gewerkschaft und Personal03.07.2009 Das Angebot der Konzernspitze im April 2009, eine Arbeitsplatzgarantie für 3 Jahre zu geben, wenn die Arbeitnehmer eine Lohnkürzung von 15 Prozent akzeptieren, lehnten die Gewerkschaften ab. Das Unternehmen befragte daraufhin 7.700 Mitarbeiter in den Niederlanden direkt, ob sie zu einer entsprechenden Vereinbarung bereit seien. 74 Prozent erklärten sich damit einverstanden - so das Unternehmen. Inzwischen haben Konzernleitung und Gewerkschaften eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt. Nach einem Bericht der Zeitung „NRC Handelsblad” haben die Gewerkschaften „zähneknirschend” zugestimmt, um den in Aussicht gestellten Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen zu verhindern. Die Lohnsenkung solle bei über 50 Jahre alten Mitarbeitern nur 5 Prozent betragen. Im Regelfall solle aber das Bruttoeinkommen der Briefzusteller - derzeit rund 2.000 Euro - um 15 Prozent gekürzt werden. TNT sieht sich wegen der ungünstigen Entwicklung sowohl bei den Post- also auch bei den Expressdiensten zu umfassenden Einsparungen gezwungen. Vorstandschef Peter Bakker hatte bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für 2008 Mitte Februar von 400 Millionen Euro gesprochen. 2008 hatte der Konzern eine leichte Umsatzsteigerung um 1,2 Prozent auf 11,15 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Nettogewinn war dagegen um fast 44 Prozent auf 556 Millionen Euro gefallen. Im 2. Quartal 2009 musste die TNT-Briefsparte einen Gewinneinbruch um 20 Prozent hinnehmen. Der operative Gewinn des gesamten TNT-Konzerns brach um 45 Prozent auf 178 Millionen Euro ein. Der Umsatz fiel um 10 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro. Konzern-Chef Bakker verkündete bei der Vorstellung der Zahlen im 2. Quartal 2009 den endgültigen Verzicht auf einen Einstieg bei der britischen Royal Mail. Die britische Regierung hatte den Privatisierungsplan vor Kurzem aufgeschoben. Mögliche Übernahmen seien für TNT nun „unten auf der Prioritätenliste”, so Bakker. Bei TNT Post Deutschland gingen die Umsätze im 2. Quartal 2009 um 2 Prozent zurück. Das Betriebsergebnis habe sich um 15 Prozent verbessert, sei aber immer noch negativ, bestätigte Bakker. Genaue Zahlen für seinen deutschen Briefdienst gibt der Konzern nicht bekannt. Behördenpost ohne Mindestlohn?03.07.2009 Das Innenministerium will in der erstmaligen Ausschreibung für sämtliche Briefbeförderungen von Bundesbehörden fordern, dass der zwischen 8,00 und 9,80 Euro liegende Mindestlohn für Briefzusteller und Sortierkräfte gezahlt werden muss. Ein Sprecher des Innenministeriums wollte sich zu dem Brief nicht äußern. Das Ministerium warte noch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur Frage der Post-Mindestlöhne ab. Das Oberverwaltungsgericht des Landes Brandenburg hatte Ende 2008 den Klagen mehrerer Post-Konkurrenten gegen den gesetzlich verfügten Post-Mindestlohn stattgegeben. Dagegen war der Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) in Revision gegangen. Mit der Beförderung von Behördenbriefen steht ein Auftragsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro zur Disposition. Deutsche Post DHL schließt Verkauf der Deutsche Bank-Aktien ab06.07.2009 „Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Anteile an der Deutschen Bank wie geplant so zügig und erfolgreich verkaufen und damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum reinen Brief- und Logistikkonzern vollziehen konnten”, so Deutsche Post DHL Vorstandsvorsitzender Frank Appel. Die im Januar vereinbarte Transaktion über den Verkauf von Postbank-Aktien an die Deutsche Bank wurde am 25. Februar 2009 wie geplant abgeschlossen. Die Deutsche Bank hatte für 50 Millionen eigene Aktien aus einer Kapitalerhöhung einen Anteil von 22,9 Prozent an der Postbank von der Deutschen Post DHL erhalten. Ein weiterer Anteil von 27,4 Prozent wird nach Ablauf von 3 Jahren mit Fälligkeit einer Pflichtumtauschanleihe auf Postbank-Aktien an die Deutsche Bank übertragen. Für den verbleibenden Anteil von 12,1 Prozent bestehen Kauf- und Verkaufsoptionen, die zwischen dem 36. und 48. Monat nach Abschluss der Transaktion gezogen werden können. saarriva mit Sendungszuwachs im 1. Quartal 2009Juli 2009
Die ansteigende Sendungsmenge machte eine Erweiterung des Sortierzentrums erforderlich. Die Betriebsabläufe wurden durch „innovative Lösungen in den Bereichen Sortier- und Verpackungstechnik optimiert”. Dadurch konnte „eine Qualitätsverbesserung und eine noch schnellere, effizientere und sichere Verarbeitung” erreicht werden. „Wir konnten entgegen des aktuellen wirtschaftlichen Trends unsere Belegschaft um 20 Prozent erweitern und sehen uns somit gut aufgestellt, um zukünftige Anforderungen zur Zufriedenheit unserer Kunden zu erfüllen”, so Geschäftsführer Frank Klein. Bundesagentur für Arbeit vergibt in Nordrhein-Westfalen Aufträge an Briefdienstleister ohne Mindestlohn - und revidiert später ihre Haltung04.07./13.08.2009 TNT Post wehrt sich gegen den verordneten Mindestlohn und zahlt statt der vorgeschriebenen 9,80 Euro den Haustarif von mindestens 7,50 Euro pro Stunde. Die Nürnberger Zentrale der BA bekräftigte, man habe keine Wahl gehabt. Ursprünglich habe sie TNT Post von der Ausschreibung ausschließen wollen, doch TNT Post sei vor Gericht gezogen, nachdem die Firma in einer ersten Ausschreibungsrunde um den Ruhrgebietsauftrag ausgeschieden war. „Daraufhin haben uns sowohl die Vergabekammer des Bundes als auch das Oberlandesgericht Düsseldorf gezwungen, den wirtschaftlichsten Anbieter auszuwählen”, so BA-Sprecher John-Philip Hammersen. Er betonte aber, es habe sich um einen Einzelfall gehandelt. Mit dem im Frühjahr 2009 geänderten Arbeitnehmer-Entsendegesetz sei es möglich, das Thema Mindestlohn rechtssicher in die Ausschreibungen zu integrieren. „Bei allen künftigen Ausschreibungen sind die Mindestlöhne mit drin.” Hammersen bestätigte, dass es eine entsprechende Aufforderung des Bundesarbeitsministeriums, das die Rechtsaufsicht über die BA ausübt, gegeben habe. Die Stadt Dortmund hat mittlerweile nach Protesten der TNT-Konkurrenz ihre Haltung revidiert und ihren Briefbeförderungsauftrag wegen der Mindestlohnfrage nicht an TNT Post sondern an den Konkurrenten WPS, eine Tochter der WAZ-Gruppe vergeben. WPS hatte zwar ein deutlich höheres Angebot als TNT Post vorgelegt, aber erklärt, den gesetzlich geforderten Mindestlohn zu zahlen. Gegen die Entscheidung der Stadt Dortmund reichte TNT Post Klage beim Oberlandesgericht Düsseldorf ein. Begründung: „Löhne dürfen kein Vergabe-Kriterium sein.” Die BA unternahm Anfang August 2009 einen 2. Anlauf, bei der Zustellung ihrer Behördenpost den umstrittenen Post-Mindestlohn durchzusetzen. Sie hob die Ausschreibungen für die Städte Dortmund, Düsseldorf, Essen und Bochum auf und kündigte eine Neuvergabe unter Berücksichtigung der Mindestlohnvorgaben im 3. Quartal 2009 an. Die BA stützt sich auf eine zwischenzeitlich ergangene neue Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Während das Gericht im April 2009 verboten hatte, die Auftragsvergabe an die Einhaltung des Mindestlohns zu koppeln, stellt es in der neuen Entscheidung den Auftraggebern, die auf Tariftreue pochen, frei, laufende Vergabeverfahren vollständig aufzuheben. PIN Mail führt elektronischen Briefkasten ein / Swiss Post Box kombiniert den klassischen Brief mit E-Mail10.07.2009
Pin Mail arbeitet auf technischer Seite mit Pawisda Systems zusammen. Unter www.Pinbriefportal.de können alternativ zum klassischen Briefeinwurf oder zur Abholung durch PIN am Rechner erstellte Briefe über einen Datei-Upload direkt eingeworfen und versandt werden. Der Postdienstleister bietet das Portal sowohl Privat- als auch Geschäftskunden an. Auch Serienbriefe könnten damit konzipiert werden. Das Ausdrucken, Falzen, Kuvertieren und Frankieren übernimmt PIN Mail. Zugestellt werden die Briefe von PIN selbst oder von der Deutschen Post. Eine zentrale Rolle spielt dabei Pawisda Systems. Der Dienstleister bietet für Geschäftskunden eine firmeninterne elektronische Poststelle an, mit der alle Briefe elektronisch eingesammelt und zentral ausgedruckt werden können. Pawisda verspricht die Einsparung von Prozess- und Druckkosten. Allerdings schläft auch die Konkurrenz nicht. So hat die Deutsche Post DHL ihren sogenannten Online-Brief in der Pipeline. Das Mail-System soll den sicheren Austausch rechtsgültiger elektronischer Dokumente zwischen Bürgern, Behörden und Unternehmen ermöglichen. Die Deutsche Telekom arbeitet gemeinsam mit United Internet und dem Bundesinnenministerium an der sogenannten De-Mail. Ein wenig weiter ist die Schweizerische Post. Sie hat jüngst die Swiss Post Box auf den Markt gebracht. Adressierte Sendungen können an eine neue Korrespondenzadresse geschickt werden. Swiss Post erfasst in einem Scanning-Center die geschlossenen Umschläge elektronisch und stellt die Couvertansicht dem Empfänger,der Nutzer des Dienstes ist, via E-Mail zu. Dieser entscheidet dann, was mit der Sendung weiter geschehen soll. Auf Wunsch wird die Sendung geöffnet und als PDF zugänglich gemacht. Auch eine physische Weiterleitung an eine beliebige Adresse ist möglich. Die Sendungen können elektronisch in der Swiss Post Box archiviert werden. Die Swiss Post Box wird zunächst in Deutschland und in der Schweiz angeboten. Frankreich, Italien und Österreich sollen in Kürze folgen. Getestet wird das Angebot aktuell bei Siemens Mobility in Deutschland und der Schweiz sowie bei Microsoft in der Schweiz. Stadt Voerde wechselt von TNT Post wieder zur Deutschen Post22.07.2009 UPS-Gewinn schmilzt in der Krise24.07.2009
TNT Post verbündet sich mit Verlagen gegen die Deutsche Post22.07.2009
„Ich will TNT Post mit Wettbewerbern dort verbinden, wo wir bisher gegeneinander arbeiten, statt unsere Kräfte gegen die Post zu bündeln”, sagte TNT-Deutschland-Chef Mario Frusch im Gespräch mit der Financial Times Deutschland (FTD). TNT hat in Deutschland ein Problem. 2007 betrug das Minus hierzulande etwa 33 Millionen Euro. Für 2008 wird ein noch höherer Verlust erwartet. Und trotz der seit 2008 offiziell geltenden vollständigen Liberalisierung des Briefmarktes ist es TNT und anderen alternativen Zustelldiensten bislang nicht gelungen, der Deutschen Post Marktanteile abzujagen. Im Gegenteil: 2008 war der Marktanteil der Deutschen Post sogar leicht gestiegen. „Ich bin nicht besonders stolz, nach 10 Jahren auf dem deutschen Markt 3 Prozent Marktanteil zu haben”, sagte Frusch. Damit sei das Zustellnetz nicht rentabel zu betreiben. Sein Ziel sei es, den Marktanteil von derzeit 3 auf 10 Prozent zu erhöhen. Einen Zeitraum für dieses hochgesteckte Ziel nannte der Manager allerdings nicht. Der Niederländer wettert dabei immer wieder gegen die deutsche Politik. Er gibt die Schuld für die Verluste seines Konzerns nicht zuletzt auch dem Postmindestlohn von bis zu 9,80 Euro pro Stunde. Frusch ist sich auch nicht zu schade, der Politik erneut damit zu drohen, den Standort Deutschland zu verlassen. „Wenn wir nicht schnell nach der Bundestagswahl im September das Signal von der Politik bekommen, dass man uns hier haben will, müssen wir uns nach dem Sinn der Sache fragen”, sagte Frusch in dem FTD-Interview. Deutsche Post DHL stabilisiert das Ergebnis im 2. Quartal 200923.07.2009 Halbjahreszahlen Unternehmensbereich BRIEF Im Rahmen der Strategie 2015 hat der Briefbereich ein umfassendes Zukunftsprogramm aufgelegt, mit dem Ziel, die Kosten nachhaltig zu senken und das Leistungsportfolio mit Produkten wie dem Brief im Internet auf die Kommunikationsbedürfnisse der Zukunft auszurichten. Allein im 1. Halbjahr konnte der Unternehmensbereich BRIEF seine Kosten um 180 Millionen Euro reduzieren. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern, dass sich die Maßnahmen zur Kostensenkung mit rund 300 Millionen Euro positiv auf das EBIT auswirken. Unternehmensbereich EXPRESS Auf der Kostenseite konnten vor allem in den USA weitere Fortschritte erzielt werden. Hier ist der Konzern zuversichtlich, trotz Wirtschaftskrise sein angepeiltes Ziel, die Verluste auf Jahresbasis auf unter 400 Millionen US-Dollar zu reduzieren, im 4. Quartal 2009 zu erreichen. Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT Gleichwohl hat der allgemeine Nachfragerückgang, vor allem in den Bereichen Technologie und Maschinenbau, gepaart mit niedrigeren Frachtraten und Treibstoffzuschlägen zu einem Rückgang des Umsatzes und der Ergebnisse geführt. Das EBIT vor Einmaleffekten belief sich im 2. Quartal auf 79 Millionen Euro im Vergleich zu 103 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 27 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN Außerdem führte die Arcandor-Insolvenz zu Forderungsausfällen in Höhe von 12 Millionen Euro. Das EBIT vor Einmaleffekten im Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN lag im 2. Quartal aufgrund der unerwarteten Auswirkungen der Arcandor-Insolvenz bei 16 Millionen Euro nach 64 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz sank um 8,8 Prozent auf 3,06 Milliarden Euro. Ausblick Deutsche Post DHL vergibt IT-Dienstleistungen an AT&T22.07.2009 „Die Möglichkeiten zur Senkung unserer Telekommunikationskosten bei gleichzeitiger Serviceverbesserung und Leistungssteigerung sind erheblich”, so Stephen McGuckin, verantwortlich für IT Services im Konzern. „Diese Initiative verbessert die Kosteneffizienz unserer Geschäftstätigkeit in den USA und stellt uns eine zukunftsweisende Plattform zur Verfügung, um unsere Netzwerkdienste in den nächsten 5 Jahren neu zu gestalten und auszubauen.” Durch Telekommunikationsverträge mit Anbietern in den USA und Europa wird die Deutsche Post DHL innerhalb von 5 Jahren über 170 Millionen Euro einsparen. Für 28 europäische Länder schloss das Unternehmen bereits im Januar dieses Jahres einen ähnlichen Kontrakt mit dem spanischen Dienstleister Telefónica ab. Neben Europa und Amerika plant der Konzern auch eine Optimierung seiner Telekommunikationsdienste in Südamerika, dem asiatisch-pazifischen Raum sowie in Schwellenländern. Dadurch werden weitere erhebliche Kosteneinsparungen noch in diesem Jahr erwartet. Deutsche Post: Kräftige Einbußen beim Dialogmarketing23.07.2009
Im 1. Halbjahr 2009 sei die Zahl der Werbesendungen um mehr als 8 Prozent zurück gegangen. Damit sinke der Umsatz. Die Kosten für Personal, Maschinen oder Fahrzeuge dagegen stiegen stetig. „Also bleibt weniger Gewinn übrig.” Zur Verdeutlichung: Im 2. Quartal 2009 hat die Deutsche Post nach eigenen Angaben 9,7 Prozent weniger Mailings zugestellt als im Vorjahresquartal. Um gegenzusteuern, setzt der Bonner Konzern auf die Einführung neuer Produkte wie den „Brief im Internet” und vor allem auf drastische Sparmaßnahmen. Im Unternehmensbereich BRIEF sind bereits im 1. Halbjahr 180 Millionen Euro eingespart worden. Bis Ende des Jahres sollen es 300 Millionen werden. So wurden die Ausgaben für Kommunikationsaufgaben im Marketing um 25 Prozent gesenkt. Zusätzlich sollen sich die Mitarbeiter auf eine Arbeitszeitverländerung und eine Verschiebung der geplanten Lohnerhöhung einstellen. In den Sommermonaten reduziert die Post außerdem montags die Zahl der Zusteller. „Wir müssen Kosten senken, und das tragen wir eben nicht einfach auf dem Rücken der Mitarbeiter aus”, betonte Gerdes. Alle Kosten stünden auf dem Prüfstand, ob in Betrieb, Vertrieb, Filialen, Marketing oder IT bis hin zu den Gehältern von Führungskräften. In der Tat sind die Zahlen dramatisch. Die Deutsche Post DHL erzielte im 1. Halbjahr 2009 im Unternehmensbereich BRIEF, zu dem auch das Dialogmarketing zählt, einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 557 Millionen Euro. Das sind 32,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank im 1. Halbjahr um 5,6 Prozent auf aufgerundet 6,7 Milliarden Euro. Wenn man jeweils nur die beiden 2. Quartale miteinander vergleicht, sind die Zahlen noch schlechter. Handyporto wird noch einfacher in der Handhabung27.07.2009 Für Besitzer von iPhone- oder Android-Handys geht die Vereinfachung sogar noch einen Schritt weiter: Die Handyporto-Anwendungen lokalisieren gleich noch den Standort und zeigen die nächstgelegenen Briefkästen mit Leerungszeiten an. „Wir wissen, dass die Mobilität der Menschen immer größer wird und das Handy viel dazu beiträgt. Mit den Erweiterungen unseres Angebots machen wir es noch leichter, schnell einen Brief oder eine Karte abzuschicken”, sagt Marco Hauprich, Marketing BRIEF der Deutschen Post, und nennt gleich ein Beispiel: „Jeder hat schon mal einen Geburtstag fast vergessen, und eine persönliche Karte sagt mehr als eine SMS. In der Mittagspause schnell eine Karte geschrieben und mit HANDYPORTO frankiert, den nächsten Briefkasten per iPhone oder Android lokalisiert - und schon ist der Gruß auf dem Weg.” Bei dem nutzerfreundlichen Service der Deutschen Post genügt es, eine SMS an die Nummer 22122 zu schicken oder direkt dort anzurufen bzw. mit dem neuen Tool einfach auf „Brief” oder „Karte” zu klicken. Innerhalb weniger Sekunden erhält der Absender einen 12-stelligen Code. Dieser Code wird handschriftlich auf Brief oder Karte übertragen und reicht aus, um die Sendung passend zu frankieren. Abgerechnet wird später über die Handyrechnung. Möglich ist das bisher über T-Mobile, Vodafone und E-Plus. HANDYPORTO ist kürzlich in der Kategorie Innovation mit dem begehrten World Mail Award 2009 ausgezeichnet worden. Österreichische Post startet digitale Briefmarke per Handy-Porto30.07.2009 Derweil formiert sich dagegen die Front der Tabak-Trafikanten. „Das ist ein weiterer Schritt, mit dem sich die Post von den Trafikanten abwendet”, kritisierte Peter Trinkl, Obmann der Tabak-Trafikanten in der Wirtschaftskammer Österreich. DHL legt Streit mit US-Regierung für 9,4 Millionen Dollar bei06.08.2009 DHL Express erklärte, die Lieferungen im Kundenauftrag umfassten unter anderem Briefe, Konsumgüter und persönliche Gegenstände. Die Regierung habe nicht von strategisch heiklen Gütern gesprochen, betonte Sprecher Jonathan Baker. Aus einem Dokument der Regierung geht hervor, dass an Empfänger im Iran unter anderem Kleidung, Familienbilder und Accessoires für Haustiere geliefert wurden, außerdem Laptops und Computer-Zubehör. Hermes erweitert Europanetz um die Schweiz und Liechtenstein06.08.2009 |
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NordbayernPost legt weiter zu08.08.2009 Der Briefdienstleister, der aus dem vormaligen PZD Nordbayern der Firmengruppe Nürnberger Nachrichten und dem „Brief24” der Müller Medien hervorgegangen ist, beschäftigt derzeit 400 Mitarbeiter. Eckert führt den Erfolg auf zahlreiche Kundenaktionen zurück. Darüber hinaus wurde eine große Zufriedenheits-Analyse durchgeführt, in die ein großer Teil der inzwischen 2.800 Kunden mit einbezogen worden ist. In 94 Prozent der Fälle schafft es die NordbayernPost laut Eckert, im Ballungsraum Nürnberg/Fürth Briefe in allen möglichen Formaten spätestens einen Tag nach der Absendung zuzustellen. In der Region Nürnberg stehen inzwischen 161 Briefkästen. Bei Geschäftskunden holt die NordbayernPost die Sendungen ab einer Stückzahl von 30 Sendungen oder Paketen aus dem Betrieb ab. Dank der engen Kooperation mit Partnern in ganz Deutschland deckt die NordbayernPost in der Zustellung inzwischen das gesamte Bundesgebiet ab. Eckert meldete als Neukunden u.a. die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit mit 4.000 bis 5.000 Sendungen pro Tag und - in Kooperation mit 3 weiteren Briefdienstleistern in Bayern - das Landesamt für Finanzen mit rund 28 Millionen Briefsendungen pro Jahr. In Nürnberg-Eibach hat die NordbayernPost angesichts der wachsenden Briefmengen vor Kurzem eine moderne Hochleistungssortieranlage in Betrieb genommen. Die Anlage kann bis zu 8.000 Briefsendungen in der Stunde in allen möglichen Formaten verarbeiten. Verfassungsgericht weist Mindestlohn-Verfassungsbeschwerde des KEP-Verbands ab11.08.2009 Nach Auffassung der Verfassungsrichter ist der BdKEP zudem derzeit von einer etwaigen Grundrechtsverletzung nicht betroffen, da bisher keine Rechtsverordnung für die Briefdienstbranche nach dem neuen Arbeitnehmer-Entsendegesetz erlassen wurde. Sollte diese erlassen werden, müsse der Verband zuerst vor den Verwaltungsgerichten klagen. Erst danach sei eine Verfassungsbeschwerde möglich. Citipost gründet Verbund von 24 Unternehmen12.08.2009 Ziel des Verbundes sei es, ein überregionales Angebot vor allem für Großkunden zu schaffen und im gesamten Verbreitungsgebiet einheitliche Qualitätsmaßstäbe zu setzen, erklärte Jens Seidel, Vertriebsleiter der Citipost Hannover. „Wir decken mit dem gesamten Zustellgebiet des Verbundes 14 Prozent aller Haushalte und 17 Prozent der Fläche in Deutschland ab.” Die einzelnen Mitgliedsunternehmen verlören nicht ihre Selbstständigkeit, betonte Seidel. Das Verbundnetz soll auch an Kooperationen von Briefdienstleistern in anderen Regionen Deutschlands angebunden werden. „Damit vollziehen wir einen weiteren Schritt zur Entwicklung des alternativen Postmarktes in Deutschland.” Ermittlungsverfahren gegen GNBZ eingestellt13.08.2009 Verantwortliche der PIN Group sollen über eine Beratungskanzlei 133.500 Euro an die GNBZ geleistet haben. ver.di hatte durch das Landesarbeitsgericht feststellen lassen, dass die GNBZ keine tariffähige Gewerkschaft ist. Es bleibt dabei: Deutsche Post will alle eigenbetriebenen Filialen in Partnerfilialen umwandeln17.08.2009 Bei ver.di stößt die Umwandlung auf Kritik. „Die Post verabschiedet sich komplett aus der stationären Filialversorgung”, sagte der Hamburger Landesfachbereichsleiter für Postdienste, Wolfgang Abel. Er bezeichnete das Vorgehen des Post-Konzerns als „Crashkurs”. Der Konzern hat den Filial-Mitarbeitern - „jedem, der es wünscht” - eine neue Stelle in anderen Unternehmensbereichen zugesagt, z.B. einen Wechsel ins Kundenservicecenter, in die BRIEF-Produktion oder in den Zustelldienst. Möglich ist aber auch ein Wechsel zum neuen Filialpartner. Auf Wunsch bleiben solche Mitarbeiter weiter bei der Deutschen Post angestellt und können später wieder zur Post zurückkehren. Seit Anfang der 1990er Jahre wandelt die Deutsche Post eigenbetriebene Filialen in Partnerfilialen um. Seitdem schloss sie rund 7.000 Filialen und verlagerte die Dienste zumeist in Supermärkte, Bäckereien und Tankstellen. Ihr Filialnetz erweiterte sie um Kleinfilialen - Postpoints - und Selbstbedienungsstationen auf derzeit 14.000 Standorte. 850 Filialen - die „Finanzcenter” - hat sie an die Deutsche Postbank verkauft, die wiederum mittlerweile an die Deutsche Bank verkauft ist. In den Medien findet die Filial-Strategie ein geteiltes Echo. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte das Postvorhaben am 17. August 2009 so: „...Für die Kunden muss die Umwandlung in Partnerfilialen nicht unbedingt negativ sein....Doch der Konzern entfernt sich mit dem Abschied von der Filiale immer weiter von seinen Wurzeln. Früher war die Post bis in den hintersten Winkel Deutschlands präsent, inzwischen agiert sie nur noch als Dienstleister - ohne lokale Bindung zu ihren Kunden.” Deutsche Post will nur noch Mindestlohn zahlen17.08.2009 Bislang zahlt die Deutsche Post Stundenlöhne „von mindestens 11 Euro einheitlich für Ost- und Westdeutschland, im Schnitt 13 bis 15 Euro, in der Spitze 18 Euro”. Zudem geht Gerdes von steigenden Briefpreisen aus. „Unsere Preise sind seit 1997 stabil. Sicherlich können sie nicht weitere 12 Jahre auf dem Niveau bleiben”, erklärte er. Kurzfristig sei eine Preiserhöhung kein Thema. „Aber mittelfristig müssen wir über die zukünftige Preisstruktur nachdenken.” Außer niedrigeren Einstiegslöhnen steht die Erhöhung der Wochenarbeitszeit zur Diskussion. Post-Chef Frank Appel will die wöchentliche Arbeitszeit ohne Lohnausgleich von derzeit 38,5 Stunden auf 40 Stunden erhöhen und die tariflich vereinbarte Lohnerhöhung zum 1. Dezember 2009 auf später verschieben. Die Gewerkschaft ver.di drohte bereits mit Streik im Herbst. „Wir werden uns dies als letzte Option offen halten”, sagte eine Sprecherin. Mittelfristig will Appel auch die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Dazu will er die natürliche Fluktuation nutzen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Jährlich verlassen 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter den Konzern aus eigenen Stücken, z.B. um in Rente zu gehen. Swiss Post International wächst um 70 Prozent26.08.2009
Die SPI ist der internationale Geschäftsbereich der Schweizerischen Post und betreibt das Mail-, Paket- und Expressgeschäft. Wie das Unternehmen mitteilte, musste die SPI im Schweizer Import- und Exportgeschäft zwar Rückgänge bei den Absatzmengen hinnehmen, konnte aber den Gewinn deutlich steigern. Er wuchs von 11 Millionen auf 19 Millionen Euro. Das Mutterunternehmen, die Schweizerische Post, musste im 1. Halbjahr allerdings einen Rückgang des Konzerngewinns verbuchen. Die Swiss Post International ist mit 30 Konzerngesellschaften, Verkaufsagenten und Franchise-Gesellschaften weltweit vertreten. Das Unternehmen beschäftigt 1.300 Mitarbeiter in 11 Ländern Europas, in 5 Metropolen Asiens und in den USA. Francotyp-Postalia leidet unter Rezession28.08.2009 Wie das Unternehmen mit Sitz in Birkenwerder Ende August 2009 mitteilte, sank der Umsatz mit Frankier- und Kuvertiermaschinen sowie dem dazugehörigen Service im 1. Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 65,2 Millionen auf 59 Millionen Euro. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin ging das Neugeschäft vor allem in den USA zurück. Die wiederkehrenden Umsätze im Segment Mailroom lagen hingegen leicht über dem Vorjahresniveau. Diese Umsätze stammen laut Francotyp im Wesentlichen aus Serviceverträgen der weltweit mehr als 265.000 im Einsatz befindlichen Frankiermaschinen, entsprechenden Verbrauchsmaterialien und dem Mietgeschäft. Die Umsatzrückgänge im Kerngeschäft haben bei Francotyp-Postalia bereits zu Arbeitsplatzabbau geführt, zumindest in den ausländischen Gesellschaften. Weltweit sind rund 1.000 Mitarbeiter für Francotyp-Postalia tätig; in Deutschland sind es etwa 700. Unterm Strich wird Francotyp-Postalia aber wohl auch in diesem Jahr mit roten Zahlen abschließen. Das Konzernergebnis belief sich im 1. Halbjahr 2009 auf minus 4,8 Millionen Euro (- 4,7 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2008). Briefmarkenfälscher belasten PIN Mail28.08.2009 PIN Mail wird zu einem Zeitpunkt belastet, in dem sie über neue Partnerschaften wieder im Markt Fuß fassen will. 2008 musste die Muttergesellschaft PIN Group Insolvenz anmelden. Im Herbst 2008 hatte die Stuttgarter Mediengruppe Holtzbrinck frühere Tochterfirmen mit insgesamt 2.500 Mitarbeitern zurückgekauft, darunter die größte PIN Group-Tochter PIN Mail in Berlin. Bisher hatten Briefmarkenfälscher bei PIN offenbar leichtes Spiel. Die älteren PIN-Briefmarken waren einfach zu kopieren. Besonders oft seien die Marken der 2. PIN-Group-Serie mit Tiermotiven gefälscht worden. „Das am stärksten betroffene Motiv ist eine 52 Cent-Marke mit einem Froschmotiv.” Das Unternehmen habe gegen die Fälscher Strafanzeige erstattet. Weitere Details gab das Unternehmen nicht bekannt. Die alten Marken seien von einem externen Druckereibetrieb hergestellt worden. Inzwischen beziehe PIN Mail die Marken ausschließlich über die Bundesdruckerei „unter Verwendung zusätzlicher Sicherheitsmerkmale”. Nur diese Marken, darunter die sogenannte Ampelmann-Serie, sind noch gültig.
US-Post will sich von 30.000 Mitarbeitern trennen26.08.2009 Wie der US-amerikanische Postdienstleister mitteilte, hat der Konzern dafür einen Etat von 500 Millionen US-Dollar (350 Millionen Euro) bereitgestellt. Insgesamt arbeiten 760.000 Mitarbeiter für die US-Post. Die staatliche Postgesellschaft reagiert mit der Abfindungsregelung auf massive Verluste. Allein im vergangenen Quartal waren es 2,4 Milliarden US-Dollar. USPS erwartet für das laufende Geschäftsjahr (bis 30. September) ein Minus von etwa 7 Milliarden US-Dollar. Als Ursache für das Defizit wird vor allem der Rückgang im privaten Briefverkehr angegeben. Der jetzt gestartete Personalabbau ist nur eine von zahlreichen Sparmaßnahmen. Geplant ist ferner, Briefe innerhalb der USA nur noch von montags bis freitags zuzustellen. Außerdem sind mehrere Ämter geschlossen worden. Arcandor-Pleite kostet DHL 560 Arbeitsplätze07.09.2009 Bei der Karstadt-Logistik in Unna und Holzwickede sind 240 Arbeitsplätze betroffen, beim Großversandhaus Quelle in Fürth, Oranienburg und in Groß-Gerau 320. Ob dieser Arbeitsplatzabbau ausreicht, hängt vom Ausgang des Insolvenzverfahrens ab, sagte ein DHL-Sprecher. DHL wickelt einen Großteil der Lagerhaltung und des Warentransportes für Arcandor ab. Insgesamt beschäftigt DHL 3.000 Mitarbeiter in der Logistik für Arcandor, weitere 1.000 im Brief-, Katalog- und Paketgeschäft. 2005 hatte die Deutsche Post die Warenhauslogistik für Arcandor sowie den Transport von Großgütern wie Kühlschränke übernommen. Damals waren beide Partner von einem jährlichen Umsatzvolumen von 500 Millionen Euro ausgegangen. Deutsche Post will bei der niederländischen Sandd einsteigen02.09.2009 Sandd konkurriert mit dem niederländischen Postkonzern TNT. 2008 setzte Sandd 80 Millionen Euro um. FDP will Privilegien der Deutschen Post abschaffen15.09.2009 Brüderle, der im Fall einer schwarz-gelben Koalitionsregierung als Bundeswirtschaftsminister gehandelt wird, vertritt in seinem Papier die Meinung, der Post-Mindestlohn sei ökonomisch unsinnig und rechtswidrig. Rechtswidrig sei auch die Umsatzsteuerbefreiung auf Universaldienstleistungen, die die Deutsche Post erbringt. Brüderle regt einen Universaldienstfonds an, in den alle Marktteilnehmer einzahlen müssten. Gewerkschaft ver.di droht der Deutschen Post mit Streik15.09.2009 DHL reduziert CO2-Emissionen für Sanofi-Aventis / DHL verlagert Transporte vom Lkw aufs Binnenschiff16.09.2009 Beim Lkw-Transport von Seefrachtcontainern zu den europäischen Seehäfen liegt der Emissionswert derzeit bei ca. 33 kg CO2 je Tonne. Durch die Umstellung auf Binnenschiff kann der Emissionswert auf rund 22 kg CO2 pro Tonne gesenkt werden. So werden Einsparungen von etwa einem Drittel erzielt. Nach der erfolgreichen Testphase stellt DHL für Sanofi-Aventis nun sukzessive 5 Containereinheiten pro Woche von der Straße auf die Binnenschifffahrt um. Dabei gehen die Container in Mainz an Bord des Binnenschiffes und werden dann zu den westlichen Seehäfen in Antwerpen oder Rotterdam transportiert. Mit dem konzernweiten Klimaschutzprogramm GoGreen hat sich die Deutsche Post DHL zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Effizienz bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu verbessern. Darin eingeschlossen sind auch fremdvergebene Transportleistungen. Zentraler Bestandteil von GoGreen ist das Angebot CO2-neutraler oder CO2-reduzierter Logistiklösungen für die Kunden des Konzerns. Dazu Thilo Specht, Vice President Marketing & Sales Germany von DHL Global Forwarding: „Wir unterstützen jeden Kunden, der seine transportbedingten CO2-Emissionen reduzieren und ausgleichen möchte.” MIDEX - neuer GLS-Partner in Nahost17.09.2009
„Durch die Partnerschaft mit GLS ist MIDEX an eines der stärksten europäischen Paketnetze angebunden, was für uns einen Wettbewerbsvorteil bedeutet”, sagt Dr. Issam Khairallah, Präsident von MIDEX. „Es ist eine Kooperation zwischen 2 Unternehmen, die ihre Leistung konsequent auf hohe Qualität ausrichten.” Für GLS deckt das Unternehmen 14 Länder ab: Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Jemen, Katar, Kuwait, Oman, Saudi Arabien, Jordanien, Libanon, Syrien, Ägypten, Iran, Irak und Pakistan. Speziell in der Importverzollung bringt MIDEX langjährige Erfahrung mit. „Das ist gerade in dieser Region sehr wichtig”, sagt Rico Back, CEO der GLS. „Durch die Kooperation mit MIDEX erzielen wir in die genannten Länder für unser ‚Global Business-Parcel' Regellaufzeiten von nur 3 bis 4 Tagen.” Eigene Frachtflugzeugflotte „MIDEX ist ein starker Partner. Wir sehen in der Kooperation eine sehr erfreuliche Erweiterung unserer vertraglich gesicherten Allianzen außerhalb Europas”, sagt Rico Back. „Über unseren neuen Partner haben GLS-Kunden Anschluss an die gesamte arabische Halbinsel sowie Teile der Levante und Nordafrikas.” Verbindung der Regionen Der Einsatz moderner IT- und Kommunikationstechnologie gehört bei MIDEX zum Standard - wie bei allen GLS-Partnern. Die Track & Trace-Systeme beider Unternehmen sind bereits miteinander verbunden, sodass Versender den Weg ihrer Pakete von der Abholung bis zur Zustellung verfolgen können. Deutsche Post steigert Effizienz bei Expresszustellung / Smart Truck hat sich in Berlin bewährt22.09.2009 Für Kunden von DHL Express bedeutet die neue Technologie vor allem einen besseren Service. Da die Sendungen mit RFID-Etiketten versehen werden, können Absender und Empfänger nicht nur die Route genau verfolgen, sondern erhalten zusätzlich etwa 30 Minuten vor der Abholung per SMS aktualisierte Informationen über die genaue Abholzeit. „Für unsere Kunden steht größtmögliche Genauigkeit bei Abholung und Anlieferung im Mittelpunkt”, so Ralph Wondrak, Bereichsvorstand Betrieb bei DHL Express Deutschland. „Der Service von DHL Express, vor allem bei den DHL Time Definite-Produkten, kann nun noch weiter verbessert werden. Wenn wir das Projekt erfolgreich abschließen, wollen wir einen Großteil unserer Express-Touren in Berlin mit den Smart Trucks fahren”, so Wondrak. Die innovative Technologie wurde im DHL Innovation Center entwickelt. Projektpartner sind neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), infoware, Motorola und Quintiq. Neben einem geringeren Spritverbrauch, mehr Kundenservice und einer Entlastung innerstädtischer Verkehre war der Klimaschutz ein weiterer wichtiger Entwicklungsaspekt für die Deutsche Post DHL. Denn mit seinem Klimaschutzprogramm GoGreen hat sich das Unternehmen im April 2008 als erster globaler Logistikdienstleister ein klares Ziel gesetzt: Bis 2020 will der Konzern die CO2-Effizienz seiner eigenen Geschäftsaktivitäten wie auch die seiner Subunternehmer um 30 Prozent verbessern. Das heißt, dass die Deutsche Post DHL die Emissionen pro verschicktem Brief, pro transportierter Tonne oder pro Quadratmeter genutzter Fläche um fast 1 Drittel im Vergleich zu 2007 reduzieren wird. In einem ersten Schritt soll die CO2-Effizienz der eigenen Aktivitäten bis 2012 um 10 Prozent verbessert werden. Im Fokus stehen die Optimierung der Luft- und Fahrzeugflotte, die Steigerung der Energieeffizienz, die Entwicklung innovativer Technologien, die Motivation der Mitarbeiter zu klimabewusstem Verhalten sowie die Einbeziehung von Kunden und Subunternehmern. DHL verbessert Service auf der Transatlantik-Route durch leistungsfähige Boeing 767 Flugzeugflotte23.09.2009
Der transatlantische Handel war in den vergangenen Jahren durch konstant hohe Warenströme gekennzeichnet. Aus der Europäischen Union in die USA und umgekehrt aus den USA in die EU beliefen sich die Werte im Jahr 2008 auf 347 Milliarden bzw. 288 Milliarden US-Dollar. Auch DHL verzeichnete trotz der jüngsten Wirtschaftskrise im Luftexpress-Geschäft über den Atlantik ein anhaltend hohes Niveau. Dieses dürfte nach der Erholung der Weltwirtschaft noch weiter ansteigen. Deshalb werden die neuen Maschinen auf Direktflügen zwischen dem europäischen DHL-Luftdrehkreuz Leipzig/Halle und New York sowie zwischen dem britischen DHL-Drehkreuz East Midlands und Cincinnati beziehungsweise New York eingesetzt. Mit einer Kapazität von 59 Tonnen und einer maximalen Reichweite von 6.025 Kilometern ist die 767ERF eine der modernsten Mittelstrecken-Großraumfrachtflugzeuge. Aufgrund weiterentwickelter Triebwerkstechnologie und Winglets von Aviation Partners Boeing gehört dieser Typ zu den effizientesten und umweltfreundlichsten Flugzeugen seiner Klasse. Allein der aerodynamische Einfluss der Winglets erbringt 4 Prozent Treibstoffersparnis. Auf einem typischen Umlauf zwischen Europa und USA kann DHL mit der 767ERF rund 3.500 bis 4.000 Liter Kerosin sparen. Hochgerechnet auf 6 Maschinen bei 5 Flügen pro Woche und 52 Wochen im Jahr ergeben sich so jährliche Einsparungen von insgesamt rund 6.000.000 Litern. Durch die Winglets erzeugt dieser Flugzeugtyp - im Vergleich zu einer identischen Maschine ohne Winglets - auch etwa 3.150 Tonnen weniger CO2 im Jahr. Und gegenüber den bisher von DHL auf der Transatlantik-Route genutzten MD-11F Frachtern verbraucht das neue Flugzeugmodell ca. 53 Prozent weniger Treibstoff pro Flug und reduziert die CO2-Emissionen ebenfalls um 53 Prozent. Die 767ERF spielt damit auch eine wichtige Rolle für die globale GoGreen-Strategie des Konzerns und der angekündigten Verbesserung der CO2-Effizienz der Deutschen Post DHL um 30 Prozent bis zum Jahr 2020.
Hermes-Chef greift die Deutsche Post an: „Aggressive Preispolitik”25.09.2009 Die Otto-Tochter Hermes ist nach eigenen Angaben mit Marktanteilen von 30 Prozent bei Privatkundenpaketen und von 40 Prozent bei Sendungen von Geschäftskunden an Privatkunden (B2C) die Nummer 2 in Deutschland hinter Deutsche Post DHL. 2008 beförderte Hermes 252 Millionen Pakete. Etwa die Hälfte davon stammte von Großversender Otto. Hermes beschäftigt 3.500 Mitarbeiter und rechnet 2009 mit einem Umsatz von 800 Millionen Euro. Rund 15.000 selbstständige Fahrer stellen für Hermes Pakete zu. In Europa liegt Hermes hinter DHL mit einem Marktanteil von 22 Prozent auf Platz 2. De-Mail soll am 8. Oktober starten25.09.2009 Der Versuch ist der Auftakt für die nach Einschätzung von Fachleuten größten Umwälzung in der langen Geschichte des Briefes. Zwar haben Internet und E-Mail das Kommunikationsverhalten der Menschen bereits nachhaltig verändert. Aber wichtige Briefe, Dokumente, Einschreiben und rechtsverbindliche Bescheide ließen sich bis jetzt nur per Briefpost versenden. Dahinter steht das grundgesetzlich geschützte Briefgeheimnis und die sogenannte Zustellfiktion, mit der ein rechtlich wirksamer Empfang von Sendungen nachgewiesen wird. Die Bundesregierung will für die neue elektronische Sicherheit beim Austausch von Nachrichten und Dokumenten den rechtlichen Rahmen schaffen und hat bereits einen Entwurf für ein Bürgerportalgesetz erarbeitet. Der Text ist das Ergebnis von Anhörungen und des Dialogs mit Telekommunikationsanbietern, Datenschützern und Postdienstleistern. Das Gesetz soll die Bedingungen definieren, nach denen die elektronische Post mit dem klassischen Brief gleichgestellt wird. Um die Dokumentensicherheit zu erreichen und zu garantieren, müssen die Betreiber einen hohen technischen Aufwand betreiben: Über hochgesicherte Vermittlungsrechner (Server) müssen sie anbieterübergreifend die Identität der De-Mail-Nutzer zweifelsfrei feststellen können. Die Informationen werden bei De-Mail nur verschlüsselt versandt. Die 2 größten deutschen E-Mail-Anbieter - die Deutsche Telekom und die United Internet-Tochter 1&1 mit Web.de und GMX - erfüllen bereits vor dem Start in Friedrichshafen die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) definierten Standards für De-Mail. Die Bundesregierung schätzt, dass 5 Jahre nach dem bundesweiten De-Mail-Start jährlich 1,3 Milliarden De-Mail-Sendungen versandt werden. Die Wirtschaft - so das Bundesin-nenministerium - könne damit jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro an Porto, Druck- und Kuvertierungskosten sparen. Versicherungskonzerne wie HUK und Generali gehören zu den ersten Unternehmen, die bei De-Mail mitmachen. Die Deutsche Post setzt auf eine eigene Entwicklung für den elektronischen Brief und ist aus dem De-Mail-Konsortium ausgestiegen Sie testet bereits ihr System intern mit rund 5.000 Teilnehmern und will es bis 2010 bundesweit anbieten. „Wir sind fast im Krieg”, war aus dem Umfeld des Telekom-Vorstandes zu hören. „So wie jetzt sind wir uns mit unserem Schwesterunternehmen noch nie in die Quere gekommen.” Für die Postdienstleister und damit für den klassischen Brief bedeutet De-Mail eine große Gefahr. Allein schon der Siegeszug der bisherigen E-Mail kostet die Deutsche Post jährlich rund 3 Prozent der Sendungsmengen im Briefgeschäft. Wenn De-Mail von den Menschen angenommen wird, könnten die Gewinne im Stammgeschäft der Deutschen Post zusammenbrechen. Interne Berechnungen gehen von einem Umsatzverlust von bis zu 1,5 Milliarden Euro aus. Schon seit 2001 in Dänemark: E-Boks25.09.2009 E-Boks brauchte 6 Jahre, um die Gewinnschwelle zu erreichen. 2009 dürfte das Ergebnis bei 6 Millionen Euro liegen. Nun will E-Boks den Dienst auf andere Länder ausdehnen. Banken bauen Einsatz elektronischer Rechnungen weiter aus29.09.2009 Elektronische und automatisierte Abläufe zur Rechnungsverarbeitung erlauben Unternehmen Kostensenkungen von rund 70 Prozent, verglichen mit traditionellen papierbasierten Verfahren. Die Haupteinsparpotenziale für Unternehmen liegen allerdings nicht in der bloßen Umstellung von der Papierrechnung auf die elektronische Variante. Die meisten Kosten lassen sich einsparen, wenn durch E-Invoicing (online-Rechnung mit elektronischer Signatur) der komplette Abrechnungsprozess effizienter gestaltet wird. Durch den Ausbau neuer Dienste im Zahlungsverkehr hofft die europäische Bankengemeinschaft, Einbußen im Transaktionsgeschäft abzufedern. Denn mit der Umsetzung der PSD und von SEPA fallen wichtige Einnahmequellen weg, unter anderem durch Gebührensenkungen und die schnellere Wertstellung von Zahlungen. Hintergrund:
Payment Service Directive (PSD) eine EG-Richtlinie zur Implementierung von SEPA (Single Euro Payments Area/Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum). Der Begriff Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum (englisch: Single Euro Payments Area, abgekürzt SEPA oder auch S€PA) bezeichnet im Bankwesen das Projekt eines europaweit einheitlichen Zahlungsraums für Transaktionen in Euro. In diesem Zahlungsraum sollen für Kunden keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen erkennbar sein. FDP: Bald Beratungen zu Abschaffung des Mehrwertsteuer-Privilegs für die Deutsche Post30.09.2009 Die FDP tritt seit Langem für eine Streichung des Privilegs ein. Die angespannte Haushaltslage des Bundes könnte das Vorhaben beschleunigen. Nach früheren Angaben entgehen dem Staat jährlich rund 500 Millionen Euro. Es sei unbestritten, dass es eine Änderung geben werde, kommentierte ein Postsprecher. Dafür habe der EuGH schon im Frühjahr 2009 Vorgaben gemacht und den Gesetzgeber in Deutschland zu einer Anpassung aufgefordert. Aus dem EuGH-Urteil folge nach Ansicht der Deutschen Post, dass auch andere Postdienste in bestimmten Bereichen, wo sie Universaldienst leisten, von der Mehrwertsteuer zu befreien sind. ◊ |
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