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Postbank Juli - Dezember 2003
Postbank Dienstleistungen nicht mehr bei kleinen Filialen01.07.2003 Postbank prüft BörsengangSeptember 2003 Die Postbank ist - so Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann - mit 10 Millionen Kunden, davon 5 Millionen Hauptbankverbindungen, die größte Bank für Privatkunden in Deutschland. Zudem betreut sie 400.000 Firmenkunden. Im Geschäftsjahr 2002 hat sie bei einer Bilanzsumme von 141 Milliarden Euro ein Ergebnis vor Steuern von 400 Millionen Euro vorgelegt. 2003 will die Bank mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 500 Millionen Euro abschließen. Mitte 2003 beschäftigte die Postbank-Gruppe 10.000 Mitarbeiter. Postbank übernimmt Abwicklung des Zahlungsverkehrs von Deutscher Bank und Dresdner BankSeptember 2003 Für die Deutsche Bank ist die Zusammenarbeit mit der Postbank „ein konsequenter Schritt zur Konzentration auf das Kerngeschäft”. Sie bringt ihre Tochter DB Payments AG in die Kooperation ein, die Dresdner Bank ihre Tochter Dresdner Zahlungsverkehrsservice GmbH. Dresdner Bank-Chef Dr. Herbert Walter: „Jetzt können wir unser Geschäft noch effizienter ausrichten und uns ganz auf unsere Kunden konzentrieren.” Die Postbank will weitere Partner gewinnen, für die sie den Zahlungsverkehr abwickelt. Postbank übernimmt EntriumCity von DiBaNovember 2003 Die Postbank ist seit 2002 mit der Postbank Vermögensberatung in den Bereichen Anlage, Vorsorge und Baufinanzierungen am Markt. Das Netz der 180 Berater will sie 2004 auf 400 ausbauen. 20 Jahre Online-Banking in DeutschlandSeptember 2003 Begonnen hat das Online-Banking mit dem Bildschirmtext (Btx). 1983 wurde das in Großbritannien entwickelte System „Viewdata” auch in Deutschland eingeführt. Anfangs wurden die Daten per Telefonleitung auf den Fernsehbildschirm übertragen. Erste Anwendung für die Kunden war das Postbank Online-Banking. Den Durchbruch bei der Kundschaft schaffte das Online-Banking im Internet. Postbank darf Republikanern Konto nicht verweigernDezember 2003 Der XI. BGH-Zivilsenat bestätigte mit seinem Urteil die Entscheidungen des Oberlandesgerichts Celle und des Landgerichts Hannover aus dem Jahr 2002. Vergeblich berief sich die Bank auf ihre Vertragsfreiheit. Sie habe mit der Kündigung des Kontos ihre wirtschaftlichen Interessen wahren wollen. Auch jeder anderen Rechtsperson des Privatrechts stehe es frei, eine Geschäftsbeziehung aus politischen oder weltanschaulichen Gründen zu beenden. Dies ließen die Richter nicht gelten. Zwar stehe es einer privaten Gesellschaft grundsätzlich frei, Geschäftsbeziehungen aus politischen oder weltanschaulichen Gründen zu kündigen. Zum Zeitpunkt der Kündigung seien aber die Aktien der Deutschen Post AG als Besitzerin der Postbank noch vollständig im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und der Kreditanstalt für Wiederaufbau gewesen. Als eine „ausschließlich von der öffentlichen Hand beherrschte Gesellschaft hatte die Postbank das Willkürverbot zu beachten”, erklärte der BGH. Solange die Partei nicht für verfassungswidrig erklärt werde und ihre Mitglieder nicht gegen Strafgesetze verstoßen, müsse sie „von jeder rechtlichen Behinderung frei sein” (Az.: XI ZR 397/02). ◊ |