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Telekommunikation Januar - Juni 1998
Kartellamt greift Regulierer anJanuar 1998 Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hatte der Telekom am 30. Januar 1998 erlaubt, ihre Entgelte für Sprachtelefondienste in den nächsten beiden Jahren um durchschnittlich 4,3 Prozent zu senken. Die Preisreduzierung bezieht sich auf einen Warenkorb aus Fern- und Ortsgesprächen. Die Telekom macht in diesem Bereich einen Umsatz von 35 Milliarden DM. Das Kartellamt hat nach den Worten seines Präsidenten das Bundeswirtschaftsministerium und die EU-Kommission in Brüssel über ihre Rechtsauffassung informiert. Der Präsident der Regulierungsbehörde wollte zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen und verwies auf bevorstehende Gespräche mit dem Bundeskartellamt. BZT in privaten Händen / Zulassungen in der Telekommunikation künftig durch PrivatfirmenFebruar 1998 Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post führt nach dem erfolgten Verkauf der Laboreinrichtungen nicht mehr die Aufgaben eines akkreditierten Prüflabors nach der Telekommunikationszulassungsverordnung bzw. dem EMV-Gesetz aus. Damit sind die Tätigkeiten, die bisher bereits im Wettbewerb erbracht wurden, aus dem Hoheitsbereich völlig ausgegliedert. Nach der im Dezember 1997 in Kraft getretenen Beleihungs- und Akkreditierungsverordnung zum Telekommunikationsgesetz (TKG) kann die Aufgabe der „benannten Stelle” nach dem TKG künftig von „beliehenen” privaten Unternehmen „im Wettbewerb” übernommen werden. Diese Unternehmen werden bei der Erledigung dieser Aufgaben hoheitlich tätig. Am 18. Februar 1998 hat der Präsident der Regulierungsbehörde 7 Unternehmen der Privatwirtschaft Aufgaben der Zulassung von Telekommunikationseinrichtungen übertragen. Hersteller von Telekommunikationseinrichtungen können künftig wählen, wo ihre Einrichtungen zugelassen werden sollen. Nachstehend die „beliehenen” Firmen mit ihrem Zulassungszeichen:
Entgeltantrag der Deutschen Telekom für Teilnehmeranschlussleitung abgelehnt / 20,65 DM als Entgelt angeordnetMärz 1998 Die Deutsche Telekom wurde daher verpflichtet, bis zum 22. Mai 1998 einen Antrag auf endgültige Entgeltgenehmigung vorzulegen. Gleichzeitig wurde der Telekom bis zur endgültigen Genehmigung der Betrag von 20,65 DM als Entgelt vorgegeben. Regulierungsbehörde will nicht bei Telekom bleibenApril 1998 Zuvor hatte bereits die Absicht der beiden großen Kirchen Schlagzeilen gemacht, den Ex-Monopolisten zu verlassen. Deutsche Telekom zieht Preselection-Antrag zurückApril 1998 Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hatte über den Antrag zwar noch nicht entschieden. Die Prüfungsergebnisse hätten aber - so Präsident Scheurle - zu einer Ablehnung geführt. Die Gründe im Wesentlichen:
Zur Entgeltforderung der Telekom bei Rufnummernmitnahme erklärte Scheurle. „Der Antrag der Telekom auf Entgeltgenehmigung wird abgelehnt.” Die Telekom könne bei der Kündigung eines Anschlusses kein zusätzliches Entgelt für die Rufnummernmitnahme erheben, weil die Kündigung der Rufnummer bestehende Nutzungsrechte des Kunden unberührt ließe. Ein eigenständiges dauerhaftes Nutzungsrecht an seiner Rufnummer erhalte der Kunde gemäß § 20 Abs. 2, S. 3 Telekommunikations-Kundenschutzverordnung. Regulierungsbehörde lehnt Antrag der Telekom ab und legt Staffelentgelte für Preselection fest15.06.1998 Die Regulierungsbehörde legte einen Zielpreis von 10 DM fest. Nach Meinung der Behörde müsste es der Telekom möglich sein, künftig den Preselection-Prozess so zu gestalten, dass die Leistung wie in den Vergleichsmärkten auch von ihr zu diesem Preis angeboten werden kann. Die 10 DM für Preselection genehmigte die Regulierungsbehörde ab dem 1. Januar 2000. Für die Zwischenzeit genehmigte die Behörde folgende Preise:
Netzbetreiber sollen Kosten für Wechsel des Kunden übernehmenApril 1998 Wechselkosten entstehen, wenn ein Kunde alle Ferngespräche über ein anderes Netz führen will (Preselection) oder ganz zu einem Wettbewerber wechselt (Portierung). Kostenerstattung beim Wechsel des Anbieters sind international üblich. Die Wechselkosten soll nach Vorstellung der Telekom der Anbieter tragen, zu dem der Kunde wechselt. Die RWE-Viag-Tochter Otelo und andere Wettbewerber weigerten sich aber, diese Kosten zu übernehmen. Deshalb wollte Telekom die „Wechselkunden” zur Kasse bitten. Am 12. Januar 1998 vereinbarten die Wettbewerber mit der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post die Einsetzung einer Arbeitsgruppe. Die Telekom wird ihrerseits die Kosten für die Kunden übernehmen, die zu ihr zurückkehren. In der EU wird die Portierung der Rufnummer derzeit neben Deutschland nur in Finnland, Frankreich und Großbritannien angeboten. Die feste Voreinstellung auf einen anderen Verbindungsnetzbetreiber (Preselection) ist heute lediglich in Finnland möglich, allerdings nur für nationale Gespräche. Die Einrichtung von Preselection und Portierung verursacht zum einen Kosten für die Ausrüstung des Netzes mit der erforderlichen Hard- und Software, zum anderen entstehen einmalige Prozesskosten bei der Portierung und dauerhaften Voreinstellung. Die von der Telekom geforderten Entgelte decken lediglich die einmalig anfallenden Prozesskosten ab, erklärte die Telekom. Am 27. Januar 1998 hat die Telekom bei der Regulierungsbehörde Anträge auf Genehmigung der Entgelte für Preselection und Portierung gestellt. Danach sollten Preselection und Portierung jeweils einmalig 42,24 DM netto (48,58 DM brutto bis 31. März 1998 - bei 15 Prozent MWSt, 49 DM brutto ab 1. April 1998 - bei 16 Prozent MWSt) kosten. Dazu Ron Sommer, Vorstandsvorsitzender der Telekom: „Die zur Genehmigung vorgelegten Preise liegen deutlich unter den Kosten der von der Telekom zu erbringenden Leistungen. Die Telekom leistet durch den Verzicht auf ihr zustehende Einnahmen zum wiederholten Male einen erheblichen Beitrag zur Förderung des Wettbewerbs.” Im April 1998 kündigte die Telekom einen neuen Antrag für Preselection-Entgelte bei der Regulierungsbehörde an. Danach sollen die Entgelte schrittweise reduziert werden. Dazu Hans-Willi Hefekäuser, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Telekom: „Damit können unsere Kunden umgehend von unseren Rationalisierungsfortschritten und dem besseren Zusammenspiel der Bearbeitungsprozesse zwischen den beteiligten Unternehmen profitieren.” Die Preselection-Pauschale von 49 DM (1998) soll 1999 auf 35 DM und im Jahr 2000 auf 20 DM sinken. Die Telekom betonte jedoch, die Kosten für Preselection und Portierung lägen deutlich höher. Unverständlich sei - so die Telekom - die Entscheidung der Regulierungsbehörde, kein Entgelt für die Rufnummern-Portierung zu genehmigen, obwohl das Gesetz hier ausdrücklich eine Inrechnungstellung der Kosten erlaubt. „Unsere Entgeltforderung hält jedem internationalen Vergleich stand”, so Hefekäuser. Derzeit kostet z.B. die Mitnahme der Rufnummer in Finnland rd. 300 Mark, während in Frankreich neben einer Pauschale von ca. 95 Mark zusätzlich pro Gespräch zwischen 2 bis 3 Pfennig/Minute berechnet werden. Digitalisierung des T-Net abgeschlossen13.01.1998 Die digitale Technik gewährleiste - so Tenzer - eine beträchtliche Steigerung der Leistungsfähigkeit des Netzes. Die computergesteuerte Intelligenz macht eine Vielzahl neuer Leistungsmerkmale, z.B. Anrufweiterschaltung, Anklopfen oder Dreierkonferenzen möglich. Zusätzlich zu den Aufwendungen für die Digitalisierung hat die Telekom mehr als eine halbe Milliarde DM in technische Maßnahmen zur Vorbereitung der Netzplattform auf die Anforderungen des Wettbewerbs investiert. Davon sind mehr als 20 Millionen DM in die erforderliche Technik für die Auswahl des Verbindungsnetzbetreibers geflossen. In die Möglichkeit der Rufnummer-Portierung würden - so Tenzer - bis zum Jahr 2002 sogar 250 Millionen DM investiert. Dazu kommen Investitionen für die eigentliche Zusammenschaltung der verschiedenen Wettbewerber-Netze von mehr als 300 Millionen DM. Laut Tenzer ist es der Telekom bis Mitte Januar 1998 gelungen, mit 20 Konkurrenten vertraglich zu vereinbaren, dass die Preselection-Kosten von dem Netzbetreiber übernommen werden, zu dem der Kunde wechselt. Erik Jan Nederkoorn aus Vorstand ausgeschieden31.01.1998 T-Online boomtJanuar 1998 Zugleich wird T-Online intensiv wie nie zuvor genutzt. Im Dezember 1997 erreichte die Zahl der Verbindungen mit über 52 Millionen einen neuen Höchstwert. Die Zahl der Online-Konten hat sich fast verdoppelt. Nach 1,8 Millionen im Jahre 1996 wurden 1997 rd. 3,5 Millionen elektronische Bankkonten geführt. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle über T-Online geführt. Auch weltweit ist T-Online im Online-Banking die Nummer eins. Der wachsenden Bedeutung von T-Online innerhalb des Konzerns trug die Telekom mit einer Umfirmierung Rechnung. Ab 1. Januar 1998 wird die Online Pro Dienste GmbH & Co. KG, die T-Online als 100-prozentige Telekom-Tochter betreibt, als Deutsche Telekom Online Service GmbH geführt. Telekom schafft im Expo-Call Center 400 neue ArbeitsplätzeJanuar 1998 Dies gab Vorstandsmitglied Tenzer bekannt. Zugleich informierte er über die Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung des Logistik-Bereiches. Nach der Umstrukturierung des Logistik- und Instandsetzungszentrums (LIZ) Göttingen wird der Standort künftig administrativ vom Logistikzentrum Hamburg und dem Instandsetzungszentrum Malsch bei Karlsruhe betreut. Göttingen bleibt als Außenlager bestehen. Die Beschäftigtenzahl wird von 630 mittel- und langfristig auf ca. 100 reduziert. Diesen Arbeitsplatzabbau wird die Telekom im Rahmen der gemeinsamen Projekte mit dem Land Niedersachsen auffangen und durch die Schaffung des Callcenters sogar überkompensieren. Mit der „Elektronischen Akte” unterstützt moderne Telekommunikation die Verwaltungsreform des Landes. Die Digitalisierung von Akten ermöglicht künftig die Anmeldung von Autos oder den Einblick in Bauplanungsvorhaben vom heimischen PC aus. Im Bereich Tele-Learning werden unter dem Dach der bundesweiten Initiative „Schulen ans Netz” landesweite und regionale Bildungskonzepte erarbeitet. Telefon-Verträge genau lesen - Experte der Stiftung Warentest zur neuen „Telefonfreiheit”Januar 1998 Deutsche Telekom erzielt deutliches Umsatzplus28.04.1998 Deutliche Umsatzsteigerungen wurden insbesondere in der Telefonnetzkommunikation und im Mobilfunk erzielt. In der Festnetzkommunikation legten die Erlöse um 6 Prozent von 47,4 Milliarden DM auf 50,2 Milliarden DM zu. Die Zahl der Anschlüsse im Festnetz ist um 2 Prozent gestiegen, vorwiegend durch neue Kunden in Ostdeutschland. Auch die Zahl der ISDN-Kanäle wuchs kräftig um 40 Prozent auf mehr als 7,3 Millionen. Die Festnetzkommunikation brachte mit 50,5 Milliarden DM (+6,6 Prozent) den größten Umsatzbeitrag. In der Mobilnetzkommunikation wurde ein Umsatz von 5 Milliarden DM erzielt (+ 19 Prozent). Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg um 35 Prozent von 2,7 auf 3,7 Millionen. Im Bereich Kabel-TV legte die Kundenzahl um 3 Prozent von 16,7 auf 17,2 Millionen zu. Der Personalabbau des Telekom Konzerns wurde planmäßig fortgesetzt. Zum Jahresende 1997 betrug die Zahl der Mitarbeiter 191.000 (- 10.000). Die Telekom ist damit ihrem Ziel, von Anfang 1995 bis zum Jahr 2000 insgesamt 60.000 Stellen auf dann 170.000 Stellen abzubauen, nähergekommen. Die Personalproduktivität konnte damit um 12,5 Prozent auf einen Umsatz von 331.000 DM pro Mitarbeiter verbessert werden gegenüber 304.000 DM im Jahr 1996. Die Finanzverbindlichkeiten konnten um 12 Milliarden DM auf 86 Milliarden DM weiter abgebaut werden. Die beiden großen Investitionsprojekte der Telekom in den vergangenen Jahren - der Aufbau Ost mit 50 Milliarden DM und die Digitalisierung des Netzes in Westdeutschland mit 12 Milliarden DM, hat die Telekom 1997 abgeschlossen. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erhöhte sich vor allem durch den gestiegenen Konzernüberschuss um 2 Milliarden auf 24 Milliarden DM. Nach Investitionen stieg er um 8 auf 9 Milliarden DM. Der Ergebnisverlauf entsprach allerdings nicht in allen Bereichen den Erwartungen des Vorstandes. In der Telefon- und der Mobilkommunikation wurde ein Ergebnis von zusammen 11,5 Milliarden DM erreicht, wovon 10,5 Milliarden DM auf den Festnetzbereich entfielen. Belastungen waren vor allem beim Materialaufwand und im Endgeräteverkauf zu verzeichnen, der mit einem Verlust von 500 Millionen DM abschloss. Der Personalaufwand sank nicht entsprechend der Personalreduzierung. Die Verluste aus den Bereichen öffentliche Telefonzellen und Auskunft lagen bei zusammen 900 Millionen DM. Im Bereich Breitbandkabel/Rundfunk fiel erwartungsgemäß ein negatives Ergebnis von 1,1 Milliarden DM an. Die Telekom hat konsequent Gegenmaßnahmen umgesetzt oder eingeleitet. Die Preisanhebungen im Kabelgeschäft und für die Auskunft vom Herbst 1997 sollen die Situation in diesen Segmenten schon im laufenden Jahr verbessern. Bei den öffentlichen Telefonzellen wird das Standortkonzept optimiert. Die Fachwelt zeigte sich von dem Telekom-Ergebnis schwer enttäuscht. Das Ergebnis reiche gerade aus, um den Aktionären die versprochene Dividende von 1,20 DM pro Aktie zu zahlen. Der Kurs der Telekom-Aktie fiel nach der Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses 1997 um 6 Prozent, konnte sich aber zum Ende des Präsenzhandels mit 31,20 DM wieder auf Vortagesniveau stabilisieren. T-MediaNet: Über 17 Millionen KundenJanuar 1998 Das Programmangebot im T-MediaNet hat die Deutsche Telekom im Laufe 1997 von 31 auf 33 analoge TV-Programme ausgeweitet. In 9 Bundesländern werden darüber hinaus seit Ende 1997 die ersten digitalen Programmangebote (DF 1, Premiere, ARD und ZDF) eingespeist. „Ortstarife gehören zu den billigsten in der Welt”Februar 1998 Telekom kauft die bisherige CDU-Zentrale „Adenauer-Haus”Februar 1998 T-VoteCall - Angebot der Telekom für MeinungsumfragenFebruar 1998 In T-VoteCall wurden im Februar 1998 die Vorgängerdienste Televotum und Teledialog zusammengefasst. Die Zuschauer, Zuhörer oder Leser suchen sich eine Antwort aus und geben ihr Votum einfach über das Telefon durch die Wahl einer bestimmten Rufnummer ab. Die Rufnummern beginnen bundesweit einheitlich mit den Ziffern 0137. Die „Stimmabgabe” per Telefon kostet den Anrufer grundsätzlich 24 Pfennig. Bereits wenige Minuten nach der Befragung kann Telekom das Ergebnis dem Initiator mitteilen. Joint Venture Federa gewinnt Mobilfunklizenz in den NiederlandenMärz 1998 Tarif-Offensive der Telekom01.03.1998
Beim Tarif „10plus” erhält der Kunde ab der 10. Gesprächsminute einen Nachlass von 10 Prozent beim analogen und sogar 30 Prozent beim ISDN-Anschluss. Der Tarif gilt nicht für City-Verbindugen (Ortsgespräche), Verbindungen zu anderen Mobilfunknetzen sowie Verbindungen zu Mehrwert- und Auskunftsdiensten. Deutlich günstiger wurden ab März 1998 auch Telefonate aus dem T-Net zu D1 und C-Netz-Anschlüssen. Ein 20-minütiges Gespräch am Vormittag kostet nun nur noch 18,23 DM statt bisher 26,75 DM (- 32 Prozent). Beim ISDN-Anschluss erhöht sich die Ersparnis auf 39 Prozent (16,31 DM statt 26,75 DM). Nennenswert sind auch die Preissenkungen bei bestimmten Auslandstelefonaten: Insbesondere Telefonate nach Kanada und in die USA wurden um 42 Prozent (Normaltarif) bzw. 45 Prozent (Spartarif) günstiger. Ein 20-minütiges Vormittags-Telefonat von Berlin nach New York kostet seit 1. März 1998 statt 26,39 DM nur noch 13,67 DM (Analog-Anschluss) bzw. 12,23 DM (ISDN-Anschluss). Deutsche Telekom und internationale Partner nehmen neues Netzmanagement INMS in Betrieb17.03.1998 „Mit dem INMS wird ein weiterer bedeutender Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur zwischen Ost-, Zentral- und Westeuropa geleistet”, sagte Gerd Tenzer, Vorstandsmitglied der Telekom bei der Einweihungsveranstaltung. Breitbandige Internet-AnwendungenMai 1998 Zusammen mit dem Axel-Springer-Verlag, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und Infoseek plant die Telekom eine strategische Allianz für das Internet-Navigationsgeschäft. „Gemeinsam wollen wir eine Gesellschaft gründen, die einen Such-, Navigations- und Inhalteservice für das Internet betreibt.” Der von den Kunden über die schmalbandige Telefonleitung erzeugte Internet-Verkehr hat schon jetzt gewaltige Dimensionen erreicht. „Zurzeit wählen sich unsere Kunden über 60-millionenmal pro Monat in T-Online und das Internet ein”, so Tenzer. Gegenüber 1996 verzeichnete die Telekom hierbei einen Zuwachs von 60 Prozent. Im vergangenen Jahr wurde weltweit durch Internet-Kommunikation erstmals mehr Verkehr erzeugt als durch Sprachkommunikation. Um diese enorm steigenden Verkehrsmengen zu bewältigen, spielen Seekabelsysteme eine Schlüsselrolle. Gemeinsam mit den Partnern France Telecom und Sprint sowie mit AT&T und BT wird die Deutsche Telekom ein weiteres Hochgeschwindigkeitskabel zwischen Europa und den USA bauen. TAT-14 ist mit einer Kapazität von einigen Millionen parallelen Internet-Verbindungen eine Telekommunikations-Pipeline der Superlative. ATM-ProjekteJuni 1998 Deutsche Telekom am Netzaufbau in Großbritannien beteiligt02.04.1998 Die Deutsche Telekom ist mit 25 Prozent am neuen Unternehmen beteiligt. Im neuen Netz wollen die 3 Partner ein umfassendes Sortiment innovativer Mehrwertdienste entsprechend den Anforderungen der Geschäftskunden in Großbritannien anbieten wie nationale und internationale Sprach- und Datendienste und City-Netze. Einigung in der Tarifrunde 199803.04.1998 Als weitere Maßnahme wurde ein Tarifvertrag zur Altersteilzeit zwischen der Telekom und den Gewerkschaften abgeschlossen. Die Vereinbarung ersetzt die derzeitige Vorruhestandsregelung und sieht vor, dass die Arbeitnehmer ab dem 55. Lebensjahr mit der Hälfte ihrer bisherigen Arbeitszeit beschäftigt werden können und dafür 90 Prozent ihres bisherigen Nettoverdienstes erhalten. Sie gehen dann mit Vollendung des 60. Lebensjahres in den Ruhestand. 50 Prozent der sich dadurch ergebenden Rentenabschläge gleicht die Telekom über die betriebliche Altersversorgung aus. Auch die Förderung von Teilzeitarbeit wurde tarifvertraglich festgelegt. Im Rahmen der neuen Regelung werden Weihnachts- und Urlaubsgeld künftig auf Monatsbasis umgelegt, um die monatlichen Einkommensverluste auszugleichen. Vereinbart wurde außerdem, dass die Telekom 1998 rd. 2000 jungen Leuten einen Ausbildungsplatz anbietet. Telekom startete ProduktoffensiveMärz 1998 Um Multimedia-Anwendungen im Online-Bereich zu einem Massenmarkt werden zu lassen, setzt die Telekom auf ADSL. Mit dieser neuen Technologie lassen sich mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit (8 Megabit/s) Multimedia-Anwendungen - etwa Videoübertragungen oder schnelle Internet-Nutzung - preiswert realisieren. Ein Pilotversuch wird demnächst in Nordrhein-Westfalen gestartet. 2.000.000 T-Online-KundenMärz 1998 T-Net-Box und Freecall wachsenMai 1998 Auch die Telefon-Mehrwertdienste wachsen kräftig. So wurden 1997 beim 0130-Service „Freecall” über 50.000 geschaltete Leitungen verbucht (+ 25 Prozent). Die 0130er-Nummern werden künftig von der international üblichen Rufnummer 0800 abgelöst. 5.000 dieser Nummern waren im März bereits geschaltet. T-Mart - das elektronische KaufhausMai 1998 Internet-Telefonie: Testphase wird ausgeweitetMai 1998 Telekom startet Internet-Telefonie-Projekt in den USAApril 1998 Bei dem USA-Pilotprojekt zahlen die Kunden weder ein Überlassungs- noch ein Bereitstellungsentgelt. Es gibt keine unterschiedlichen Tarifzeiten, statt dessen wird für jede Land-zu-Land-Verbindung ein einheitlicher Minutenpreis erhoben. Dieser reicht von 19 Cents für ein Gespräch nach Großbritannien bis zu 99 Cents für eine Verbindung nach China. Zeittakt pro Einheit: 6 Sekunden. Neues Angebot bei Spezialtarif „CityPlus”29.04.1998 Mit „CityPlus” werden City-Verbindungen zu 5 ausgewählten Rufnummern besonders günstig berechnet. Die Kunden kaufen dazu pro Abrechnungszeitraum 400, 600 oder 800 Tarifeinheiten im Voraus zum Preis von 24,20 DM, 36,30 DM bzw. 48,41 DM. Eine Tarifeinheit kostet damit statt 12 nur rd. 6 Pfennig. So können z.B. Online-Nutzer noch preiswerter als bisher im Netz surfen. Die Änderung der 5 ausgewählten Rufnummern ist einmal pro Abrechnungszeitraum möglich und kostet 5,04 DM. Der einmalige Bereitstellungspreis beträgt 9.08 DM. Aufträge zu „CityPlus” nimmt die Hotline freecall 0800 01000 entgegen. Sicherheitslösung für finanzielle Transaktionen im InternetApril 1998 Herbert May verlässt Telekom-Vorstand23.04.1998 Dr. May begann seine Tätigkeit bei der Deutschen Telekom als Sprecher der Geschäftsführung der Tochtergesellschaft DeTeSystem. 1995 berief ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand der Muttergesellschaft, wo er den Bereich Geschäftskunden leitete. PCS verbessert KommunikationMai 1998 T-DSL - die neue TemporevolutionApril 1998 T-DSL ist neben dem volldigitalisierten T-Net und dem darauf aufbauenden ISDN-Netz eine Innovation von weitreichender Bedeutung für einen weiteren Ausbau der internationalen technologischen Führungsposition der Telekom. Telekom verliert wichtige KundenMai 1998 Damit verliert die Telekom nach katholischer und evangelischer Kirche, der Landesregierung Rheinland-Pfalz als erstem Bundesland und zahlreichen Konzernen wie Lufthansa oder Schering einen weiteren wichtigen Kunden. Auch Otelo, Tochter von RWE und Veba, berichtet von Zuwächsen: Ende 1997 waren es nach eigenen Angaben 800 Großkunden, Ende Mai 1998 waren es bereits 1.000, u.a. Honda, RTL und Ruhrkohle AG. Köln will 200.000 Mark für Telefonzellen-StandorteMai 1998 2,7 Millionen wollen wechselnMai 1998 Die Festnetzanbieter sind nach dieser Umfrage noch wenig bekannt: Otelo erreichte einen Bekanntheitsgrad von 19 Prozent, Viag Intercom von 14 Prozent und Arcor von 12 Prozent. Breitbandkabel-Geschäft wird ausgegliedert26.05.1998 Starke T-Aktie zur Hauptversammlung04.06.1998 Dr. Ron Sommer: „Der Wettbewerb funktioniert. Wir teilen den Markt mit anderen. Das heißt: Wir verlieren, wie der Regulierer gefordert hat, prozentual, aber dennoch gewinnen wir absolut.” Telekom fordert Klarheit vom Regulierer09.06.1998 WIND gewinnt landesweite Mobilfunklizenz in ItalienJuni 1998 Italien ist der größte Mobilfunkmarkt Europas mit 21,1 Mobilfunkgeräten auf 100 Einwohnern. Telekom startet ADSL-Pilotprojekt Nordrhein-Westfalen15.06.1998 In diesem Pilotprojekt gibt ein superschneller Internet-Zugang insbesondere Privathaushalten einen Vorgeschmack auf das Internet des nächsten Jahrtausends. Mit innovativen T-Net-ATM- und T-InterConnect-Produkten auf ADSL-Basis soll neuen Geschäftskunden-Segmenten der Einstieg in die Hochgeschwindigkeits-Datenkommunikation ermöglicht werden. Dank der neuen ADSL-Technik wird das vorhandene Kupferkabel schon bald zur Hochgeschwindigkeits-Infobahn. Möglich macht dies ein ADSL-Hochgeschwindigkeitsmodem, das mit Übertragungsraten bis zu 8 Megabit/s arbeitet. Eine vorgeschaltete Weiche, ein sogenannter Splitter, trennt den normalen Telefondienst von den hochbitratigen Datenanwendungen, sodass die Telefondienste der Telekom über die Kupferdoppeladern parallel zur Datenübertragung uneingeschränkt genutzt werden können. Mit dem ADSL-Netzabschluss und dem Splitter wird der Telefonanschluss zum „Vielzweck-Werkzeug” für den privaten und professionellen Gebrauch. Die neue ADSL-Technik ersetzt dabei keine Telefon- oder ISDN-Anschlüsse, sondern ermöglicht die konsequente Weiterentwicklung zur Nutzung von Highspeed-Internet- und Daten-Anwendungen. Beim Pilotprojekt betragen die Übertragungsgeschwindigkeiten für die privaten Pilot-Kunden bis zu 1,5 Megabit/s (downstream = zum Kunden hin) bzw.128 Kilobit/s (upstream). Zum Geschäftskunden rasen die Daten mit bis zu 8 Megabit/s, und in Gegenrichtung erreichen sie immerhin bis zu 768 Kilobit/s. Wenn die Teilnehmer des Versuchs ihren Rechner einschalten, können sie mit Höchstgeschwindigkeit im Internet surfen - etwa 50 Mal so schnell als mit einem analogen Modem. Bereits im Pilotprojekt steht ein attraktives Angebotspaket zur Verfügung, u.a. Spiele, Filme und Musik. So präsentiert Sony Musik- und Videoclips, T-Online wartet mit breitbandigen Angeboten wie Focus-TV, ran online oder DSF online auf. T-Online und Microsoft erweitern Zusammenarbeit im InternetJuni 1998 Digitales Satelliten Radio: Einstellung zum JahresendeJuni 1998 Im Kabel werden die DSR-Kanäle S2 und S3 umgerüstet und dann für analoges Fernsehen genutzt. Die vorübergehend analog genutzten Hyperbandkanäle S 24 und S 25 werden 1999 wieder digitalisiert. Zusätzlich zu den bis zu 36 UKW-Hörfunkprogrammen im Kabel wird bei den derzeit eingespeisten digitalen TV-Programmpaketen von DF1 und ARD/ZDF auch bereits DVB-Radio (Digital Video Broadcasting) angeboten. Zurzeit sind dies 24 Musikkanäle von DF1 und 10 Radioprogramme von ARD/ZDF. Für den Empfang wird ein digitaler Decoder (Set-Top-Box) benötigt, der im Fachhandel erhältlich ist. DVB ist der neue europäische Standard für das digitale Fernsehen. Mit ihm kann man auch digitale Hörfunkprogramme in vorzüglicher Qualität (CD-Qualität) empfangen. Während DSR für 16 Programme 2 TV-Kanäle belegt, könnten bei dem neuen Standard in einem analogen Fernsehkanal bis zu 180 digitale Radioprogramme übertragen werden. ◊ |