Telekommunikation Januar - März 2005

Telekommunikationspreise gegenüber Vorjahr leicht gefallen

Februar 2005
Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen aus Sicht der privaten Haushalte sind laut Statistischem Bundesamt im Februar 2005 im Vergleich zum Februar 2004 um 0,7 Prozent niedriger.

Gegenüber Februar 2004 lag der Preisindex für Telefondienstleistungen im Festnetz um 0,6 Prozent niedriger. Die Anschluss- und Grundentgelte stiegen um 0,3 Prozent. Dagegen verbilligten sich Ortsgespräche um 0,7 Prozent, Inlandsferngespräche um 0,5 Prozent und Gespräche vom Festnetz in die Mobilfunknetze um 4,7 Prozent. Die Preise für Auslandsgespräche blieben auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Preise für das Mobiltelefonieren lagen um 1,3 Prozent unter dem Niveau von Februar 2004. Die Internetnutzung verteuerte sich um 0,6 Prozent.

Mobilcom klagt gegen Bund

Januar 2005
Der Mobilfunkanbieter Mobilcom AG hat Ende 2004 eine Milliardenklage gegen den Bund im Zusammenhang mit der Rückerstattung der Umsatzsteuer aus dem Kauf der UMTS-Lizenz eingereicht.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur „ddp.vwd” erhofft sich Mobilcom eine Umsatzsteuer-Rückerstattung in Höhe von 1,16 Milliarden Euro. Das Unternehmen argumentiert, die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post habe mit der Versteigerung der Lizenzen unternehmerisch gehandelt und hätte somit eine Umsatzsteuer ausweisen müssen. Dagegen bezeichnet die Behörde den Verkauf als nicht umsatzsteuerpflichtigen hoheitlichen Akt.

Reg TP intensiviert Aktivitäten zur Spam-Bekämpfung

Februar 2005
Die Reg TP geht gegen Spamming in Verbindung mit Rufnummernmissbrauch vor. Unter Spamming versteht man die unaufgeforderte Versendung von Werbung in Form von Telefax-Übermittlungen, Telefon-Anrufen, E-Mails oder SMS an Verbraucher und Unternehmen, mit denen kein dauerhaftes Geschäftsverhältnis besteht, oder an Empfänger, die dem Empfang von Werbung nicht zugestimmt haben. Es handelt sich dabei um einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Seit der letzten Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) kann die Reg TP eingreifen, wenn eine rechtswidrige Nutzung von Rufnummern vorliegt.

In einem eklatanten Fall hat die Reg TP einem Unternehmen, das in gravierendem Ausmaß unverlangte Werbefaxe versandt hatte, das Geschäftsmodell untersagt. Dabei wurde ein Telefax eines angeblichen Dr. Guido Homburg weitflächig verbreitet, in dem ein kostenloser Faxabruf beworben wurde, mittels dessen angeblich Outletcenter-Adressen abgefragt werden konnten. Hat der Fax-Empfänger diese Informationen per Faxabruf angefordert, erhielt er keine konkreten Adressen, sondern einen Werbetext, der auf einen weiteren Faxabruf, nunmehr auf eine hochpreisige (0)190er Mehrwertdienste-Rufnummer verwies. Dem Empfänger der Werbung stehen nach dem UWG bzw. dem Bürgerlichen Gesetzbuch Unterlassungs- und Schadenersatzansprüche zu, die zivilrechtlich einzuklagen wären.

Das Telefon-Spamming kommt im Wesentlichen in 2 Erscheinungsformen vor. Zum einen gibt es sogenannte Ping oder auch Lock-Anrufe. Dabei werden Anrufe zu Telefonanschlüssen generiert und die Verbindung nach einmaligem Klingeln wieder unterbrochen. Bei dem Angerufenen verbleibt im Display die Meldung „Anruf in Abwesenheit” und die Anzeige einer hochpreisigen Mehrwertdienste-Rufnummer oder einer (0)137er Rufnummer. Zum anderen kommt Telefon-Spamming auch in der Art von Gewinnspielen vor, bei denen in einer Bandansage mitgeteilt wird, man habe einen höheren Geldbetrag garantiert gewonnen.

Seit August 2003 hat die Reg TP neben mehreren Geschäftsmodell-Untersagungen 247 Rufnummern abschalten lassen.

Reg TP: Erfreuliche Belebung des Wettbewerbs im Breitbandzugangsmarkt

Februar 2005
„Die schwierige Ausgangslage für die Wettbewerbsunternehmen im Festnetz erhielt durch das starke Wachstum des Breitbandmarktes entscheidende neue Impulse”, erklärte Reg TP-Präsident Matthias Kurth bei der Präsentation des Jahresberichts 2004 seiner Behörde im Februar 2005. Von fast 7 Millionen Breitbandanschlüssen in Deutschland entfielen Ende 2004 20 Prozent auf Wettbewerbsunternehmen der Deutschen Telekom, so Kurth. Damit hat sich der Anteil der Telekom-Konkurrenten im Jahr 2004 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. „Bei den Internet-Zugangsdiensten mit breitbandigen Übertragungsraten liegt der Anteil der Wettbewerber schon bei 35 Prozent.” Die Aufholbewegung beschleunige sich rasant dank attraktiver Paketangebote, in denen Wettbewerber einen ISDN-Anschluss mit DSL-Zugang und Internet-Flatrate schon unter 40 Euro pro Monat zur Verfügung stellen.

Als wesentliches Vorprodukt für diese Angebote sah Kurth die Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Anfang 2005 haben die Wettbewerber über 2 Millionen TAL von der Telekom angemietet. „Ein stabiler und nachhaltiger Wettbewerb entsteht vor allem durch eine wachsende Unabhängigkeit der Wettbewerber von der Infrastruktur der Telekom.”

Reg TP: „Die Grenzen des Wachstums beim Mobilfunk noch nicht erreicht”

Februar 2005
Die Grenzen des Wachstums auf dem Mobilfunkmarkt sind bei weitem noch nicht erreicht. Diese Meinung vertrat Reg TP-Präsident Kurth im Jahresbericht 2004 der Regulierungsbehörde. „Die UMTS-Dienste hatten einen erfolgreichen Marktstart mit einer bis zu 70-prozentigen Netzabdeckung.” Es gebe auch attraktive Angebote aus dem Mobilfunkbereich, die Festnetzgespräche und Festnetzkunden abwerben wollen. Auch die oft aus Börsenkreisen geäußerten Prognosen, es werde zu weiteren Konsolidierungen und Zusammenschlüssen im Mobilfunk kommen, haben sich - so Kurth - nicht bestätigt.

Die Mobilfunk-Nutzung gewinnt gegenüber dem Festnetz immer stärker an Gewicht. Derzeit - so Kurth - gibt es weit mehr mobile Sprechkanäle als Festnetzkanäle. Während 2004 die Zahl der Festnetzkanäle bei gleichzeitigem Rückgang der Festnetzanschlüsse mit 54,6 Millionen fast stagnierte, erhöhte sich die Zahl der mobilen Sprechkanäle von Ende 2003 bis Ende 2004 um 10 Prozent auf 71,3 Millionen.

Verkehrsministerium gibt grünes Licht für „Handy-Parken”

März 2005
Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe (SPD) hat Ende März 2005 in Berlin grünes Licht für das Handy-Parken gegeben. Ergänzend zu den üblichen Parkuhren und Parkscheinautomaten können die Kommunen künftig auch elektronische Systeme zur Zahlung der Parkgebühren zulassen. So ist es zum Beispiel möglich, Beginn und Ende der Parkzeit über das eigene Handy anzumelden oder sogenannte elektronische Taschenparkuhren einzusetzen. „Die elektronische Parkraumbewirtschaftung ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie durch moderne Technologien unnötiger Verkehr vermieden werden kann”, so Stolpe.

Deutsche Telekom schließt Vergleichsvereinbarung in US-Sammelklageverfahren

Januar 2005
Ohne Anerkenntnis eines Fehlverhaltens hat die Deutsche Telekom Ende Januar 2005 eine Vergleichsvereinbarung mit den Klägervertretern in dem in den USA anhängigen Prospekthaftungs-Sammelklageverfahren getroffen. Die Vereinbarung umfasst alle Ansprüche, die in den USA im Zusammenhang mit dem öffentlichen Kaufangebot von Telekom-Aktien im Juni 2000 gemacht werden.

Die Deutsche Telekom ist nach wie vor überzeugt, dass die Vorwürfe der Kläger unbegründet sind. Die Vereinbarung enthält die ausdrückliche Feststellung, dass die Deutsche Telekom weder einen Gesetzesverstoß noch ein Fehlverhalten einräumt. Mit der Beendigung des US-Sammelklageverfahrens durch einen Vergleich will die Deutsche Telekom die erheblichen Kosten und Belastungen, die Bindung von Management-Kapazitäten und insbesondere Unwägbarkeiten vermeiden, die für das Unternehmen mit einem sonst unter Umständen möglichen langwierigen Geschworenenprozess in New York verbunden sein würden.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Deutsche Telekom eine Zahlung von 120 Millionen US-Dollar (umgerechnet 92,2 Millionen Euro) leistet. Nach Schätzungen der US-Kläger stehen rund 378 Millionen T-Aktien im Streit.

Telekom und Post weiten Zusammenarbeit aus

März 2005
Die Post-Tochter DHL hat Anfang 2005 mit der Deutschen Telekom die Übernahme der gesamten Lagerhaltung und Distribution von Produkten der Telekom-Sparten T-Mobile und T-Com in Deutschland vereinbart. Der Vertrag mit einer Laufzeit von 5 Jahren startet am 1. September 2005. Mit dieser Kooperation weiten die Konzerne ihre seit 2000 bestehende Partnerschaft im Bereich Logistik deutlich aus.

Kernstück der Vereinbarung ist ein DHL-Distributionszentrum in Euskirchen (NRW). Es wird noch im 1. Halbjahr 2005 mit einer modernen Lager- und Kommissionierungstechnik versehen. Es wird in allen Bereichen mit neuester RFID-Technik arbeiten. DHL wird von Euskirchen aus den Fachhandel, 500 T-Punkte und Endkunden mit Produkten wie Mobilfunk- und Festnetzgeräten, PCs sowie Telefonkarten beliefern.

Telekom und Stadtwerke Bonn testen breitbandige Internet-Verbindung in Straßenbahn

Februar 2005
E-Mails, Fahrpläne, Nachrichten, Musik oder Videos aus dem Internet in der Bahn zuverlässig abrufen und versenden: Welche Services Kunden öffentlicher Verkehrsmittel künftig nutzen können, zeigen die Deutsche Telekom und die Stadtwerke Bonn (SWB) Anfang 2005 in der Straßenbahnlinie 66 in Bonn mit einem mobilen Internetzugang. Beide Partner testen zwischen Februar und Mai 2005 breitbandige Verbindungen in einem der 15 Züge auf der Strecke von Siegburg nach Bad Honnef. Auf der etwa einstündigen Route können Fahrgäste mit eigenem Laptop, PDA oder Handy komfortabel recherchieren und kommunizieren. Die Telekom sorgt mit einem mobilen HotSpot, der verschiedene Funknetze wie GPRS, UMTS und WLAN je nach Verfügbarkeit nutzt, für sichere und kostengünstige Online-Verbindungen.

Ein spezieller Kommunikations- und Contentserver in einer Bahn der Linie 66 ist das Herzstück der Lösung. Wie an den HotSpots von Cafes und auf Flughäfen stellen die Passagiere via WLAN oder Bluetooth-Technologie eine Verbindung zum Fahrzeugserver her. Nutzer können mit Geschwindigkeiten von bis zu 6 Mbit/s auf lokale Informations- und Unterhaltungsangebote zugreifen. Mit Kennung und Passwort ist auch der Zugang zum Internet möglich. Der Server sucht während der Fahrt automatisch die jeweils schnellste Verbindung zu Mobilfunknetzen (GPRS, UMTS) oder zu dem WLAN-Netz, das die beiden Partner entlang der Fahrstrecke eigens für eine sehr schnelle Anbindung der Bahn installiert haben.

Telekom sieht „riesige Chancen” in der Internet-Telefonie

02.02.2005
Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke sieht die Telekom für das Unternehmen „riesige Chancen” in der Internet-Telefonie. Die Zukunft von Voice over IP (VoIP) sehe man vor allem in der Bündelung von Telefon und Internet mit Anwendungen wie Video on demand, sagte Ricke am 2. Februar 2005 auf einer Veranstaltung des Konzerns in Bonn. Er bestätigte, dass die Telekom-Tochter T-Online im ersten Halbjahr 2005 mit einem eigenen VoIP-Produkt an den Markt gehen wird.

Kundenservice: mehr Qualität

02.02.2005
Auf dem 14. Internationalen Presse Kolloquium der Deutschen Telekom in Bonn startete Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke am 2. Februar 2005 eine Sicherheitsinitiative für das Internet und formulierte erstmals Qualitätsversprechen für Telekom-Kunden. Schon im 1. Quartal 2005 macht T-Online den Anfang, kündigte Ricke an. Sämtliche T-Online E-Mail-Postfächer stattet T-Online kostenlos mit einem Viren- und Spamschutz aus. Eingehende E-Mails werden dann automatisch geprüft, erkannte Viren, Würmer und Trojaner automatisch entfernt. Gereinigte Mails werden mit dem Absender, der Betreffzeile und dem Virennamen zugestellt.

Den Kunden versprach Ricke eine deutliche Verbesserung des Service: Jedes Kundenanliegen müsse künftig bis zur vollen Zufriedenheit des Kunden bearbeitet, telefonische Anfragen rund um die Uhr an jedem Tag kompetent und freundlich beantwortet werden. E-Mails sollen laut Ricke innerhalb von 24 Stunden, Briefe innerhalb von 2 Arbeitstagen nach Eingang beantwortet werden. Im T-Punkt dürfe kein Kunde länger als 5 Minuten warten, neue T-Mobile Karten sollen spätestens 1 Stunde nach Verkauf frei geschaltet und damit nutzbar sein. Für defekte Handys stellt die Telekom künftig Leihgeräte für die Dauer der Reparatur zur Verfügung.

Telekom-Konkurrenten schließen Versorgungslücke beim schnellen Internet per Funkbrücke

Februar 2005
Derzeit kann die Deutsche Telekom die breitbandige DSL-Versorgung nicht flächendeckend anbieten. Der Versorgungsgrad in Deutschland lag Anfang 2005 bei 91 Prozent. So sind z.B. alle Kunden von der leitungsgebundenen DSL-Anbindung ausgeschlossen, wenn ihr Telefonanschluss über Glasfaser mit dem Netz verbunden ist. Glasfaser ist aber nicht für die DSL-Technik nutzbar. Betroffen sind einige glasfaserversorgte Ortsnetze in den westlichen Bundesländern, mehr aber Ortsnetze in den neuen Bundesländern. Nach der Wiedervereinigung ersetzte die Deutsche Telekom die marode und veraltete Telefontechnik in den neuen Bundesländern durch damals hochmoderne Glasfasernetze. Nun können 1,8 Millionen Kunden von der Telekom allenfalls über Satellitentechnik mit DSL versorgt werden. Eine weitere Million Kunden muss auf DSL verzichten, weil sie in Stadtrandgebieten jenseits der für DSL maximalen Kupferkabelreichweite von 4,5 Kilometern wohnen. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke lehnt eine Vollversorgung aus wirtschaftlichen Gründen ab: Um den Versorgungsgrad von derzeit 91 auf 100 Prozent zu steigern, wären Investitionen von ca. 3 Milliarden Euro erforderlich. Dies wären etwa die gleichen Kosten wie für die derzeit erreichten 91 Prozent.

Die Versorgungslücke wollen nun verstärkt Wettbewerber der Telekom mit drahtlosen DSL-Anschlüssen schließen und setzen damit die Telekom unter Zugzwang. Ende 2004 nahm z.B. die Stuttgarter Airdata AG die ersten drahtlosen DSL-Anschlüsse im glasfaserversorgten Bensberg, einem Ortsteil von Bergisch Gladbach, in Betrieb.

T-Com setzt auf Breitband: noch 2005 T-DSL 6000 und WiMAX-Pilotversuch

März 2005
Mit 2 neuen Produktankündigungen unterstrich die Deutsche Telekom bei der CeBIT 2005 in Hannover die besondere Bedeutung der Zukunftstechnologie Breitband. Noch 2005 will T-Com ihr DSL-Angebot (T-DSL 1000, 2000 und 3000) um den T-DSL-Anschluss 6000 erweitern. Der neue Anschluss wird im downstream mit bis zu 6 Mbit/s und im upstream mit bis zu 512 kbit/s „neue Maßstäbe im Privatkundensegment setzen”. Zudem will T-Com ebenfalls noch 2005 „in einer deutschen Großstadt” einen Hochgeschwindigkeitsanschluss mit einer Übertragungsrate von bis zu 25 Mbit/s anbieten.

Nach erfolgreichen Laborversuchen wird T-Com ab Juli 2005 in den Regionen Siegburg und Rheinbach die WiMAX-Technologie (Worldwide Interoperability für Microwave Access) unter realen Bedingungen testen. Auf der CeBIT kündigte die Telekom außerdem an, mit Outdoor-DSLAMs (Digital Subcriber Line Access Multiplexer) in glasfaserversorgten Gebieten T-DSL anzubieten.

Aktuelle WLAN-Netzwerke stoßen bei Datenraten von 54 Mbit/s und Reichweiten von 200 Metern an ihre physikalischen Grenzen. Die zukünftige Breitbandtechnik WiMAX dagegen soll mit bis zu 75 Mbit/s Reichweiten bis zu 50 Kilometern erreichen. Damit avanciert WiMAX nicht nur zum Konkurrenten von WLAN, sondern bietet sich auch dort als Alternative zu DSL-Netzen an, wo aus Kostengründen auf eine Verkabelung der „letzten Meile” verzichtet wurde. Ende 2004 begann eine private Initiative mit dem Aufbau eines WiMAX-Netzes in der 30.000 Einwohner-Gemeinde Selm in Nordrhein-Westfalen.

Nach Meinung von Branchenfachleuten hat WiMAX das Potenzial, die Netzwerkstruktur der Zukunft grundlegend umzukrempeln. Die möglichen Bitraten sind um den Faktor 200 höher als die von UMTS (384 kbit/s).

Telekom setzt mehr Erdgas-Fahrzeuge ein

Februar 2005
Bereits seit 1997 setzt die Deutsche Telekom Erdgas-Fahrzeuge im Technischen Kundendienst ein. Dabei handelte es sich zunächst um verschiedene Fabrikate, bei denen die Gastanks noch in Einzelfertigung, teilweise im Kofferraum, nachgerüstet werden mussten. Die Serienmodelle der neuesten Generation haben inzwischen akzeptable Reichweiten und keinerlei Einschränkungen im Ladevolumen mehr. Damit sind sie - wie die Telekom im Februar 2005 mitteilte - uneingeschränkt praxistauglich geworden.

Mitte Februar 2005 nahm die Telekom 2 E-Klasse Mercedes NGT (Natural Gas Technology) aus dem Haus DaimlerChrysler in Betrieb. Seitdem stehen dem Management und den Vielfahrern des Vertriebs neben den Antriebsalternativen Benzin und Diesel auch Erdgas zur Auswahl.

„Ökologie und Ökonomie stehen dabei nicht in Widerspruch”, so Horst Krastetter, Geschäftsführer der DeTeFleetServices GmbH. „Vergleichbare Fixkosten und geringere Verbrauchskosten gegenüber Benzin und Diesel machen Erdgas zu einer wirtschaftlichen Alternative.” Weitere Vorteile: Erdgasantriebe genügen der EURO-4-Norm. Die saubere, partikelfreie Verbrennung ermöglicht den Betrieb auch bei möglichen, derzeit EU-weit diskutierten Fahrverboten wegen Überschreitung der EU-Luftqualitätsgrenzwerte für Feinstaub.

Die DeTeFleetServices, der „Mobilitätsdienstleister” der Deutschen Telekom, betreibt einen Fuhrpark mit 41.000 Fahrzeugen. Davon waren Anfang 2005 409 Erdgasfahrzeuge. „Tendenz steigend”, so die Telekom.

Die denkmalgeschützte Residenzpost in München soll Luxushotel werden

März 2005
Die „Residenzpost” in der Münchener Altstadt, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bayerischen Staatsoper, soll zum Luxushotel umgebaut werden. Dies beabsichtigt die Sireo Real Estate Asset Management Gesellschaft, an der die Deutsche Telekom 51 Prozent der Anteile hält. Das Gebäude wurde bei der Aufteilung der Bundespost-Immoblilien im Zuge der Postreform I 1990 der Telekom übertragen. Die Deutsche Post AG betreibt in dem prominenten Gebäude noch eine Postfiliale.

Die Residenzpost war als ehemaliges Palais des Grafen Ignaz von Toerring nach einem Entwurf Leo von Klenzes ab 1834 zum Stadtpostamt umgebaut und 1838 eröffnet worden. Das im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstörte und in den 50er Jahren wieder restaurierte Gebäude steht auf der Denkmalschutzliste.

4,6 Milliarden Euro Konzernüberschuss im Jahr 2004

März 2005
Die Deutsche Telekom hat das Geschäftsjahr 2004 mit einem Konzernüberschuss von 4,6 Milliarden Euro abgeschlossen (Vorjahr 1,3 Milliarden). Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 57,9 Milliarden Euro nach 55,8 Milliarden ein Jahr zuvor. Zum Umsatzanstieg haben insbesondere der Mobilfunk und das Breitbandgeschäft beigetragen. Das EBITDA ohne Sondereffekte lag bei 19,4 Milliarden Euro = + 5,9 Prozent (2003: 18,3 Milliarden). Das Betriebsergebnis stieg von 5,4 Milliarden Euro in 2003 auf 9,9 Milliarden Euro = + 83 Prozent.

2004 waren im Jahresdurchschnitt 247.559 Mitarbeiter beschäftigt (- 1,5 Prozent). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten gingen 2004 um 11,4 Milliarden Euro auf 35,2 Milliarden Euro zurück. Für 2004 zahlt die Telekom wieder eine Dividende. Sie wird bei 0,62 Euro je dividendenberechtigter Aktie liegen.

  • T-Com:
    Größter Umsatzträger des Konzerns war T-Com mit 27,8 Milliarden Euro. Das ist ein Umsatzrückgang von 4,8 Prozent. Einen wesentlichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung im deutschen Markt hatten nach wie die Call by Call und Preselection-Angebote der Wettbewerber. Im Anschlussbereich stiegen die Umsatzerlöse durch Preismaßnahmen und steigende T-DSL-Umsätze um 8 Prozent weiter an. Dem standen Umsatzrückgänge von mehr als 13 Prozent bei den Verbindungsminuten durch regulierungsbedingte Einflüsse, Verluste von Marktanteilen und die verstärkte Nachfrage der Kunden nach günstigeren Optionstarifen gegenüber. Trotz Umsatzrückgangs steigerte T-Com das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gegenüber 2003 um 835 Millionen Euro auf 5,5 Milliarden Euro, dies im Wesentlichen durch Effizienzsteigerungen im Bereich der betrieblichen Aufwendungen, insbesondere geringere Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten.

    Ungebrochen war die Nachfrage nach breitbandigen Festnetzanschlüssen. Die Zahl der T-DSL-Anschlüsse stieg um 48,8 Prozent auf 6,1 Millionen, davon in Deutschland 5,8 Millionen.

    Die Zahl der Schmalbandanschlüsse im In- und Ausland sank um 1,5 Prozent auf 54,7 Millionen Kanäle. Grund: Substitutionseffekte durch den Mobilfunk und Wechsel von Kunden zu Wettbewerbern.
  • T-Mobile:
    Umsatzanstieg um 9,7 Prozent auf 25 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war erneut T-Mobile USA (früher: VoiceStream) mit + 39 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Die Zahl der Mobilfunkkunden in allen Mehrheitsgesellschaften und Beteiligungen der Telekom und T-Mobile International wuchs um mehr als 13 Prozent = 9,1 Millionen auf 77,4 Millionen Kunden. Den prozentual höchsten Kundenzuwachs hatte T-Mobile USA: + 32 Prozent = 4,2 Millionen Netto-Neukunden auf 17,3 Millionen.
  • T-Systems:
    Der Gesamtumsatz konnte mit 10,5 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden.
  • T-Online:
    Umsatzsteigerung um 7 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Die Zahl der Kunden lag Ende 2004 konzernweit bei 13,5 Millionen, davon 11,4 Millionen in Deutschland.

T-Mobile präsentiert erste Datenverbindungen mit HSDPA
März 2005
Anfang März 2005 präsentierte T-Mobile in Berlin als erster deutscher Netzbetreiber eine Live-Demonstration von HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) unter realen Bedingungen. In einem Pilotversuch konnten die Passagiere eines mit Laptops und HSDPA-Datenkarten ausgestatteten Fahrzeugs während der Fahrt durch Berlin zum Beispiel Verkehrsinformationen aus dem Internet abrufen oder Videofilme anschauen. Beim mobilen Datenaustausch zwischen Pkw und Sendestation wurden Bandbreiten von weit über 1 Mbit/s erreicht. Mobile Anwendungen in DSL-Geschwindigkeit werden damit Realität.

HSDPA ist die Weiterentwicklung der 3. Mobilfunkgeneration UMTS. Um die neue Technik nutzen zu können, stattet T-Mobile die UMTS-Basisstationen mit speziellen Softwarekomponenten aus. 2006 will T-Mobile mit HSDPA einen Turbolader anbieten, der die ohnehin schon hohe UMTS-Geschwindigkeit verzehnfachen wird. Dann werden Datenraten von 1,8 Mbit/s möglich sein. In einem zweiten Schritt soll die Übertragungsgeschwindigkeit ab 2007 auf 3,6 Mbit/s verdoppelt werden.

T-Online startet Internet-Telefonie

März 2005
Auf der CeBIT 2005 startete T-Online Voice over IP (VoIP). Vorerst ist es bei T-Online aber nur möglich, mit einer kostenlosen Software am PC zu telefonieren. Dazu ist eine Sprechgarnitur (Headset) erforderlich. Erst im Laufe 2005 will T-Online Geräte auf den Markt bringen, mit denen auch herkömmliche Telefone für VoIP zu nutzen sind. Der Kunde muss sich registrieren lassen und bekommt eine spezielle Rufnummer (Vorwahl 032).

Wie bei Wettbewerbern, bei denen meist jetzt schon mit herkömmlichen analogen oder ISDN-Telefonen Internet-Telefonie möglich ist, sind auch bei T-Online netzinterne VoIP-Gespräche unter T-Online-Kunden gratis. Gespräche ins deutsche Festnetz kosten bei T-Online 2,9 Cent pro Minute. Mit-Wettbewerber, z.B. 1&1 oder GMX verlangen derzeit nur 1 Cent pro Minute. Bei Gesprächen Ins Mobilfunknetz sind bei T-Online-VoIP 22 Cent pro Minute fällig.