![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Januar - Februar 2003
Bundestagsanfrage wegen FrühpensionierungenJanuar 2003 In den kommenden Jahrzehnten werden sich die Pensionslasten der Bundespost-Pensionäre nach einem Gutachten des Bundesrechnungshofes auf bis zu 580 Milliarden Euro summieren. Davon tragen die Bundespost-Unternehmen nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums nur rund 20 Milliarden Euro durch Einzahlungen in den Pensionsfonds. Postkarte nicht mehr kostenlosJanuar 2003 STAMPIT-Lizenz für Schweizerische Post und GroßbritannienJanuar 2003 Im Februar 2003 schloss auch die britische Royal Mail einen Lizenzvertrag mit der Deutsche Post-Tochter GFT Technologies AG als Realisierungspartner ab. In Deutschland ist die STAMPIT-Software bereits auf mehr als 40.000 PCs installiert. Der STAMPIT-Kunde kann damit seine Briefpost rund um die Uhr aus dem Internet frankieren. Deutsche Post World Net übernimmt italienisches Paketunternehmen Ascoli15.01.2003 Stempelstreit beigelegtJanuar 2003 Nachdem die Deutsche Post den traditionellen Post-Tagesstempel mit Kreis und waagrechtem Doppelstrich markenrechtlich hatte schützen lassen und ihren Konkurrenten die Verwendung dieser Stempelform untersagt hatte, entwickelte der BdKEP einen eigenen Stempel. Der BdKEP-Stempel in Kreisform trägt zur Unterscheidung vom Poststempel als eindeutiges Erkennungszeichen den Namen „KEPnet” in Kombination mit dem Datum und dem Zusatz „POSTSTEMPEL”. Die Post sagte zu, die markenrechtliche Eintragung dieser Stempelform nicht anzufechten. Top-Qualität bei BrieflaufzeitenFebruar 2003 Mit der Datenerhebung hat die Post ein externes Unternehmen beauftragt. Bei einer bundesweiten Ausschreibung für die Jahre 2003 und 2004 hat die Firma Quotas GmbH den Auftrag zur Durchführung der Messungen gewonnen. Die bundesweite Mindeststichprobe umfasst 660.000 Sendungen, die von Quotas in neutraler Aufmachung versandt werden. Neu ist dabei künftig der Einsatz technischer Geräte. 10 Prozent der Testsendungen werden mit Transpondern bestückt, die Ruhe- und Bewegungszeiten während der Beförderung messen. Damit sind Detailaussagen zur gesamten Prozesskette einer überprüften Verkehrsbeziehung und damit eine leichtere Aufdeckung möglicher Schwachstellen möglich. Die Laufzeitstudie entspricht den Anforderungen der europäischen Norm EN 13850 für die Messung von Brieflaufzeiten des Comité Européens de Normalisation. Kanadische Wettbewerbsbehörden genehmigen Loomis-Übernahme31.01.2003 Loomis bietet mit 3.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 180 Millionen Euro Kurier- und Express-Dienstleistungen innerhalb Kanadas und weltweit. Post übernimmt Behördengänge03.02.2003 Post und Quelle bauen Zusammenarbeit ausFebruar 2003 Deutsche Post steigt in chinesischen Paketmarkt einFebruar 2003 DHL ist bereits seit 1986 über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sinotrans im chinesischen Markt aktiv. Mit einem Marktanteil von 40 Prozent ist das Joint Venture in China die Nummer eins für grenzüberschreitende Express-Dienste. Ende 2002 hatte DHL außerdem über ein Joint Venture mit Air Hongkong seine führende Position im asiatischen Luftexpress-Markt ausgebaut. Darüber hinaus ist die Deutsche Post in China über ihre Tochter Danzas, ebenfalls mit einem nationalen Partner, als einer der wenigen lizenzierten Anbieter auch im internationalen Luft- und Seefrachtgeschäft tätig. Niederländische Post und Otto-Versand planen flächendeckendes BriefnetzFebruar 2003 Im Visier haben die Holländer nur Sendungen, die außerhalb des gesetzlichen Monopols der Deutschen Post liegen. Seit Anfang 2003 sind dies Briefe mit mehr als 100 Gramm sowie adressierte Werbesendungen über 50 Gramm. Von Nischen im Monopolbereich - etwa die von der Reg TP als „höhere Beförderungsqualität” geforderte Zustellung über Nacht bis 12 Uhr des Folgetages - wollen die Holländer die Finger lassen. Außerhalb des Monopols erhoffen sie sich mehr Marktchancen. Nach Schätzungen der Reg TP stehen hier 32 Prozent des gesamten Briefgeschäfts für Wettbewerber offen, das sind 3,3 Milliarden Euro. 2002 setzten die Post-Konkurrenten im Briefdienst 340 Millionen Euro um. Die Briefpreise der Deutschen Post will Europost um bis zu 35 Prozent unterbieten. Dies soll mit längeren Laufzeiten von 2 bis 3 Tagen erkauft werden. Nach den Erfahrungen der staatlichen amerikanischen Postgesellschaft United States Postal Service lassen sich die Kosten für die Briefbeförderung dadurch um 10 Prozent senken. Bei 90 Prozent aller Briefsendungen - so Europost - zähle nicht die schnelle, sondern die termingenaue Zustellung. Die größte Einsparung versprechen sich die Holländer jedoch von ihrem Geschäftsmodell. TPG will nicht mit eigenem Personal zustellen, sondern nur Subunternehmen und eigenständige Zustellfirmen einsetzen. Zum einen zahlen Subunternehmer nach den Erfahrungen der TPG durchschnittlich 20 bis 40 Prozent weniger Lohn als die Deutsche Post. Zum anderen „lechzen alle privaten Briefdienste nach Aufträgen” und werden - so die Einschätzung der TPG - ihre Dienste zu Kosten anbieten, die nur die Zustellung zusätzlicher Sendungen abdecken. Als Kunden hat Europost Unternehmen und Freiberufler mit mehr als 50 Briefen täglich im Visier. Allein der Teilhaber Otto soll mit seinen Versandhaus-Töchtern Schwab, Heine, Baur, Witt, Sport-Scheck und anderen jährlich 100 Millionen Briefsendungen beisteuern. Deutsche Post übernimmt niederländischen PaketdienstFebruar 2003 Die Deutsche Post World Net ist bereits mit ihrem Tochterunternehmen Van Gend & Loos/Correct Express der Marktführer im niederländischen Health Care Sektor. R.P. wird mit Correct Express zusammengeführt und damit Teil des europäischen Paketnetzes Euro Express unter dem Dach von DHL. Zukäufe auch in Chile und in der Türkei16.02.2003 Mit der Übernahme baute der Post-Konzern seine Position im gekühlten Lebensmittel-Transport, dem bedeutendsten Marktsegment für Logistik in Lateinamerika, weiter aus. Commercial Safeway erreichte 2002 einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Das Kerngeschäft des Unternehmens liegt im Export von Lachs, Obst und Gemüse in die Vereinigten Staaten. Auch in der Türkei verstärkte der Post-Konzern seine Aktivitäten mit dem Erwerb der Firma Berben Ekspress Nakliyat mit Sitz in Istanbul (Jahresumsatz 2001: 33 Millionen US-Dollar). Von hier aus will die Deutsche Post im Nahen Osten aktiv werden. ◊
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