![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Juli - September 2006
EU-Plan zur Öffnung der Postmärkte für Ende 2006 angekündigt29.07.2006 Bedenken gegen die vollständige Freigabe der Postmärkte ab 2009 haben die 9 EU-Mitglieder Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, Polen, Spanien, Ungarn und Zypern in einer gemeinsamen Erklärung Ende Juli 2006 veröffentlicht. Im Kern sprechen sich die Postgesellschaften dieser EU-Länder dafür aus, reservierte Bereiche (Monopole) beizubehalten, weil sich allein dies als Garant für die Finanzierung der Grundversorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen (Universaldienst) bewährt habe. In den meisten Ländern umfassen die reservierten Bereiche Briefe bis 50 Gramm oder bis zum dreifachen Preis des Standardportos. Bevor diese reservierten Bereiche abgeschafft werden könnten, müssten wirklich effiziente Schritte zu Finanzierung des Universaldienstes definiert werden. Eine Gegenposition zu den 9 EU-Staaten haben Deutschland, die Niederlande, Schweden und Finnland bezogen. Deren Post-Unternehmen haben - ebenfalls in einer gemeinsamen Erklärung - gefordert, den Markt 2009 vollständig und EU-weit zeitgleich zu öffnen. Vor allem der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, und TNT-Chef Peter Bakker von der niederländischen Post befürchten Nachteile für ihre an der Börse notierten Konzerne, sollten andere Länder die Monopole verlängern. Liberalisierung sollte sein, aber nur im europäischen Gleichschritt, fordert Zumwinkel. „Fällt die Entwicklung zu stark auseinander, greift beispielsweise die französische Post bei uns an, ist aber selbst dank Monopol geschützt”, sieht auch Eugen Pink, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Postdienstleister, eine Wettbewerbsverzerrung. Bundeswirtschaftsministerium: Briefmonopol endet definitiv am 31.12.200731.08.2006 Auch Post-Chef Klaus Zumwinkel hatte Ende August 2006 in einem Interview mit der FAZ Zweifel am Fahrplan für die Liberalisierung aufkommen lassen. Er erwarte von der Bundesregierung eine Verschiebung der Marktöffnung, wenn sich andere EU-Mitgliedstaaten gegen ein verbindliches Liberalisierungsdatum sperren sollten. „Diese Waffe darf man in den kommenden EU-Verhandlungen nicht aus der Hand geben”, so Zumwinkel. Eindeutig gegen eine weitere Verlängerung des Briefmonopols hat der Verein zur Förderung des Wettbewerbs- und lauteren Verhaltens im Speditions-, Logistik- und Transportgewerbe e.V. (Wettbewerbsverein), Köln, plädiert. Bund will Regulierung der Deutschen Post lockern06.10.2006 Damit käme das Ministerium den Wünschen der Deutschen Post entgegen. Das Unternehmen fordert seit langem weniger detaillierte Regeln. Die wachsende Konkurrenz würde dazu führen, dass Unternehmen für den Briefversand aus einem großen Angebot auswählen können. Auch die Vorschriften für die Versorgung der Privatkunden sei nicht mehr zeitgemäß. „Den Wertbrief nach Timbuktu müssen wir nicht in jeder Filiale anbieten.” Denkbar sei eine Reduzierung um Zusatzleistungen wie Nachnahme, Eilzustellung und Wertsendung, heißt es in dem Papier des Wirtschaftsministeriums, das in der Presse bekannt wurde. Solche Dienstleistungen müsste die Deutsche Post dann nur noch in den größeren Filialen anbieten. Strittig ist noch die künftige Finanzierung des Universaldienstes. Das Wirtschaftsministerium verwies auf das Postgesetz, das für die Schließung von Versorgungslücken einen Fonds vorsieht, in den alle Postunternehmen entsprechend ihres Marktanteils einzahlen müssten. Die Deutsche Post lehnt diese Lösung ab. Wegen ihres hohen Marktanteils müsste sie entsprechend hohe Finanzierungsbeiträge leisten. Auf jeden Fall müssten auch Paketdienste wie UPS und FedEx zu einem Fonds herangezogen werden, weil die Paketsparte unter den Universaldienst falle. Ab 2008 Postdienstleistungen mehrwertsteuerpflichtig?09.10.2006 UPS verschärft Wettbewerb mit der Deutschen Post26.09.2006 UPS ist einer der schärfsten Konkurrenten der Deutschen Post auf dem deutschen und internationalen Paketmarkt. Gerade auf dem US-Markt bekommt dies die Deutsche Post schmerzhaft zu spüren. Auch bei UPS belastet die Integration der zugekauften Unternehmen die Bilanz. Während der Konzern im internationalen Paketgeschäft im 2. Quartal eine auf den Betriebsgewinn bezogene Umsatzrendite von 18,5 Prozent erzielte, waren es in der Logistik nur 2,3 Prozent. In der Kontraktlogistik, wo Lagerhäuser und andere Einrichtngen Kapital binden, ist - so Stoffel -eine Marge von 10 Prozent notwendig. 2005 erreichte UPS einen Konzern-Gesamtumsatz von 43 Milliarden US-Dollar. Auf der Kundenliste von UPS stehen so prominente Firmen wie Harley-Davidson, Philips-Medizintechnik, Adidas, Cisco und DaimlerChrysler. Sächsische Briefdienstleister bündeln Kräfte03.07.2006 Die WVD Postservice-Partner GmbH ist eine Tochter der WVD Mediengruppe GmbH Chemnitz, beschäftigt nach eigenen Angaben rund 200 Mitarbeiter bei der Briefzustellung und stellt täglich 60.000 Briefsendungen zu. Das Unternehmen hatte als erste Privatpost in Sachsen 2002 eigene Briefmarken und Briefkästen eingeführt. Die Media Logistik GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Sächsischen Zeitung und des Logistikdienstleisters F-Log, arbeitet seit 1999 unter der Marke Post-Modern. Rund 600 Briefzusteller stellen täglich 150.000 Briefsendungen und Pakete zu. Digitaler Posteingangs-Service der Deutschen PostJuli 2006 Große Unternehmen mit starkem Briefeingang wie Finanzdienstleister und Telekommunikationsanbieter haben hohe Aufwendungen, bis alle Sendungen gesichtet, sortiert und verteilt sind. Mit ihrem Digitalen Posteingangs-Service bietet in solchen Fällen die Deutsche Post ihre Dienste an. In den Digitalisierungsstationen werden die Firmensendungen geöffnet, grob klassifiziert und gescannt. Je nach Wunsch des Empfängers durchsucht ein Programm den Inhalt der Briefe vollautomatisch nach Absenderdaten, Kundennummern, Auftrags- oder Rechnungsnummern. Anhand dieser Daten lassen sich die digitalisierten Briefe später einzelnen Sachbearbeitern oder Kunden-Datensätzen zuordnen. Per Datenübertragung erreicht die digitalisierte Eingangspost bereits am Vormittag ihren Empfänger. Bei Unternehmen mit mehreren Standorten müssen Endkunden trotz der zentralen Bearbeitung der Eingangspost nicht auf die direkte Kommunikation mir ihren lokalen Ansprechpartnern verzichten. Ausnahmen von der Digitalisierung bestimmt der Kunde. So werden z.B. Briefe an die Geschäftsleitung, den Vorstand oder Betriebsrat ungeöffnet in herkömmlicher Weise auf dem normalen Postweg zugestellt. Main-PostLogistik gewinnt Rechtsstreit um den Begriff „Post” gegen den Post-Konzern07.07.2006 Die Deutsche Post hatte auch im Fall der Main-PostLogistik Markenschutz geltend gemacht und argumentiert, der Begriff Post in beiden Firmennamen könne den Verbraucher verwirren. Da die Dienstleistung beider Unternehmen, die Briefbeförderung, weitgehend identisch ist, bestehe Verwechslungsgefahr zum Nachteil der Deutschen Post. Schon das LG teilte die Auffassung der Deutschen Post nicht. Eine Mehrheit der Kunden in Unterfranken würde den Begriff Main-Post mit der hier etablierten Zeitung verbinden und keine Verbindung zur Klägerin herstellen, meinte das Gericht im November 2005. Das OLG machte sich dieses Argument zu eigen und unterstrich, eine Verwechslungsgefahr sei „völlig ausgeschlossen”. Wer die Zeitung „Main-Post” kenne, - so das Gericht - eine Tageszeitung, die den Begriff mit Lizenz seit 1945 führen darf, für den sei auf Grund der Gesamtaufmachung völlig offensichtlich, dass es sich um ein Logistik-Unternehmen der Mediengruppe Main-Post handelt. Maßgeblich war für die Richter auch die farbliche Aufmachung der Main-PostLogistik mit blauem Hintergrund, weißem Schriftbild und orange angeführtem Zusatz „Logistik”. Aber auch für andere Verbraucher außerhalb Unterfrankens sahen die OLG-Richter keine Verwechslungsgefahr. Denn die würden von einem Post-Logistikunternehmen im Main-Gebiet ausgehen. Das „Main” versteht sich nach Auffassung des Gerichts als Hinweis, dass es sich bei dem Inhaber der Marke gerade nicht um den Nachfolger des früheren deutschen Monopolunternehmens „Deutsche Bundespost” handelt, sondern um einen nur in Franken tätigen Postdienstleister. Briefdienstleister CityMail: Post in die ganze Welt06.07.2006 Einen weiteren Service offerierte CityMail Regensburg mit der „Schwester” CityMail Weiden/Oberpfalz: Die Dienstleister sammeln und sortieren Briefsendungen von Großkunden, die an Empfänger außerhalb des Zustellgebietes der beiden Postdienstleister adressiert sind, und liefern sie bei der Deutschen Post zur weiteren Beförderung ein („Konsolidierung”). Konsolidierern gewährt die Deutsche Post Rabatte auf das Briefporto. Nach eigenen Angaben stellt CityMail „in der Spitze pro Tag bis zu 90.000 Briefsendungen” in der Oberpfalz und im Kreis Kelheim/Donau zu. Deutsche Post World Net tritt Global Compact der UN bei11.07.2006 Kofi Annan hat den Global Compact 1999 initiiert. Ziel ist es, Unternehmen mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, Gewerkschaften, Verbänden und UN-Organisationen zu vernetzen, um gemeinsam für eine soziale und umweltverträgliche Gestaltung der Globalisierung zu werben. Die Global Compact Mitglieder verpflichten sich, die 10 Prinzipien des Paktes zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung intern umzusetzen, regelmäßgi darüber zu berichten und öffentlich für die Ziele des Paktes zu werben. Außerdem erklären sie sich bereit, die Ziele der Vereinten Nationen mit konkreten Maßnahmen zu unterstützen. Schon im Dezember 2005 war die Deutsche Post World Net eine strategische Partnerschaft mit den Vereinten Nationen eingegangen. Teil der Partnerschaftsvereinbarung ist die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Post World Net und dem United Nations Development Program sowie dem UN-Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) auf dem Gebiet des Katastrophenmanagements. Gemeinsam mit OCHA baut DHL ein weltweites Netzwerk von Katastrophen-Einsatzteams, sogenannten Disaster Response Teams, auf. Die Logistik-Tochter des Konzerns war bereits seit 2001 Mitglied im Global Compact. Briefdienst PIN: „Expansion läuft auf vollen Touren”17.07.2006 Für sein Vorhaben will Thiel vor allem Partnerschaften mit Verlagen eingehen. Bereits eingebunden ist der Partner Citipost (Verlagsgruppe Madsack), der mit 1.500 Zustellern große Teile Niedersachsens und der neuen Bundesländer bedient. Zum Verbund dazukommen soll in nächster Zeit der Zustelldienst West Mail (DuMont Schauberg, Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft) mit 420 Zustellern im Rheinland, am Niederrhein und im Bergischen Land. Auch Einkäufe vergrößern den Einflussbereich der PIN Group, so die Postdienstleister „Porto Sparen” in Schleswig-Holstein, „Speedy Express” und „Brief Express Röder” mit zusammen 230 Zustellern im Großraum Berlin und Brandenburg. Thiel möchte auch die Holtzbrinck-Briefdienste in Trier, Saarbrücken, Würzburg und Lausitz integrieren. Künftig sollen alle Dienste unter der gemeinsamen Marke PIN-Mail auftreten. 2006 erwartet Thiel einen Umsatz von 200 Millionen Euro (2005: 80 Millionen Euro) und ein Zustellvolumen von 400 Millionen Sendungen. Deutsche Post testet Paketkästen und „Pack&Go”-Automaten05.09.2006 Die Paketbox ist die kleinere Schwester der Packstation, die bereits in vielen Städten Deutschlands erfolgreich im Einsatz ist. Bei der Packstation kann der Postkunde rund um die Uhr Paketsendungen und Päckchen einliefern, auch Paketmarken kaufen und Paketsendungen einschließlich Nachnahmesendungen abholen. Um Pakete an der Packstation abholen zu können, registriert sich der Kunde zuvor bei der Post. Die Paketbox ist ein Teil der Strategie, um im zunehmend härteren Wettbewerb erfolgreich mitzuhalten. Zum 1. Juli 2006 hatte die Post-Tochter DHL bereits ihre Paketpreise gesenkt und die Zahl der Gewichtsklassen von 3 auf 2 reduziert: bis 10 kg 6,90 Euro, mehr als 10 bis 20 kg 9,90 Euro. Macht der Paketkunde die Sendung mit Paketmarke frei, spart er noch einmal 1 Euro. An ausgewählten Standorten installiert die Deutsche Post/DHL unmittelbar neben der Paketbox Pack&Go-Automaten (siehe Abb.). Für 6 Euro kann der Kunde DHL Pluspäckchen (Porto und Verpackung) ziehen. UPS dämpft die Gewinnerwartungen für 200626.07.2006 Mit 11,7 Milliarden US-Dollar erlöste UPS im 2. Quartal 2006 im Vorjahresvergleich 15 Prozent mehr. Dabei half dem Konzern die Übernahme der Stückgut-Spedition Overnite im August 2005. Die Speditions- und Logistiksparte steigerte den Umsatz um über 60 Prozent auf 2 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um ein Drittel auf 47 Millionen Dollar zu. Den Großteil der Gewinne fährt UPS aber nach wie vor im inneramerikanischen Paketdienst ein. Mit 1,2 Milliarden Dollar entfielen darauf drei Viertel des operativen Gewinns. Schweizerische Post wird in Deutschland aktiv26.07.2006 Die 2.800 Mitarbeiter große GHP-Gruppe wuchs in den vergangenen Jahren ständig. 2005 erwirtschaftete sie einen Umsatz von 312 Millionen Euro. GHP hat Standorte in 6 Ländern, darunter Russland und Vietnam. Gegründet wurde GHP in den 50er Jahren und ist heute eine Dachgesellschaft mit 3 Tochterfirmen. Die Schweizerische Post mit 55.000 Mitarbeitern ist bisher noch nicht privatisiert. Der Weg zur Privatisierung ist aber eingeleitet. So wurden in letzter Zeit Teile des Unternehmens, die nicht zum Kerngeschäft gehören, so der Postbus-Betrieb, ausgegliedert. Die Schweizer Post hat im 1. Quartal 2006 einen Konzerngewinn von umgerechnet 140 Millionen Euro erzielt (1. Quartal 2005: 127 Millionen Euro). Deutsche Post: Unternehmensbereich BRIEF steigert Umsatz01.08.2006 Eine Umsatzsteigerung um 1,7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro konnte Zumwinkel für den Unternehmensbereich BRIEF feststellen. Der Brief- und Dokumentendienstleister Williams Lea ist seit dem 1. April 2006 in das Geschäftsfeld Brief International und Mehrwertleistungen einbezogen. Daher stieg der im Ausland erwirtschaftete Umsatz auf ein Fünftel des gesamten Briefumsatzes. So konnten die erwarteten Umsatzrückgänge im nationalen Bereich durch das internationale Briefgeschäft ausgeglichen werden. Der Umsatz im internationalen Briefgeschäft ist im 1. Halbjahr 2006 um ein Viertel auf rund 1,3 Milliarden Euro gewachsen. Zunehmender Wettbewerb und fehlende Impulse aus der Binnenkonjunktur - so Zumwinkel - beeinflussten das Geschäftsfeld Brief Kommunikation. Der Umsatz von 3,1 Milliarden Euro lag unter dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT im gesamten Unternehmensbereich BRIEF lag im 1. Halbjahr 2006 mit 1,024 Milliarden Euro um 7,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,102 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2006 erwartet der Konzern einen Umsatz von gut 60 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von mindestens 3,9 Milliarden Euro unter Einbeziehung von erheblichen Einmalaufwendungen für die Einbindung von Exel und BHW. TNT kauft Postcon01.08.2006 Nach eigenen Angaben bedient TNT derzeit über eigene Zusteller und Kooperationspartner über 90 Prozent der deutschen Haushalte. TNT konzentriert sich derzeit auf Direktwerbung an Privathaushalte und auf regionale und nationale Briefzustellung. Im Markt Direktwerbung ist TNT mit wöchentlich 45 Millionen zugestellten Werbesendungen nach eigener Einschätzung der zweitgrößte Anbieter nach der Deutschen Post. Postcon in Berlin sortiert - ebenfalls nach eigenen Angaben - täglich 1,2 Millionen Briefsendungen. Nach Postcon-Angaben arbeitet der Konsolidierer mit rund 1.000 Unternehmen zusammen, „darunter die Hälfte der DAX-Konzerne sowie weitere Großkunden wie Tchibo, Philips, Bosch und der Pharmakonzern Merck”. Postcon betreibt 12 Sortierzentren in Deutschland und beschäftigt 300 Personen.
Briefnetz Süd wächst04.08.2006 Im Juli 2006 wurden laut Pressemitteilung 4 weitere Gesellschafter aufgenommen: Brief24 in Nürnberg, Courissima in Bayreuth, PZD Nordbayern GmbH in Nürnberg und IDOMail in Straubing. Am 1. Juli 2006 hat der BNS ein Büro in München als Sitz der Zentrale eröffnet. Nach dem Stand 01.07.2006 gehören weitere Partner zum BNS: Allgäu-Mail GmbH, Kempten, City-Mail Weiden GmbH, Oberbayern-Mail GmbH, Ingolstadt, Main-Brief Logistik, Aschaffenburg. Das Zustellnetz der BNS deckt 80 Prozent des bayerischen Wirtschaftsraums ab. Im Herbst 2006 will BNS Bayern flächendeckend versorgen können. Geplant ist der Einstieg von Gesellschaftern aus Baden-Württemberg. BNS-Geschäftsführer Oskar Ehehalt sagte im August 2006, das Gemeinschaftsunternehmen stelle hohe Anforderungen an die Zustellqualität der Netz-Partner. Die Potenziale lägen bei Großkunden mit vorwiegend regionalem Briefversand. Aber auch Kunden mit großem überregionalen Briefaufkommen könnten bereits heute profitieren. Der Kunde bekomme alles aus einer Hand. Österreichische Post: Aktienkurs mit stattlichem Zuwachs14.08.2006 Der Umsatz, der in den ersten 6 Monaten in allen Geschäftsbereichen um 3 Prozent auf 836 Millionen Euro gestiegen ist, wird - so die Post-Manager - über das Jahr betrachtet nach ihrer Einschätzung um 1 bis 2 Prozent zulegen. Stärkste Säule sei nach wie vor das Briefgeschäft mit einem Umsatz von 638,7 Millionen Sendungen. Post fordert von der Telekom Schadenersatz wegen Mängel an übernommenen Logistikcentern16.08.2006 Ein Postsprecher der Konzernzentrale in Bonn bestätigte grundsätzlich den Vorgang, ein Termin für eine Entscheidung stehe aber noch nicht fest. Man sei aber optimistisch, im Recht zu sein und Zahlungen von der Telekom zu erhalten. Es gehe um 8 Logistikcenter. Die Post moniere Baumängel und fehlende Baugenehmigungen. Ein Schadenersatzverfahren sei gescheitert. Nun laufe ein Schiedgerichtsverfahren. Im Jahr 2000 haben beide Bundespost-Nachfolge-Unternehmen ihre Logistik- und IT-Geschäfte miteinander getauscht. Post-Tochter DHL besorgt die gesamte Lagerhaltung und Distribution von Produkten der Telekom-Sparten T-Mobile und T-Com in Deutschland. Der Rechtsstreit hat eine gewisse Brisanz, weil Deutsche Post-Chef Klaus Zumwinkel dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom vorsitzt. „Flächendeckende stationäre Post-Versorgung ein Anachronismus”11.09.2006 Die Bestimmung des Artikels 87 des Grundgesetzes, wonach der Bund im Postwesen „flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen” zu erbringen habe, sei in der derzeitigen Ausgestaltung marktwirtschaftlich nicht mehr zu vertreten. Petram: „Niemand käme auf die Idee, für ein Dorf mit wenigen hundert Einwohnern per Grundgesetz die Existenz eines Lebensmittelladens vorzuschreiben, wenn sich ein solches Geschäft dort nicht mehr rentiert.” Die Deutsche Post könne aber nach geltendem Recht auch über 2007 hinaus gezwungen werden, stationäre Filialen auf dem Lande zu unterhalten, „selbst wenn es dafür so gut wie keinen Bedarf mehr gebe”. „Natürlich werden wir auch in Zukunft selbst im kleinsten Dorf Briefe und Pakete zustellen. Um täglich aber ein paar Briefmarken zu verkaufen, müssen wir dort keine stationären Filialen unterhalten.” Wenn ältere Mitbürger Familienangehörige und Bekannte bemühen, um sich in einer unzureichend versorgten ländlichen Gegend mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs in einem Nachbarort einzudecken, könnten sie sich auch ihre Briefmarken mitbringen lassen oder mit Nachbarschaftshilfe Pakete versenden, meinte Petram. Um die finanziellen Auswirkungen auf die Lage im Briefdienst nach Ende des Monopols abzuschätzen, sei es noch zu früh, erklärte Petram weiter. Obwohl ein von der Post erarbeitetes pessimistisches Szenario von Einbußen bis zu 20 Prozent ausgehe, rechne er mit einem weitaus geringeren Aderlass. Mit dem Einsammeln, Transportieren und Zustellen werden den Konkurrenten auch bei größeren Mengen keine Gewinne zufallen. Besonders überregionale und internationale Vernetzungen seien im Briefgeschäft sehr kostspielig. Mit Briefgeschäften sei allenfalls in kleinem Stil etwas zu verdienen. Petram sieht auch keine großen Markterweiterungen im Briefdienst, wie dies etwa im Bereich der Telekommunikation war und ist. Der Markt der vollbezahlten Briefsendungen sei eher zum Schrumpfen verurteilt durch die Substitutionskonkurrenz des Internets. Deshalb konzentriere sich die Deutsche Post besonders auf die Direktwerbung, die sich aus vielerlei Gründen noch längere Zeit als weitgehend resistent gegenüber Online-Werbung über das Internet erweisen werde. Postagenturnehmerverband: Post dünnt Filialnetz weiter aus14.09.2006 Bundesweit gebe es bereits 3.653 so genannte Postservice-Shops, in denen nur noch Basisdienstleistungen ohne Postbankleistungen angeboten würden. Die Betreiber könnten nur ein Mini-Job-Verhältnis mit der Post vereinbaren. Bezahlt würden lediglich 12 Stunden Öffnungszeit in der Woche, sagte pagd-Vorsitzender Torsten Modery. Die Zahl der Postfilialen - so pagd - sei innerhalb von 5 Jahren von ca. 14.000 auf mittlerweile 12.550 zurückgegangen, darunter 7.009 Postagenturen. Postbankleistungen würden nur noch in 4.727 Agenturen angeboten. Diese Zahl werde weiter sinken, so Modery. Die Post selbst betreibe noch ca. 1.100 eigene Filialen, dazu kommen weitere 850 Postbank-Filialen, im Wesentlichen die früheren Post-Centerfilialen. Auch Spediteure wollen der Deutschen Post im Briefgeschäft Konkurrenz machen22.08.2006 Im Gegensatz zu den Post-Konkurrenten PIN Group und TNT will Xanto nur den flächendeckenden Transport der Briefe organisieren und die Zustellung regionalen Dienstleistern überlassen. Gründungsgesellschafter sind die Speditionen Diehl aus Esslingen, Militzer & Münch, Hof/Saale, Honold, Neu-Ulm, G.L.Kayser, Mainz, und Cretschmar Cargo, Düsseldorf. Die Deutsche Post reagierte gelassen. „Dass der Wettbewerb mit dem Wegfall des Briefmonopols kommt, macht uns nicht nervös”, sagte ein Bonner Pressesprecher. Die Frage sei, ob sich das Modell rechne. Dazu müsse Xanto hinreichende Briefmengen zuverlässig und pünktlich transportieren und für die Zustellung zahlreiche Partner gewinnen. München: Residenzpost macht dicht und zieht in den Alten Hof30.08.2006 Am 30. August 2006 eröffnete die Postbank als Ersatz für die Residenzpost rund 200 m weiter im Alten Hof ein neues „Postbank Finanzcenter”. Schwerpunkt des Angebots und der Beratung sind alle Postbankprodukte einschließlich Bausparkasse (BHW) und Versicherungen. Aber auch alle Postdienstleistungen stehen wie gewohnt den Postkunden zur Verfügung. Denkmalgeschütztes Paketzustellamt in München wird zum Palais mit Hotel und Kongresszentrum28.09.2006 Ende Juli 2006 erwarb die Orlando Real Estate mit den Mitteln eines Immobilienfonds den mehrteiligen Gebäudekomplex von der Deutschen Post. Die Entwickler wollen in das Gesamtprojekt, zu dem auch das Gebäude der früheren Oberpostdirektion gehört, insgesamt 150 Millionen Euro investieren. DHL schließt 10-Jahres-Vertrag mit britischer Gesundheitsbehörde05.09.2006 DHL wird im Auftrag des britischen National Health Service (NHS) unter dem Namen NHS Supply Chain eine Unternehmenssparte betreiben, die für die Durchführung aller Beschaffungs- und Logistikdienstleistungen für zunächst 500.000 Produkte verantwortlich sein wird und damit 600 Krankenhäuser und andere Gesundheitsdienstleister in England unterstützt. NHS will mit dieser Kooperation eine Milliarde Pfund (1,4 Milliarden Euro) einsparen. Zudem sollen auf diese Weise bestehende Arbeitsplätze erhalten und mehr als 1.000 Stellen neu geschaffen werden. Die von NHS Supply Chain betreute Produktpalette umfasst z.B. wesentliche Liefer- und Instandhaltungsverträge, Nahrungsmittel, Bettwäsche, Büroausstattungen, Bürobedarf, Reinigungsmittel, Patientenbekleidung, medizinische und chirurgische Geräte wie OP-Ausstattung, Verbandsmittel und Vorräte. Widerstand gegen die Aufgabenverlagerung zu DHL kommt von den britischen Gewerkschaften. Die Mitglieder der Gewerkschaft Unison bei NHS Logistics haben am 11. September 2006 mit großer Mehrheit für einen Streik gegen die Ausgliederung von Unternehmensteilen an DHL gestimmt, obwohl DHL zugesagt hatte, die betroffenen 1.700 Mitarbeiter von NHS Logistics mit allen Sozialleistungen zu übernehmen und 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. 5 Jahre „Briefmarke” aus dem Internet31.08.2006
Nach der ersten Stampit-Version für Unternehmen folgte 2004 Stampit Home für kleinere Geschäftskunden und Privatkunden. Seit 2005 gibt es außerdem Stampit Web als reine Online-Lösung. Mittlerweile lassen sich nicht nur Briefe, sondern auch Pakete am heimischen PC frankieren. Bereits mehr als 120.000 Kunden benutzen inzwischen eine der 3 verschiedenen Versionen. Für Berufs- und Wirtschaftsschulen sowie weiterbildende Schulen bietet die Deutsche Post das kostenlose Unterrichtspaket „Stampit&Schule” an. Damit können die Lehrer angehende Bürofachkräfte und Kaufleute auf den Berufsalltag vorbereiten. Nur die Deutsche Post ist „Die Post” / Deutsches Patent- und Markenamt weist Löschungsantrag zurück04.09.2006 Das Deutsche Patent- und Markenamt wies in seiner Begründung darauf hin, dass der Begriff „Die Post” zwar ein beschreibender Begriff sei, jedoch die hohe Verknüpfung des Begriffs mit dem Unternehmen in der öffentlichen Wahrnehmung den Markenschutz für die Deutsche Post rechtfertige. Dabei bescheinigte das Markenamt der Deutschen Post einen Bekanntheitsgrad, den kaum eine andere Marke in Deutschland erreichen könne, und eine auch im geltenden Markenrecht einmalige "einhellige Verkehrsdurchsetzung". Die Entscheidung hat für die Deutsche Post besondere Bedeutung vor dem Hintergrund einer von der Deutschen Post angefochtenen Löschung ihrer ebenfalls eingetragenen Wortmarke „Post”, die im Herbst 2006 zur Verhandlung vor dem Bundespatentgericht ansteht. Die Deutsche Post sieht sich in ihrer Rechtsauffassung bestärkt, weil ihrer Anicht nach die Begriffe „Post” und „Die Post” begrifflich einander stark angenähert sind. Wirtschaftliche Bedeutung erlangt die Auseinandersetzung durch das Risiko, dass aus Sicht der Deutschen Post bei fehlendem Markenschutz Wettbewerber sich als Trittbrettfahrer unter entsprechendem Namen, aber ohne die dazugehörige Qualität und Zuverlässigkeit einen unberechtigten Wettbewerbsvorteil verschaffen könnten. Platznot im Post-Tower und bei der Postbank in Bonn12.09.2006 Auch bei der Postbank mit ihrer Zentrale an der B9 in Bonn herrscht nach der Übernahme von BHW und der damit verbundenen Verlagerung von bis zu 600 Mitarbeitern aus dem BHW-Standort Hameln nach Bonn Platzmangel. Deutsche Post World Net strafft Führungsstruktur / Dr. Peter Kruse als Vorstandsmitglied ausgeschieden22.09.2006 Nachdem die Integration von Exel in den Unternehmensbereich LOGISTIK positiv verläuft, wurde nun das Landverkehr-Speditionsgeschäft (Freight) mit 4 Milliarden Euro Umsatz aus dem Unternehmensbereich EXPRESS herausgelöst. Es wurde als eigenständiges Geschäftsfeld in den Unternehmensbereich LOGISTIK überführt. Künftig soll es möglich sein, ein Transportvolumen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich von externen Lieferanten an die eigene Freight-Sparte zu vergeben. Das Express-Geschäft wird künftig weltweit unter einer einheitlichen Gesamtleitung stehen; die bisherige Doppelspitze entfällt. „Das führt zu einer strafferen Steuerung, Weiterentwicklung und Harmonisierung aller globalen Express-Produkte”, so Zumwinkel. Die Verantwortung für den komplettierten Logistik-Bereich liegt bei dem Vorstandsmitglied John Allan. Der Brite Allan kam mit der Übernahme von Exel 2005 nach Bonn. „Dr. Peter Kruse scheidet in bestem gegenseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand aus und übernimmt als Sonderbeauftragter des Vorstandsvorsitzenden neue Aufgaben im Konzern. Vorstandsmitglied John Mullen leitet nun weltweit den gesamten Unternehmensbereich Express”, erklärte Zumwinkel. Der Vertrag Kruses läuft noch bis 2010. Er gehörte dem Post-Vorstand seit 2001 an. FedEx steigert Nettogewinn um 40 Prozent22.09.2006 Im Boden- und Expressgeschäft habe das tägliche Paketvolumen um 5 Prozent zugenommen, so CEO Frederick Smith. In der Kernsparte FedEx Express weitete das Unternehmen den Umsatz um 10 Prozent auf 5,64 Milliarden US-Dollar aus. Die Frachtsparte baute ihre Erlöse um 14 Prozent auf 1,01 Milliarden US-Dollar aus, der operative Ertrag kam um 11 Prozent auf 135 Millionen US-Dollar voran. FedEx unterhält 700 Flugzeuge und einen Fuhrpark von 40.000 Fahrzeugen. Deutsche Post World Net meldet Patent für GoGreen an26.09.2006 Eine externe, unabhängige Zertifizierungsgesellschaft hat bereits Transparenz und Glaubwürdigkeit des Konzepts überprüft und bestätigt. Den größten Teil ihres Klimaschutzbeitrags investiert die Deutsche Post World Net in unternehmenseigene Projekte zum Einsatz alternativer Fahrzeuge und Kraftstoffe. Darüber hinaus unterstützt der Konzern auch externe Projekte, z.B. zur Reduktion von Methangas in Deutschland, zur Förderung von Solarenergie in Südostasien und zur Wiederaufforstung von Regenwald im brasilianischen Amazonasgebiet. Deutsche Post World Net baut internationale Brieflogistik aus28.09.2006 Seit der Übernahme der Mehrheit von Williams Lea durch die Deutsche Post World Net Anfang 2006 hat der internationale Brief- und Dokumentendienstleister sein Geschäft kontinuierlich ausgebaut. Dabei konnte der führende Anbieter für Brief- und Dokumenten-bezogene Mehrwertleistungen neue Märkte in den USA und Australien erschließen. „Der Erfolg von Williams Lea stärkt die internationale Brieflogistik unseres Konzerns und schafft eine hervorragende Plattform, um die Chancen der fortschreitenden Öffnung der internationalen Briefmärkte zu nutzen. Auch mit Blick auf das Auslaufen der deutschen Exklusivlizenz wird Williams Lea dazu beitragen, die Ertragskraft der Briefsparte zu sichern”, sagte Petram. Williams Lea erzielte 2005 mit 6.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 650 Millionen Euro. Schweizerische Post bietet Zeitungsdruck an26.09.2006 DHL Pakete bis 31,5 Kilo in der Filiale einliefern oder zu Hause abholen lassen02.10.2006 Kunden können solche „Schwergewichte” aber auch in der Wohnung abholen lassen. Der Preis des sogenannten Callpakets beträgt 15,90 Euro. Auch für das 31,5 kg-Paket gelten die Höchstmaße für Post-Pakete: 120 x 60 x 60 cm. DHL baut Groß-Verteilzentrum in der Schweiz28.09.2006 ◊
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