![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Juli bis September 2010
PIN Mail AG versendet Briefe jetzt auch online / Neues Briefportal für Privat- und Geschäftskunden01.07.2010 Für den Kunden entfallen dadurch aufwendige Arbeiten wie Briefe drucken, kuvertieren und zum Briefkasten tragen. Der elektronische Briefkasten vereint all diese zeitaufwendigen Prozesse und verarbeitet diese taggleich. Für die PIN Mail AG ist dies ein weiterer Schritt, den Vertrieb ihrer eigenen Produkte und Dienstleistungen konsequent auszubauen. Mit diesem Dienstleistungskonzept entwickelte das Unternehmen eine Output-Management-Lösung für Kunden mit geringem Briefaufkommen. Genutzt werden kann der elektronische Briefkasten von jedem Internetzugang von unterwegs oder aus dem Büro. Durch die einfache Handhabung ist der digitale Postversand auch optimal für Privatkunden geeignet. So funktioniert der neue Service: Die entsprechende Briefdatei wird nach erfolgter Registrierung in das Briefportal geladen. Nach Auswahl der Produktart ist der Brief nach Knopfdruck im elektronischen Briefkasten. Die Service- und Materialleistungen wie Briefpapier, Druck, Kuvertierung, Porto und Zustellung sind in den Produktpreisen enthalten. Diese beginnen ab 0,64 Euro (inkl. MWSt) pro Brief. Die Verarbeitung erfolgt je nach gewähltem Produkt in Schwarz/Weiß- oder Farbdruck. Hintergrund: Die PIN Mail AG wurde 1999 als PIN intelligente Dienstleistungen AG in Berlin gegründet. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1.000 Mitarbeiter und zählt sich zu den größten privaten Briefdienstleistern in Europa. In Berlin gibt es zurzeit 7 Shops mit umfassenden Serviceleistungen, 16 logistische Filialen, 300 PIN Partner-Shops und 400 Briefkästen. Weitere Briefkastenstandorte sind geplant. Als eines der ersten Unternehmen erhielt die PIN Mail AG alle erforderlichen Lizenzen der Bundesnetzagentur zur Beförderung und Zustellung von Briefpost. TNT Post stellt nur noch jeden 2. Tag in Deutschland zu06.07.2010 Zunächst hat die TNT Post-Tochter TNT Post Regionsservice GmbH in den Ballungsräumen Hamburg, Frankfurt am Main und Stuttgart auf die von TNT als AB-Zustellung bezeichnete Produktionsweise umgestellt. Dabei übernimmt ein Zusteller in der Regel 2 Bezirke, die er tageweise abwechselnd bedient. Dadurch will TNT Post die Zustelldichte verdoppeln und die Produktivität auf der letzten Meile merklich steigern. Mit der Umstellung hat TNT Post die Zahl der wöchentlichen Zustelltage von 5 auf 6 erhöht, um alle Bezirke gleichmäßig bedienen zu können. Bisher stellte der Briefdienstleister nur von Dienstag bis Samstag zu, nun kommt der Montag dazu. TNT Post sieht sich in Deutschland als Trendsetter und geht davon aus, dass weitere Briefdienste diese Produktionsweise übernehmen. Demnächst plant TNT Post Regionsservice die Umstellung im Ruhrgebiet, in Köln, Düsseldorf und Wuppertal. Die von TNT eingeführte AB-Zustellung hat Vorbilder im Ausland, wo Postunternehmen teilweise schon seit Jahren im 2- oder 3-Tages-Turnus zustellen. Zu den Pionieren gehört City Mail, der erste private Briefdienst in Schweden, der inzwischen zur norwegischen Post gehört. Dort wird das sogenannte ABC-Modell praktiziert, bei dem die Post in einem Bezirk nur jeden 3. Tag Briefsendungen ausliefert. Rudolf Pfeiffer, Vorsitzender des Bundesverbandes Kurier-Express-Postdienste, hält das TNT-Vorgehen aus wirtschaftlichen Gründen für verständlich, um gegen die Deutsche Post bestehen zu können, „die sehr preisaggressiv auftritt”. Ob die Umstellung im Interesse von Versender und Empfänger ist, hält Pfeiffer allerdings für fraglich. Gericht untersagt Millionen-Beihilfen für DHL09.07.2010 Die Brüsseler Behörde hatte den beiden Ländern vor 2 Jahren nicht erlaubt, die Ausbildung von 485 Beschäftigten im Logistikzentrum des DHL-Luftdrehkreuzes Leipzig mit 7,8 Millionen Euro zu bezuschussen. Die Kommission genehmigte lediglich einen Zuschuss von 1,6 Millionen Euro, da die anderen 6,2 Millionen Euro Steuergelder keine zusätzlichen Ausbildungsmaßnahmen bei DHL ausgelöst hätten. Vielmehr würden damit nur Betriebskosten erstattet, die ohnehin anfielen. Denn DHL müsse die Ausbildung von Sicherheitskräften, Flugzeugmechanikern und Abfertigern organisieren, um einen reibungslosen Betriebsablauf sicherzustellen. Die geplanten Beihilfen verschaffen nach Meinung der Kommission DHL einen unfairen Wettbewerbsvorteil und seien deshalb nicht mit europäischem Recht vereinbar. Diese Auffassung bestätigte nun das Luxemburger Gericht und wies ausdrücklich das von den Bundesländern vorgebrachte Argument zurück, die Beihilfe sei erforderlich gewesen, damit sich DHL nach dem Abschied vom Drehkreuz in Brüssel überhaupt am Flughafen Leipzig/Halle ansiedelte. Ein DHL-Sprecher betonte, dass nicht der Post-Konzern geklagt habe und auch nur die genehmigten 1,6 Millionen Euro erhalten habe. Die Ausbildungsmaßnahmen für die Inbetriebnahme des Drehkreuzes seien weder in der Vergangenheit noch heute von den nicht genehmigten Zuschüssen betroffen. DHL hatte Ende Mai 2008 das neue europäische Luftdrehkreuz des Unternehmens offiziell in Betrieb genommen. Nach eigenen Angaben investierte DHL insgesamt rund 300 Millionen Euro in den Standort. Für die Errichtung des Logistikzentrums wurden Beihilfen in Höhe von 70,85 Millionen Euro genehmigt. Bis 2012 sollten nach den ursprünglichen Plänen 3.500 Arbeitsplätze an dem Drehkreuz entstehen. Nach DHL-Angaben wird dieses Ziel voraussichtlich aber erst später erreicht. Derzeit sind rund 2.300 Kräfte am Standort beschäftigt. Bundesnetzagentur fordert Mehrwertsteuer für weitere Post-Produkte10.07.2010 Die Aufsichtsbehörde vertritt die Auffassung, dass auch adressierte Massensendungen (Infobrief), Streifbandzeitungen und behördliche Postzustellungsaufträge (PZA/förmliche Zustellung) der Steuerpflicht unterliegen. „Eine Steuerbefreiung für diese Leistungen kommt jedenfalls aus postrechtlicher Sicht nicht in Frage”, heiße es in dem Schreiben, so der FAZ-Bericht. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur bestätigte den Bericht der FAZ, wies allerdings darauf hin, dass die Steuerbehörden über den Sachverhalt zu entscheiden hätten. Auch für das Bundesfinanzministerium ist die Sache klar. „Die Tatbestände sind eindeutig: Die förmliche Zustellung unterliegt der Mehrwertsteuerpflicht”, stellte ein Sprecher des Ministeriums fest. Ausnahmen seien in der Umsetzungsverordnung aufgelistet. „Die förmliche Zustellung ist dort nicht aufgeführt.” Ein Sprecher der Deutschen Post AG widersprach auf Anfrage von Dow Jones Newswires der Betrachtungsweise der Bundesnetzagentur: „Unserer Auffassung nach und auch historisch begründet, handelt es sich bei den genannten Produkten um Universaldienstleistungen, die weder im EU- noch im deutschen Steuerrecht mehrwertsteuerpflichtig sind.” Die Mehrwertsteuerbefreiung der Deutschen Post war zum 1. Juli 2010 für die meisten Leistungen aufgehoben worden. Für zahlreiche Geschäftskundenprodukte hat der Konzern die Preise bereits stark gesenkt, um seinen Kunden die Steuerbelastung zu ersparen und so seine Marktanteile zu verteidigen. Dadurch entgeht der Post beim Jahresgewinn laut FAZ ein 3-stelliger Millionenbetrag. Deutsche Post will in Lateinamerika expandieren10.07.2010 Was die Wirtschaft vom elektronischen Brief erwartet / Francotyp kooperiert mit Web.de13.07.2010 Die Wirtschaftswoche online schrieb am 13. Juli: „Die Sommertage 2010 markieren eine Wende im Briefverkehr durch Einführung einer bundesweit gültigen, staatlich anerkannten E-Mail-Adresse namens De-Mail.” Das erforderliche De-Mail-Gesetz, im ersten Gesetzentwurf der Bundesregierung 2009 als Bürgerportalgesetz bezeichnet, liegt allerdings seit April 2009 nur als Entwurf dem Bundestag vor. Die Wirtschaftswoche schreibt weiter: „Die Folgen der Elektronisierung sind gravierend. Ein großes Risiko trifft die Deutsche Post. Denn mit seinem E-Postbrief kannibalisiert der bisherige Marktführer sein bröckelndes Beinahe-Monopol im Briefgeschäft. Gleichzeitig wittern Internet- und Telekommunikationskonzerne wie die Deutsche Telekom und 1&1 neue Einnahmequellen, die bisher großenteils der Post vorbehalten waren.” Schon jetzt wagt sich 1&1 auf den Briefmarkt. Das Unternehmen bietet Web.de- und GMX-Kunden an, ihre elektronisch übermittelten Dokumente künftig auszudrucken, zu kuvertieren und über einen Konkurrenten der Deutschen Post als echten Brief zustellen zu lassen. Für diesen Service – Hybridbrief genannt – verlangt 1&1 (web.de, GMX) 54 Cent, 1 Cent weniger als die Deutsche Post für ihren Standardbrief. Der Nutzen der De-Mail ist für Unternehmen und Verbraucher evident: Die Kommunikation wird preiswerter, einfacher und sicherer. Jede rechtlich relevante Korrespondenz – Rechnungen, Versicherungsvertrag, Gehaltsabrechnungen, Behördenanträge und auch die vertrauliche E-Mail – kann ohne Papier, Umschlag und Briefmarke sicher über das Internet laufen. Allein Versicherungen rechnen mit Einsparungen in Millionenhöhe pro Jahr, wenn sie künftig Policen und Verträge elektronisch übermitteln können. Allerdings stellen Interessenten höchste Ansprüche an die Sicherheit der Übermittlung und die eindeutige Identifizierung von Absender und Empfänger. Dazu Jens Dietrich, Projektleiter im Bundesinnenministerium: „Indem sich die Anbieter beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) akkreditieren lassen müssen, ist die Sicherheit gewährleistet.” Der Nutzer muss sich mit Personalausweis im Postidentverfahren rechtlich einwandfrei legitimieren. Vor allem Versicherungen drängen auf schnelle Umsetzung des De-Mail-Gesetzes. Grund: Um die Vertraulichkeit zu gewährleisten, bedienen sich die Versicherungsunternehmen häufig umständlicher Wege. So bekommen Kunden des Online-Versicherers Cosmos Direkt passwortgeschützte PDF-Dateien auf den Rechner, die sie dann über separat zugeschickte Passwörter öffnen können. Die komplizierte Verfahrensweise könnte mit dem sicheren elektronischen Brief vereinfacht werden. Der Frankiermaschinenhersteller Francotyp Postalia aus Birkenwerder (Oberhavel) bietet seine Briefdienste jetzt auch über den Mailanbieter Web.de an. Mit der Kooperation will das Unternehmen in seinem neuen Geschäftsfeld, dem Online-Brief, einen entscheidenden Schritt vorankommen. „Wir erhoffen uns einen Schub für die Online-Dienste und eine Stärkung der Marktposition”, sagte Francotyp-Sprecherin Sabina Prüser Anfang Juli 2010 der Presse. 50 Beschäftigte bei der Francotyp-Tochter Internet Access GmbH in Berlin-Adlershof drucken elektronisch übermittelte Briefsendungen aus, kuvertieren, frankieren und verschicken sie. Francotyp beschäftigt in Birkenwerder 380 Mitarbeiter. 2009 setzte das Unternehmen mit Frankiermaschinen 129 Millionen Euro um und erwirtschaftete einen Verlust von 16,8 Millionen Euro. Mit den sogenannten Hybridbriefen will Francotyp aus den roten Zahlen kommen. 2009 hat das Unternehmen 20 Millionen Hybridbriefe bearbeitet, so Prüser. Die Deutsche Post bringt das Briefgeheimnis ins Internet – Der E-Postbrief startet / SAP und Allianz sind weitere Kooperationspartner14.07.2010
Ein E-Postbrief kostet genau wie der herkömmliche Brief 55 Cent. Nutzer können wählen, ob ihr Brief elektronisch an ein anderes E-Postbrief-Konto zugestellt oder von der Deutschen Post ausgedruckt und per Briefträger zugestellt wird. Dabei bleibt der Preis der gleiche. Zusatzleistungen wie Einschreiben oder Farbausdrucke werden extra berechnet. Briefchef Gerdes: „Unser Brief, egal ob physisch oder digital, basiert auf einer hochwertigen Leistung aus einer Hand. Und die hat einen sehr attraktiven Preis.” Persönliche E-Postbrief-Adresse Alle Nutzer müssen sich per Postident-Verfahren mit Personalausweis oder Reisepass in einer Postfiliale identifizieren – erst dann wird das E-Postbrief-Konto freigeschaltet. So wird die Identität des E-Postbrief-Kunden zweifelsfrei festgestellt – und anonyme Mails, Spams oder Adressdiebstahl sind beim E-Postbrief nicht möglich. In der Startphase erhalten Nutzer nach der Namensreservierung einen Freischaltcode per Brief zugesandt. Damit steuert die Deutsche Post in der Hochlaufphase die gleichmäßige Auslastung der Systeme und verhindert Überlastungen. Ab November 2010 fällt dieser Zwischenschritt weg. Unternehmen und Verwaltungen können mit dem E-Postbrief ihren Kundenservice deutlich verbessern und Geld einsparen. Um bis zu 60 Prozent lassen sich die Kosten für die Postbearbeitung durch den Einsatz des E-Postbriefs drücken. „Entsprechend groß ist das Interesse der Geschäftskunden für das neue Produkt”, so Gerdes. Mit SAP und der Allianz haben sich 2 weitere bedeutende Wirtschaftsunternehmen entschieden, mit der Deutschen Post beim E-Postbrief zusammenzuarbeiten. Kooperationspartner SAP Kooperationspartner Allianz „Wir freuen uns sehr, dass sich mit SAP und der Allianz 2 weitere Top-Player der deutschen Wirtschaft für den E-Postbrief entschieden haben”, sagt Briefchef Gerdes. Zu den bisherigen E-Postbrief-Kooperationspartnern zählen unter anderem Lotto Hessen, Mercedes Benz Motorsport, der DFB und die Zürich Gruppe Deutschland. Preisgestaltung für viele Medien eine Überraschung DHL testet in England ersten 18-Tonner Hybrid-LKW20.07.2010
DHL Supply Chain testet in Großbritannien zusammen mit Volvo Trucks den weltweit ersten 18-Tonner Hybrid-LKW im täglichen Einsatz. Das Fahrzeug mit dieselelektrischem Hybridantrieb verbraucht bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff als konventionelle Fahrzeuge, senkt dadurch auch den CO2-Ausstoß und verringert zugleich die entstehenden Fahrgeräusche. Beide Unternehmen haben eine Testphase von 2 Jahren vereinbart. Die Kooperation entstand aus dem gemeinsamen Interesse an der Entwicklung neuer energieeffizienter Technologien. DHL hat eng mit Volvo zusammengearbeitet, um die Spezifikationen des LKWs festzulegen. Zudem wurde der Hybrid-Volvo mit einem aerodynamischen „Teardrop”-Auflieger des Aufbauherstellers DON-BUR ausgestattet. Ian MacAulay, Innovation Manager, UK Fleet Engineering Services bei DHL Supply Chain, sagte: „Der Hybridantrieb ist eine Weltpremiere bei 18-Tonnern, die im täglichen Vertrieb eingesetzt werden. Die Verringerung des CO2-Ausstoßes ist ein wichtiges Thema für unsere Kunden, und unser Konzern engagiert sich auch schon seit einiger Zeit sehr stark für den Umweltschutz. Die Deutsche Post DHL hat sich als weltweit erstes Logistikunternehmen verpflichtet, die CO2-Effizienz ihrer Aktivitäten bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu verbessern. Neue Entwicklungen in der Fahrzeugtechnik und alternative Antriebstechnik sind wesentliche Faktoren für das Erreichen dieses Ziels.” Der Testbetrieb startet zunächst im Großraum London. Der LKW soll für mehrere DHLKunden eingesetzt werden, die sich ebenfalls um die Reduzierung ihrer CO2-Emissionen bemühen. Das Fahrzeug verfügt neben dem Parallelhybrid aus Elektro- und Dieselmotor unter anderem über eine Nutzbremse, die beim Bremsen Energie gewinnt und in den Akkumulatoren speichert. Der Elektromotor allein kann den LKW auf bis zu 15 km/h beschleunigen, wodurch das Anfahren fast geräuschlos erfolgt. Goran Nyberg, Volvo Group UK und Irland Managing Director, sagte: „DHL hat ehrgeizige Umweltziele, und wir freuen uns, dass wir als Partner gemeinsam mit DHL neue Wege zu einem klimafreundlicheren Transport mit geringerem CO2-Ausstoß gehen können.” Online-Brief: Die meisten Briefdienstleister bieten wie die Deutsche Post den Hybrid-Brief an: S..mail und Main-PostLogistik starten Hybridpost20.07.2010 Unter Hybridmail.de hat der Reutlinger Briefdienstleister S..mail/GEA Post-Service ein Internetportal für hybride Briefe eingerichtet. Auch der Briefdienstleister Main-PostLogistik reiht sich seit Mitte des Jahres ein in die Anbieterriege.
Die „Briefmanufaktur” der Würzburger Main-PostLogistik verlangt für 1 Briefblatt, einseitig bedruckt, 65 Cent, davon 51 Cent für Porto. Der E-Postbrief der Deutschen Post – seit 14. Juli im Angebot - kostet, unabhängig ob digital oder hybrid zugestellt, 55 Cent und damit genauso viel wie der klassische physikalische Brief. Die Post begründet den Preis primär mit der Sicherheit der Zustellung. Zielgruppe sind Privatpersonen, Unternehmen und Verwaltungen. United Internet hatte schon wenige Tage vor der Deutschen Post ein Hybridmail-Angebot für 54 Cent pro Brief bekanntgegeben. Mit diesem bislang günstigsten Service, können die Nutzer der beiden United-Internet-E-Mail-Dienste GMX und Web.de aus ihrem Postfach E-Mails als Papierbriefe versenden. GMX kooperiert für den Service mit dem Hybridmail-Anbieter Edipost, Nutzer von Web.de können die Dienste von OAB/Francotyp-Postalia in Anspruch nehmen. Beide Dienstleister sind Partner von United Internet und lassen die hybriden Briefe über die Mail Alliance ausliefern, einem Zusammenschluss unabhängiger Briefdienstleister. Auch die zur Schweizerischen Post gehörende GHP/Swiss Post Solutions (SPS) und der Dialogmarketing-Dienstleister Georg Kohl bieten Hybridbriefe an. Beim elektronisch übermittelten Brief stellt sich für den Kunden die Frage der Vertraulichkeit. Wird das Postgeheimnis gewahrt. S..mail sagt dazu: „Wir nehmen von Ihren Briefen ausschließlich zum Zweck der Qualitätsprüfung Kenntnis, soweit dies für den verlässlichen Ausdruck und die erfolgreiche Zustellung notwendig ist. Ihre Briefe werden keiner inhaltlichen Analyse zur Gewinnung von Daten für Marketingzwecke unterzogen und zu keinem Zeitpunkt an Dritte weitergegeben. Nach dem erfolgreichen Versand Ihrer Briefe halten wir diese weitere 10 Tage vor. Danach werden sie automatisch gelöscht. Hochgeladene, noch nicht versendete Briefe können Sie ihrerseits jederzeit löschen. Wir verstehen uns als verlässlicher und vertraulicher Versandweg für Ihre Briefe.” WIK-Consult untersucht schweizerischen Postmarkt im europäischen Vergleich / EU-Postmärkte bieten trotz Marktöffnung weiterhin hohes Niveau bei Grundversorgung07.07.2010 „Zusammenfassend kann man feststellen, dass sich die ehemaligen staatlichen Postunternehmen in den nationalen Briefmärkten auch weiterhin gut behaupten können”, stellt Alex Dieke, Leiter Postdienste und Logistik bei WIK-Consult, fest. Alle haben sich zu marktorientierten Unternehmen gewandelt, die sich im Wettbewerb gut haben positionieren können, ohne dass die Qualität ihrer Produkte gelitten hätte. Die Studie untersucht die Entwicklungen des schweizerischen Postmarkts im europäischen Vergleich und fragt vor allem, wie sich Wettbewerb, Nachfrage und Grundversorgung national entwickelt haben. Untersucht hat das Team von Alex Dieke auch, welche Auswirkungen die schrittweise Marktöffnung auf die ehemaligen Postmonopole in den letzten 10 Jahren (seit 2000) hatte. Zusätzlich wird die Frage diskutiert, in welcher Beziehung die Liberalisierung der Märkte und die Nachfrage nach Postdiensten zueinander stehen. „Grundsätzlich”, so Dieke, „kann man festhalten, dass keines der Länder mit vollständiger Marktöffnung Qualitätseinbußen in Kauf nehmen musste.” Die ausschließliche Absenkung der Gewichts- und Preisgrenzen des sogenannten reservierten Bereichs (in der Schweiz zuletzt auf 50 Gramm und das 2,5fache des Standardportos) hat allerdings zu keiner spürbaren Belebung des Wettbewerbs geführt, wie die Erfahrungen in Frankreich, Österreich und der Schweiz zeigen, deren Marktöffnungspolitik besonders restriktiv ist. Hinzu kommt, dass Wettbewerber sich nur langsam etablieren können. Bis heute herrscht in allen regulierten Märkten ein eher moderater Wettbewerb, die ehemaligen staatlichen Postunternehmen verfügen dort überall nach wie vor über eine marktbeherrschende Stellung. So sind z.B. weder in Schweden noch in Deutschland und den Niederlanden gravierende Marktanteile der Ex-Monopolisten verloren gegangen. In Großbritannien haben eingeführte niedrige Netzzugangsentgelte einen nennenswerten Wettbewerb im Zustellbereich sogar eher verhindert denn gefördert. „Selbst die offensivsten Marktöffnungsstrategien”, stellt Dieke fest, „haben die monopolähnlichen Stellungen der nationalen Postunternehmen kaum gefährdet.” Gleichwohl verfügen alle untersuchten Länder nach wie vor über eine qualitativ hochwertige postalische Grundversorgung, die sich in nachfragegerechten Annahmenetzen, also einer ausreichenden Anzahl von Poststellen und Briefkästen, einer hohen Zuverlässigkeit und einem adäquaten Preisniveau niederschlägt. Vor allem die Zuverlässigkeit und die Schnelligkeit einer Briefzustellung haben sich bei erschwinglichen Preisen in den vergangenen Jahren erheblich verbessert, stellt WIK-Consult in der Studie fest. „In Vorbereitung auf die vollständige Öffnung der nationalen Briefmärkte ist es gelungen, die ehemaligen Postverwaltungen in markt- und kundenorientierte Unternehmen umzuwandeln und dabei gleichzeitig die Erbringung von Postdienstleistungen zu verbessern”, so Dieke. Das europäische Beispiel wird auch in der Schweiz Schule machen, ist man bei WIK-Consult überzeugt. Auch hier wird die Schweizerische Post keinen nennenswerten Wettbewerb zu erwarten haben, muss sich aber – ebenso wie die europäischen Nachbarstaaten – mit der Tatsache der zunehmenden Substitution des klassischen Briefverkehrs durch elektronische Alternativen auseinandersetzen. „Diese Entwicklung betrifft über kurz oder lang auch den Universaldienst”, gibt Dieke zu bedenken. „Sollte die elektronische Alternative dazu führen, dass nur noch Werbe-, Presseaussendungen oder Waren zugestellt werden müssen, muss die Frage nach der Dimension einer Universaldienstverpflichtung neu gestellt werden.” Den vollständigen Text der Studien finden Sie unter folgenden Internet-Adressen:
WIK untersucht Hybridpost-Markt: Wettbewerb um elektronische Post zieht an20.07.2010 „Zwar ist der Markt für Hybridpost noch sehr jung, er steht aber in den nächsten Monaten vor großen Veränderungen, nicht zuletzt durch die kürzliche Einführung des E-Postbriefes der Deutsche Post AG”, ist sich Alex Dieke, Leiter Postdienste und Logistik des WIK, sicher. Das WIK legt die erste Studie dieser Art zur Hybridpost in Deutschland vor. Sie untersucht und analysiert den noch jungen Markt hinsichtlich Entwicklung, existierender Geschäftsmodelle und seiner Auswirkungen auf das traditionelle Briefgeschäft. Die durch eine Kombination von elektronischem und physikalischem Versand gekennzeichnete Hybridpost wird derzeit über 3 Geschäftsmodelle angeboten: über Onlineportale, Individual-Lösungen für Großversender und internationale Hybridpost- Angebote. Onlineportale, so stellt die Studie fest, werden vornehmlich von kleineren Unternehmen, Selbständigen und auch Privatkunden genutzt. Maßgeschneiderte Individual-Lösungen richten sich vornehmlich an Großkunden. Die internationalen Hybridpost-Angebote sind vor allem deshalb attraktiv, weil der Druck der Sendungen im Zielland erfolgt, wodurch die Briefe viel schneller ankommen. Wesentliche Unterschiede der Offerten macht die Studie in Zusatzleistungen, der technischen Lösung der Datenübertragung und den Abrechnungsvarianten aus. Besonders die Zusatzoptionen, wie Einbindung von Logos oder die Wahl einer besonderen Papierqualität, könnten das traditionelle Briefgeschäft entscheidend beeinflussen. „Gerade für Großkunden kann die Hybridpost über Zusatzleistungen wie Archivierung, Adressbearbeitung oder der Druck auf firmeneigenem Briefpapier zu einer echten Alternative zur eigenen Poststelle werden”, ist Dieke überzeugt. Es sind vor allem die Kosten- und Zeitersparnis der Hybridpost-Angebote, die Kunden vom herkömmlichen Postweg abbringen. Dabei sind Großkunden vor allem mit den Portoeinsparungen bei höheren Sendungsvolumen zu überzeugen, während bei Privatkunden und kleineren Unternehmen der eingesparte Aufwand für Drucken, Kuvertieren und Versand zählen. Das WIK hat die Preise von insgesamt 17 Onlineportalen miteinander verglichen. Die zugrunde gelegte Standard-Sendung umfasst den Preis für den Druck und die Zustellung einer Seite im Schwarz-Weiß-Druck. Auffällig bei der Auswertung: Zählte die Deutsche Post mit ihrem ersten Hybridpost-Angebot namens „Schreibcenter” zu den teuersten Anbietern auf dem Markt, orientiert sie sich bei ihrem aktuellen Angebot E-Postbrief klar an ihren Mitbewerbern. Allerdings, so heißt es in der Studie, sei es noch immer schwierig, die Kunden von der elektronischen Übermittlung ihrer Daten zu überzeugen. Nicht immer vertraue die Klientel auf die Sicherheit ihrer Inhalte bei der Übermittlung. Trotzdem erwartet das WIK ein erhebliches Wachstum der Sendungsvolumen im Hybridpost-Markt. „Die Zukunft wird zeigen, ob die neue Art des Briefverkehrs in der Lage ist, die Attraktivität des Briefmediums wieder zu steigern und damit den Abwärtstrend infolge elektronischer Substitution abzufedern.” MyWIK-Nutzer finden den vollständigen Text der Studie „WIK Diskussionsbeitrag Nr. 341: Die Entwicklung von Hybridpost: Marktentwicklungen, Geschäftsmodelle und regulatorische Fragestellungen, August 2010”, unter der Internet-Adressehttp://www.wik.org/index.php?id=meldungendetails&L=0&tx_ttnews[backPid]=85&tx_ttnews[tt_news]=1219&cHash=5a84686937b1a28620843647e4c5745a oder dank freundlicher Zustimmung von WIK auch hier. Hintergrund: Das WIK (Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste) wurde 1982 als Ideenschmiede des damaligen Postministeriums gegründet und hat sich inzwischen zum bedeutendsten Forschungs- und Beratungsinstitut für Kommunikationsdienste in Deutschland entwickelt. Es befasst sich mit Marktregulierung und Sektorpolitik in den Bereichen: Post, Telekommunikation, Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Transport. Zum WIK gehört außerdem die WIK-Consult, die die Expertise des Hauses auch für Beratungsanliegen von Kunden im Bereich der Privatwirtschaft sowie öffentlicher Institutionen zugänglich macht. Die WIK-Consult ist eine Tochtergesellschaft des WIK. WIK und WIK-Consult haben in Summe 50 Beschäftigte. Bundesnetzagentur überprüft Großkunden-Rabatte der Deutschen Post20.07.2010 Seit Anfang Juli 2010 unterliegen auch die meisten Produkte der Post der Mehrwertsteuer. Um ihre Preise dennoch stabil zu halten hatte die Post die Rabatte für größere Versandmengen um 12 Prozentpunkte auf bis zu 38 Prozent erhöht. „Das Entgeltmissbrauchsverfahren ist dringend erforderlich, um Verdrängungswettbewerb zu verhindern”, sagte Rechtsanwalt Christian von Ulmenstein, der die Wettbewerber der Post vertritt. Es sei ein gutes Zeichen, dass die Bundesnetzagentur zum ersten Mal zu diesem Mittel greife. Ein Postsprecher zeigte sich „sehr zuversichtlich”, dass die Aufsichtsbehörde keine Einwände erheben werde. Tatsächlich hatte die Behörde zunächst ihre Zustimmung signalisiert. Internet wird als Vertriebskanal für den Handel immer wichtiger / Deutsche Post startet DHL eParcel22.07.2010 Die Deutsche Post reagiert auf diese Entwicklung und erweitert ihr Serviceangebot für Online-Händler. Dafür hat sie das Produkt DHL eParcel geschaffen, das als Komplettlösung für Einzelhändler mit Online-Geschäft konzipiert ist. Die Post arbeitet dabei mit Partnern zusammen, u.a. die OXID eSales AG und die eFulfilment Transaction Services GmbH.
Basis des neuen Angebots ist das klassische Versand- und Logistikspektrum von DHL im Paketgeschäft. Hinzu kommen Aufbau und Hosting von Webshops, Integration von Warenwirtschaftssystemen sowie Kunden- und Debitorenmanagement. Dr. Andrej Busch, Marketingvorstand von DHL Paket Deutschland, sieht in eParcel einen „One-Stop-Shop für erfolgreichen eCommerce” und „noch große Ausbaumöglichkeiten”. Busch weist auf die Vorteile hin, die das neue Produkt bietet. Zum einen ist dies ein transparentes Preismodell, zum anderen eine definierte XML-Schnittstelle, die den reibungslosen Datenaustausch gewährleistet. Dazu kommen „eine hohe Skalierbarkeit und eine schnelle Auftragsbearbeitung”. Der modulare Aufbau mache es möglich, dass die neue Lösung je nach Bedarf des Kunden erweitert werden könne, so Busch. „Der Einzelhändler wird in allen Projektphasen von einem individuellen DHL-Ansprechpartner betreut.” Niederländische TNT spaltet Briefgeschäft ab03.08.2010 Das 2. Standbein von TNT, das Expressgeschäft, entwickelte sich im 2. Quartal 2010 nach Angaben des Konzerns enttäuschend. TNT berichtete für die Gruppe insgesamt einen Rückgang des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) um fast 70 Prozent auf 55 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte indes um 9,6 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro. Mit der Abspaltung des Briefgeschäfts setzt TNT einen Plan um, den Marktexperten in der Vergangenheit mehrfach auch der Deutschen Post empfohlen hatten, nämlich die Trennung von Post- und Expressgeschäft. Schließlich gelten die Synergien zwischen Brief- und Paketgeschäft als gering. Zudem seien – so Experten – die Zukunftsaussichten unterschiedlich: Während der Briefmarkt schrumpft, wächst der Expressmarkt. Neuer Service bei GLS Germany: PIN-Code für Pakete05.08.2010 Anders als beim Ident-Service, der bereits seit Januar 2009 besteht und eine umfangreiche Datenprüfung oder Vertragsrückführung erfordert, bietet die „Light-Version” einen vereinfachten Legitimitätsnachweis. „Der IdentPin-Service ist daher für Kunden, die eine Legitimitätsprüfung wünschen, aber keine umfangreiche Datenprüfung benötigen”, erklärt Klaus Conrad, Managing Director der GLS Germany. „Vor allem für Telekommunikationsdienstleister oder Pharmaversender ist der neue Service interessant.” Das neue Code-System wurde seit Oktober 2009 in einer Pilotphase im Raum Berlin für einen Versender aus der Mobilfunkbranche getestet und steht nun allen GLS-Kunden offen. Ein Code führt zum Paket Individuelle Steuerung EU-Kommission beruft Postregulierer12.08.2010 Hauptaufgabe der ERGP ist es, die Koordination und Kooperation zwischen einzelstaatlichen Postaufsichtsbehörden zu fördern. Die ERGP wird der EU-Kommission in Brüssel in beratender Funktion zur Seite stehen. Deutsche Post: DHL-Bereiche erstmals gewichtiger als Briefgeschäft07.08.2010 „Erstmals werden die DHL-Unternehmensbereiche mehr zum Gesamtgewinn beitragen als der Briefbereich”, so Appel. Während der erwartete Gewinn in der Briefsparte unverändert zwischen 1,0 und 1,2 Milliarden Euro liegen soll, liegt der prognostizierte Beitrag von DHL nun bei rund 1,3 Milliarden Euro. UPS baut asiatisches Healthcare-Netz aus12.08.2010 Die 2. Niederlassung soll Anfang 2011 in China entstehen. Erst im Mai 2010 hatte das Unternehmen ein Hub für die asienweite Fracht- und Expressabwicklung in Shenzhen, Südchina, eröffnet. 400 Mitarbeiter schlagen in dem 180 Millionen US-Dollar teuren Objekt – u.a. mit einem Zolllager - bis zu 18.000 Sendungen stündlich um. Stiftung Warentest: Der E-Postbrief ist unfertig, nicht ausgereift und fehlerbehaftet24.07.2010 Bis zum Start der De-Mail von Deutsche Telekom und United Internet im Herbst 2010 müsse die Deutsche Post ordentlich nachbessern, so die Stiftung Warentest. Kritikpunkte sind die „holprige Aufladung des Guthabens”, die lange Wartezeit von 4 Wochen bis zur Freischaltung des Testkontos, die langen Ladezeiten sowie die fehlerhafte Eingabemaske. Außerdem wisse bei ausgedruckten Briefen niemand, was am Ende beim Empfänger ankommt. So würden u.a. Anhänge nicht ankommen und Grafiken und Bilder teilweise unvollständig oder sogar gar nicht angezeigt. Auch Fehldrucke von Hybridbriefen müssten die Nutzer bezahlen. Ihr Versprechen, den E-Postbrief am jeweils nächsten Werktag zuzustellen, habe die Post nur teilweise eingehalten. „Am Anfang hat so ein Produkt natürlich noch Schwachstellen. Das bestreiten wir gar nicht”, so ein Postsprecher. „Wir nehmen alle Hinweise auf und werden den E-Postbrief noch weiter verbessern.” UPS liefert in Großstädten Pakete mit Fahrrad aus14.08.2010
UPS: Weltweit größtes automatisiertes Paketsortiersystem „Worldport Expansion“ abgeschlossen17.08.2010 Schweizerische Post: Keine Briefpost mehr auf dem Mittagstisch18.08.2010 Deutsche Post: Modernisierung der automatischen Briefverteilanlagen in den 83 Briefzentren in vollem Gang20.08.2010 Am 19. August 2010 nahm im Briefzentrum Frankfurt-Gutleutstraße Oberbürgermeisterin Petra Roth die 8 neuen Sortiermaschinen in Betrieb, Investitionsgröße: 10 Millionen Euro. „Dies ist die größte Investition in neue Brieftechnik seit dem Start unseres Frankfurter Briefzentrums im Jahre 1996”, sagte Rüdiger Hirsch, Leiter der Briefniederlassung. Mit der neuen Technik wird die Zahl der Sortierschritte reduziert und der Automatisierungsgrad deutlich erhöht. Die Großbriefsortiermaschine kann bis zu 38.000 Sendungen in der Stunde bearbeiten. Bisher waren es 12.000 Sendungen. Die 7 Sortieranlagen für Standard- und Kompaktbriefe schaffen jeweils bis zu 41.000 Sendungen pro Stunde, bisher 30.000. Das Frankfurter Briefzentrum ist für bis zu 4,5 Millionen Briefsendungen täglich ausgelegt. 5.000 Mitarbeiter sind in der Niederlassung beschäftigt. Weitere 5 Millionen Euro kosten die neuen Maschinen beim Briefzentrum in Offenbach. Die neuen Briefsortiermaschinen sortieren nicht nur die abgehende Briefpost. Eingehende Post wird von Gangfolgesortiermaschinen nach dem Zustellgang des Briefträgers straßenweise und nach Hausnummern sortiert, sodass die Briefzusteller nach Zugang der Briefpost aus dem Briefzentrum sofort ihren Zustellgang beginnen können. saarriva meldet gute GeschäfteAugust 2010 „Als besonders erfreulich” bewertete das Unternehmen den erneuten Zuschlag „zur Durchführung der Postdienstleistungen für die gesamte saarländische Landesverwaltung im Rahmen einer europäischen Ausschreibung”.
FedEx will in TopTen der Logistik-Riesen aufsteigen20.08.2010
Deutsche Post verstärkt Engagement im Online-Werbemarkt und übernimmt nugg.ad AG24.08.2010 Targeting im Online-Bereich beinhaltet die gezielte Aussteuerung von Display-Werbung auf Websites zur Erreichung einer möglichst hohen Werbewirksamkeit. nugg.ad hat sich auf den Bereich Predictive Behavioral Targeting spezialisiert. Bei dieser Technik werden Nutzungsdaten in Echtzeit erhoben und mit Infos zu Soziodemographie, Produktinteressen und Lifestyle verknüpft, jedoch ohne personenbeziehbare Daten zu verwenden. Das Geschäftsmodell: nugg.ad erforscht mithilfe von Nutzerbefragungen, Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Konsumentendaten das Surfverhalten von Zielgruppen im Netz. nugg.ad weiß, auf welchen Web-Seiten ein kaufkräftiger Ökofan oder ein sportlicher Familienvater surft und wo eine Werbebotschaft am besten platziert ist. Targeting soll Streuverluste bei Online-Werbung minimieren, indem Display-Werbung die Zielgruppen dort adressiert, wo sie sich gerade befinden und zwar unabhängig von einem spezifischen Umfeld. Mit seiner Plattform für vermarkterübergreifendes Targeting sowie mit der Realisierung völlig neuer Ansätze für Branding-Kampagnen agiert der Targeting-Marktführer nugg.ad als Dienstleister für zahlreiche Player des Online-Werbemarkts wie Vermarkter und Werbeagenturen. Als Tochterunternehmen der Deutschen Post will nugg.ad dabei die Vision eines neuen Marktstandards für Targeting-Kampagnen weiter vorantreiben. Online-Marketing ist ein Zukunftsgeschäft. Laut Bundesverband Digitale Wirtschaft lag Online-Werbung 2009 mit 4,1 Milliarden Euro Umsatz auf Rang 3, nur noch hinter Fernsehen und Zeitungen. 2010 soll das Segment 9 Prozent wachsen. „nugg.ad passt ideal in das Portfolio der Deutschen Post. Die stetigen Erfolge und Innovationsstärke, aber auch der klare Fokus auf Datenschutz und Nachhaltigkeit hat uns überzeugt”, sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF von Deutsche Post DHL. „Wir sind zuversichtlich, mit nugg.ad unsere Position im Online-Werbemarkt zu begründen und wollen damit dem europäischen Werbemarkt eine dauerhaft unabhängige Technologie-Plattform zur Verfügung stellen”, so Gerdes. „Seit der Unternehmensgründung 2006 ist nugg.ad nicht nur Initiator, sondern maßgeblicher Innovationstreiber von Targeting. Die Deutsche Post hat das erkannt und wird mit nugg.ad die Vision von Predictive Behavioral Targeting als Lösung für digitale Markenführung der Zukunft umsetzen und als Marktstandard etablieren. Für uns ist das eine Traumkombination, weil wir mit der Post einen Erwerber gefunden haben, der wie kein Zweiter unsere Position als neutraler Dienstleister in der Wertschöpfungskette unterstreicht”, so Stephan Noller, CEO nugg.ad. „Wir Finanzinvestoren sind stolz darauf, das Team der nugg.ad seit 2006 als Konsortium aus bmp, IBB, Media Ventures und European Founders Fund in seiner Entwicklung zum führenden Europäischen Targetinganbieter begleitet zu haben, und sehen in der Übernahme durch die Deutsche Post deutliches Potenzial für das weitere unabhängige Wachstum der Gesellschaft”, so Jens Spyrka, bisheriger nugg.ad-Aufsichtsratsvorsitzender und Vertreter des Lead Investors bmp Media Investors. Deutsche Post: Fremdunternehmen sollen Postpakete ausliefern25.08.2010 Schon in den vergangenen Jahren hat die Deutsche Post Erfahrungen mit der Fremdvergabe der Paketzustellung gemacht und rund 600 der ca. 6.800 Paketzustellbezirke an Subunternehmen vergeben. In der letzten Tarifrunde hat sie gegen den Widerstand der Gewerkschaften eine Ausweitung der Fremdvergabe durchgesetzt. Bis Ende 2011 kann sie in knapp 1.000 Bezirken „Servicepartner” mit der Paketzustellung beauftragen. Nach dem vertraulichen Papier für das Managertreffen soll sich schon 2012 diese Zahl verdoppeln. Angesichts rückläufiger Gewinne in der Brief- und Paketsparte hat Briefvorstand Jürgen Gerdes die Führungskräfte angewiesen, „wirklich jeden Stein umzudrehen” und nach Kosteneinsparungen zu forschen. Auf diese Weise will er verhindern, dass der Betriebsgewinn dauerhaft unter 1 Milliarde Euro im Jahr schrumpft. Der große Lohnkostenunterschied zu den Konkurrenten sei der wichtigste Wettbewerbsnachteil, so Gerdes. Eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sagte, während des noch bis Ende 2011 laufenden Tarifvertrages, der auch betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, hätten die Mitarbeiter nichts zu befürchten. Dagegen schlägt die Kommunikationsgewerkschaft DPV schon Alarm. „Die Ausweitung der Fremdvergabe gefährdet 7.000 bis 8.000 Arbeitsplätze bei der Post”, so ihr Vorsitzender Volker Geyer. Er warf der Deutschen Post vor, eigenes Personal durch „unterbezahlte Mitarbeiter von Servicepartnern” zu ersetzen und so dem „Lohn- und Sozialdumping in der Postbranche” Vorschub zu leisten. „Selbst dort, wo nach Tarif bezahlt wird, sind die Beschäftigten der Partnerunternehmen auf Aufstockung und ergänzende Hilfen zum Lebensunterhalt von der Bundesagentur für Arbeit angewiesen”, stellte er fest. Einer „Musterrechnung” der Deutschen Post zufolge kostet ein mit eigenem Personal bedienter Paketzustellbezirk gut 73.000 Euro im Jahr, davon sind knapp 65.000 Euro Lohnkosten. Die „Servicepartnervergütung” wird hingegen einschließlich Fahrzeug- und Kraftstoffkosten auf lediglich 56.000 Euro im Jahr veranschlagt. Hauptgrund sind die niedrigen Lohnkosten im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe. Nach einer Übersicht der Hans-Böckler-Stiftung beträgt der Tariflohn etwa in Hamburg nur 7,12 Euro pro Stunde, in Thüringen sogar nur 5,12 Euro. Die Paketzusteller der Deutschen Post verdienen im Durchschnitt deutlich mehr als 10 Euro in der Stunde. Die großen Wettbewerber der Deutschen Post im Paketdienst lassen ihre Paketsendungen seit Jahren von Subunternehmen zustellen. Die Paketdienste GLS und DPD nutzen nur Fremdfirmen für die Zustellung der Paketsendungen. UPS lässt gut die Hälfte der Sendungen von Subunternehmen ausfahren. „Fremdfirmen können die saisonalen Schwankungen im Paketaufkommen, die bis zu 30 Prozent betragen, besser ausgleiche”n, begründet GLS-Chef Rico Back die Fremdvergabe. 5 Unternehmen in Deutschland – darunter die Deutsche Post – testen anonyme Bewerbungen24.08.2010 ADS-Leiterin Christine Lüders verwies auf eine Studie, wonach etwa Bewerber mit einem türkischen Namen eine durchschnittlich um 14 Prozent niedrigere Chance haben, zu einem Vorstellungsgespräch für einen Praktikumsplatz eingeladen zu werden. „Wir gehen davon aus, dass die Diskriminierungsquote bei Stellenausschreibungen deutlich höher liegt”, betonte Lüders. Sie sei davon überzeugt, „dass wir mit den Ergebnissen unseres Pilotversuchs weitere Unternehmen von den Vorteilen von Vielfalt und Diskriminierungsfreiheit überzeugen können”. Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt sei ein verbreitetes Phänomen von erheblichem Ausmaß, erklärte der Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann. Diskriminierung bedeute den Verzicht auf wirtschaftliche Effizienz und damit eine Wohlfahrtsverlust. Letztlich liege es im eigenen Interesse eines Unternehmens, offene Stellen mit den fähigsten Bewerbern zu besetzen, unabhängig von Vorlieben oder Vorurteilen Personalverantwortlicher. Die beteiligten Unternehmen und Institutionen trafen sich am 24. August erstmals an einem Runden Tisch. Das IZA empfahl dabei laut Zimmermann, ein standardisiertes Bewerbungsformular zu entwerfen, um den Zeitaufwand beim Anonymisieren herkömmlicher Bewerbungen gering zu halten. Das Formular solle nur Informationen zu relevanten Qualifikationen enthalten und Bewerbern zur Verfügung gestellt werden – etwa im Internet. Weltpostverein: 56 Länder messen Brieflaufzeiten26.08.2010 Für die Laufzeitmessung werden Testbriefe versandt, die mit Chips zur Radiofrequenzidentifikation (RFID) ausgestattet sind. In den Eingangszentren für internationale Post laufen die Briefe an Empfangsstationen vorbei, die das Signal der Testbriefe lesen und die gemessenen Daten an den Weltpostverein weitergeben. Die als Empfänger ausgewählten Testpersonen registrieren Zustand und Ankunftszeit der Sendungen. Die RFID-Technik stammt von dem spanischen Anbieter AIDA. Die Chips kosten nach Angaben des Weltpostvereins 30 US-Cent pro Stück. Die Auswahl und Betreuung der Testpersonen, die weltweit Briefe versenden und empfangen, hat das deutsche Unternehmen Quotas übernommen. Quotas arbeitet auch für die Laufzeitmessungen der Deutschen Post. Jedoch nimmt die Deutsche Post an dem Projekt des Weltpostvereins nicht teil. „Unser Ziel ist es, mit den Testbriefen die wirklichen Postströme weltweit abzubilden”, erklärt Antonio Caeiro, zuständiger Projektmanager beim Weltpostverein. Die Zahl der Testbriefe richtet sich nach der Menge internationaler Briefsendungen, die ein Land erhält. Im Projekt hat der Weltpostverein 5 Länderklassen gebildet. Sie reichen von Ländern, die täglich mehr als 250 Tonnen Briefsendungen erhalten, bis zu Ländern mit mehr als 10.000 Tonnen eingehender internationaler Briefpost. In die größten Länder werden jährlich mehrere 10.000 Testbriefe geschickt, in die kleinsten Länder gehen 300 Briefe pro Jahr. Derzeit dienen die Laufzeitdaten lediglich zur Verbesserung der nationalen Sortier- und Transportprozesse innerhalb des Empfangslandes. Für 2011 kündigte Caeiro jedoch eine wesentliche Erweiterung an: Zum Jahresende 2010 soll mit dem System auch eine komplette Laufzeitmessung vom Briefeinwurf bis zur Zustellung möglich sein. So kann der Weltpostverein überprüfen, ob z.B. die Brieflaufzeiten eingehalten werden, die von der EU für Briefe zwischen Mitgliedstaaten vorgegeben sind. DPD erobert Stück für Stück den russischen Markt30.08.2010 Die neuen DPD-Standorte, die auf einer Partnerschaft mit lokalen Unternehmen basieren, sind in Brjansk, Ischewsk, Sotschi, Kursk, Orjol, Kirow, Pensa und Tambow eröffnet worden. Nachdem zunächst Depots in den Zentren des Landes etabliert wurden, expandiert der Paket- und Expressdienstleister nun vor allem in Städte mit größerer lokaler Bedeutung. Dabei werden die Depots oftmals im Partnerverbund mit lokalen Unternehmen aufgebaut. Diese Niederlassungen operieren nach Unternehmensangaben ausschließlich unter der Marke DPD, sind an das DPD-IT-System angeschlossen und sollen nach den Prozessen und Standards von DPD arbeiten. „Zum Jahresende werden wir in Russland mit beinahe 60 Depots vertreten sein”, sagt Arnold Schroven, CEO von DPD. Obwohl DPD bereits seit Jahren auf dem russischen Markt präsent sei, sei das Wachstumspotenzial des Marktes noch längst nicht ausgeschöpft. Das Unternehmen bedient nach eigenen Angaben in Russland mehr als 4.000 Destinationen. Dort sind insgesamt mehr als 1.000 Beschäftigte und mehrere hundert Fahrzeuge im Einsatz. In Russland ist auch der zur Otto Group gehörende Dienstleister Hermes äußerst aktiv. Hermes setzt dort nicht zuletzt auf seine Paketshops, also den Endkundenservice im boomenden E-Commerce. Deutsche Post und Deutsche Telekom sollen gegen US-Recht verstoßen haben02.09.2010 Angestellte europäischer Konzerne – so HRW in ihrem Bericht – wurden „in aggressiver Weise” daran gehindert, sich zu organisieren und Tarifverhandlungen zu führen. Zudem seien sie zur Teilnahme an Veranstaltungen mit anti-gewerkschaftlichen Vorträgen gezwungen worden. Auch Entlassungen und den Versuch, Angestellte auszuspionieren, soll es gegeben haben. Zu den kritisierten Unternehmen gehören die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile USA, und die US-Tochter der Deutschen Post DHL. Der Bericht basiert auf Interviews mit 30 Arbeitnehmern. Er dokumentiert zudem die Aussagen von Angestellten in Prozessen, Untersuchungen der US-Aufsichtsbehörden und konzerneigenen Dokumenten. Dem Bericht zufolge hat T-Mobile USA bereits 2003 eine Beratungsfirma engagiert, um Manager und Vorgesetzte zu betrieblichen Abwehrmaßnahmen gegen Gewerkschaften zu schulen. 2006 seien in Allentownnach ersten Ansätzen von Gewerkschaftsarbeiten Belegschaftsversammlungen angesetzt worden, in denen Vorgesetzte vor den Konsequenzen warnten. 2008 habe T-Mobile USA Manager in internen Memoranden zu strikten Gegenmaßnahmen angehalten und in einem Fall auch die „Anwerbung” von Mitarbeitern zur Bespitzelung von Kollegen angeregt. T-Mobile USA erklärte gegenüber Human Rights Watch, es habe die US-Arbeitsgesetze stets eingehalten. DHL wies die Anschuldigungen zurück. DHL führt modulare Packstationen ein / Erweiterte Kapazitäten an 45 Standorten in Deutschland01.09.2010
„Die Packstation gehört mittlerweile genauso zum Alltag, wie die Filiale oder der Briefkasten. Die Nutzerzahlen zeigen, sie ist in Deutschland wirklich angekommen und deshalb wollen wir unseren Kunden jetzt auch mit dem neuen System einen noch besseren Service bieten”, unterstreicht Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF der Deutschen Post DHL. Der modulare Aufbau ermöglicht eine Anpassung der Kapazität an den tatsächlichen Bedarf an dem jeweiligen Standort. Die Umleitung von Paketen in eine Filiale wird somit weitgehend vermieden. Insgesamt sind derzeit 2.500 Packstationen in ganz Deutschland verfügbar und 150 weitere Geräte werden bis Ende des Jahres folgen - knapp 1 Drittel davon als modulare Variante. Das neue System bringt darüber hinaus weitere Vereinfachungen für den Kunden. Der Bildschirm ist tiefer positioniert und damit bei Sonneneinstrahlung leichter lesbar. Die Türen der Fächer sind durch die veränderte Bauweise noch besser vor Vereisung geschützt und das Einlegen größerer Sendungen ist künftig in entsprechend angepassten Fächern ebenfalls möglich. Insgesamt wird die leichte Bedienbarkeit der Packstation, die schon immer ein wesentlicher Grund für die Akzeptanz der Automaten war, damit nochmals verbessert. Außerdem wurde ein 2D-Scanner integriert, der künftig weitere Anwendungsmöglichkeiten für neue Produkte und Lösungen bietet, etwa die Einlieferung und den Verkauf von Briefprodukten. biber Post will bundesweit zustellen31. August 2010 „Vom 1. September an können Privatkunden ihren gesamten Briefverkehr über die biber Post abwickeln”, sagte Thomas Heidinger, Leiter der neuen Geschäftsfelder in der Mediengruppe Magdeburg, der „Volksstimme”. Der Postdienstleister ist ein Unternehmen der Mediengruppe Magdeburg, zu der auch die „Volksstimme” gehört. Die biber Post will die Briefe nach eigenen Angaben im Vergleich zur Konkurrenz um 20 Prozent günstiger zustellen. Laut „Volksstimme” können die Marken für die Versendung in 220 Verkaufsstellen in Sachsen-Anhalt erworben werden. Die Briefe können entweder dort oder in einem der mehr als 130 blauen Postkästen der Firma abgegeben werden. Derzeit verarbeitet die biber Post monatlich bis zu 3,5 Millionen Sendungen. PIN Mail glänzt mit guten Zahlen01.09.2010 Der Briefdienstleister war 1999 mit 5 Mitarbeitern an den Start gegangen; heute sind es etwa 1.000. Für die Zukunft wollen sich die Berliner verstärkt um Privatkunden kümmern. Dazu zählt auch die Kooperation mit Kaiser's Tengelmann, in deren Filialen die Kunden Briefmarken kaufen und ihre Briefe in eigens aufgestellte Briefkästen werfen können. In Berlin stehen rund 500 PIN-Briefkästen, 400 davon in Partnershops wie den Kaiser's-Supermärkten und Lotto-Toto-Läden. Deutsche Post testet Mercedes-Benz Vito E-CELL02.09.2010
„Durch seinen innovativen vollelektrischen Antrieb bietet der Vito E-CELL die Chance, in Zukunft die CO2-Emissionen wie auch die Schadstoff- und Lärmbelastung von Transporten deutlich zu senken. Das gemeinsame Testprojekt mit Mercedes-Benz ist damit ein wichtiger Baustein unseres Umweltprogramms GoGreen. In unserer Brief- und Paketzustellung können wir schon heute die Leistungsfähigkeit des Vito E-CELL unter realistischen Alltagsbedingungen erproben und so dazu beitragen, dass die Fahrzeuge mittelfristig marktreif und wirtschaftlich produziert werden können”, sagt Joachim Wessels, Mitglied des Bereichsvorstands Brief bei Deutsche Post DHL. Die Transporter verfügen über einen batterieelektrischen Antrieb und werden in der Briefzustellung eingesetzt. Der Alltagstest in Berlin und Stuttgart wird außerdem durch das Programm „Elektromobilität im Wirtschaftsverkehr” des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und „Elektromobilität in Modellregionen” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert. Der Vito E-CELL erfüllt die technischen Anforderungen an Reichweite und Nutzlast im Postbetrieb und ist flexibel in vielen Bereichen einsetzbar. Das Fahrprofil mit ausgeprägtem Start-Stop-Verkehr und einer geringen Tagesfahrleistung eignet sich, um die Vorteile elektrischer Antriebe zu nutzen und die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge im operativen Einsatz zu überprüfen. Die fast vollständige lokale Emissionsfreiheit entlastet die Innenstädte von Luftschadstoffen und Lärm. Gemeinsam mit Mercedes-Benz werden der Energiebedarf und die Reichweite kontinuierlich erfasst und geprüft, um die weitere Entwicklung des Elektroantriebs bei leichten Nutzfahrzeugen voranzutreiben. Die 15 Fahrzeuge werden bis Ende 2010 ausgeliefert und für eine Dauer von 4 Jahren vollwertig in den Betrieb integriert. Schwerpunkt der Erprobung sind das Leistungsvermögen der Batterietechnik, das Ladeverhalten und die zugehörige Ladeinfrastruktur. Das Ziel ist es außerdem, die derzeit noch sehr hohen Kosten elektrischer Antriebe zu senken und einen wirtschaftlichen Einsatz zu ermöglichen.
Weltweit sind bereits rund 2.500 Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieben, Elektromotoren und alternativen Kraftstoffen für die Deutsche Post DHL im Einsatz. Spezifiziert auf die Logistikindustrie setzt die Deutsche Post DHL systematisch Hybrid- und Elektrofahrzeuge in ihrem operativen Betrieb ein. Gerade im Start-Stop-Betrieb der städtischen Zustellung bieten sowohl die Elektro- als auch Hybridfahrzeuge ein sehr großes Potenzial, um den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen gezielt zu senken. Durch ein systematisches Konzept in der CO2-Erfassung und des CO2-Managements erweitert die Deutsche Post DHL ihre Flotte an alternativen Fahrzeugen zielgerichtet und setzt die modernen Technologien dort ein, wo Verbesserungspotenzial nachgewiesen wurden. Hier arbeitet der Konzern mit internationalen Automobilherstellern und -zulieferern zusammen, um den Zukunftsbedarf für grüne Logistik transparent zu machen und Lösungen für eine effiziente Zukunft zu entwickeln. Konzernweite Klimaschutzziele Deutsche Post gewinnt Prozess gegen EU-Kommission / Kommission prüft weiter03.09.2010 Kern der Auseinandersetzung war der Vorwurf der Brüsseler Wettbewerbsbehörde, die Deutsche Post habe in den 1990er Jahren Dumpingpreise für ihren Paketdienst genommen. Die dort entstandenen Verluste seien mit staatlicher Unterstützung über Gewinne aus dem Telefondienst ausgeglichen worden. Die Kommission forderte damals rund 572 Millionen Euro zurück. Das Verfahren war durch eine Beschwerde des Post-Konkurrenten UPS ins Rollen gebracht worden. Auf Drängen der Kommission zahlte die Deutsche Post Anfang 2003 den geforderten Betrag plus 335 Millionen Euro Zinsen, insgesamt 907 Millionen Euro, an den Bund. Das Geld bekam der Konzern jedoch schon nach der ersten Instanz zurück, als das EU-Gericht die Kommissionsentscheidung für nichtig erklärte. Der EuGH bestätigte nun diese Urteil. Zwar habe die Brief- und Paketpost von 1990 bis 1995 finanzielle Unterstützung in Milliardenhöhe von der Deutschen Bundespost TELEKOM bekommen, betonten die Luxemburger Richter. Damit seien aber lediglich die „unstreitigen Mehrkosten” aus den gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen der Post im Briefdienst ausgeglichen worden. Unter die „gemeinwirtschaftlichen Aufgaben” fällt, dass Briefe und Pakete aus dünn besiedlelten Regionen nicht mehr kosten als zwischen Ballungsräumen. Die Kommission habe nicht nachgewiesen, dass die Post einen ungerechtfertigten Vorteil erhielt (Az: C-399/08 P). Auch nach dem Erfolg für die Deutsche Post vor dem EuGH lässt die EU-Kommission nicht von dem Konzern ab. Man führe die Prüfung aller Ausgleichszahlungen des Staates an die Deutsche Post zu Ende, ließ EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia mitteilen: „Die 2007 eingeleiteten Untersuchungen stehen nicht im Widerspruch zu dem Urteil.” Bei diesen Untersuchungen prüft die Kommission „alle öffentlichen Maßnahmen, die vom 1. Juli 1989 bis zum 31. Dezember 2007 zugunsten der Deutschen Bundespost POSTDIENST und der Deutschen Post AG ergriffen wurden”, heißt es in einem Brief an die Bundesregierung. Mit Ergebnissen ist 2011 zu rechnen. Rätselhafter Absturz eines UPS-Frachtjumbos06.09.2010 Über den Umfang und die Art der Fracht lagen bis 6. September keine Angaben vor. Der Absturz des Flugzeugs – Neupreis rund 240 Millionen US-Dollar – wird in der Branche heftig diskutiert. Sowohl das Jumbo-Modell als auch UPS als Betreiber gelten als sehr zuverlässig. Die verunglückte Maschine wurde noch im Juni 2010 umfassend gewartet. UPS hatte bisher 12 Maschinen vom Typ 747-400, davon sind 8 erst in den vergangenen 3 Jahren ausgeliefert worden. Der Absturz des Jumbos ist das 2. Unglück eines großen Frachtflugzeugs innerhalb weniger Monate im Nahen Osten. Ende Juli 2010 war ein älteres Lufthansa Frachtflugzeug vom Typ MD-11 bei der Landung in Riad/Saudi-Arabien kurz nach dem Aufsetzen auseinandergebrochen und ausgebrannt. Die Besatzung konnte sich verletzt retten. Geschäftswelt sagt Ja zum E-Postbrief06.09.2010
Mehr als 100 große deutsche Unternehmen wollen mit ihren Kunden künftig per E-Postbrief kommunizieren. In nur 7 Wochen hat die Deutsche Post damit die Zahl ihrer Geschäftskunden für das neue Produkt verdoppelt. Zu den neuen Kunden gehören namhafte Unternehmen wie die AOK PLUS, Lindt & Sprüngli, die Itzehoer Versicherungen, die VHV Versicherungen und die Hannoversche Leben. „Wir freuen uns über diese überwältigende Resonanz”, sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF von Deutsche Post DHL. „Das Feedback aus der Wirtschaft zeigt uns: Der E-Postbrief wird ein branchenübergreifendes Erfolgsprodukt für Deutschland.” Die AOK PLUS hat zurzeit 2,8 Millionen Versicherte in Sachsen und Thüringen. Zum 1. Januar 2011 wird die AOK PLUS mit der AOK Hessen fusionieren. Die neue Kasse wird mit mehr als 4,2 Millionen Mitgliedern die viertgrößte Krankenkasse Deutschlands sein. In Zukunft sollen die Kundenservice-Center sukzessive an den E-Postbrief angebunden werden. Lindt & Sprüngli ist weltweit einer der führenden Schokoladenhersteller im Premiumsegment. Der deutsche Geschäftszweig von Lindt & Sprüngli wird den E-Postbrief einführen. Die Itzehoer Versicherungen zählen zu den ältesten Versicherungsunternehmen der Bundesrepublik Deutschland. Sie verwalten rund 1,6 Millionen Policen. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist die effiziente Verwendung von Mitteln Bestandteil der Unternehmenskultur. Bereits in 2010 können die Kunden die Itzehoer per E-Postbrief erreichen. Ab 2011 wird die Itzehoer dann auch Massensendungen per E-Postbrief abwickeln. Die VHV Versicherungen ist einer der größten deutschen Auto- und Haftpflichtversicherer. Insgesamt betreut die VHV mehr als 7 Millionen Versicherungsverträge. Die Kunden der VHV können in Zukunft „schnell, sicher und bequem” per E-Postbrief mit ihrer Versicherung kommunizieren. Die Hannoversche Leben ist Deutschlands ältester und erfahrenster Direktversicherer. Seit 1875 ist sie als kompetenter Partner für Fragen rund um die Altersvorsorge im Markt tätig. „Mit dem E-Postbrief können die Versicherungskunden jetzt schneller und einfacher als bisher mit dem Unternehmen kommunizieren - so wie sie es von einem Direktversicherer erwarten.” Bereits seit dem Marktstart Mitte Juli hatten sich zahlreiche Unternehmen - darunter die Allianz, die BIG direkt gesund, Globetrotter, die Kreissparkasse Köln, die Landesärztekammer Hessen, SAP, die Sutor Bank und die Zurich Versicherung - für den E-Postbrief entschieden. Prozesskosten senken und trotzdem alle Kunden erreichen Britische Post legt Augmented-Reality-Briefmarke auf03.09.2010
Die Handy-Besitzer müssen dafür das Programm Junaio des Technologie-Unternehmens Metaio auf ihrem Gerät installieren. Durch die Bilderkennung des Augmented-Reality-Browsers wird das Video abgerufen. Mit der Markenserie erinnert die Royal Mail an das 50-jährige Jubiläum des Baus der letzten Dampflokomotive der britischen Bahn. Das von Cribbins rezitierte Gedicht stammt aus dem Jahr 1936 und beschreibt den nächtlichen Postzug mit Briefbeförderung. Auden hatte das Gedicht extra für den gleichnamigen Dokumentarfilm geschrieben. Für die Royal Mail markiert die intelligente Briefmarke, „den nächsten Schritt in der Evolution unserer Briefmarken, der diese in das 21. Jahrhundert bringt”, so das Unternehmen. „Das ist das erste Mal, dass ein nationaler Postdienst diese Art der Technologie bei seinen Briefmarken einsetzt. Wir freuen uns darauf, die intelligenten Briefmarken in die Filialen zu bringen”, sagte Philip Parker von der britischen Post. Hintergrund: aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie GLS Germany: Neuer Service – Ersatzustellung im GLS-Paket-Shop07.09.2010 Bei der Arbeit, beim Sport oder beim Einkaufen - Paketempfänger, besonders berufstätige, sind häufig nicht zu Hause, wenn der Zusteller klingelt. Damit sie trotzdem einfach und ohne Umwege an ihre Sendung kommen, startete GLS im September den ShopDelivery-Service. Dabei kann sich der private Empfänger sein Paket direkt in den GLS-Paket Shop seiner Wahl bringen lassen und dort während der Öffnungszeiten abholen. Wahlweise per SMS oder E-Mail erhält er eine Nachricht, sobald das Paket im Shop verfügbar ist. Bis zu 10 Werktage ist für die Abholung Zeit. Befindet sich das Paket nach 5 Tagen noch immer im Shop, erhält der Empfänger eine Erinnerung. Optional wird auch der Versender informiert. Bundesweit verfügt GLS über rund 5.000 Paket Shops. Abholung nach Wunsch Der Service ist nicht nur für Privatkunden, sondern auch für Firmen mit mobilen Einsatzkräften von Vorteil. Sie sparen Zeit und Geld, indem sie benötigte Teile gleich in einen GLS-Paket Shop in der Zielregion ihrer Monteure liefern lassen. Vom ShopDelivery-Service profitieren aber auch die Versender an Privatkunden. Schließlich hängen die Kundenzufriedenheit und damit die Kundentreue nicht zuletzt davon ab, wie unkompliziert sich die Zustellung für den Empfänger gestaltet. Royal Mail soll teilprivatisiert werden11.09.2010 Bei den Gewerkschaften stoßen die Regierungspläne auf Widerstand. „Eine Privatisierung wird für die Royal Mail katastrophal sein, ebenso wie für den Postservice des gesamten Landes”, sagte der Chef der Postgewerkschaft Communication Workers Union (CWU), Billy Hayes. Schon 2009 hatte die damalige Labour-Regierung zunächst eine Teilprivatisierung geplant, diese dann aber nach wochenlangen Protesten der Postbeschäftigten abgesagt. Laut Cable befürwortet die Regierung eine vollständige Privatisierung. Wahrscheinlich ist jedoch zunächst ein Verkauf von 49 Prozent an Investoren von außen. Ein kleinerer Teil soll im Staatsbesitz bleiben und ein weiterer Teil der Aktien soll den Beschäftigten angeboten werden. Der Staat soll außerdem die Pensionsverpflichtungen übernehmen. In der Pensionskasse der Royal Mail klafft ein Loch von 10,3 Milliarden Pfund, umgerechnet etwa 12 Milliarden Euro. Die Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberalen stützen sich auf einen Bericht über den desolaten Zustand der britischen Post. Cable hofft darauf, dass das Parlament noch im Winter dem Privatisierungsvorhaben zustimmt. In den 1990er Jahren zählte Großbritannien zu den ersten Staaten, die eine EU-Richtlinie zur Liberalisierung der Postdienst umsetzte. Dadurch gelang es privaten Wettbewerbern rasch, sich lukrative Marktanteile zu sichern, z.B. die Paketdienste. In diesem Marktsegment sind derzeit auf der Insel etwa 3.000 Mitbewerber mit einem Marktanteil von zusammen etwa 50 Prozent aktiv, darunter auch die Deutsche Post-Tochter DHL. Die Royal Mail mit ihren 155.000 Mitarbeitern konnte sich dagegen ihren dominierenden Marktanteil an der Briefbeförderung erhalten. Investitionen wurden aber immer auf die lange Bank geschoben. Die britische Regulierungsbehörde räumte ein, die Royal Mail arbeite bis zu 40 Prozent weniger produktiv als ihre großen europäischen Konkurrenten. Während die Deutsche Post rund 90 Prozent der Briefsendungen maschinell sortieren lässt, sind es bei der britischen Post nur 50 Prozent. Deutsche Post: Erhöhung des Briefportos? / Bundesnetzagentur gegen höheres Porto14.09.2010
Auf die Frage, ob er sich höhere Portopreise wünsche, sagte Appel: „Faktisch wurden unsere Preise seit 1997 nicht mehr erhöht. Unsere Profite im Briefgeschäft sind seitdem rückläufig – trotz höherer Produktivität. Und natürlich erwarten unsere Beschäftigten, dass ihre Löhne nach den vereinbarten Nullrunden wieder steigen, was zu höheren Kosten führt.” Heute seien die Briefpreise an einen starren Produktivitätsfaktor gekoppelt. „Dieser stammt jedoch aus einer Zeit, als die Briefmengen noch stiegen. Es wäre gut, wenn der Regulierer bei der Festlegung die stark rückläufigen Mengen berücksichtigen würde.” Die Bundesnetzagentur dämpfte die Erwartungen der Deutschen Post auf höheres Briefporto für Privatkunden. Sie argwöhnt, der Konzern könnte höhere Einnahmen aus dem privaten Briefgeschäft für eine Quersubventionierung missbrauchen, um sich so im Wettbewerb um die lukrativen Großkunden besser behaupten zu können. „Mit Blick darauf würden wir mögliche Preiserhöhungen im Privatkundenbereich, wie sie von der Deutschen Post gelegentlich zu hören sind, sehr kritisch prüfen”, sagte Agentur-Chef Matthias Kurth. Ihren Portoantrag für 2011 muss die Post in nächster Zeit vorlegen. „Nach der geltenden Berechnungsformel müssten wir unsere Preise sogar senken”, sagte ein Postsprecher. Grund ist die niedrige Inflationsrate des Jahres 2009 von weniger als 1 Prozent. Die Preisanpassung errechnet sich jeweils als Differenz aus der Inflationsrate und der mit 1,8 Prozent unterstellten jährlichen Produktivitätssteigerung der Deutschen Post. Bundesnetzagentur: Verfahren zur nachträglichen Überprüfung der Teilleistungsrabatte der Deutschen Post AG eingestellt15.09.2010 Die Teilleistungsrabatte gewährt die Deutsche Post den Wettbewerbern und Konsolidierern, die größere Sendungsmengen vorsortiert direkt in die Briefzentren der Post einliefern. Sie resultieren daraus, dass durch die postvorbereitenden Tätigkeiten wie z. B. das Einsammeln, Frankieren und Vorsortieren auf postalische Leitregionen Kosten eingespart werden.
„Die intensive Überprüfung der neuen Rabatte im Rahmen des Beschlusskammerverfahrens hat ergeben, dass die Teilleistungsentgelte die Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung decken und einen angemessenen Beitrag zur Deckung der Sonderlasten der Deutschen Post leisten. Die Teilleistungsentgelte enthalten daher keine missbräuchlichen wettbewerbsbeeinträchtigenden Abschläge und verstoßen auch nicht gegen das Diskriminierungsverbot, weil die Rabatte allen Teilleistungskunden in gleicher Höhe gewährt werden”, erläuterte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, die Entscheidung. Die Deutsche Post hatte die Teilleistungsrabatte zum 1. Juli 2010 deutlich erhöht und mit der Einführung der Umsatzsteuerpflicht für Postdienstleistungen begründet. So sollten insbesondere die Nachteile für nicht vorsteuerabzugsberechtigte Einlieferer von Teilleistungssendungen kompensiert werden. Alternative Postdienstleister, insbesondere mit eigenem Zustellnetz, hatten sich in zahlreichen Beschwerden an die Bundesnetzagentur gewandt, weil die Rabatte nach ihrer Auffassung die eigenen Wettbewerbsmöglichkeiten behinderten. Daraufhin hatte die Bundesnetzagentur ein Verfahren zur nachträglichen Entgeltkontrolle gegen die Deutsche Post eingeleitet. „Auch wenn wir in diesem konkreten Fall nicht eingreifen konnten, werden wir weiter sorgfältig darauf achten, dass sich die Deutsche Post durch ihre Preissetzung keine ungerechtfertigten Quersubventionierungspotenziale erschließt und damit die Wettbewerbsmöglichkeiten alternativer Postdienstleister in unzulässiger Weise beeinträchtigt. Mit Blick darauf würden wir mögliche Preiserhöhungen im Privatkundenbereich, wie sie von der Deutschen Post gelegentlich angedeutet wurden, sehr kritisch prüfen”, betonte Kurth. Bundesregierung nimmt Stellung zu Berichten der Bundesnetzagentur und der MonopolkommissionSeptember 2010
Beispiel Briefporto: Die Monopolkommission setzt sich in ihrem Sondergutachten mit dem Titel „Post 2009: Auf Wettbewerbskurs” gehen kritisch mit der Preisregulierung für Postdienstleistungen auseinander. Insbesondere kritisiert sie, dass die Bundesnetzagentur das Ausgangsentgeltniveau zu hoch und die Produktivitätsfortschrittsrate zu niedrig angesetzt habe. Dadurch sei verhindert worden, dass die Effizienzgewinne der Deutschen Post der vergangenen Jahre an die Kunden weitergegeben worden sind. Die Bundesnetzagentur hingegen betont in ihrem Tätigkeitsbericht 2008/2009, dass die Inlandspreise auch in 2010 stabil geblieben sind. Bemerkenswert ist, dass die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme zu beiden Berichten die Sichtweise der Monopolkommission übernimmt und damit unterschwellig die ihr unterstehende Bundesnetzagentur kritisiert. Aus Sicht der Deutschen Post besteht jedoch kein weiterer Spielraum für Preissenkungen, da den Effizienzgewinnen Mengenrückgänge in Folge der elektronischen Briefsubstitution und allgemeine Kostensteigerungen gegenüber stehen. Aus diesem Grund hat Briefchef Jürgen Gerdes angesichts der Tatsache, dass die letzte Briefpreisanhebung 13 Jahre zurückliegt, darauf hingewiesen, dass dies auf Dauer nicht so bleiben könne, wenn Löhne und andere Kosten steigen. Differenzen gibt es auch in puncto Preisbildung für Massensendungen: Seit dem 1. Januar 2008 kann die Deutsche Post ihre Preise für Sendungen ab einer Mindesteinlieferungsmenge von 50 Stück ohne vorherige Genehmigung festlegen. Die Monopolkommission, der dies offenbar ein Dorn im Auge ist, vertritt die Auffassung, dass die Bundesnetzagentur nicht in der Lage sei, zwischen (zulässigen) kostenorientierten Preisnachlässen und (unzulässigen) Wettbewerbsbehinderungen zu unterscheiden. Aus diesen Gründen sei es erforderlich, die Behörde mit aktiven Ermittlungsbefugnissen auszustatten. Dies scheint die Bundesregierung ähnlich zu sehen, denn anstatt die Bundesnetzagentur zu verteidigen, kündigt sie an, das Postgesetz im Sinne der Monopolkommission zu ändern. Die Deutsche Post kann diese Sichtweise nicht nachvollziehen. So könne die Bundesnetzagentur bei begründetem Anfangsverdacht bereits heute Preisüberprüfungs- und Missbrauchsverfahren einleiten. Eine gänzlich andere Ausgangslage stellt sich beim Thema „Umsatzbesteuerung von Postdienstleistungen” dar. Hier stellt sich die Bundesregierung gegen die Sichtweise der Monopolkommission. Letztere hält wesentliche Teile der zum 1. Juli in Kraft getretenen Gesetzesänderungen für europarechtswidrig. Konkret vertritt die Monopolkommission - wie auch die Deutsche Post und zahlreiche Experten - die Ansicht, dass Universaldienstleistungen, die auf der Grundlage von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) erbracht werden, von der Umsatzsteuer zu befreien sind. Die Bundesregierung, die auch Universaldienstleistungen auf AGB-Basis der Umsatzsteuer unterworfen hat, sieht das naturgemäß anders. Uneinigkeit herrscht auch bei der Frage nach dem künftig notwendigen Umfang des Post-Universaldienstes. Die Monopolkommission betrachtet die derzeitigen Regelungen als zu detailliert, wodurch auch die Wettbewerbsentwicklung negativ beeinflusst werde. Die Vorschläge der Bundesnetzagentur zur Novellierung der Universaldienstvorgaben gingen in die richtige Richtung, aber nicht weit genug. Die Bundesregierung wiederum will die Empfehlungen der Bundesnetzagentur mit in den Novellierungsprozess der Post -Universaldienstleistungsverordnung einbeziehen, hält aber eine Einbeziehung innovativer Produkte (z. B. Hybridmail) in die Verordnung für verfrüht. Die Deutsche Post schließlich plädiert dafür, Anreize für die Realisierung moderner, verbrauchergerechter Dienstleistungen zu schaffen.“ Das Gutachten der Monopolkommission im Wortlaut: http://www.monopolkommission.de/aktuell_sg57.html oder hier ver.di will neuen Anlauf auf Post-Mindestlohn nehmen / Studie: Keine Arbeitsplatzverluste durch Mindestlohn21.09.2010 Der Post-Mindestlohn – 9,80 Euro je Stunde in den alten Bundesländern, 9,00 Euro in den neuen Bundesländern - wurde im Januar 2008 eingeführt. Der Post-Mindestlohn galt allerdings nur dann, wenn mehr als die Hälfte der Beschäftigten im Unternehmen auch als Briefzusteller arbeiteten – für viele Briefdienstleister ein Schlupfloch aus dem Tarif. Sie gaben an, zur Branche der Spediteure zu gehören. Schließlich böten sie im Gegensatz zur Deutschen Post Dienstleistungen wie Sendungsnachverfolgung und eine Geld-zurück-Garantie an. Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Januar 2010 die damals geltende Mindestlohn-Verordnung für die Briefbranche wegen Formfehlern gekippt. Kocsis: „Der Post-Mindestlohn wirkte als ‚Dumpingbremse’ und hatte trotz seiner nur sehr eingeschränkten direkten Anwendung eine stabilisierende Wirkung auf die Löhne der Beschäftigten der Branche. Das zeigt eine Studie der Input Consulting GmbH über die Anwendung des Post-Mindestlohns und seine Auswirkungen auf Löhne, Unternehmen, Wettbewerb und Arbeitsplätze in der Briefbranche.” Nach Angaben der Input Consulting Stuttgart, die die Studie im Auftrag von ver.di erstellt hat, zahlten einige Firmen wegen des öffentlichen Drucks zwar etwas mehr Stundenlohn als zuvor, blieben aber unter dem verordneten Post-Mindestlohn. Im Schnitt seien die Löhne nach Inkrafttreten der Post-Mindestlohn-Verordnung um 10 Prozent gestiegen, sagte Studienleiter Claus Zanker. Der rechnerisch durchschnittliche Monatslohn eines Briefzustellers bei den Wettbewerbern der Deutschen Post sei von 2007 auf 2008 in Westdeutschland von 1.286 Euro auf 1.399 Euro und in Ostdeutschland von 1.031 Euro auf 1.153 Euro gestiegen, das entspricht Stundenlöhnen von 6,91 Euro im Osten und 8,39 Euro im Westen Deutschlands. „Er ist damit – bezogen auf einen Single – knapp über die Schwelle der Hilfsbedürftigkeit nach dem Sozialgesetzbuch II gerutscht”, so Kocsis. Ein wichtiges Ergebnis der Studie – so Zanker – sei die Erkenntnis, der Post-Mindestlohn hat nicht zu mehr Geschäftsaufgaben oder Entlassungen geführt. Firmeninsolvenzen seien vielmehr die Folgen aus Fehlentscheidungen der Vorjahre gewesen. Die Studie der Input Consulting vom Mai 2010 „Die Anwendung des Postmindestlohns und seine Auswirkungen auf Löhne, Unternehmen, Wettbewerb und Arbeitsplätze in der Briefbranche” finden Sie hier.GLS baut neues Depot in Neumünster23.09.2010 Für die Errichtung des neuen Standorts erwarb GLS ein 31.600 Quadratmeter großes Grundstück in Neumünster. Die 4.000 Quadratmeter große Halle, ausgestattet mit einer 2-Strang-Fördertechnik, ermöglicht eine Erweiterung der Kapazitäten und einen zügigeren Umschlag der 30.000 Paketsendungen pro Tag. „Für den Standort Neumünster sprechen nicht nur die direkte Anbindung an die Autobahn 7 und mehrere Bundesstraßen, sondern ebenso die zentrale Lage in Norddeutschland - zwischen Hamburg, Kiel und Flensburg”, erklärte Klaus Conrad, Managing Director der GLS Germany, beim ersten Spatenstich. Auch Oberbürgermeister Dr. Olaf Taurus begrüßte die Ortswahl: „Ich freue mich sehr, dass die Firma GLS als europaweit tätiger Paketdienstleister den Logistik-Standort Neumünster weiterhin mit einer eigenen Niederlassung bereichert und dabei noch eine Reihe von neuen Arbeitsplätzen schafft.” Das Unternehmen ist bereits seit 1999 vor Ort. Moderne Paketlogistik im Öko-Depot ◊
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