![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Telekommunikation |
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September - Dezember 2002
WLAN-Frequenzen im 5 GHz-Bereich zur allgemeinen Nutzung freigegeben WLAN eignet sich besonders zur Realisierung des drahtlosen Internetzugangs an sogenannten Hot-spots wie Flughäfen, Bahnhöfen, Hotels, Cafes oder Einkaufscentern. Darüber hinaus erschließt die Möglichkeit des Datenaustauschs mit hohen Übertragungsraten, z.B. zwischen verschiedenen Gebäuden von Hochschulen, Krankenhäusern und Firmenkomplexen, vielfältige neue Nutzungsmöglichkeiten. Wettbewerb bei Ortsgesprächen erst 2003 Deutsche Telekom präzisiert Sparmaßnahmen Toll Collect installiert Lkw-Mautsystem Arbeitsweise von Toll Collect: Ein Lkw fährt beispielsweise von Hamburg nach München, teils auf Autobahnen, teils auf Landstraßen und im Stadtverkehr. Ein im Fahrzeug eingebautes Gerät, die On-Board-Unit, erkennt jeden gebührenpflichtigen Autobahnabschnitt und errechnet aus den Daten des Fahrzeugs (Achszahl und Schadstoff-Emissionsklasse) und den gefahrenen Kilometern automatisch die für die Autobahn fälligen Mautgebühren und funkt diese an die Toll-Collect-Zentrale. Die Zentrale rechnet die Gebühr mit dem Fahrzeughalter ab. Der Fahrer kann sich aber auch manuell in das System über Internet einwählen und je Fahrt ein Ticket lösen. Die Ticketautomaten wird es an Tankstellen, Autobahnauffahrten und Rastplätzen geben. Die On-Board-Units lassen sich mit Zusatzmodulen für Mehrwertdienste erweitern, die die Transportunternehmen nach eigenen Ansprüchen zusammenstellen können, wie
„Solche Mehrwertdienste”, so Mangold, „reduzieren Engpässe im Verkehrsnetz und optimieren die Auslastung der Verkehrswege. Dies trägt zur Kostenersparnis für das Transportgewerbe bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Umwelt.” Toll-Collect kann mehr als 150 Millionen Fahrten und mehr als 23 Milliarden Straßenkilometer verarbeiten. T-Com beschleunigt Personalabbau Über den Stellenabbau hinaus sind weitere Kostensenkungen geplant. So will T-Com die Vergabe von Aufträgen an Fremdunternehmen, z.B. die Verlegung von Telefonleitungen durch Handwerksunternehmen, einschränken. 2,7 Millionen T-DSL-Anschlüsse vermarktet Deutsche Telekom verkauft Anteil an Mobilfunkgesellschaft in der Ukraine An MTS ist die Deutsche Telekom über ihre Tochter T-Mobile International AG mit 40,1 Prozent beteiligt. Damit bleibt sie weiterhin dem ukrainischen Telekommunikationsmarkt verbunden. Kai-Uwe Ricke neuer Telekom-Chef Ricke, dessen Vater der erste Telekom-Chef nach der Privatisierung 1990 war, startet seine berufliche Karriere nach Banklehre und Studium an der European Business School - Schloss Reichartshausen - als Vorstandsassistent bei der Bertelsmann AG Gütersloh. Anschließend wurde er Vertriebs- und Marketingleiter der Tochtergesellschaft Scandinavian Club AG in Malmö. Von 1990 bis 1997 war Ricke Geschäftsführer der Telekom-Konkurrenzfirma Talkline Verwaltungsgesellschaft mbH in Elmshorn. Im Januar 1998 übernahm Ricke den Vorsitz der Geschäftsführung der damaligen DeTeMobil Deutsche Telekom Mobilnet GmbH, im Februar 2000 den Vorstandsvorsitz der neu gegründeten T-Mobile International AG. Im Mai 2001 wurde er in den Vorstand der Deutschen Telekom berufen. Nach Sonderabschreibungen Konzernfehlbetrag von 24,5 Milliarden Euro / Keine Dividende für 2002 Der Telekom-Umsatz in den ersten 9 Monaten 2002 stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2001 um 12 Prozent von 35 Milliarden auf 39,2 Milliarden Euro. Das Konzern-EBITDA verbesserte sich um 5,6 Prozent von 11,3 Milliarden auf 12 Milliarden Euro. Dieser operativen Entwicklung stand neben einer leichten Reduzierung der Nettoverschuldung auf 64 Milliarden Euro ein Konzernfehlbetrag - hauptsächlich wegen außerplanmäßiger Abschreibungen - von 24,5 Milliarden Euro gegenüber. Im Rahmen der strategischen Überprüfungen entschloss sich die Telekom, alle Aktiva auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen. Dies führte zu Wertberichtigungen im 3. Quartal 2002 um 19,3 Milliarden Euro. Allein bei T-Mobile USA (bisher: VoiceStream) lag die Sonderabschreibung bei 18 Milliarden Euro. Ein Verkauf von VoiceStream zur Sicherung der Entschuldungsziele ist nicht mehr notwendig, bestätigte der scheidende Telekom-Chef Sihler. Er kündigte zudem an, Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung 2003 vorschlagen, für 2002 keine Dividende zu zahlen und damit die Schulden um etwa 1,6 Milliarden Euro abzubauen. Bis zum Jahresende 2005 strebt der Gesamtkonzern einen Abbau von insgesamt 43.400 Stellen (netto) an, davon 42.500 in Deutschland. Mitnahme der alten Mobilfunknummer möglich Voraussetzung für die Nummernmitnahme ist der Abschluss eines Vertrags mit einem neuen Mobilfunkanbieter und die Beendigung des Vertrags mit dem bisherigen Anbieter. Mobilfunkanbieter, die für Anrufe in die verschiedenen Mobilfunknetze unterschiedliche Preise verlangen, müssen ihren Kunden künftig eine Möglichkeit schaffen, sich zu informieren, welche Rufnummer in welchem Netz geschaltet ist. Dies - so die Reg TP - ergibt sich aus der allgemeinen Preisauszeichnungspflicht. Für die Rufnummernmitnahme darf der abgebende Betreiber dem Kunden nur diejenigen Kosten in Rechnung stellen, die einmalig beim Wechsel eines Kunden entstehen. Es ist nicht zwingend, dass alle Unternehmen die gleiche Wechselgebühr verlangen. Die Reg TP hat keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, wenn das aufnehmende Unternehmen dem Neukunden die Wechselgebühren des bisherigen Unternehmens erstattet. Deutsche Telekom strukturiert Vorstand neu / 3 der bisherigen Vorstandsmitglieder scheiden aus Mit der neuen Vorstandsstruktur erhalten die 4 Divisionen mehr Verantwortung bei gleichzeitiger Einbindung in die Konzernziele. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender wurde Finanzvorstand Dr. Karl-Gerhard Eick. Dr. Heinz Klinkhammer bleibt weiter zuständig für den Bereich Personal. Josef Brauner vertritt wie bisher die Interessen des Festnetzes (T-Com) und ist auch für die T-Systems zuständig. Neu in den Vorstand wurde René Obermann berufen, bisher Europachef von T-Mobile. Er soll auch Vorstandsvorsitzender von T-Mobile werden. Im Konzernvorstand ist künftig auch Thomas Holtrop vertreten, der Vorstandsvorsitzende von T-Online. Das dienstälteste Vorstandsmitglied, Gerd Tenzer (59), schied schon Ende November 2002 aus dem Vorstand aus. Er wird laut Telekom-Zentrale „dem Unternehmen als Sonderbeauftragter für Telekommunikations- und Wettbewerbspolitik weiter verbunden bleiben”. Tenzer trat 1970 in die Dienste der Deutschen Bundespost und war von 1975 bis zur Postreform 1990 im Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen, zuletzt als Leiter des Referats für Fernmeldepolitik, tätig. Jeffrey Hedberg, bisher für den Vorstandsbereich International zuständig, schied zum Jahresende 2002 aus dem Vorstand aus. Er leitet künftig die Deutsche Telekom USA und übernimmt die Funktion des Vice Chairman T-Mobile USA. Der bisherige Vorstand des Ressorts Corporate Affairs, Dr. Max Hirschberger, verließ den Konzern. Für die „Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den 3 ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern und dem zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden Dr. Ron Sommer” stellte die Telekom 25 Millionen Euro bereit.
Quelle: Geschäftsbericht 2004 der Deutsche Telekom AG Deutsche Telekom fordert Finanzhilfe vom Staat Wenn nur das Tarifpersonal die Lasten des Personalabbaus zu tragen hätte, „droht eine Schieflage”. Erstens würde es die Telekom als Unternehmen schädigen, wenn sie ihren Personalabbau nach der Personalakte vornehmen müsste und nicht nach betrieblichen Erfordernissen. Zweitens werde der Betriebsfrieden aufs Spiel gesetzt. Mit Unterstützung aus dem Bundesfinanzministerium kann die Telekom allerdings nicht rechnen. Schließlich sei sie gesetzlich verpflichtet, die Beamten zu beschäftigen, so eine Ministeriumssprecherin. Im Übrigen verbiete sich eine Beteiligung des Bundes allein schon wegen der angespannten Kassenlage des Bundes. Regulierungsbehörde genehmigt neue Entgelte der Deutschen Telekom Genehmigt wurden die Absenkung der Standardentgelte für City-Verbindungen um durchschnittlich 4,2 Prozent ebenfalls zum 1. Februar 2003 sowie die Verbilligung der Entgelte für Fernverbindungen um durchschnittlich 1,22 Prozent und der Auslandsverbindungen um durchschnittlich 0,2 Prozent. So zahlen die Telekom-Kunden beispielsweise im Deutschlandtarif an Werktagen tagsüber künftig 12,2 Cent pro Minute und im Freizeittarif von 18 - 21 Uhr 6,1 Cent pro Minute. ◊
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