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Januar - März 2006
Bundesregierung für Lockerung der Telekom-RegulierungJanuar 2006 Damit ergriff die Bundesregierung offen Partei für die Deutsche Telekom, die ihr geplantes Glasfasernetz nach dem Willen der EU-Kommission für Wettbewerber öffnen muss. Union und SPD hatten dem Bonner Konzern bereits im Koalitionsvertrag vom Oktober 2005 zugesichert, das 3,3 Milliarden Euro teuere Glasfasernetz zunächst allein nutzen zu können, um Pioniergewinne für sich sichern zu können. Im Gegenzug will die Telekom 5.000 Arbeitsplätze erhalten. Massive Kritik am Vorstoß der Regierung kam prompt von den Telekom-Konkurrenten. Sie kündigten „die härteste Auseinandersetzung seit Einführung des Telekommunikationsgesetzes” an. „Digitalisierung des Rundfunks kann Spielräume für neue multimediale Dienste ermöglichen11.01.2006 „Mit dem Eckpunkte-Papier wollen wir eine Diskussion über eine effektivere Frequenznutzung anstoßen, die Chancen für neue und innovative Angebote und Märkte mit Wachstumsmöglichkeiten eröffnet”, betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, in Bonn. „Der GSM- und UMTS-Mobilfunk haben gezeigt, welches erhebliche Wachstum in wenigen Jahren durch mobile Funkfrequenznutzung erzielbar ist. Deutschland kann die Fußballweltmeisterschaft 2006 nutzen, um mit der Übertragung von Kurzvideos auf Mobilfunkgeräte mit neuer Empfangstechnologie eine Initialzündung für einen neuen Innovationsschub auszulösen.” Das wirtschaftliche und technische Umfeld der Rundfunkverbreitung steht vor grundlegenden Veränderungen, so Kurth. „Für den Ton- und Fernsehrundfunk wurden bereits digitale Übertragungssysteme eingeführt, neuartige Inhaltsangebote auch über den klassischen Rundfunk hinaus stehen vor der Einführung und benötigen dringend geeignete Übertragungskapazitäten, um Kunden zu erreichen.” Wegen der europaweiten Harmonisierung, aber auch wegen der ohnehin extrem dichten Belegung des Frequenzspektrums kommen - so Kurth weiter - für die künftigen Veränderungen vor allem die dem Rundfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereiche in Frage. „Die Bundesnetzagentur hat deshalb untersucht, ob und in welchem Umfang durch die mit der Digitalisierung des Rundfunks verbundene Ausweitung der Übertragungskapazitäten - sogenannte digitale Dividende - auch Spielräume für neue multimediale Dienste entstehen.” Studie: Handykosten treiben Kinder und Jugendliche in SchuldenfalleJanuar 2006 Umfrage: VoIP soll bis zum Jahr 2010 herkömmliche Telefonie ablösenJanuar 2006 Die Teilnehmer an der Erhebung wurden auch zu den Vorteilen der Internet-Telefonie befragt, wie sie sich aus der persönlichen Sicht stellen. Klar im Vordergrund stehen die Einsparpotenziale. 80 Prozent halten die niedrigen Minutenpreise für das Telefonieren samt den Flatrate-Angeboten für den wichtigsten Vorteil von VoIP. Ein weiterer gravierender Vorteil sei die Kostenersparnis durch den Wegfall der Telefon-Infrastruktur. Mobiltelefonieren im Januar 2006 11,5 Prozent günstigerMärz 2006 Der Preisindex für Telekommunikationsdienstleistungen insgesamt (Festnetz, Mobilfunk und Internet) lag aus Sicht der privaten Haushalte im März 2006 im Vergleich zum März 2005 um 3,0 Prozent niedriger. Bundesverfassungsgericht: Gespeicherte E-Mails fallen nicht unter das Fernmeldegeheimnis02.03.2006 Staatsanwaltschaft und Polizei können künftig auf diese Daten ohne Rücksicht auf die relativ strengen Beschlagnahmevorschriften nach den Paragrafen 100g und 100h Strafprozessordnung zugreifen und damit schon beim Verdacht auf weniger erhebliche Straftaten. Die Beschlagnahme muss in diesen Fällen nicht mehr von einem Richter oder in Eilfällen von einem Staatsanwalt, sie kann auch von einem Polizisten angeordnet werden. Nach Ansicht der Verfassungsrichter endet der Schutz des Fernmeldegeheimnisses nämlich in dem Moment, in dem die Nachricht bei dem Empfänger angekommen und der Übertragungsvorgang beendet ist. Der staatliche Zugriff wird künftig nur noch am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit geprüft. Ein E-Mail-Geheimnis - so das Gericht - sei erstens nicht so richtig geheim. Zweitens würden über die neuen elektronischen Kommunikationswege so viele Daten transportiert, dass man diese Wege nicht mehr als besonders sensibel ansehen könne. Sie müssten der Strafverfolgung leichter zugänglich sein als bisher. Den Zugriff auf die Daten direkt beim Betroffenen hält das Gericht für nicht so gravierend wie einen Zugriff beim Telekommunikationsunternehmen, von dem der Betroffene üblicherweise gar nichts mitbekomme. Bei der Beschlagnahme von Computer und Handy sei er dabei und könne sich dann rechtlich dagegen wehren. Jahresbericht 2005 der Bundesnetzagentur: Noch kein wesentlicher Wettbewerb im Briefmarkt / Telekommunikationsmarkt wächst16.03.2006
Kurth zeigte sich erfreut, dass der Telekommunikationsmarkt weiter wachse und ein entscheidender Motor für die gesamte deutsche Wirtschaft sei. „Wachstum und Wettbewerb sind keine Gegensätze, sondern sie befruchten sich wechselseitig und haben einen gewaltigen Innovations- und Investitionsschub ausgelöst. Für dieses Wachstum sind vor allem 2 Faktoren entscheidend: die Verbreitung und Nutzung des Mobilfunks sowie die Nutzung des Internets und die Verbreitung breitbandiger Zugänge.” Das Festnetz - so Kurth - wird im Sprachbereich durch günstige Mobilfunkangebote herausgefordert. Andererseits habe es dank der DSL-Technologie eine Renaisance erlebt. Ende 2005 waren 10,4 Millionen DSL-Anschlüsse geschaltet. Das ist allein im Jahr 2005 ein Zuwachs von 3,6 Millionen Kunden. 27 Prozent der Haushalte verfügen über einen DSL-Anschluss (2004: 17 Prozent). Dank des Wettbewerbs seien auch die Marktanteile der Wettbewerber überproportional gewachsen. Ende des 1. Quartals 2005 waren 26,8 Millionen Analoganschlüsse (inkl. Öffentliche Telefonstellen und Anschlüsse für Kabel-TV-Telefonie), 12,1 Millionen ISDN-Basisanschlüsse und 125.000 ISDN-Primärmultiplexanschlüsse in Betrieb. Daraus errechnen sich 54,8 Millionen Telefonkanäle. Die Gesamtzahl stieg bis Ende 2005 auf mehr als 55,1 Millionen. In die Berechnung dieser Kanalzahlen gehen ein Analoganschluss mit einem Telefonkanal, ein ISDN-Basisanschluss mit 2 Telefonkanälen und ein ISDN-Primärmultiplexanschluss mit 30 Telefonkanälen ein. In den deutschen Mobilfunknetzen waren Ende 2005 rund 79,2 Millionen Teilnehmer registriert (ein Nutzer kann mehrere Vertragsverhältnisse unterhalten).
Triple Play: Sprachdienste, Internet und Fernsehen im BündelMärz 2006 Der Begriff „Triple Play” wird zunehmend in der öffentlichen Diskussion erwähnt. Triple Play ist das Angebot von Sprach- und Internetzugangsdiensten sowie Fernseh- und Videodiensten im Bündel von einem einzigen Anbieter. Voraussetzung für Triple Play-Dienste ist ein Breitbandanschluss. Triple Play benötigt Technologie-Plattformen, die gleichermaßen Telefonie, Internet und Bewegtbilder ermöglichen. Gemeinsam ist den Plattformen, dass für die zeitgleiche Übertragung von Telefonaten, TV-Programmen und Internetdaten erhebliche Bandbreiten bis zum Endkunden erforderlich sind. 3 Plattformen des Triple Play präsentieren sich gegenwärtig dem Kunden. Eine Plattform sind die Kabelfernsehnetze. Das Kerngeschäft dieser Netzbetreiber - ehemals das Verbreiten von Rundfunksignalen für Fernsehen und Hörfunk - erweitert sich auf breitbandiges Internet und auf Sprachtelefonie. Die Kabelnetze bis in die Haushalte müssen aber dazu rückkanalfähig gemacht werden. Eine weitere Plattform sind die breitbandig aufgerüsteten herkömmlichen Telefonnetze, die im Anschlussbereich mit DSL-Anschlüssen ausgestattet wurden. Das Kerngeschäft der Netzbetreiber - traditionell die Telefonie - wird erweitert durch breitbandige Internetzugänge, Video-on-Demand und Internetfernsehen. Als 3. Plattform entwickeln sich mobile funkbasierte Netze. Der Mobilfunk - ausgehend von Sprachverbindungen - etabliert zunehmend Daten- und Bilddienste. Mit UMTS sind breitbandiges Internet, Bewegtbildkommunikation und Unterhaltungsangebote mit Videos und Fernsehen abrufbar.
Quelle: Jahresbericht 2005 Bundesnetzagentur Mischformen des Triple Play-Angebots auf verschiedenen Plattformen sind ebenso möglich, z.B. das Angebot aus einer Hand von DSL- und Mobiltelefondiensten. Anfang 2006 existierte Triple Play allerdings erst auf der Plattform der Kabelfernsehnetze.
Quelle: Jahresbericht 2005 Bundesnetzagentur Deutsche Telekom steigert Umsatz und Überschuss02.03.2006 Von den Umsatzerlösen in Höhe von 59,6 Milliarden Euro erwirtschaftete die Deutsche Telekom 57,4 Prozent im Inland (Vorjahr: 60,6 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 7,6 Milliarden Euro (2004: 6,3 Milliarden Euro). Das Eigenkapital ist in der Bilanz mit 49,6 Milliarden Euro ausgewiesen (Vorjahr: 45,8 Milliarden Euro), die Eigenkapitalquote mit 36,4 Prozent (2004: 34,5 Prozent). T-Mobile steigerte den Umsatz um 11 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro. Dazu beigetragen hat insbesondere das Kundenwachstum (2005: + 4,4 Millionen auf 21,7 Millionen) und ein Umsatzanstieg von 28 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro bei T-Mobile USA (früher: VoiceStream), aber auch die Erstkonsolidierung der slowakischen Mobilfunkbeteiligung. T-Mobile Deutschland gewann 2005 2,1 Millionen Teilnehmer, Bestand Ende 2005: 29,5 Millionen. Gesamtumsatz: 8,6 Milliarden Euro. Zahl der T-Mobile Kunden weltweit Ende 2005: 86,6 Millionen (gegenüber 2004 + 11,6 Prozent). Das Geschäftsfeld Geschäftskunden hielt den Umsatz mit 12,9 Milliarden Euro weitgehend stabil. Der Gesamtumsatz des Geschäftsfeldes Breitband/Festnetz mit den beiden Geschäftseinheiten T-Com und T-Online hat sich im Jahresverlauf um 3,6 Prozent auf 26,0 Milliarden Euro verringert. Der Umsatzrückgang resultierte im Wesentlichen aus rückläufigen Verbindungsumsätzen und aus dem Verlust von Schmalbandanschlüssen. Er konnte nur zum Teil durch wachsende Umsätze im Breitbandbereich und durch Vorleistungen der Wettbewerber kompensiert werden. Die Zahl der T-Com Breitbandanschlüsse im In- und Ausland wuchs bis Ende 2005 auf 8,5 Millionen, in Deutschland waren 7,9 Millionen von T-Com bereitgestellte DSL-Anschlüsse in Betrieb. Anzahl der Beschäftigten im Konzern Deutsche Telekom am 31. Dezember 2005: 243.695 (2004: 244.645), davon waren 46.525 Beamte (Ende 2004: 48.536).
Quelle: Geschäftsbericht 2005 der Deutschen Telekom AG Umbau T-Com: Konzentration der Callcenter im Privatkundenvertrieb19.01.2006 Die Umstrukturierung ist ein Baustein aus dem im November 2005 angekündigten umfassenden T-Com-Umbau zu einem „schlagkräftigen, effizienten und kundenorientierten Unternehmen als Reaktion auf den technischen Fortschritt, die Nutzung innovativer Arbeitsmethoden und die Marktentwicklung”. Bei der Realisierung dieser Umbaupläne werden bis 2008 rund 20.000 Stellen entfallen (im Gesamtkonzern: 32.000). Gleichzeitig könnten bei T-Com bis zu 8.000 Stellen neu geschaffen werden, davon allein 5.000 Stellen durch den Aufbau eines neuen Glasfaser-Highspeed-Netzes und weitere 3.000 Stellen in der T-Punkt Vertriebsgesellschaft durch den Ausbau der T-Punkt Organisation. T-Com will bis Ende 2007 auch das Produktportfolio für Privatkunden um etwa 120 Produkte - das sind rund 60 Prozent - ohne direkte Einschränkungen für T-Com Kunden bereinigen. Damit soll das T-Com Angebot für Kunden und Mitarbeiter transparenter werden. Mit mehr als 15.000 Callcenter-Mitarbeitern in derzeit 96 Callcentern ist T-Com einer der größten Callcenter-Betreiber in Deutschland. Der Umbau der Callcenter-Strukur sei notwendig, denn Branchenvergleiche und interne Analysen hätten zu der Erkenntnis geführt, dass die historisch gewachsene Callcenter-Landschaft von T-Com nicht mehr der Marktentwicklung und den angestrebten Qualitätsstandards entspricht. Ausgebaut werden die Privatkunden-Callcenter an folgenden 51 Standorten: Folgende Standorte werden aufgegeben: Vodafone verschärft Angriff aufs FestnetzFebruar 2006 Nach Angaben des Vodafone-Geschäftsführers war 2005 für Vodafone D2 ein erfolgreiches Jahr. 2005 konnte der Telekom-Konkurrent seine Kundenzahl um 2,2 Millionen auf 29,2 Millionen steigern. Weltweit wuchs 2005 die Zahl der Kunden bei der Vodafone-Gruppe um 7,1 Millionen Kunden auf 179 Millionen. Mehr als 85 Prozent des Neukundengeschäfts in Deutschland entfiel auf vorausbezahlte Karten (Prepaid). Auch das UMTS-Geschäft komme - so Joussen - allmählich in Schwung. Bis Ende 2005 sei die Zahl der UMTS-Kunden auf 1,5 Millionen gestiegen, weltweit auf 8 Millionen. Zu Umsätzen und Erträgen machte das Unternehmen keine Angaben. Auch T-Mobile bietet mit T-Mobile@home kombinierte Festnetz-/MobiltelefonieFebruar 2006 Arcor: Ein Telefon für Festnetz und MobilfunkMärz 2006 Beim Arcor-Sprach- und DSL-Anschluss wird die Netzverbindung auf dem Display der Geräte angezeigt. Unabhängig davon kann der Kunde jederzeit via Mobilfunknetz telefonieren. Die Dual Mode-Geräte bieten zudem zahlreiche zusätzliche Anwendungen wie E-Mail-Service, Intenet-Surfen, Festnetz-SMS, Musik- und Video-Downloads, Online-Anrufbeantworter und Anruflisten. Produktoffensive der Telekom: Glasfaser-Highspeed-Netz für zehn Städte / Dual Phone-Lösung / 3D-Center / Schnelles mobiles Internet HSDPA02.02.2006 Mitte 2006 wird die Telekom „im Vertrauen auf die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen” die ersten 10 Städte in Deutschland an das angekündigte neue hyperschnelle Breitbandnetz anschließen. Wenig später werde der Konzern dann erste Dienste anbieten und zeigen, welche neuen Möglichkeiten das bis zu 50 Mbit/s schnelle Netz habe. Noch fehle die benötigte regulatorische Klarheit und Verbindlichkeit für den Aufbau der innovativen Infrastruktur mit einer Investition von 3 Milliarden Euro in 50 Städten bis Ende 2007. Die Telekom werde aber bei einem Teil des Aufbaus in Vorleistung gehen und dafür 500 Millionen Euro investieren. In der ersten Aufbaustufe verlegt T-Com 4.000 km Glasfaserkabel und stellt 20.000 neue Multifunktionsgehäuse auf. Welche Möglichkeiten das neue Highspeed-Netz bietet, zeigte das bei der Veranstaltung vorgestellte 3D-Center, das die gewohnte 2-dimenionale visuelle Kommunikation um eine Dimension erweitert und z.B. bei 3D-Videokonferenzen emotionale Nähe schafft. „3D-Videos und Filme werden lebendig, neue Optionen in der TV-Landschaft öffnen sich. 3D-Online-Shopping wird zu einem buchstäblich greifbaren Erlebnis. 3D ist nach dem hochauflösenden Fernsehstandard HDTV eine völlig neue Dimension in der Erlebniswelt der Kunden.” Das Hochleistungsglasfasernetz ermöglicht auch das Angebot von IPTV-Diensten, also von Fernsehangeboten im Internet. „Für mich gibt es keinen Zweifel: Fernsehen wird ein wichtiger Bestandteil unseres Triple-Play-Angebots. Wir werden eine große Auswahl an kostenfreien TV-Kanälen bieten. Dazu kommt Spielfilm on Demand”, sagte Walter Raizner, Telekom-Vorstand für das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz. Die Telekom hat bereits für die Zukunft vogesorgt: Für die nächsten 3 Spielzeiten der 1. und 2. Fußball-Bundesliga hat sie von der Deutschen Fußballliga DFL die IP-Rechte (Live- und Nachverwertung). Ziel sei zudem, in der 2. Jahreshälfte 2006 eine große Zahl von etwa 100 Free- und Pay-TV-Sendern über das Highspeed-Netz anzubieten. Ricke und Raizner stellten auch die zur IFA 2005 angekündigte Dual Phone-Lösung als nun testbares Gerät vor. Es handelt sich um ein Universalgerät für die private Sprach- und Datenkommunikation, zu Hause oder unterwegs via Festnetz, Mobilfunk oder Hotspot. Highspeed UMTS, die mobile Datenübertragung mit festnetzschellem DSL-Tempo, - Start im März 2006 bei der CeBIT - ist ein weiteres Neuheiten-Angebot. Die innovative HSDPA Technik bietet Bandbreiten von bis zu 1,8 Mbit/s im T-Mobile UMTS-Netz. Ausgewählte T-Mobile Geschäftskunden testeten bereits Highspeed UMTS seit 2005. Ab Anfang März 2006 bietet T-Mobile eine Flatrate für die mobile Datenübertragung von 35 Euro pro Monat plus 1 Euro Tagesnutzungspreis ohne Volumen- und Zeitlimit an. Damit kann der Nutzer praktisch überall im Internet surfen, E-Mails übertragen und mit Firmenanwendungen arbeiten. T-Systems, der Geschäftskundenbereich der Telekom, wird die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland mit Lösungen aus Informationstechnologie und Telekommunikation ausrüsten. Das Organisationskommitee der FIFA hat T-Systems beauftragt, ein Digitalfunknetz TETRA für alle 12 WM-Stadien zu planen, aufzubauen und zu betreiben. Außerdem kann die Weltmeisterschaft zum ersten Mal durchgehend in HDTV-Qualität übertragen werden. Handy-FernsehenMärz 2006 Bereits betriebsbereit ist die Übertragung von Fernsehen aufs Handy per UMTS. Da hierbei aber für jedes Handy eine individuelle Verbindung aufgebaut werden muss, ist diese Technik für Massenausstrahlungen nicht geeignet. Die GEZ (Gebühreneinzugszentrale der öffentlichen Rundfunkanstalten) hat bereits vorab darauf aufmerksam gemacht, dass fernsehtaugliche Mobiltelefone fernsehgebührenpflichtig sind. Dual Phone T-One von T-Com am MarktMärz 2006 In den eigenen vier Wänden kann der Kunde mit T-One wie gewohnt über seinen Festnetzanschluss telefonieren. Unterwegs wird T-One zum Handy. An den 6.000 HotSpot Standorten von T-Com und T-Mobile klinkt sich T-One in der DSL-Variante in ein lokales öffentliches WLAN-Netz ein. Außerhalb des WLAN-Netzes nutzt T-One das GSM-Netz. Das Gerät sucht sich das verfügbare Netz automatisch. Das T-One-Paket umfasst neben der bereits vorhandenen Festnetzrufnummer eine Mobilfunknummer und eine VoIP-Rufnummer. Neben der Sprachkommunikation bietet das T-One Endgerät von T-Com alle Funktionen eines modernen Handys. Dazu gehören neben einem Farbdisplay und einer hochauflösenden Kamera auch MMS-Funktionen zum Versand von Foto-Nachrichten sowie Kalender und Adressbuchfunktion. Hersteller AVM: Premiere für VDSL- und DECT-/VoIP-GeräteMärz 2006 Das neue Topmodell FRITZ!Box Fon WLAN 7170 von AVM kombiniert VoIP-Telefonanlage, WLAN-Router und DSL-Modem. USB-Geräte wie Speicherstick, Drucker oder eine externe Festplatte lassen sich ebenfalls anschließen und so im gesamten Netzwerk einsetzen. Telefongespräche können auch bei ausgeschaltetem Computer wahlweise über Internet (VoIP) oder das Festnetz geführt werden. Das Gerät ist sowohl am ADSL- als auch am ADSL2+-Anschluss einsatzbereit. Erstmals zeigte AVM Endgeräte für den kommenden VDSL-Standard mit aktuellen Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s. Die Markteinführung orientiert sich an der Verfügbarkeit des VDSL-Netzes und den entsprechenden Angeboten der Netzbetreiber und Provider. Deutsche Telekom gründet Forschungs- und Entwicklungsinstitut in Israel06.02.2006 Das neue Institut ist eine universitäre Außenstelle der Deutschen Telekom Laboratories mit Sitz an der Technischen Universität Berlin. 3 Themenfelder werden zunächst die Schwerpunkte der Forschungsarbeit sein: Beim Thema „Sicherheit in Telekommunikationsnetzen” geht es darum, Sicherheitsmaßnahmen, die Anwender bisher umständlich auf ihren Endgeräten installieren mussten, bereits im Telekommunikationsnetz selbst einzusetzen. Beim 2. Forschungsschwerpunkt geht es darum, unterschiedliche und auf verschiedene Netze verteilte Softwarekomponenten schnell und effizient zu arrangieren und an die Geschäftsprozesse von Kunden anzupassen. Der 3. Schwerpunkt dreht sich um das Thema „Intuitive Usability”. Ziel ist, dem Endkunden eine natürliche und einfache Bedienung von komplexen Telekommunikationsdiensten zu ermöglichen. T-DSL 16 000 ab Mai 2006März 2006 T-Online und T-Mobile: Videotelefonie zwischen PC und HandyMärz 2006 Der Aufbau des Videotelefonats ist sowohl vom PC zum Handy als auch umgekehrt möglich.Vor dem Rufaufbau aktiviert der PC-Nutzer die Videofunktion der Internettelefon-Software und wählt die Rufnummer des T-Mobile-Kunden. Der T-Mobile-Kunde wählt die Rufnummer des T-Online-Kunden (PC mit Vorwahl 032). Telefonzellen vor dem Aussterben?März 2006 Bei Basistelefonen ist Telefonieren nur mit dem Zahlencode einer speziellen Telefonkarte (Calling-Card) oder der Kreditkarte möglich. Auch R-Gespräche können geführt werden. Grundsätzliches: Nach § 78 Abs. 2 Tz. 4 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) vom 22.06.2004 zählt die „flächendeckende Bereitstellung von öffentlichen Münz- und Kartentelefonen an allgemeinen und jederzeit für jedermann zugänglichen Standorten entsprechend dem allgemeinen Bedarf” zu den Universaldienstleistungen, die „zu erschwinglichen Preisen” anzubieten ist. Die Deutsche Telekom als Marktführer ist damit verpflichtet, den gesetzlichen Auftrag zur Versorgung mit öffentlichen Münz- und Kartentelefonen zu erfüllen. Veränderungen des Umfangs oder der technischen Bedingungen beim Erbringen von Universaldienstleistungen muss die Deutsche Telekom nach § 150 Abs. 9 TKG der Bundesnetzagentur ein Jahr vor Wirksamwerden anzeigen. Dies gilt auch für das Bereitstellen öffentlicher Telefonstellen. UMTS-Handy mit eingebautem NavigationsgerätFebruar 2006 ◊
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