![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Januar - Juni 1998
Lizenzvergabe im PostbereichJanuar 1998 Das Postgesetz räumt der Deutschen Post AG bis zum 31. Dezember 2002 eine Exklusivlizenz ein. Danach darf in den nächsten 5 Jahren allein die Deutsche Post Briefsendungen und adressierte Kataloge bis 200 Gramm befördern. Ausgenommen sind inhaltsgleiche Briefsendungen mit einem Gewicht von mehr als 50 Gramm, von denen der Absender mindestens 50 Stück einliefert. Die Bedingungen und das Verfahren für das Erlangen der Lizenzen für den Postmarkt - so kündigte die Regulierungsbehörde im Januar 1998 an - werden im Februar 1998 im Amtsblatt der Behörde veröffentlicht. Derweil berichtet der Spiegel in seiner Ausgabe vom 2. Februar 1998: Die Deutsche Post durfte seit Anfang des Jahres Massendrucksachen (Infopost) ausliefern, ohne dafür eine Lizenz zu haben. Für solche Sendungen über 50 Gramm benötige die Deutsche Post ebenso eine Lizenz wie ihre Wettbewerber. Da die Regulierungsbehörde noch im Aufbau sei, habe sie noch keine Lizenz erteilt. Deswegen erteilte die Regulierungsbehörde am 23. Januar 1998. der Deutschen Post AG eine vorläufige schriftliche Erlaubnis - rückwirkend zum Jahresbeginn 1998. Da das Postgesetz solche Zwischenbescheide nicht explizit vorsieht, drohen - so der Spiegel - private Post-Konkurrenten damit, nun ebenfalls ohne offizielle Lizenz Infopost zu befördern. Erste Lizenzen nach dem neuen Postgesetz17.04.1998 Gewerbsmäßige Beförderung von Der Regulierungsbehörde lagen zu diesem Zeitpunkt weitere Lizenzanträge vor. Die ersten Lizenzen gingen an folgende Firmen:
Bereits Ende Juni 1998 erteilte die Regulierungsbehörde die 50. Lizenz für Postdienstleistungen. 25 davon gingen an neu gegründete Unternehmen, die mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen haben. Die übrigen Lizenzen gingen an Unternehmen, die bereits zuvor auf dem Postmarkt tätig waren. 11 Antragsteller haben bundesweite Lizenzen beantragt. Die 13 Lizenznehmer mit landesweiten Lizenzen konzentrieren sich auf Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Unternehmen, die Briefsendungen bis zu 1.000 Gramm befördern, ohne dafür eine Lizenz zu besitzen, drohen zum einen Bußgelder, zum anderen auch Abmahnungen und Klagen der Deutschen Post vor Zivilgerichten. Auch die über 4.000 Anbieter von Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP-Branche), die ihr bisheriges Angebot durch die Beförderung von Briefsendungen bis 1.000 Gramm erweitern wollen, müssen dafür eine Lizenz beantragen. Post-Tochter Deutsche Post Express GmbH übernimmt Eilzustellung / „Eilbrief” heißt jetzt „Expressbrief”01.01.1998 Die Post-Tochter garantiert, dass die Sendungen am nächsten Werktag den Empfänger erreichen, wenn sie bis zu einer bestimmten Schlusszeit - abhängig vom Standort der Einlieferungsfiliale - eingeliefert sind. Die Samstagzustellung erfolgt ohne Aufpreis. Als Zusatzleistung bietet Deutsche Post Express die Spät- und Samstag-Abholung und die Zustellung an Sonn- und Feiertagen an. Änderung bei der PosthaftungJanuar 1998 Das neue Postgesetz sieht jedoch eine Ermächtigungsgrundlage zum Erlass einer „Postdienstleistungsverordnung” vor, in der u.a. Haftungsregelungen und Haftungsbeschränkungen festgelegt werden können. Bis zum Erlass einer solchen Rechtsverordnung sind rechtliche Fragen der Posthaftung ausschließlich nach den allgemeinen Regeln des Zivilrechts, also insbesondere nach den Vorschriften des BGB, HGB und AGB-Gesetzes zu beurteilen. Aus diesem Grunde musste die Deutsche Post AG ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) grundlegend überarbeiten. Die Änderungen sind im Amtsblatt des Bundesministers für Post und Telekommunikation (Ende 1997) und in der Sonderausgabe des Mitteilungsblattes der Deutschen Post AG Nr. 80/97, Anweisung Nummer 388 - 390 veröffentlicht worden. Folgende Änderungen sind von besonderer Bedeutung:
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Neuer Markenauftritt Deutsche PostJanuar 1998 Künftig ist in Formblättern und Texten der volle Firmenname „Deutsche Post AG” nur noch anzuwenden, wenn die rechtlich einwandfreie Firmenbezeichnung relevant ist. In allen anderen Fällen entfällt bei der Unternehmensnennung der Zusatz „AG”. In der Anweisung der Generaldirektion 023-2 v. 06.04.98 heißt es: „Der Markenname unseres Unternehmens ist 'Deutsche Post'. Dieser Begriff ist im umgangssprachlichen Gebrauch anzuwenden. Z.B. Nennung der Marke in Werbemaßnahmen, Meldung am Telefon, Kennzeichnung von Unternehmensobjekten (Kfz, Filialen)... Die juristisch einwandfreie Bezeichnung unseres Unternehmens ist 'Deutsche Post AG'. Diese Benennung ist weiterhin bei der Angabe von Adressen oder in rechtsverbindlichen Texten anzuführen. Z.B. Deutsche Post AG, Niederlassung Postphilatelie..., Allgemeine Geschäftsbedingungen der Deutschen Post AG Frachtpost, Kaufvertrag zwischen der Deutschen Post AG und ...” |
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Flugplatz Freiburg-Lahr-Offenburg am Nachtluftpostnetz30.01.1998 Im Nachtluftpostnetz fliegen wochentags in jeder Nacht 23 Flugzeuge auf 43 Strecken innerhalb Deutschlands. Eingesetzt werden dabei ausschließlich geräuscharme Passagier-Jets der Fluggesellschaften Lufthansa Cargo, Deutsche BA und Eurowings. Die Ladekapazität der Maschinen liegt zwischen 9 Tonnen (BAE 146) und 30 Tonnen (Airbus A300). Pro Nacht werden über 12 Millionen Briefe geflogen. Das entspricht einem Gewicht von mehr als 300 Tonnen. Angeschlossen an das Nachtluftpostnetz sind neben Frankfurt am Main und Lahr die Flughäfen Berlin/Tegel, Berlin/Schönefeld, Bremen, Dresden, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig, München, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Rostock/Laage und Stuttgart. Wahl der Arbeitnehmervertreter für den Post-Aufsichtsrat29.01.1998 Horst Kissel, Arbeitsdirektor der Deutschen Post AG, bezeichnete die Wahl als historisches Ereignis. „Insbesondere in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs auf allen nationalen und internationalen Postmärkten kommt diesem mit weitreichenden Befugnissen ausgestatteten Organ innerhalb der Aktiengesellschaft herausragende Bedeutung zu.” Als Aufsichtsratsmitglieder wurden gewählt: Kurt van Haaren, Petra Heinze, Henry Hillmann, Gabriele Lips, Pauline Mayer, Walter Scheurle, Franz Schierer, Siegfried Schulze, Armin Stoffleth, Erwin Wohlketzetter. Postdienst Service GmbH in neuen Händen26.01.1998 Deutscher Paketdienst befördert auch BriefeMai 1998 Ab 1. Juli 1998 nimmt der DPD in seinen 750 Paketshops Briefsendungen über 200 Gramm von Geschäftsleuten und Privatpersonen an. Die Kunden können zwischen 2 Varianten wählen: der „Parcel Letter” wird im Briefkasten zugestellt, der Inhalt ist nicht versichert, eine Auskunft über Verbleib und Zustellung ist gegen eine Extrazahlung möglich. Der „Parcel Letter +” mit dem Charakter einer Einschreibsendung wird nur gegen Empfangsquittung ausgeliefert. Auskunft über Zustellung sind ohne Zusatzkosten möglich. UPS (United Parcel Service) will in absehbarer Zeit nicht in den Briefdienst einsteigen. So UPS im Januar 1998. German Parcel (GP) prüft - laut Mitteilung, ebenfalls im Januar 1998 - den „interessanten Markt”. Bereits im Mai 1998 kamen andere Töne von UPS. Das Unternehmen beantragte bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post eine Brieflizenz (Briefe von 200 bis 1.000 Gramm). Auslandspaketen per Internet auf der SpurFebruar 1998 Seit Anfang Februar 1998 können Postkunden auch über Internet anfragen, denn Track & Trace online, die elektronische Sendungsverfolgung von Post-Paketen, funktioniert seitdem nicht nur national, sondern international mit 14 europäischen Ländern. Am Bildschirm ihres Internet-PC können die Kunden die einzelnen Laufweg-Stationen ihrer Sendung nachverfolgen. An das System angeschlossen sind Belgien, die Schweiz, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, die Niederlande, Norwegen, Schweden, Frankreich, Luxemburg, Polen, Österreich und Spanien. Der Zugriff für Privatkunden wird in einer späteren Ausbaustufe realisiert. Einzige Voraussetzung für die Abfrage ist ein Internet-Zugang des Anwenders. Mit dem Passwort, das der Geschäftskunde auf Antrag bei der Deutschen Post erhält, loggt er sich in die Anwendung ein und kann seine Sendungen bis zur Aushändigung an den Empfänger verfolgen. Ermöglicht wird dieser Service durch ein Kooperationsabkommen mit den Post-Unternehmen in den 14 anderen Ländern der EPG (European Parcel Group), die sich zu einem Austausch der Sendungsdaten verpflichtet haben. Vorschlag für modifiziertes Postfilial-KonzeptMärz 1998
Die Deutsche Post bietet in diesem Zusammenhang der Politik an, nach dem Jahr 2002 mehr als die bisher garantierten 10.000 stationären Vertriebsstellen zu betreiben unter der Voraussetzung, dass nicht - wie bisher verabredet - jeweils die Hälfte eigen- und fremdbetrieben wird, sondern die Zahl der eigenbetriebenen Filialen merklich unter die bisher verabredete Zahl von 5.000 sinkt. In diesem Fall könnte die Zahl der fremdbetriebenen Filialen (Postagenturen, Shop-in-Shop-Filialen) erhöht werden. Vorgeschlagene Zahl stationärer Vertriebsstellen insgesamt: zwischen 11.000 und 12.000. Deutsche Post Direkt GmbH: Neues Post-Tochterunternehmen startet mit Adress- und Beleg-ManagementFebruar 1998 Im Bereich Adress-Management bietet Post Direkt neue Möglichkeiten der Qualitätsverbesserung von Adressbeständen. Dazu gehört eine Prüfung und Korrektur aller Adressbestandteile einschließlich Vor- und Zunamen. Bisher nicht gefundene Adress-Dubletten können entdeckt und entfernt werden. Beim Adressabgleich per Internet lädt sich der Kunde das Programm „Adress Factory” kostenlos auf seinen Rechner und gibt per Mausklick die Kriterien für die Bereinigung seines Adressbestandes an. Post Direkt hat in Mannheim ein Beleglese-Center zum Auswerten von Belegen aufgebaut, das neue Maßstäbe setzt. Täglich können über 1 Million Belege wie Kataloganforderungen, Bestellungen und Gewinnspielkarten elektronisch gelesen und ausgewertet werden. Die Belege werden als Datensätze gespeichert und dem Kunden online zur Verfügung gestellt. |
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Hermes Versand Service und German Parcel-Logistik kooperierenMärz 1998 Schweizer Post kooperiert mit German ParcelFebruar 1998 Vor diesem Hintergrund biete die Mitte Februar 1998 mit German Parcel begonnene Kooperation der Schweizer Post wesentlich mehr Möglichkeiten. Brieflaufzeiten in Europa: Deutsche Post weiter in SpitzengruppeFebruar 1998 Von Deutschland aus versandte Briefpost erreichte ihre Empfänger in den meisten europäischen Ländern spätestens nach 3 Tagen. Prioritäts-Post aus diesen Ländern nach Deutschland war ebenfalls in der Regel nach höchstens 3 Tagen am Ziel. Dieser Vergleich der Laufzeitqualität von internationalen Prioritär-Briefen ist ein Ergebnis der 1994 gestarteten UNEX-Studie im Auftrag der Internationalen Post Corporation Unipost (IPC), einer Vereinigung von 21 weltweit führenden Postunternehmen. Die Messung der Brieflaufzeiten wird unabhängig und ohne Beteiligung der Postunternehmen durchgeführt. Deutsche Post und UPS planen Schienen-Transport-ShuttleMärz 1998 Die derzeitigen Angebote auf der Schiene seien nicht optimal, so beide Projekt-Partner. Durch eine Vielzahl zeitraubender Tätigkeiten wie Lokwechsel und Rangieren sei die gesamte Transportzeit auf der Schiene zu lang, so UPS. Nur durch den Einsatz von besonders schnellen und kompakten Einheiten, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h verkehren sollen, könne gegenüber der Straße eine konkurrenzfähige Transportzeit erreicht werden. Mit ihrem Vorhaben werden beide Paketdienste erstmals die Möglichkeiten im Güterfernverkehr nutzen, die mit der Umwandlung der Deutschen Bundesbahn in die Deutsche Bahn AG bereits 1994 geschaffen wurden. Dazu gehört, dass Dritte freien Zugang zum Schienennetz haben. Deutsche Post erwirbt Schreibwarenkette McPaperApril 1998 Die McPaper AG besitzt derzeit 317 Filialen und beschäftigt 1.500 Mitarbeiter. Jahresumsatz: 150 Millionen DM. Die Filialen vertreiben ein breites Sortiment von Papier-, Büro- und Schreibwaren. Ausschlaggebend für den Kauf der Papeterie-Kette war der große Erfolg des im letzten Herbst gestarteten Tests, Postdienstleistungen in 14 McPaper-Filialen anzubieten. „Die Deutsche Post beabsichtigt, in den nächsten 5 Jahren flächendeckend in ganz Deutschland rd. 550 Post-/McPaper-Filialen einzurichten. Darüber hinaus sollen in attraktiven Lagen weitere McPaper-Filialen ohne postalisches Vollsortiment betrieben werden”, so Petram. Anfang April 1998 hat das Bundeskartellamt den Kauf von McPaper durch die Deutsche Post genehmigt. ePost: Deutsche Post bietet Kombination zwischen klassischem Brief und E-MailMärz 1998 Zur CeBIT '98 präsentierte die Deutsche Post erstmals die Möglichkeit, kleinere Versandmengen mit unterschiedlichen Briefinhalten zu bearbeiten. Briefdaten können nun aus dem Programm Lotus Notes via Datenleitung zu ePost geschickt werden. Die Mail-Funktion von Lotus Notes funktioniert auch über Notebook und Handy, ein Vorteil besonders für Außendienstmitarbeiter von Firmen. Deutsche Post beteiligt sich an DHL International Ltd.Juni 1998 Beide Unternehmen sehen in der Beteiligung eine „strategische Allianz” und versprechen sich von dem Schritt neue Impulse für die beiderseitigen internationalen Aktivitäten. Bei der Konkurrenz stießen die Aktivitäten der Deutschen Post nicht auf ungeteilte Zustimmung. So merkte der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste e.V. (BIEK) an, „dass die Deutsche Post ihr Monopol zulasten des Wettbewerbs und der Verbraucher missbraucht.” Abgesehen von kartellrechtlichen Maßnahmen ist nach Ansicht des BIEK die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gefordert, die aktuellen Entwicklungen zum Anlass zu nehmen, eine Überprüfung der Briefporti und der Paketpreise vorzunehmen. Mitglieder des BIEK sind u.a. Federal Express, German Parcel, Hermes, TNT, trans-o-flex, UPS. Die Deutsche Post gehört nicht dazu, wohl aber DHL. Am 29. Juni 1998 hat die EU-Kommission die Beteiligung der Deutschen Post an DHL genehmigt. Deutsche Post gründet Forschungsinstitut „Zukunft der Arbeit”27.03.1998 Erklärtes Ziel der national und international ausgerichteten Forschungstätigkeit ist ein konkreter Beitrag zur Reduzierung des drängenden Problems der Arbeitslosigkeit. Mit der wissenschaftlichen Leitung und dem Aufbau des Instituts ist Professor Dr. Klaus F. Zimmermann betraut, Ordinarius für Volkswirtschaftslehre an der Universität München und Direktor des dortigen Forschungszentrums Human Resources SELAPO. Das IZA wird in dem ab Sommer 1999 freiwerdenden Gebäude der Landesvertretung Bremen am Bonner Rathenau-Ufer untergebracht. Teilzeitbeschäftigung für BeamteMärz 1998 Derzeit gelten folgende Regelungen:
LetterNet für BrieffreundeMai 1998 Tarifabschluss perfekt03.04.1998 Auch bei der Wochenarbeitszeit erfolgt eine Angleichung: Zum 1. Juli 1999 wird die in den neuen Bundesländern zur Zeit gültige Arbeitszeit von 40 Wochenstunden auf die in den westlichen Bundesländern festgeschriebenen 38,5 Wochenstunden reduziert. Im Gegenzug werden bei der Deutschen Post erstmalig auch flexible Arbeitszeitmodelle zum Einsatz kommen. Damit entfallen weitgehend teure Überstunden. Stattdessen werden flexible Arbeitszeiten mit entsprechenden Arbeitszeitkonten eingeführt, die dem Unternehmen die Chance geben, den Einsatz der Beschäftigten nach dem Arbeitsanfall zu steuern und unproduktive Zeiten zu vermeiden. Als weitere Bestandteile des Tarifabschlusses wurden das Weihnachtsgeld und die Ausbildungsvergütung gesenkt. Ebenso wurden neue Regelungen zur Altersteilzeit und zum „tariflichen Vorruhestand” vereinbart. Deutscher Paketdienst befördert auch EinschreibenMärz 1998 Europaweit konnte der DPD - ebenfalls nach eigenen Angaben -1997 um 9,4 Prozent wachsen. 1997 wurden 268 Millionen Paketsendungen befördert. Dies entspreche einem Marktanteil von 8 Prozent. In Deutschland habe sich der Marktanteil in den vergangenen beiden Jahren von 10 auf 17 Prozent erhöht. Den Umsatz des im Franchise-System organisierten Unternehmens schätzte der Sprecher, Geschäftsführer Peter Hoffmann, auf 2,2 Milliarden DM. Zum Gewinn machte er keine Angaben. Angesichts des Preisverfalls im Transportgewerbe seien die Erträge rückläufig. Die Zahl der DPD-Mitarbeiter erhöhte sich 1997 um 500 auf 21.500. Noch 1998 soll in Polen, Ungarn und Moldawien der DPD-Service angeboten werden. agil wird Konkurrent der Deutschen PostJuni 1998 agil hat derzeit nach eigenen Angaben eine Flächendeckung von 20 Prozent aller PLZ-Gebiete und 30 Prozent aller Haushalte. Ende 1998 will das Unternehmen 40 Prozent aller Haushalte erreichen, das sind 15 Millionen. AZD Alternative Zustelldienst GmbHJuni 1998 1997 habe der AZD - so die Geschäftsführung - mehr als 16,6 Millionen (Werbe-)Sendungen zugestellt. Posttage '98: 1.500 Postkunden in Bonn19.05.1998 Deutsche Post erweitert internationalen FrachtserviceJuni 1998 Die Deutsche Post will ihr Paketnetz über Tschechien hinaus erweitern. Auch in der Slowakei, in Slowenien und in Kroatien plant IPP Marktpräsenz. Bundesweit 100. PostPlus-Filiale in Leipzig eröffnet20.05.1998 Nebentätigkeit und KonkurrenzunternehmenMai 1998 Daraus - so die GD - ergibt sich: Eine Nebentätigkeit von Postmitarbeitern für die Bausparkasse BHW kann nicht mehr hingenommen werden. Bereits erteilte Genehmigungen sind zu widerrufen. Börsengang 2000Juni 1998 Schweizer Post mit Partner in DeutschlandJuni 1998 Bundesweiter E+1-Frachtpost-ServiceJuni 1998 Für Sendungen, die nach der E+1-Schlusszeit eingeliefert werden, gilt allgemein: Sendungen, die bis zu einer filialbezogenen Schlusszeit eingeliefert sind, erreichen ihre Empfänger bis zu einer Entfernung von 550 km ebenfalls am Werktag nach der Einlieferung. Bei Entfernungen über 550 km sind sie einen Tag später am Ziel. Den Geschäftskunden bietet die Post den E+1-Service bereits seit einiger Zeit an. Über die Post-Tochter Deutsche Post Express GmbH bietet die Deutsche Post auch einen Terminversand an. Der Kunde kann verschiedene Zustellzeiten für die Zustellung am nächsten Tag wählen: vor 9 Uhr, vor 10 Uhr, vor 12 Uhr. Diese Dienstleistung ist Nachfolgeprodukt des Eilzustelldienstes, den die Posttochter am Januar 1998 übernommen hat. Plusbrief: Briefumschlag mit aufgedruckter Marke10.06.1998 Neuorganisation der Deutschen Post AGJuni 1998 Eines der Ziele: Die Generaldirektion wird künftig nur noch einen Standort, nämlich in Bonn, haben. Sie wird künftig nur für die strategischen Aufgaben zuständig sein. Die operativen Aufgaben werden auf andere Organisationseinheiten übertragen. Die Bekanntgabe der Beratungsergebnisse der Projektgruppen und der Vorstandsbeschlüsse ist erst nach der Bundestagswahl Ende September 1998 zu erwarten. Pressemeldungen: „Post kann 1999 die Beamtenpensionen nicht mehr zahlen”Juni 1998 Wegen des starken Abbaus des Beamtenstands bei allen 3 Aktiengesellschaften zeichnet sich schon jetzt ab, dass die eingezahlten Beträge nicht ausreichen, um die Pensionen voll zu decken. Im Reformgesetz (Postpersonalrechtsgesetz) ist jedoch für diesen Fall bereits vorgesehen, dass der Bund Defizite der Pensionskassen „insbesondere aus Dividendenzahlungen der Post-Unternehmen und aus Privatisierungserlösen” ausgleicht. Elektroauto-Test: Leistungsfähigkeit des Zink-Luft-Energiesystems bestätigtJuni 1998 Das Testergebnis: Die hohe Leistungsfähigkeit des Zink-Luft-Energiesystems bestätigte sich. Die eingesetzten Mercedes-Transporter mit Elektromotor hatten eine Reichweite im Stadtverkehr von mehr als 300 km. In einer Regenerationsanlage wurde jede Batterie nach Entladung regeneriert. Jede Batterie konnte beliebig oft regeneriert werden. Giftige Stoffe entstanden bei diesem Prozess nicht. Als Maximalleistung fuhr eines der Testfahrzeuge (Mercedes Transporter Typ MB 410) 431 km von Bremen nach Bonn mit einer Batterieladung. Aus ökologischer Sicht haben die Elektrofahrzeuge nach einem Gutachten des schwedischen Umweltinstituts IVL Vorteile gegenüber Dieselfahrzeugen. Für die Serienproduktion ist noch eine erhebliche Entwicklungsarbeit notwendig. Post-Vorstandsmitglied Dr. Günter W. Tumm: „Es wurde ein deutliches Signal in den Markt gegeben, dass es Einsatzmöglichkeiten für Elektrofahrzeuge gibt. Die Deutsche Post hat diesen Test mit mehr als 12 Millionen DM unterstützt und ihren festen Willen unter Beweis gestellt, umweltfreundliche Technik zu fördern und einzusetzen.” Startschuss für E-CommerceJuni 1998 E-Commerce ist der Verkauf von Produkten über das Internet und die Steuerung aller damit zusammenhängenden Geschäftsvorgänge durch die Computersysteme der Firma. Auf elektronischen Marktplätzen bieten ganze Branchen ihr Online-Sortiment an und ermöglichen so den Einkauf per Mausklick. Nach Meinung von Fachleuten wird der Internet-Umsatz Anfang der 2000er Jahre auf 30 Milliarden DM jährlich steigen. Die Deutsche Post will an dieser Entwicklung partizipieren. Internethändler können an die Post ihre komplette Logistik ausgliedern. Dabei übernimmt die Deutsche Post für ihre Partner nicht nur die Paket-Konfektionierung und den Versand, sondern auch Bestellannahme, Zahlungsverkehr und Marketing. Deutsche Post setzt Erfolgskurs fort13.05.1998 Mit einem Gewinn von 752 Millionen DM aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit konnte das Ergebnis 1996 (576 Millionen DM) um mehr als 30 Prozent übertroffen werden. Erfreulich auch die Umsatzentwicklung: Hier konnte die Deutsche Post eine Steigerung um 430 Millionen auf 27,1 Milliarden DM verbuchen. Zumwinkel: „Die Sanierung der Deutschen Post ist geschafft. Anfang der 90er Jahre sind wir mit einem Verlust von über 600 Millionen DM und einem zusätzlichen Milliarden-Defizit in Ostdeutschland gestartet. 1994 schrieben wir zum ersten Mal schwarze Zahlen für Gesamtdeutschland. Mit dem Dreiviertel-Milliarden-Gewinn 1997 haben wir ein solides Fundament für eine langfristige Wachstumsstrategie in allen Sparten und Geschäftsfeldern gelegt.” Nach wie vor die stärkste Sparte ist die Briefpost. Hier konnten die Umsätze um 3 Prozent auf 19,8 Milliarden DM gesteigert werden. Überdurchschnittlich wuchs die Infopost mit 5,5 Prozent. Bei der zweitgrößten Unternehmenssparte, der Frachtpost, gelang es der Deutschen Post, die Umsätze bei 3,1 Milliarden DM zu stabilisieren. Erstmals seit Jahren konnte der Umsatz bei der Frachtpost wieder gesteigert werden. Der Betriebsverlust der Sparte Frachtpost konnte planmäßig um 500 Millionen DM auf unter 900 Millionen DM reduziert werden. Hierzu beigetragen hat die (Wieder-) Einführung der Verbundzustellung. Pakete im ländlichen Bereich werden wieder gleichzeitig mit der Briefpost ausgeliefert. Zumwinkel kündigte an, der Frachtbereich werde planmäßig im Jahr 2000 schwarze Zahlen schreiben. Auch die Finanzlage hat sich 1997 erfreulich entwickelt. Der Cashflow erhöhte sich um 16 Prozent auf gut 2,2 Milliarden DM. Die Eigenkapitalquote blieb mit 26,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Bei einer Bilanzsumme von 21,3 Milliarden DM betrug das Eigenkapital am Jahresende 5,7 Milliarden DM. Die Finanzschulden konnten 1997 um 600 Millionen DM auf 2,8 Milliarden DM abgebaut werden. Investiert wurden 1997 über 1,9 Milliarden DM, hauptsächlich in den Aufbau der neuen Briefzentren. Ein Investitionsschwerpunkt der nächsten Jahre ist laut Zumwinkel die Modernisierung der Postfilialen. Nach der Einigung mit der Postbank ist jetzt Planungssicherheit für eine offensive Vorwärtsstrategie gegeben. Bereits im Jahr 2000 soll die Hälfte der Postkunden in modernen Filialen mit offenen, kundenfreundlichen Schaltern bedient werden. Die Deutsche Post wird dafür 1 Milliarde DM investieren. Als Eckpfeiler des Postfilialnetzes errichtet die Deutsche Post in den kommenden Jahren bundesweit bis zu 750 Center-Filialen an Standorten mit starker Kundenfrequenz. Diese Center-Filialen bieten neben dem gesamten Dienstleistungsspektrum auch Beratungskapazitäten für Finanzdienstleistungen an. Für das übrige Filialnetz gilt: Es wird unterschiedliche Ausprägungen von Filialen geben. Beispiele sind Postfilialen in Warenhäusern (Shop-in-Shop-Filialen) oder Filialen mit Zusatzsortiment, wie es von Tankstellen-Shops bekannt ist (PostPlus-Filialen). Bundesweit rd. 550 Filialen wird die Deutsche Post gemeinsam mit ihrer neuen, von Herlitz übernommenen Tochterfirma McPaper einrichten. Dort wird neben Postdienstleistungen eine breite Palette von Papier-, Büro- und Schreibwaren angeboten werden. Stark expandieren will die Deutsche Post in den nächsten Jahren im internationalen Geschäft. „Unsere Strategie ist es, durch gezielte Akquisitionen, Beteiligungen und Kooperationen Marktführer auf dem europäischen Paketmarkt zu werden”, betonte der Post-Chef bei der Bilanzpressekonferenz. Personal: „Planmäßige Anpassung”Juni 1998 Post-Kundentelefon mit 2. StandortJuni 1998 REIMS gegen RemailingJuni 1998 Strenge Kontrollen sollen sicherstellen, dass die Qualitätsziele eingehalten werden. Ist dies nicht der Fall, droht dem betroffenen Postunternehmen ein Abzug von bis zu 50 Prozent der vereinbarten Beträge. Gegenüber denjenigen Ländern, welche dem REIMS-Abkommen nicht beigetreten sind, wird die Remailing-Abwehr mit aller Konsequenz betrieben. Beigetreten sind: Belgien, Dänemark, Deutschland, Luxemburg, Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Island, Norwegen, Österreich, Schweden. Langfristig sollen die USA, Kanada, die Niederlande und die Schweiz in das REIMS-Abkommen eingebunden werden. 14 Center-Filialen eröffnetJuni 1998 Das Neue an der Center-Filiale ist ein separater Bereich für umfassende Beratung in sämtlichen Post- und Finanzfragen. Außer durchgehenden Öffnungszeiten - angepasst an die Ladenschlusszeiten des umliegenden Einzelhandels - erhält der Kunde künftig zum kompletten Postservice auch alle Finanzdienstleistungen der Postbank. Durch die Zusammenarbeit mit Partnern wie der Bausparkasse Wüstenrot und dem Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI) werden in Zukunft in den Filialen auch Versicherungsabschlüsse und Bausparverträge möglich sein. Personalinitiative 1998: Beurlaubung von Kräften des mittleren Postdienstes für den Einsatz im einfachen DienstMai 1998 Die Personallage im mittleren Postdienst - so der Post-Vorstand - wird auch für absehbare Zukunft von erheblichen Personalüberhängen gekennzeichnet sein. Demgegenüber besteht im einfachen Postdienst - regional unterschiedlich - ein Personalbedarf. Aus diesem Grund ist es notwendig, in größerem Umfang Kräfte des mittleren Dienstes im einfachen Postdienst zu beschäftigen. Ziel dieser Maßnahme ist, durch einen spartenübergreifenden Personalausgleich Personal vor allem aus der Sparte Postfilialen (Schalterkräfte) bei den Niederlassungen Briefpost und Frachtpost vor allem im Zustelldienst einzusetzen. Die beurlaubten Kräfte erhalten durch die Insichbeurlaubung (Beschäftigung im Angestellten-Verhältnis, Beamtenverhältnis ruht) in der Regel einen höheren Nettoverdienst, weil diese Kräfte von den gesetzlichen Sozialbeiträgen (Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, gesetzliche Krankenversicherung) freigestellt sind. Denn die beamtenrechtlichen Versorgungsansprüche bleiben während und nach der Beurlaubung erhalten. Andererseits kann das Unternehmen auf Neueinstellungen vom Arbeitsmarkt verzichten. Der Beurlaubungszeitraum wird grundsätzlich auf 3 Jahre mit der Möglichkeit einer Verlängerung festgelegt. Die betroffenen Kräfte werden für die vereinbarte Dauer aus dem Beamtenverhältnis beurlaubt und schließen stattdessen einen Arbeitsvertrag ab. Neue UnternehmensbekleidungJuni 1998 Die neue Unternehmensbekleidung ist für den zum Tragen verpflichteten Personenkreis kostenlos. Nach dem ersten Jahr (Erstausstattung) erhält jeder Bezugsberechtigte ein Bezugs-Punktekonto, aus dem er/sie Ersatzkleidung bestellen kann. Deutsche Post Partner der Expo 2000Mai 1998 Deutsche Post bereitet sich auf den EURO vorJuni 1998 Die Bilanz 2001 wird bereits in EURO aufgestellt. Der Termin wurde u.a. deshalb gewählt, damit der Börsengang im Jahr 2000 für die Anleger übersichtlich und ohne Doppelwährung oder „Überlappungen” abgewickelt werden kann. Bei Briefmarken kann die Deutsche Post noch keine Aussagen machen. Briefmarken gibt seit 1. Januar 1998 die Bundesregierung (der Bundesfinanzminister) heraus. So liegt die Entscheidung für die Ausgabe von Briefmarken in EURO beim Bundesfinanzminister. Die Bundesregierung hat erklärt, dass die Briefmarken erst mit Wirkung vom 1. Januar 2002 auf den EURO umgestellt werden. Nach allem, was bisher bekannt ist, wird es bei der Umstellung der Markenwerte auf EURO „krumme” Werte geben. Eine Aufrundung soll es nicht geben. Auch andere Länder wie USA und England haben heute schon „krumme” Zahlen auf ihren Briefmarken. Einführung Posttelegramm / Deutsche Post übernimmt das Inlandstelegramm von TelekomJuni 1998 Die Preise und die übrigen Konditionen werden beibehalten. Die Telegramme des Gelddienstes bleiben von der Änderung unberührt. Das Posttelegramm wird nach wie vor an die Telekom übermittelt. Es ist entweder zu faxen oder durchzusprechen. Neubau der GeneraldirektionJuni 1998 Die 3 bestplatzierten Entwürfe:
Baubeginn soll Mitte 1999 sein, der Umzug in die Gronau soll im Jahr 2001 stattfinden. Dann wird das Gebäude an der Heinrich-von-Stephan-Straße, in dem auch das Bundespostministerium residierte, wie geplant für das Bundesgesundheits- und Bundesumweltministerium frei. Solche großen Bauprojekte rufen immer auch Kritiker auf den Plan. Das größte Medien-Aufsehen erregte der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Conradi mit seiner Kritik am Ausmaß des geplanten Hochhauses. Hochhäuser - so Conradi - entsprächen dem Potenzgehabe von Unternehmen, um ihre Macht zu zeigen, „Viagra-Architektur”. (Viagra: im 1. Halbjahr 1998 aus Amerika nach Europa importiertes Potenzmittel, das monatelang die Schlagzeilen aller Medien beherrschte.) Konkurrenz E+0Juni 1998 Die Deutsche Post klagte gegen den Konkurrenten, weil er gegen die Vorschriften des neuen Postgesetzes verstoße, wonach bis zum Jahr 2002 der Post eine Exklusivlizenz für die Beförderung von Briefen bis 200 Gramm eingeräumt ist, um ihre Infrastrukturpflichten, also die flächendeckende Versorgung der gesamten Bundesrepublik und zwar zum Einheitsporto, erfüllen zu können. Die 11. Zivilkammer des Landgerichts Lüneburg als erster Instanz hat Ende Juli 1998 die Klage abgewiesen. Der Hauptgrund lag für das Gericht in der Tatsache, dass der Konkurrent eine Lizenz der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post nach § 51 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 Postgesetz vorweisen konnte. Danach gilt die Exklusivlizenz der Deutschen Post nicht für „Dienstleistungen, die von Universaldienstleistungen trennbar sind, besondere Leistungsmerkmale aufweisen und qualitativ höherwertig sind”. Das Gericht hat gegen den „Lüneboten” keine eigene Sachentscheidung getroffen, sondern sich an die Lizenz des Wettbewerbers gebunden gesehen. Die Deutsche Post hat Berufung eingelegt. Begründung: Der Konkurrent verstößt gegen die Bestimmungen des Postgesetzes, die Exklusivlizenz betreffend. Die Kunden wechseln nicht wegen höherwertiger Dienstleistungen sondern wegen des günstigeren Preises von der Post zur Konkurrenz. Diesen günstigeren Preis könne der „Lünebote” nur deshalb bieten, weil er keinen Infrastrukturauftrag zu erfüllen habe und nur Sendungen im Lüneburger Stadtgebiet und den angrenzenden Gemeinden zustelle. Die Deutsche Post kündigte außerdem an, verwaltungsgerichtlich gegen die von der Regulierungsbehörde vergebene Lizenz vorzugehen, weil diese Art der Lizenzvergabe den Infrastrukturauftrag der Post gefährde und damit die Exklusivlizenz ad absurdum führe. Deutsche Post und die RechtschreibreformJuni 1998 ◊
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KEP = Kurier-, Express-, Paketdienste/Postdienste |
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