![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Juli - Dezember 1997
Sonderpostwertzeichen: Hilfe für die Hochwassergeschädigten an der OderAugust 1997 Private Anbieter teilen sich 1 Prozent des gesamten InfopostmarktesSeptember 1997 Mit der Lizenz erhält der Lizenznehmer das Recht, adressierte, inhaltsgleiche Sendungen mit einer Mindestmenge von 250 Stück je Absender und Auftrag mit einem Einzelgewicht von über 100 Gramm innerhalb eines Lizenzgebietes zu befördern. Nach einer Studie des Bundesamtes für Post und Telekommunikation haben die privaten Infopostanbieter bis dahin einen Marktanteil von 4 Prozent im lizenzierten Bereich erzielt. Das ist 1 Prozent des gesamten Infopostmarktes. 1996 waren im Rahmen der Studie 93 lizenzierte Unternehmen zur Beförderung von Massensendungen oberhalb 100 g befragt worden. 90 Antworten waren verwertbar. Danach haben 12 Lizenznehmer Gewinne erwirtschaftet. 78 gaben an, in diesem Marktteil nicht gearbeitet bzw. einen Verlust erwirtschaftet zu haben. Die Gesamtsendungsmenge der privaten Anbieter betrug 1996 ca. 55 Millionen Stück mit einem Umsatz von 53,5 Millionen DM. Die Deutsche Post AG verbuchte 1995 und 1996 bei der Infopost hohe Wachstumsraten. Damit haben sich die im Vorfeld der Liberalisierung von der Post geäußerten Befürchtungen nicht bestätigt. Das Volumen der durch die Post beförderten Massensendungen von 6,6 Milliarden Stück in 1994, dem Jahr vor dem ersten Marktöffnungsschritt, stieg 1996 auf 8,4 Milliarden Stück. Regulierungsrat verlangt länder- und regionalspezifisches Filialkonzept08.09.1997 Nach den von der Post vorgelegten Zahlen ging allein im 1. Halbjahr 1997 die Zahl der eigen- und fremdbetriebenen Filialen von 16.637 um 5,63 Prozent auf 15.701 zurück. Für Ende 1997 prognostizierte die Post in ihrem Bericht für den Regulierungsrat einen Rückgang auf 15.000 Vertriebspunkte. Die Zahl der Zustellbezirke des Mobilen Post-Service (MoPS, früher: Landzusteller) war im 1. Halbjahr 1997 von 15.920 um 3,27 Prozent auf 16.441 gestiegen. Bis Ende 1997 sollen es - so die Post im September-Bericht - 17.000 Bezirke sein. Ein Mobiler Post-Service wird gemäß Filialkonzept dann eingerichtet, wenn in einem stationären Vertriebspunkt die wöchentliche Grundarbeitszeit von 5,5 Stunden unterschritten wird. Bötsch: „Die Liberalisierung des Postmarktes ist unumkehrbar”Oktober 1997 Bundespostminister Wolfgang Bötsch kritisierte die Gewerkschaftsaktion. „Für die Aktion der Deutschen Postgewerkschaft habe ich kein Verständnis...Die Liberalisierung des Postmarktes ist unumkehrbar. In einer Grundgesetzänderung von 1994 ist festgelegt worden, dass der Deutschen Post AG ein Ausschließlichkeitsrecht nur für eine Übergangszeit eingeräumt werden könne. Außerdem wurde festgelegt, dass künftig neben der Post auch andere private Anbieter Postdienstleistungen erbringen können. Wir halten deshalb eine auf 5 Jahre befristete Exklusivlizenz für Briefe unter 100 Gramm und unter 5,50 DM für gerechtfertigt.” Bötsch warnte davor, durch Aufsatteln immer neuer Forderungen das Postgesetz zu blockieren. „Ohne Postgesetz wird vom 1. Januar 1998 an jeder ohne Einschränkung der Deutschen Post AG Konkurrenz machen können. Mit Postgesetz werden wir künftig einen regulierten Markt haben, der Wettbewerbern Freiräume öffnet, den Postkunden bessere Leistungen beschert und das Interesse der Deutschen Post AG und damit auch das der Beschäftigten angemessen berücksichtigt.” Postgesetz: Einigung in letzter MinuteDezember 1997 Am 17. Oktober 1997 rief der Bundesrat den Vermittlungsausschuss an. U.a. lehnte der Bundesrat mit seiner SPD-Mehrheit den Gesetzentwurf wegen des seiner Meinung nach zu geringen Umfangs der Exklusivlizenz zugunsten der Deutschen Post AG. Zudem forderte der Bundesrat, die Wettbewerber müssten per Postgesetz verpflichtet werden, grundsätzlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Hintergrund: SPD und Gewerkschaften wie auch die Unternehmensleitung der Deutschen Post sehen die Gefahr, dass die künftigen Mitwettbewerber im Gegensatz zur Deutschen Post AG vorwiegend auf sozialversicherungsfreie, „sozial ungesicherte” 610-Mark-(1998: 620-Mark)Arbeitsplätze ausweichen. Bundespostminister Wolfgang Bötsch (CSU) nahm dazu am selben Tag in einer Presseerklärung Stellung: „Die Weichen zur Liberalisierung sind gestellt. Vor mehr als 3 Jahren hat der Bundesrat eine Grundgesetzänderung beschlossen, wonach ein Briefmonopol der Deutschen Post AG nur für eine Übergangszeit verliehen werden kann. Außerdem wurde beschlossen, dass künftig Postdienstleistungen als privatwirtschaftliche Tätigkeit durch die Deutsche Post AG und andere private Anbieter erbracht werden. Nur 2 Bundesländer haben diese Grundgesetzänderung nicht mitgetragen. Die nunmehr vom 1. Januar 1998 an drohende Rechtsunsicherheit auf dem deutschen Postmarkt hilft weder der Deutschen Post AG und deren Beschäftigten noch den privaten Unternehmen, die künftig in den Postmarkt investieren wollen. Ein fehlendes Postgesetz bringt damit letztlich auch Nachteile für die Kunden. Dies kann von der Politik - gleich welcher Couleur - weder gewünscht noch billigend in Kauf genommen werden. Ich baue deshalb bei den bevorstehenden Verhandlungen im Vermittlungsausschuss auf das Verantwortungsbewusstsein der Entscheidungsträger...Bei allem Verständnis für die Bedenken der Länder hinsichtlich einer künftigen Gefährdung des Infrastrukturauftrages bin ich davon überzeugt, dass im vorliegenden Postgesetz-Entwurf die erforderlichen Vorkehrungen für eine angemessene und ausreichende postalische Infrastruktur getroffen sind. Der Umfang der Grundversorgung soll im Einzelnen in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Zur Sorge um sozialversicherungsfreie Arbeitsplätze bei den Wettbewerbern möchte ich noch einmal meine Auffassung bekräftigen, dass ich Zweifel habe, ob man entsprechende Vorkehrungen sektorspezifisch regeln kann. Allerdings bin ich aus allgemeinen politischen Erwägungen der Meinung, dass es künftig zu keiner Ausweitung der sogenannten 610-Mark-Jobs kommen darf.” In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 1997 einigte sich der Vermittlungsausschuss auf einen Kompromiss zum Postgesetz, dem wenige Tage danach der Deutsche Bundestag und am 19. Dezember 1997 - sozusagen in letzter Minute - auch der Bundesrat zustimmte. Das Postgesetz kann am 1. Januar 1998 in Kraft treten. Damit - so das Bundesministerium für Post und Telekommunikation in seiner Pressemitteilung - wird eines der wichtigsten Reformvorhaben der deutschen Wirtschaftsgeschichte erfolgreich abgeschlossen: die Privatisierung und Liberalisierung des Post- und Telekommunikationssektors. Das Postgesetz bildet den Ordnungsrahmen für die Einführung von Wettbewerb auf dem deutschen Postmarkt und stellt die im Grundgesetz geregelte flächendeckende Versorgung mit Postdienstleistungen sicher. Nach dem neuen Postgesetz erhält die Deutsche Post AG eine Exklusivlizenz bis Ende 2002 für Briefe bis 200 Gramm und für Infopostsendungen bis 50 Gramm. Der Regierungsentwurf sah als Rahmen der Exklusivlizenz lediglich Briefsendungen unter 100 Gramm vor, Infopost sollte vollständig schon ab 1. Januar 1998 dem Wettbewerb freigegeben werden. Die vollständige Freigabe des Postmarktes für den Wettbewerb ist auf den 1. Januar 2003 festgeschrieben. Ein weiterer Bestandteil der Einigung ist die Berücksichtigung sozialer Belange als Regulierungsziel und eine Orientierung an im lizenzierten Bereich übliche Arbeitsbedingungen bei den Lizenzvergaben. Die im neuen Postgesetz festgelegte asymmetrische Regulierung gewährleistet - so das Bundespostministerium - einen chancengleichen Marktzutritt für Wettbewerber und verhindert, dass der künftig überragende Wettbewerber im Postmarkt nicht durch missbräuchliche Ausnutzung seiner Marktstärke die Wettbewerber vom Markt verdrängt. |
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1998 deutsch-chinesische Gemeinschaftsmarken geplantNovember 1997 Das chinesische und das deutsche Motiv erscheinen in beiden Ländern, in Deutschland in einer Auflagenhöhe von jeweils 25 Millionen Stück und einem Wert von jeweils 1,10 DM (Porto Standardbrief). Kabinett stimmt den 1994 in Seoul unterzeichneten Verträgen zum internationalen Postverkehr zu21.10.1997 Damit ist der Weg frei für die Umsetzung der Verträge durch den Deutschen Bundestag und den Bundesrat in deutsches Recht. Die Rechte und Pflichten aus den Verträgen des Weltpostvereins nehmen in Deutschland grundsätzlich die Deutsche Post AG und die Deutsche Postbank AG wahr. Die in Seoul getroffenen Veränderungen betreffen insbesondere das Remailing. Um besonders das sogenannte ABA-Remailing, also das Einliefern von Inlandspost im Ausland, zu unterbinden, haben künftig die Bestimmungsverwaltungen die Möglichkeit, nicht nur beim Absender, sondern hilfsweise auch bei der Einlieferungsverwaltung Entgelte in Höhe ihrer Inlandsgebühren zu erheben. Ferner wurde festgelegt, dass die Gebühren des internationalen Briefpostdienstes mindestens denen des Inlandsbriefes entsprechen müssen. Damit sollen Anreize für Remailing-Sendungen durch Dumpingpreise verhindert werden. Der Satz für die Endvergütungen, mit denen die Einlieferungsverwaltung der Bestimmungsverwaltung jedes Kilogramm übersandter Briefpost auszugleichen hat, wurde auf 8,20 DM angehoben. Bötsch stoppt Verkauf des Zehnerblocks der Heine-Sonderbriefmarke18.11.1997 Der nicht zum hoheitlichen Bestandteil von Postwertzeichen-Ausgaben zählende Rand wurde vom Grafiker des Marken-Entwurfs gestaltet und unterlag nicht dem für Briefmarken üblichen Genehmigungsverfahren. Darauf wies das Bundespostministerium ausdrücklich hin. Erste europäische Postrichtlinie verabschiedet01.12.1997 Die neue Richtlinie konzentriert sich darauf, die Strukturen der Grundversorgung mit Postdiensten in den Mitgliedstaaten zu harmonisieren und einen qualitativ hochwertigen Universaldienst zu definieren, der allen Bürgern und Unternehmen in der Gemeinschaft zur Verfügung steht. Dazu gehören vor allem Festlegungen über den Umfang des Universaldienstes, dessen Qualität und Preis. Die Obergrenze für Monopolrechte, die in keinem Mitgliedsstaat mehr überschritten werden darf, erstreckt sich danach auf Briefsendungen einschließlich der Infopost bis zu einem Gewicht von 350 Gramm und dem 5-fachen Preis der ersten Gewichtsstufe eines Briefes. Die Richtlinie wird voraussichtlich Anfang 1998 in Kraft treten und muss dann innerhalb eines Jahres in nationales Recht umgesetzt werden. Deutsche Post übernimmt 24,8 Prozent von trans-o-flexJuli 1997 trans-o-flex, ein innovatives Unternehmen im Express-Markt mit Schwerpunkten in der Pharma- und Kosmetik-Branche, hat im vergangenen Geschäftsjahr mit 2.200 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 911 Millionen DM erzielt, davon 300 Millionen DM im Ausland. Der Erwerb dieser Anteile ist ein strategischer Schritt der Deutschen Post AG, um insbesondere im europäischen Ausland das qualitativ hervorragende Netz der trans-o-flex mit 6 Tochtergesellschaften und 12 Kooperationspartnern mit zu nutzen. Damit kann die Post ihren Kunden einen weiter verbesserten Service in Europa anbieten. Im innerdeutschen Markt werden beide Unternehmen ihre Marktsegmente weiter mit eigener Organisation bearbeiten. Deutsche Post bündelt Aktivitäten im Bereich Express und KontraktlogistikJuli 1997 Der Holding werden 3 Unternehmen zugeordnet: die EMS Kurierpost GmbH, die Deutsche Post Kontraktlogistik GmbH sowie die Netlog GmbH.
Deutsche Post geht mit eigenen Netzen ins Ausland<01.07.1997 Auch in Belgien und Polen bietet die IPP ein Transportnetz an. Hier ist sie Joint Ventures mit Mehrheitsbeteiligung mit der Belgischen Parcel Distribution (BPD) und der Firma Servisco (Polen) eingegangen. Die Hauptumschlagbasis in Belgien liegt in Boom, zwischen Brüssel und Antwerpen gelegen. In Polen werden die Sendungen in Poznan (Posen) umgeschlagen. In alle 3 Länder können die Sendungen dank eines Tracking und Tracing-Systems (analog dem innerdeutschen System) bis zur Zustellung verfolgt werden. Paketmarken „FreeWay” - die Briefmarke fürs Paket01.08.1997 FreeWay-Marken gibt es in 4 Gewichtsklassen: bis 4 kg, bis 8, 12 und 20 kg. Bei Abnahme im 10er-, 100er- oder 300er-Block gibt es bis zu 25 Prozent Rabatt. Versuch mit Paketkästen im Großraum NürnbergAugust 1997 Letzte Bahnposten verkehrten Ende Mai 1997 / Neue Verhandlungen mit der BahnMai 1997 Die Bahn konnte für die geforderte Zeitschiene - nachts zwischen ca. 22.00 und 04.00 Uhr - kein von den Kosten her vertretbares Angebot machen. Im Juli 1997 erklärte das Post-Vorstandsmitglied Dr. Günter W. Tumm, verantwortlich für den Bereich Kurier, Express, Paket und Internationale Post (KEP/I), die Deutsche Post wolle mit der Bahn erneut in Verhandlungen über eine enge Zusammenarbeit im Postversand treten. Er denkt dabei an den Einsatz von schnellen KEP-Shuttle-Zügen, die zwischen den großen Ballungszentren pendeln sollen. Hieraus könnten sich neben ökologischen auch wirtschaftliche Vorteile ergeben. Neues Briefporto ab 01.09.199701.09.1997 Zugleich wird die Postkarte „größer”. Die Höchstmaße der Postkarte sind identisch mit den Maßen des Standardbriefes. Die neuen Maße: maximal 23,5 mal 12,5 cm, bisher 16,2 mal 11,4 cm. Neue Briefzusatzleistungen ab 01.09.1997
01.09.1997 Statt mit der bisherigen Einschreib-Nummer werden die Einschreibsendungen mit einem Label, einer computerlesbaren Ident-Nummer, beklebt, die sich auch auf der Quittung des Absenders wiederfindet. Diese Ident-Nummer ermöglicht dem Postkunden, bereits 3 Tage nach der Einlieferung des Briefes einen Zustell-Check durchzuführen: Unter der Service-Nummer 01805/29 06 90 kann er beim Callcenter der Post in Mannheim abfragen, ob seine Sendung zugestellt worden ist. Mit diesem Label werden auch Nachnahmebriefe beklebt. Damit wird auch die Nachnahme eine nachzuweisende Sendung. Die Auskunft - und damit die Sendungsverfolgung - wird durch die elektronische Erfassung der Sendung mittels Einscannen des Codestreifens auf dem Aufkleber (Ident-Nummer) ermöglicht. Außer der telefonischen Auskunft können Versender von Einschreib- und Nachnahmebriefen zum Preis von 10 DM auch eine Kopie des Auslieferungsscheines anfordern. Über 2.000 AuszubildendeSeptember 1997
Pralinés Post: Neuer Geschenk-Service der PostSeptember 1997 Damit bietet die Post ihren Kunden einen bequemen Geschenkservice: Mit dem Kauf des Auftragssets bekommt der Käufer u.a. eine Grußkarte, die er beschriftet in den Auftrag-Umschlag einlegt. Er spart sich das Zusammentragen der Einzelkomponenten: Pralinen, Grußkarte, Verpackung, das Verpacken selbst und das Einliefern am Schalter. Brieflaufzeiten: Noch nie war die Post schnellerOktober 1997 Die Post führt die Verbesserung auf ihr neues Konzept BRIEF 2000 zurück. Danach entstehen in Deutschland 83 Briefzentren für die Briefbearbeitung. Sie ersetzen ca. 1.000 Bearbeitungsstellen alter Art. Bis Ende 1997 waren bereits 64 Briefzentren am Netz. PostPlus und Shop-in-ShopDezember 1997 Die PostPlus-Filiale bietet neben dem vollen Post- und Postbank-Angebot ein umfangreiches Einzelhandelssortiment an Papeterie- und Convenience-Artikeln, also Papierwaren, Büromaterial, Zeitungen und Zeitschriften, Getränke aller Art, Tabakwaren und Snacks. Seit dem Testbeginn im April 1996 gingen bis Ende 1997 bereits ca. 100 solcher Filialen in Betrieb. Die Geschäftsführung liegt in den Händen der Post-Tochter Deutsche Post Service und Vertriebs-GmbH, Sitz Berlin. Sie bringt das Einzelhandels-Know-how in die Partnerschaft ein. Das Personal besteht z.T. aus „gelernten” Postlern und Einzelhandelskaufleuten. Die Öffnungszeiten der PostPlus-Filialen entsprechen den örtlich üblichen Geschäftszeiten. Bei Shop-in-Shop kommt die Post zum Kunden. Postfilialen werden an stark frequentierten Standorten in große Warenhäuser oder Selbstbedienungsmärkte integriert. Vorteile für die Post: beste Lage und viel Publikumsverkehr. Den Postkunden erspart dies Zeit und Wege. Das Personal stellt die Post oder der Partner. Die erste Shop-in-Shop-Filiale wurde im Dezember 1996 im Kaufhaus Wagener in Baden-Baden eröffnet. Die Filiale wird in Eigenregie der Deutschen Post betrieben. Die erste partnerbetriebene Shop-in-Shop-Filiale wurde am 29. September 1997 in einem McPaper-Geschäft in Chemnitz eröffnet. Weitere 20 mit dem Partner McPaper sollen folgen. Nur auf neuen Wegen - so Vorstandsmitglied Dr. Hans-Dieter Petram - wachse die Chance, Qualität und Wirtschaftlichkeit des Filialnetzes kundenorientiert zu verbessern. Deutsche Post erweitert internationalen Frachtservice in die SchweizDezember 1997 Keine Versteigerungen mehr in Bamberg17.12.1997 Damit ist nun Schluss. Am 17. Dezember 1997 fiel der Hammer des Versteigerers zum letzten Mal. Von 1998 an vermarktet die Deutsche Post AG diese Waren nicht mehr selbst, weil die Kosten für den Verwaltungsaufwand (Lagerung und Versteigerung) im Verhältnis zum Erlös zu hoch sind. Künftig werden die Waren 3 Monate nach dem Feststellen der Unanbringlichkeit an einen markterfahrenen Aufkäufer abgegeben. Post-Vorstand nennt Postgesetz-Kompromiss akzeptabelDezember 1997 Für die Privatkunden gab Zumwinkel Garantien:
Gleich nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zum neuen Postgesetz beschloss der Deutsche Post-Vorstand, den Kündigungsschutz für Mitarbeiter der Post im ersten Jahr des neuen Wettbewerbszeitalters zu verlängern. Zumwinkel: „Wir verlängern den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 1998.” Der Börsengang der Deutschen Post AG sei für das Jahr 2000 vorgesehen, gab Zumwinkel auf einer Pressekonferenz zum neuen Postgesetz bekannt. Postkleiderkasse wird aufgelöst19.11.1997 Post und Postbank gemeinsam in die Zukunft20.10.1997 Besserer Service und mehr Wirtschaftlichkeit sind die Säulen des neuen Konzeptes. Vor allem der Kostendruck belaste derzeit die Filialen, so der Geschäftsbereichsleiter Marketing/Vertrieb Postfilialen in der Post-Generaldirektion, Lothar Rogg. Von den über 15.000 Filialen haben ca. 9.000 weniger als 50 Kunden pro Tag. Künftig gelte „Wo Post draufsteht, ist auch Postbank drin”, so Postbank-Chef Boening. Damit die Produkte des Partners professionell und bankgemäß in den Filialen vertrieben werden können, ist eine Offensive mit Blick auf Beratungskompetenz, Produkt-Know-how und Verkaufsfähigkeiten der Mitarbeiter geplant. Über 1 Milliarde DM wollen Post und Postbank in das neue Filialkonzept investieren. Bis 2002 soll es realisiert sein. Neue Filial- und Vertriebsstrategie: künftig 3 FilialtypenOktober 1997 Center-Filialen werden neben dem gesamten Post- und Postbankangebot über ein aktives Beratungs- und Vertriebsteam verfügen. Die direkte Kundenansprache, der aktive Vertrieb und die kompetente Beratung für Post- und Finanzdienstleistungen will die Deutsche Post bereits ab März/April 1998 bei 12 Pilot-Niederlassungen testen. Rund 500 - 700 Center-Filialen sollen in bester Geschäftslage den Vertrieb aktivieren und steuern. Sie unterstützen auch die umliegenden Standard- und Basis-Filialen. Die Öffnungszeiten werden denen im Einzelhandel entsprechen. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt soll mindestens eine Center-Filiale eingerichtet werden. Zum Angebot an Finanzdienstleistungen werden neben den traditionellen Kernprodukten Spar und Giro Fonds, Lebensversicherungen und Bausparen gehören, dazu Konsumentenkredite und Baufinanzierung sowie Sachversicherungen wie Auto-, Unfall und Hausratversicherungen. Die Bausparkasse Wüstenrot ist über ihre Verbundenheit mit der Postbank Partner im Bauspargeschäft. 2.500 bis 2.700 Standard-Filialen werden an attraktiven Standorten eingerichtet. Sie werden z.T. in eigener Regie, z.T. von Partnern betrieben. Die Produktpalette: Postalisches Vollsortiment, standardisierte Finanzdienstleistungen, Anbahnung von Beratungsleistungen bei der nächst gelegenen Center-Filiale, Öffnungszeiten wie im Einzelhandel. Geplant sind außerdem 7.000 bis 9.000 Basis-Filialen. Sie bieten „Post pur” in Eigenregie oder in der Partner-Variante, z.B. im Format Postagentur. Ihr Angebot: Postalisches Grundsortiment, standardisierte Finanzdienstleistungen, Anbahnung von Beratungsleistungen, nachfrageorientierte Öffnungszeiten. ◊
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