![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Januar - März 2004
2003 erreichte der deutsche Postmarkt 23 Milliarden Euro UmsatzJanuar 2004 Die Umsätze im lizenzierten Bereich (Briefsendungen bis 1.000 Gramm) lagen nach Angaben der Reg TP in ihrem Jahresbericht 2003 bei 10 Milliarden Euro. Ein Drittel des Briefmarktes ist für den Wettbewerb geöffnet. Das Wettbewerbspotenzial umfasst also 3,3 Milliarden Euro. Die Wettbewerber konnten sich aber bis Ende 2003 nur 400 Millionen Euro davon sichern. 96 Prozent des Briefmarktes hält immer noch die Deutsche Post AG. Die Reg TP hat bisher an rund 1.500 Unternehmen Lizenzen für die Beförderung von Briefsendungen erteilt. Davon waren 2003 maximal 900 am Markt. Knapp 500 haben den Markt bereits wieder verlassen. Bei den am Markt tätigen Unternehmen gab es Ende 2003 knapp 24.000 Arbeitsplätze, davon 5.500 in Vollzeit. Japanischer Minister bei ZumwinkelJanuar 2004 Die Deutsche Post gilt weltweit als gelungenes Modell für eine erfolgreiche Privatisierung. Auch in Japan laufen Bestrebungen, die nationale Postgesellschaft zu privatisieren. Die japanische und die Deutsche Post arbeiten schon seit Langem eng zusammen. Führungskräfte aus beiden Unternehmen treffen sich regelmäßig, um weitere Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Japan und der asiatisch-pazifische Wachstumsmarkt sind von besonderer Bedeutung für die Deutsche Post World Net. Der Konzern ist in der Region in 41 Ländern und Territorien vertreten und erwirtschaftet dort einen Umsatz von 2 Milliarden Euro jährlich. STAMPIT findet internationales InteresseFebruar 2004 Als erstes europäisches Postunternehmen führte die Deutsche Post 2001 STAMPIT auf dem deutschen Postmarkt ein. STAMPIT bietet für kleine und mittelständische Unternehmen eine praktische Lösung für die Frankierung der Briefpost über das Internet. Das Porto kauft der Nutzer an einem virtuellen Briefmarkenschalter im Internet und bezahlt per Lastschrift. Schon Anfang 2003 unterzeichneten die Deutsche Post und die Schweizerische Post einen Vertrag über die Lizenzierung des Systems STAMPIT. Deutsche Post übernimmt britische Speedmail InternationalFebruar 2004 Speedmail International beschäftigt rund 110 Mitarbeiter und beförderte im Geschäftsjahr 2002/2003 über 12 Millionen Sendungen. Deutsche Post lässt „Post” als Marke schützenJanaur 2004 Im Januar 2004 reichte der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienstleister (BIEK) beim Patent- und Markenamt eine Löschungsantrag ein. Das Wort „Post” sei Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs, argumentierte BIEK. Die Beförderung von Briefen, Paketen, Kurier- und Expresssendungen würden auch von BIEK-Mitgliedsfirmen angeboten. „Die Eintragung der Marke ‚Post' widerspricht daher der Entwicklung des Postmarktes und stellt den Versuch dar, innovative und privatwirtschaftlich entwickelte Dienstleistungen nachträglich zu monopolisieren.” Sogar im Postgesetz, das ganz allgemein von Postdienstleistungen und Postverkehr spreche, werde der Begriff beschreibend verwandt. Das Briefmonopol dürfe nicht durch die Hintertür wieder eingeführt werden. Auf jeden Fall bis zur Entscheidung des Patentamts über den Löschungsantrag, die erst in einigen Jahren zu erwarten ist, kann die Deutsche Post vom Markenschutz Gebrauch machen und Wettbewerber mit dem Namen Post abmahnen. Nicht betroffen sind allerdings Unternehmen, die schon vor dem 22. Februar 2000 - dem Tag, an dem die Deutsche Post die Eintragung der Marke beantragte - eine eigene Marke mit dem Bestandteil „Post” angemeldet hatten. Deutsche Post „sammelt” Marken wie „Einschreiben”, „Briefzentrum”, „Infopost”Februar 2004 Die „Berliner Zeitung” schreibt dazu am 26. Januar 2004: „Es muss ein Trauma für Post-Chef Klaus Zumwinkel gewesen sein. Einst in Bonn, im August des Jahres 2000. Die Werbung für den 2½ Monate später vorgesehenen Börsengang des Konzerns war gerade angelaufen, ein Etat von rund 50 Millionen Euro verplant, da flatterte Zumwinkel ein Schreiben vom Bonner Nachbarn Telekom auf den Tisch. Das Unternehmen forderte darin Zumwinkels Ex-Behörde auf, Werbung mit dem Begriff ‚P-Aktie' zu unterlassen. Bei der P-Aktie handele es sich um eine Marke der Telekom, hieß es zur Begründung. Schließlich klänge P-Aktie ähnlich wie T-Aktie - dem mit viel Geld aufgebauten Werbenamen des Telekom-Wertpapiers. Der Schlag hatte gesessen. Die Post sagte nach Konsultation ihrer Anwälte kleinlaut zu, P-Aktie nicht mehr zu verwenden und warb nun mit dem Begriff ‚Aktie Gelb'. Zumwinkel war blamiert. Ein Kommunikations-Gau, wie er nicht passieren darf. In der Telekom-Zentrale knallten vor Schadenfreude die Sektkorken. 3½ Jahre später hat Zumwinkel dazu gelernt. Der Chef des Briefmarken-Konzerns ist selbst zu einem der eifrigsten Marken-Sammler Deutschlands geworden...” DHL eröffnet Rechenzentrum in PragMärz 2004 Neues Outsourcing-Angebot für öffentliche VerwaltungenMärz 2004 Ziel der Post ist es, die Kosten für ihre Kunden zu minimieren durch Optimierung des gesamten Kommunikationsablaufes wie Drucken, Kuvertieren und Versenden. Nach einer Studie des Fraunhofer Instituts liegen die Prozesskosten eines Standardbriefes in Kommunen einschließlich Porto bei 1,36 Euro. Die Deutsche Post bietet diesen Gesamtprozess ab 67 Cent an. |
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Feldpost: 1,8 Millionen Briefe und 320.000 PaketeFebruar 2004 Deutsche Post World Net: Erstmals über 40 Milliarden Umsatz09.03.2004 Bereits 43 Prozent des Umsatzes erzielte der Konzern 2003 im Ausland, wo er 150.000 der insgesamt 380.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Unternehmensbereich BRIEF trug 11,9 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz bei (- 1,6 Prozent gegenüber 2002). Im Bereich EXPRESS, dem inzwischen größten Unternehmensbereich, stieg der Umsatz um 12,3 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. Einen leichten Umsatzanstieg auf 5,9 Milliarden Euro erzielte der Unternehmensbereich LOGISTIK. Bei den FINANZ DIENSTLEISTUNGEN lagen die Umsätze bei 7,8 Milliarden Euro. Am operativen Gewinn von 2,98 Milliarden Euro war der Unternehmensbereich BRIEF mit 2,0 Milliarden Euro beteiligt (-5 Prozent), der Bereich EXPRESS mit 408 Millionen Euro (+ 51 Prozent) und der Bereich LOGISTIK mit 206 Millionen Euro (+ 19 Prozent). Einen Rückgang musste der Bereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN hinnehmen. Sein Anteil lag bei 566 Millionen Euro (- 17 Prozent). Unbeschränkte Brief-Lizenz für Deutsche Post in GroßbritannienMärz 2004 Die Deutsche Post, die in Großbritannien bereits mit ihrer Paket-Tochter Securicor und seit Kurzem auch mit der Brieffirma Speedmail vertreten ist, will ihre erweiterten Briefdienste insbesondere Großunternehmen, Verlagen und Direktmarketingfirmen anbieten. Zugangsbedingungen zum Royal-Mail-Netz vereinbart / Neues Briefzentrum bei London eröffnetMärz 2004 Die Deutsche Post ist allerdings nicht der einzige Konkurrent der Royal Mail mit großen Ambitionen. Der britische Mit-Wettbewerber UK-Mail hat ebenfalls bereits Zugang zum Zustellnetz der Royal Mail. Auch der niederländische Rivale TPG ist für eine Expansion im britischen Briefmarkt gerüstet. Am 31. März 2004 nahm die Deutsche Post in Croydon südlich von London ein modernes Briefverteilzentrum ähnlich dem auf dem Frankfurter Rhein-Main-Flughafen in Betrieb. Die bisherige Produktionskapazität wird mit modernster Sortiertechnik verdreifacht. Die 160 Mitarbeiter können nun bis zu 7,5 Millionen Sendungen pro Monat bearbeiten. Automaten frankieren und sortieren im Ausland BriefpostMärz 2004 Bisher werden in den Brief-Hubs (Hauptumschlagsbasiszentren) von Global Mail weltweit täglich 730.000 Sendungen bearbeitet, viele davon manuell. Mehr und mehr übernehmen Automaten die Arbeit. Schon heute sind in den USA die Mail-Terminals in Newark und Chicago mit jeweils 2, das Terminal in Los Angeles mit 1 automatischen Sendungsbearbeitungsanlage ausgerüstet. 2004 sollen auch die Terminals in Frankfurt am Main und London automatisiert werden. Die modernen Maschinen können mehrere Prozessschritte gleichzeitig erledigen: Bis zu 6.000 Sendungen pro Stunde frankiert der Automat und sortiert sie anschließend nach Empfängerland. Nach dem Lesen der Adresse wiegt der Automat die Sendung und ermittelt die Abmessungen. Anschließend sorgt die Anlage für die Frankierung. Dabei versieht sie jede Sendung mit einem Barcode, der unter anderem Rücksende-Informationen für eventuelle Retouren und das Bearbeitungsdatum enthält. Die erfassten Daten werden dann automatisch über eine IT-Schnittstelle in ein Abrechnungsprogramm eingespeist, sodass gleichzeitig die Rechnungsstellung und das Controlling verbessert werden. DHL Express erfolgreich im südafrikanischen Logistik- und Expressmarkt positioniertFebruar 2004 Mit weiteren Hubs in Abidjan (Elfenbeinküste), Lagos (Nigeria), Libreville (Gabun), Harare (Simbabwe), Nairobi (Kenia) und Mauritius hat DHL das größte und modernste Luftnetzwerk auf dem afrikanischen Kontinent aufgebaut. Der Marktanteil von DHL liegt dort bei 40 Prozent. Mit 18 Flugzeugen, die täglich 63 Routen in 30 Länder fliegen und Afrika via Europa in den weltweiten Express-Luftverkehr einbinden, kann DHL täglich mehr als 170 Tonnen Expressfracht innerhalb sowie von und nach Afrika transportieren. Deutsche Post zahlt ausscheidenden Mitarbeitern AbfindungMärz 2004 Weniger Flüge im Nachtluftpostnetz29.03.2004 Gestrichen wurden die Flüge Nürnberg - Frankfurt am Main - Nürnberg und Frankfurt - Köln. Damit verringern sich die Starts und Landungen auf dem Rhein-Main-Flughafen Frankfurt von 15 auf 12 pro Nacht. Die Deutsche Post begründete die Reduzierung als Reaktion auf die umweltpolitische Diskussion im Zusammenhang mit einem drohenden Nachtflugverbot auf dem Frankfurter Flughafen. Bereits im Oktober 2000, im Januar 2002 und im April 2003 hatte die Post die nächtlichen Flugbewegungen in Frankfurt um 11 reduziert. Seit 29. März 2004 sind auch die Nachtpostflüge Köln - Leipzig und Köln - Berlin-Tegel gestrichen. Die Hauptstadt wurde stattdessen durch eine neue Verbindung Köln - Berlin-Schönefeld - Köln „noch besser” in das Nachtluftpostnetz eingebunden. Zum Nachtluftpostnetz gehören künftig noch 9 Flughäfen, nachdem bereits 2003 Bremen und Münster herausgenommen worden waren. |
Video Feldpost Afghanistan | |||
Hermes eröffnet 1.000 neue PaketshopsMärz 2004 Von den 50 Millionen Paketsendungen, die Privatkunden jährlich verschicken, entfielen 2003 nur 3 Prozent auf Hermes. Bis 2006 will Hermes 10 Prozent erreichen. Hermes zielt mit seiner Strategie auch auf den Briefmarkt, in den das Unternehmen mit dem Joint Venture „EP Europost” mit der holländischen Post TPG bereits vor Jahren eingestiegen ist. An den Hermes-Paketshops, so das Hermes-Kalkül, könnten die Verbraucher nach Wegfall des Briefmonopols 2007 auch ihre privaten Briefe abgeben. ◊
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Quelle: Hermes Logistik GmbH & Co. KG |
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