![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
|
|
|
Juli - September 2004
Beamte können gegen ihren Willen in Tochterunternehmen versetzt werdenSeptember 2004 Bei der Telekom soll das gestrichene Weihnachtsgeld zur Finanzierung einer Arbeitszeitsenkung von 38 auf 34 Stunden verwendet werden. US-Verkehrsministerium entscheidet im Sinne von DHLJuli 2004 Die Wettbewerber von Deutsche Post World Net hatten argumentiert, dass Astar von DHL und damit von einem ausländischen Unternehmen kontrolliert werde. Dies wäre nach US-Recht unzulässig. Nach Ansicht des US-Verkehrsministeriums trifft dies nicht zu. Denn alle Verwaltungsratsmitglieder und Spitzenmanager von Astar seien US-Bürger, und auch die Aktien der Gesellschaft befänden sich vollständig im Besitz von Amerikanern. Nachtluftpostnetz wird weiter verkleinertJuli 2004 In einer gemeinsamen Erklärung mit dem hessischen Ministerpräsidenten, Roland Koch, teilte Post-Chef Dr. Klaus Zumwinkel Mitte Juli 2004 mit, die Post werde ihre nächtlichen Flugbewegungen am Luftpost-Stern Frankfurt am Main stufenweise reduzieren. Transporte will die Post stärker auf die Straße verlagern. Besonders die Anwohner des Rhein-Main-Flughafens würden von der Neustrukturierung profitieren, da der seit 1961 bestehende Nachtluftpost-Stern aufgelöst werden solle. Künftig werde Frankfurt während der Nachtstunden nur noch von 4 statt bisher 12 Flugzeugen der Post angeflogen und von 2006 an nur noch von 2 Maschinen. Die Umstellung werde die Qualität der Briefzustellung nicht beeinflussen. Da künftig Nachtluftpostflüge direkt zwischen 2 Städten betrieben werden, verkürze sich - so Zumwinkel - in einigen Fällen sogar die Beförderungszeit, z.B. zwischen Stuttgart und Berlin sowie München und Berlin um je 1 Stunde. Die Post spare durch die Reduzierung des Nachtluftpostnetzes Kosten und verringere zugleich die Umweltbelastung durch die Briefbeförderung. Deutsche Post liefert wieder Pakete von US Postal Service ausSeptember 2004 Auch in anderen Ländern kehrt US Postal wieder zu nationalen Postgesellschaften zurück. GLS hat jährlich 1,6 Millionen Privatpakete aus USA ausgeliefert. Die 2002 gestartete Allianz von GLS und USPS stand von Beginn an unter einem schlechten Stern. Deutsche Kunden wurden von dem neuen GLS-Monopol völlig überrascht. Der Wechsel des Zustellers brachte dem Empfänger rapide steigende Kosten für Pakete aus den USA mit sich. Die Zollabfertigung, die von der Deutschen Post aufgrund ihrer Marktstellung bis dahin gratis erledigt wurde, schlug nun mit 17 Euro je Paket zu Buche. Die Weigerung zahlreicher Kunden, die neuen Gebühren zu zahlen, bescherte GLS unerwartete Transportkosten, da Pakete von verärgerten Empfängern nicht angenommen wurden und wieder nach den USA zurückgingen. Auch in den USA wuchs der Ärger über die Flut von Retouren aus Deutschland. Neues Fracht- und Logistik-Center in Hongkong eröffnet10.08.2004 „DHL verzeichnet bereits seit 5 Jahren 2-stellige Zuwachsraten in der Region Asien-Pazifik”, sagte John Mullen, verantwortlicher DHL-Manager bei der Eröffnung des neuen Hubs. Im Lauf der nächsten Jahre soll die Umschlag-Kapazität des neuen Center auf 33.000 Sendungen und 900 Tonnen pro Stunde ausgeweitet werden. Mit 2 Milliarden Euro Umsatz ist die Deutsche Post World Net Marktführer in der Region Asien-Pazifik. DHL Express ist als erster internationaler Dienstleister dabei, in China ein nationales Expressnetzwerk für die Paketverteilung aufzubauen. Briefpost-Konkurrenten melden ErfolgeJuli 2004 3 Verlage machen der Deutschen Post KonkurrenzSeptember 2004 Das Geschäftsmodell ruht auf 2 Säulen: Zum einen auf zahlreichen regionalen Briefdiensten, die u.a. bereits von WAZ, Holtzbrinck und Springer betrieben und im überregionalen Versand von der EP Europost, eine Mehrheitsbeteiligung der holländischen Post TPG und Otto-Versand, koordiniert werden. Zum anderen auf verlagseigenen Zeitungszustell-Organisationen, deren Boten morgens die Zeitungen austragen und tagsüber die Briefe zustellen. Weltpostkongress tagt in BukarestOktober 2004 Mitglied ist die Bundesrepublik Deutschland, die jedoch das Mandat für operative Postthemen an die Deutsche Post World Net übertragen hat. Auf der Tagesordnung des Weltpostkongresses in Bukarest stehen u.a. die Themen „Verbesserung und Sicherung internationaler Qualitätsstandards für die internationale Briefzustellung” und „Vereinfachung der Zollabfertigungsverfahren”. Die Deutsche Post hat u.a. in die Beratungen einen Vorschlag zur Erhöhung der Sicherheit im internationalen Postaustausch eingebracht. Dazu hat die Abteilung „Konzernsicherheit” an der Entwicklung einer Datenbank mitgewirkt, deren verbindliche Nutzung in Bukarest beschlossen werden soll. Sie bietet Postverwaltungen Informationen über Unregelmäßigkeiten im Versand von Luftpostbeuteln. Schadenschwerpunkte im Luftpostverkehr können mithilfe dieser Datenbank schneller identifiziert und behoben werden. Die Deutsche Post sieht bei Beschlüssen des Weltpostkongresses ein Problem bei der Stimmenverteilung. Herbert-Michael Zapf, Bereichsvorstand BRIEF International im Deutsche Post Konzern: „Im Weltpostverein gilt das Prinzip ‚ein Land eine Stimme'. Große Länder wie die USA haben ebenso eine Stimme wie z.B. Haiti. Wirtschaftlich starke Beitragszahler wie Deutschland haben nicht mehr Einfluss auf Entscheidungen als beispielsweise Liberia. Das vom Krieg gebeutelte Land mussten wir noch kürzlich mit Büromaterial unterstützen, damit dort der Postbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Reformen sind dringend notwendig. Ein Anachronismus liegt beispielsweise darin, dass nicht Deutsche Post World Net, sondern die Bundesrepublik Deutschland Mitglied des Weltpostvereins ist. Die Rolle der privatwirtschaftlich arbeitenden Postgesellschaften muss ebenso gestärkt werden wie der Einfluss der großen Postverwaltungen.” Deutsche Post will sich an dänischer Post beteiligenSeptember 2004 Deutsche Post expandiert in spanischen BriefmarktSeptember 2004 Unipost ist ein Zusammenschluss der wichtigsten privaten Postunternehmen Spaniens, der über ein umfangreiches Franchise- und Partnernetzwerk verfügt. Unipost betreibt 58 Produktionsstätten in ganz Spanien. 2.000 direkt beschäftigte Mitarbeiter und weitere 2.000 Beschäftigte in den selbstständigen Partnerunternehmen bearbeiten täglich über 2 Millionen Sendungen für mehr als 1.280 Orte. 2003 erzielte Unipost 64 Millionen Euro Umsatz. Deutsche Post baut Netzwerk in Lateinamerika ausSeptember 2004 Drehscheibe der neuen Partnerschaft ist ein Briefzentrum in Mexico City. Dort werden Sendungen von der SePoMex für den Export aufbereitet und zum weltweiten Versand an die Deutsche Post Global Mail übergeben. Eingehende Sendungen aus aller Welt speist Deutsche Post Global Mail über dieses Produktionszentrum ins SePoMex-Netz ein. Die mexikanische Post sortiert und transportiert die Sendungen und stellt sie landesweit zu. Post baut bis zu 1.000 Filialen abSeptember 2004 DHL: Erhöhte Aufwendungen in den USASeptember 2004 Die zusätzlichen Aufwendungen machen das dauerhafte Engagement des Konzerns im wichtigen US-Markt deutlich. So soll u.a. das inneramerikanische Transportnetz durch weitere Stützpunkte an der West- und Ostküste gestärkt werden. Bereits 100.000 Kunden für die PackstationenSeptember 2004 PACKSTATION ist ein automatenbasiertes Paketabholsystem von DHL, über das registrierte Kunden Pakete, Päckchen und Warensendungen rund um die Uhr abholen und verschicken können. Die bargeldlose Bezahlung von Nachnahmesendungen per EC-Karte ist direkt an der Packstation möglich, ebenso der Kauf von Freeway-Paketmarken zur Frankierung der einzuliefernden Paketsendungen. Nach einer 3-jährigen Pilotierung in Dortmund, Mainz und Frankfurt am Main eröffnete die Post weitere Packstationen in Köln, Darmstadt, Wiesbaden, Hannover und Bremen. Bis Ende 2004 folgen Packstationen in 5 weiteren Städten, so in Berlin, Hamburg und München. Neues Global IT Services Center von DHL in Prag eröffnet24.09.2004 Das Prager IT Services Center wird die gesamte europäische IT-Infrastruktur des Express- und Logistikdienstleisters mit modernster Technik der Datenverarbeitung unterstützen. Die Verteilung der Operationszentren auf 3 Zeitzonen bietet dem Unternehmen und seinen Kunden die Möglichkeit der vollen IT-Unterstützung aller DHL-Geschäftsaktivitäten weltweit. Das Prager Center übernimmt die Funktionen der bisherigen Standorte in Großbritannien und der Schweiz. Gangfolgesortiermaschinen jetzt in den BriefzentrenSeptember 2004 Die Deutsche Post wird 202 Gangfolgesortiermaschinen zusätzlich beschaffen und damit das Sortiervolumen auf mehr als 9,4 Milliarden Sendungen steigern. Filialgruppe wird TochtergesellschaftSeptember 2004 ◊
|
||||