![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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April - Juni 2005
Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf: Deutsche Post muss auch Mitwettbewerbern Großkundenrabatte einräumenApril 2005 Damit muss die Deutsche Post bei der Briefbeförderung mehr Wettbewerb durch Konkurrenten zulassen und den Wettbewerbern bei postvorbereitenden Tätigkeiten wie dem Abholen, Vorsortieren und Einliefern von Sendungen unter 100 Gramm Zugang zu Leistungen und Rabatten gewähren. Bisher räumte die Deutsche Post Rabatte auf das Briefporto bis zu 21 Prozent nur Firmenkunden ein, die täglich 20.000 Briefsendungen versenden und diese vorsortieren. „Das ist der Anfang eines Dammbruchs”, sagte Horst Manner-Romberg, ein auf den Postmarkt spezialisierter Unternehmensberater. Die Postvorbereitung, die mit dem Urteil geöffnet wurde, gilt als lukrativer Wachstumsmarkt. Briefvorstand Hans-Dieter Petram von der Deutschen Post rechnet mit jährlichen Umsatzeinbußen von 200 Millionen Euro. Nach seinen Worten wird der Post-Konzern die Öffnung rasch vorantreiben. Allerdings macht sich die Post doch noch Hoffnung auf einen juristischen Sieg: Die OLG-Entscheidung betraf nur den Eilantrag der Post zum sofortigen Vollzug der Verfügung des Kartellamts. Das Hauptsacheverfahren, in dem die Post den grundsätzlichen Spruch des Kartellamts anficht, läuft weiter. Marktbeobachtungsdaten der Reg TP zu PostzustellungsaufträgenApril 2005 Jährlich sind über 55 Millionen Schriftstücke in Form sogenannter Postzustellungsaufträge (PZA) förmlich zuzustellen. Auftraggeber sind in der Regel Gerichte, Notare und Behörden. Größter Dienstleister für PZA ist - historisch bedingt - die Deutsche Post AG. Sie verlangt zurzeit 5,60 Euro für die Ausführung eines Postzustellauftrages. Ein Teil der Lizenznehmer hat zwischenzeitlich erkannt, welche Chancen die neue Regelung bietet. Einschränkungen auf Grund der gesetzlichen Exklusivlizenz der Deutschen Post gibt es nicht. Über 50 Lizenznehmer haben sich mittlerweile auf PZA spezialisiert. Im Jahr 2004 entfielen bereits über 20 Prozent des PZA-Marktes (rund 300 Millionen Euro) auf Wettbewerber der Deutschen Post. Für 2005 erwarten die Wettbewerber Marktanteile in der Größenordnung von 30 Prozent. Alle Wettbewerber liegen mit ihrem Preis - Durchschnitt 3,90 Euro - deutlich unter dem Post-Preis. Statistisches Bundesamt: E-Mail gewinnt an BedeutungApril 2005 Insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung haben E-Mails den klassischen Brief weitgehend abgelöst. 77 Prozent der 15 - 24-Jährigen gingen online, um E-Mails auszutauschen, bei den über 64-Jährigen waren es lediglich 10 Prozent. Studierende sind Spitzenreiter beim E-Mail-Versand (97 Prozent). Rentnerinnen und Rentner sind beim E-Mail-Verkehr mit 16 Prozent beteiligt, Hausfrauen mit 29 Prozent und Arbeitslose mit 43 Prozent. Wirtschaftsminister rütteln am Steuerprivileg der PostJuni 2005 Deutsche Post wird Privatunternehmen15.06.2005 10 Jahre nach der Umwandlung der Post in eine Aktiengesellschaft und 5 Jahre nach ihrem Börsengang hat die ehemalige Behörde Deutsche Bundespost damit eine wichtige Station auf dem Weg zu einem Logistik-Konzern mit weltumspannenden Aktivitäten erreicht. Spätestens seit sich der Bonner Konzern anschickte, auch auf dem schwierigen US-Markt Fuß zu fassen, hatte er dort gewaltig mit dem Ruf eines Staatsunternehmens zu kämpfen. Für seine beiden großen Wettbewerber in den USA - UPS und FedEx - war dieser Umstand ein willkommenes Argument, um der Deutschen Post und ihrer Tochter DHL mit Unterstützung der US-Administration Stolpersteine in den Weg zu legen. Post-Chef Klaus Zumwinkel begrüßte die erfolgreiche Aktienplatzierung der KfW Bankengruppe. „Das ist der Beginn einer neuen Ära. Sie bringt dem Unternehmen verschiedene Vorteile. So steigt die Gewichtung der Post-Aktie in Indizes dank der gestiegenen Liquidität der Aktie. Auch die Investorenbasis vor allem im internationalen Bereich wird sich erweitern.” Er äußerte die Hoffnung, dass KfW und Bund auch ihre restlichen Post-Aktien bis zum Zeitpunkt der völligen Liberalisierung des deutschen Briefmarktes am Markt platzieren. Bundesregierung verkauft PensionsforderungenJuni 2005 Die Verbriefungstransaktion wurde über den BPS-PT abgewickelt. Dieser verkaufte seine Forderungen an die Nachfolge-Unternehmen der Deutschen Bundespost an die eigens gegründete Zweckgesellschaft German Postal Pensions Securisations (GPPS). Diese wiederum verkaufte den Bond an Investoren und finanzierte damit den Forderungskauf. Der BPS-PT kommt mit dem Erlös seinen Pensionsverpflichtungen nach und kann den Rest anlegen. Der Verkauf, mit dem Eichel Löcher im Bundeshaushalt stopfen will, stieß bei Fonds und Banken auf eine sehr rege Nachfrage. Statt der ursprünglich eingeplanten 6 Milliarden Euro kassierte der Finanzminister 8 Milliarden Euro. Ausgegeben wurde die Anleihe in 3 Tranchen. Die 1. Tranche über 3,5 Milliarden Euro hat eine Laufzeit bis 2011, die 2. Tranche über 3 Milliarden Euro läuft bis 2016 und die 3. Tranche über 1,5 Milliarden Euro bis 2021. Die Anleihen sind mit Zinskoupons zwischen 2,75 Prozent und 3,75 Prozent ausgestattet. Zumwinkel will Universaldienst nur für Privatkunden und fordert Gleichschritt bei der Brief-Liberalisierung in der EUJuni 2005 Bei einer Rede in Brüssel appellierte Zumwinkel an die EU, eine gleichzeitige Öffnung der nationalen Briefmärkte in den Mitgliedstaaten sicherzustellen. Die EU müsse dafür sorgen, dass mit der für 2009 angestrebten Öffnung der nationalen Briefmärkte einheitliche Wettbewerbsbedingungen herrschen. Derzeit hätten nur EU-Staaten wie Schweden, Großbritannien, die Niederlande und Deutschland wesentliche Liberalisierungsschritte eingeleitet. In der Vergangenheit hatte sich vor allem Frankreich gegen eine schnelle Liberalisierung gewandt. Den Aufschlag einer Mehrwertsteuer auf Postdienste erwartet der Post-Chef kurzfristig nicht. „Die EU-Politik hat den Universaldienst ausdrücklich von der Mehrwertsteuer ausgenommen, um die Grundversorgung nicht durch Steuern zu verteuern. Nach der vollständigen Liberalisierung müssen die Post-Unternehmen wohl auch für diese Dienste Mehrwertsteuer erheben.” Das Porto werde dann um diesen Betrag erhöht. Auch nach der Öffnung der Briefmärkte will die Deutsche Post Privatkunden auf dem Land versorgen. Dafür verlangt Zumwinkel von der Reg TP aber ein finanzielles Entgegenkommen. Das müsse bei den Preisen berücksichtigt werden, sagte er in Brüssel. Solange die Post eine beherrschende Stellung auf dem Markt hat, werden die Preise reguliert. Auch der Universaldienst ist reglementiert. Die Postuniversaldienstleistungsverordnung (PUDLV) schreibt der Deutschen Post vor, dass mindestens 12.000 stationäre Post-Filialen bestehen bleiben müssen. Der Weg zum nächsten Post-Briefkasten darf nicht länger als 1.000 Meter sein. Wenn das Post-Monopol Ende 2007 fällt, ist das Unternehmen nicht länger zum flächendeckenden Service verpflichtet. Aufgeben will Zumwinkel die Grundversorgung aber nicht. Branchenkenner halten es für denkbar, dass in einigen Regionen Wettbewerber der Deutschen Post die Zuständigkeit für die Zustellung übernehmen. Deutsche Post Retail GmbHApril 2005 Das Management der neuen Gesellschaft setzt sich aus den bisherigen Führungskräften des Bereichs Filialen zusammen. Die DP Retail wird von 5 Geschäftsführern geleitet: Lothar Rogg, Sprecher der Geschäftsführung, Friedhelm Schwarze, zuständig für Service, IT-Filialen und Partnermanagement, Rainer Thews, Filialvertrieb, Nils Ittershagen, Controlling und Abrechnung, sowie Peter Wortmann, Personal und Soziales. DHL Global Mail stärkt mit dem Ausbau der Brief-Aktivitäten in Großbritannien internationales Briefnetz in EuropaApril 2005 Großbritannien ist ein Beispiel für den erfolgreichen Einstieg der Deutschen Post World Net in einen nationalen Briefmarkt. Neben dem Erwerb einer eigenen Langfristlizenz übernahm DHL Global Mail im Januar 2004 den britischen Briefdienstleister Speedmail International. Innerhalb eines Jahres war das Unternehmen unter der Marke für das internationale Briefgeschäft - DHL Global Mail - vollständig integriert. DHL Global Mail bietet Kunden in Großbritannien die Abholung und Zustellung von nationaler und internationaler Geschäftspost sowie Mehrwertdienstleistungen an, beispielsweise die Bearbeitung interner Firmenpost. Internationale Sendungsverfolgung für Geschäfts- und PrivatkundenMai 2005 Handy-Guthaben am Postschalter und am Geldautomaten aufladenMai 2005 Seit Mai 2005 können T-Mobile- und Postbank-Kunden ihr Prepaid-Handyguthaben exklusiv an allen Postbank Geldautomaten aufladen. Möglich wurde dies, weil Postbank und T-Mobile ihre Zusamennarbeit ausgebaut haben. Zum Aufladen benötigt man seine Postbank Card, seine PIN und die Mobilfunknummer seiner Xtra-Karte. Nach dem Einführen der Postbank-Card in den Geldautomaten und der Eingabe der PIN erscheint auf dem Bildschirm der Auswahlpunkt „Handy aufladen”. Hier gibt der Kunde die Mobilfunknummer ein. Anschließend wählt er einen Ladebetrag. Der Betrag wird dem Postbank Girokonto belastet. DHL startet neue Flugverbindungen zwischen China und den USAApril 2005 Wettbewerber fordern Briefträgerdienste von der Deutschen PostApril 2005 Nach der vom Bundeskartellamt erzwungenen Zulassung der Wettbewerber als Konsolidierer, die Sendungen von Geschäftskunden einsammeln, vorsortieren und gegen Einräumung eines Großkundenrabatts bei der Deutschen Post einliefern, wollen die Wettbewerber nun in einem zweiten Schritt mit der Einlieferung bei einem Briefzustellzustützpunkt der Deutschen Post eine weitere Teilleistung beanspruchen. Sie argumentieren, das Zustellnetz der Post sei mit öffentlichen Geldern aufgebaut worden. Wie bei Telekommunikation oder Strom hätten Konkurrenten nur eine Chance gegen den Monopolisten Post, wenn sie dessen Netz einschließlich der letzten Meile bis zum Kunden mitnutzen dürfen. Back erwartet für die Vorarbeiten einen Rabatt in Höhe von 40 Prozent auf den Briefpreis der Post. Erste Teilleistungsverträge unterzeichnet / Post warnt vor Verlust von Arbeitsplätzen02.05.2005 Die Deutsche Post behält sich vor, die zu gewährenden Rabatte zurückzufordern, sofern sie im laufenden Hauptsacheverfahren vor Gericht gewinnt. Zugleich warnte die Deutsche Post vor erheblichen Gefahren für Tausende sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze. „Die von Wettbewerbern in Aussicht gestellte Schaffung neuer und qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze wird nicht stattfinden. Im Gegenteil: Was an Minijobs bei den Wettbewerbern geschaffen wird, geht zwangsläufig an hochwertigen Arbeitsplätzen bei der Deutschen Post verloren”, so die Post in einer Pressemitteilung vom 3. Mai 2005. EBIT statt EBITAMai 2005 Der Goodwill ist der Betrag, der bei Übernahme eines Unternehmens über den Nettowert der einzelnen Vermögensgegenstände hinaus gezahlt wurde. Er wurde nach den bisherigen Regeln kontinuierlich abgeschrieben. Wurden bisher die gesamten Anschaffungskosten bilanziert und anschließend über bis zu 20 Jahren abgeschrieben, so wird nun nicht mehr automatisch eine Wertminderung angenommen. Die Konzernsteuerquote nach IFRS wird in den kommenden Jahren bei 20 Prozent liegen. Gemeinsam mit der Änderung bei der Abschreibungsregelung wird sich dies in Form eines höheren Konzerngewinns und eines höheren Gewinns pro Aktie positiv auswirken. Neues Leistungsangebot der Post: elektronischer RechnungsaustauschJuni 2005 Für deutsche Unternehmen ist die angebotene Lösung eine Neuheit mit erheblichem Einsparpotenzial. Um für den Rechnungsempfänger eine größmögliche Vereinfachung zu erreichen, können ergänzend zu den elektronisch übermittelten Daten auch eingehende Papierrechnungen verarbeitet werden. Diese werden digitalisiert und dann zusammen mit den elektronisch erhaltenen Rechnungen eingespeist. Grünes Licht für Baubeginn des DHL-Hubs in Leipzig / Bereits 18.000 Personal-Bewerbungen20.05.2005 Im Januar 2006 will DHL die Bauarbeiten am Flughafen starten. Anfang 2008 soll das Frachtdrehkreuz in Betrieb gehen. Dann sollen nachts bis zu 50 Maschinen aus aller Welt zum Be- und Entladen nebeneinander stehen. Herzstück wird das Verteilzentrum nach Art der Frachtzentren, eine 400 mal 60 Meter große Halle. Um den Start-Lärm möglichst zu reduzieren, setzt DHL hauptsächlich den Typ Boeing 757, eine „besonders leise Maschine”, ein, für Langstreckenflüge die MD 11. Zum Bauplan gehört auch ein Bahnhof für das Frachtzentrum. Zwar fehlen mit der ICE-Strecke Halle - Erfurt bisher noch die schnellen Gleise für Expressgut nach Frankfurt am Main, doch soll das Flugbenzin, das DHL aus verschiedenen Raffinerien in Deutschland und aus Nachbarländern beziehen wird, per Bahn angeliefert werden. Für die etwa 3.000 Arbeitsplätze, die allein DHL in Leipzig schaffen will, gingen bereits 18.000 Bewerbungen ein. DHL-Logistik im Dienst der Autobauer Ford und BMWMai 2005 Bei DHL steuert der Geschäftsbereich DHL Global Customer Solutions (GCS) alle Logistikprozesse für Ford Motor. GCS bietet weltweit koordinierte Logistiklösungen für die wichtigsten internationalen DHL-Kunden an. Unter Nutzung aller Transportmittel wird die gesamte Logistikkette abgedeckt - von der Beschaffung über die Produktion bis zum Beliefern des Handels. Auch mit BMW ist DHL gut im Geschäft. Seit März 2005 beliefert die Post-Tochter die 14 Produktionsstandorte der BMW Group in Deutschland, Österreich und Großbritannien. Damit wird erstmals das gesamte Stückgutvolumen eines Fahrzeugherstellers auf das Transportnetzwerk eines einzelnen Anbieters übertragen. Neben der Versorgung der Werke mit den Materialien der 1.800 Zulieferer aus 18 Ländern führt DHL auf umgekehrtem Weg die Mehrwegbehälter auch zurück. Nach der vollständigen Umsetzung im 1. Quartal 2006 wird DHL Freight pro Jahr voraussichtlich 400.000 Sendungen mit mehr als 925.000 Tonnen Produktionsmaterial für die BMW Group befördern. Das entspricht 60.000 Lkw-Ladungen. Die BMW Group hat dem DHL-Konzept gegenüber 20 konkurrierenden Varianten den Vorzug gegeben. Überzeugend war nicht nur die Leistungsfähigkeit des standardisierten und europaweit flächendeckenden DHL-Netzwerks, sondern vor allem das Know-how der DHL-Frachtsparte auf dem Automobil-Sektor und in der internationalen Beschaffungslogistik. DHL kann Logistik von KarstadtQuelle übernehmenJuni 2005 Deutsche und niederländische Post stellen Gutachten zur Zukunft des Universaldienstes und des Wettbewerbs vorJuni 2005 Schon jetzt - so die Aussage der Fachleute - sieht die Welt ganz anders aus als 1997, als die EU die erste Postdienste-Richtlinie verabschiedete. Neue Entwicklungen und neue Technologien haben den Markt verändert. Postdienstleistungen bestehen - so Zumwinkel - nicht einfach mehr darin, etwas von A nach B zu bringen. Der Postsektor sei im weiteren Kontext der Kommunikations- und Logistikmärkte zu sehen. „Der Briefsektor schrumpft, die Informationstechnik beschleunigt diese Entwicklung. Innovative Angebote werden das Kommunikationsverhalten der Verbraucher verändern”, fügte TNT-Chef Bakker hinzu. Dabei waren sich die Chefmanager der beiden Unternehmen mit den Wissenschaftlern einig: Die Libereralisierung ab 2009 hat ihre Berechtigung. In einem liberalisierten Markt wird der Universaldienst alter Art keinen Bestand mehr haben, ist Zumwinkel überzeugt. Professor Matthias Finger und sein Team von der École Polytechnique Féderale Lausanne, kommen in ihrem Gutachten zu folgenden Aussagen: Das gegenwärtige Verständnis des Post-Universaldienstes geht auf die 90er Jahre zurück. Auf europäischer Ebene sei damals das traditionelle Produktangebot der staatlichen Post-Unternehmen als Universaldienst definiert worden. Mittlerweile, so die Wissenschaftler, hat sich der Markt grundlegend gewandelt. 80 bis 85 Prozent der Briefsendungen seien Geschäftspost, für die es keines Schutzes in Form eines Universaldienstes bedürfe. Hier habe der Wettbewerb längst begonnen. Aber auch bei den Verbrauchern und dem Kleingewerbe habe sich der Bedarf verschoben. 60 Prozent der Kommunikation, die früher auf dem Postweg erfolgte, laufe heute über das Internet. Der starre Universaldienst-Begriff sei deshalb nicht mehr zeitgemäß. Die Studie empfiehlt, den Universaldienst im Sinne eines „Sicherheitsnetzes” anzulegen, der den privaten Verbrauchern und kleineren Geschäftskunden die Verfügbarkeit von postalischen Dienstleistungen dort garantiere, wo der Markt kein zufrieden stellendes Angebot mache. Wichtig für Zumwinkel ist es, dass Post-Unternehmen nicht durch eine enge Regulierung entmutigt werden. „Liberalisierung muss einhergehen mit einer erweiterten Deregulierung des Marktes.” Pilotprojekt BriefstationJuni 2005
Postdienstleister PIN AG startet Zustellung in Frankfurt am MainJuni 2005 Der Frankfurter Post-Wettbewerber Postmodern gibt aufJuni 2005 F-Log gibt bundesweite Zustellpläne aufJuni 2005 Auch die von F-Log betriebene Zustellung von Werbesendungen und Katalogen vornehmlich in Ostdeutschland hat einen Rückschlag erlitten. Bislang arbeitete F-Log hier über das Gemeinschaftsunternehmen Fiege Optimus Mail Express (Fomex) mit dem für den KarstadtQuelle-Konzern tätigen Logistiker Optimus zusammen. Von September an wird Optimus - zu 49 Prozent an Fomex beteiligt - die von ihm gesteuerten Sendungsmengen aus den Unternehmen Karstadt, Quelle und Neckermann nicht mehr über Fomex verteilen lassen. Künftig werden die Optimus-Mengen über die Deutsche Post verteilt, deren Logistik-Tochter DHL Optimus gekauft hat. DHL kauft 70 Erdgas-FahrzeugeJuni 2005 DHL baut in Bremen ein neues Paketzentrum und schafft in Bremen 400 neue ArbeitsplätzeJuni 2005 DHL investiert 44 Millionen Euro in neues Multifunktionscenter im hessischen StaufenbergJuni 2005 DHL betreibt in Staufenberg bereits ein Frachtzentrum, ein Expressterminal und ein Fulfilmentcenter. Besonders dem Versand- und Internethandel wird DHL mit dem neuen Center Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette anbieten: vom klassischen Warehousing über die Kommissionierung und der Distribution von Sendungen bis hin zum Rechnungsmanagement. Bei voller Auslastung können zusätzlich 5.000.000 Sendungen pro Jahr abgewickelt werden. Dank des Verbundes mit den bestehenden DHL-Einrichtungen in Staufenberg ist das neue Center direkt an das DHL-Transportnetz angebunden. So lassen sich die Zeiten für die Auftragsbearbeitung deutlich verlängern. Pakete, die noch nach Mitternacht an DHL übergeben werden, erreichen deutschlandweit in der Regel bereits am folgenden Tag den Empfänger. Korrekte Adressierung ohne Leerzeile ist jetzt geltende DIN-NormMai 2005 Beispiele für normgerechte In- und Auslandsadressen :
Hintergrund dieser Änderung ist vor allem das Bedürfnis, in der Adressgestaltung von Unternehmen eine zusätzliche Zeile für die Empfängeranschrift zu schaffen. Gleichzeitig soll der Wegfall der Leerzeile in der Anschriftzone der internationalen Vereinheitlichung und der sichereren Maschinenlesbarkeit dienen. Gerade bei international tätigen Firmen, die sich an der bislang geltenden DIN-Norm orientiert haben, ist jetzt auch eine Vereinheitlichung der Adressdatenverwaltung und der Druck-Software möglich. Dies betrifft vor allem Unternehmen, die von der International Standard Organisation ISO zertifiziert und daher auf die Einhaltung der DIN-Vorgaben verpflichtet sind. Für die Deutsche Post bedeutet die kleine, aber wichtige Änderung eine Verbesserung bei der maschinellen Bearbeitung der Sendungen, da durch den Wegfall der Leerzeile bei den Anschriften das Risiko von Lesefehlern bei der automatischen Anschriftenerkennung reduziert werden kann. Einige andere Adressgewohnheiten, die noch vor einigen Jahren auch von der Deutschen Post / Deutschen Bundespost erwünscht und sogar dringend empfohlen waren, sind inzwischen nicht mehr erforderlich, weil sie durch technische Änderungen bei den automatischen Sortiermaschinen in den Briefzentren und internationale Absprachen überflüssig sind und den Sortierbetrieb stören. Dazu gehört der Zusatz O- bzw. W- vor der Postleitzahl, der aus der Zeit der Anpassung der Postsysteme nach der deutschen Einheit 1990 stammt. Auch der Länderbuchstabe bzw. das internationale Kfz-Länderkennzeichen vor der Postleitzahl bei Sendungen ins Ausland bzw. Das „D-” bei Sendungen aus dem Ausland nach Deutschland ist seit Jahren nicht mehr erforderlich. Stattdessen gehört zu einer normgerechten Auslandsadresse die Angabe der Landesbezeichnung in Großbuchstaben in der letzten Zeile der Adresse (siehe Beispiele). Alles über automationsfähige Briefsendungen hat die Deutsche Post in einer Broschüre zusammengefasst, die als pdf-Datei auf der Homepage der Deutschen Post zur Verfügung steht (Stand 2008). PC-Frankierung mit STAMPIT WEB auch für DHL-PaketeJuni 2005 80.000 Postkunden nutzen bereits STAMPIT. Lizenzen für eigene Lösungen hat die Deutsche Post bereits nach Großbritannien und in die Schweiz vergeben. Neues Filialformat der Deutschen Post27.06.2005 Damit erprobt die Deutsche Post ein Vertriebsformat, das vor dem Hintergrund der Ende 2007 auslaufenden Exklusivlizenz dauerhaft finanzierbar sein soll. Wie die Deutsche Post am 27. Juni 2005 mitteilte, soll das Pilotprojekt bei einer positiven Aufnahme durch die Postkunden ab 2006 ausgeweitet werden. Das Angebot wird den Verkauf von Basisleistungen wie Briefmarken, Paketmarken und Packsets umfassen, nicht jedoch wenig nachgefragte Zusatzleistungen, z. B. Nachnahme, Ausgabe lagernder Sendungen, und Bankgeschäfte. „Im Zeitalter des Internets trägt dieses neue Vertriebsformat der höheren Mobilität der Postkunden und der abnehmenden Privatkorrespondenz Rechnung”, so die Post in ihrer Pressemitteilung. 1.200 Postbeamte wechseln zur Bundesagentur für ArbeitJuni 2005 Post und Telekom haben seit Beginn der Privatisierung mehr als 200.000 Stellen abgebautJuni 2005 Die Zahl der Arbeitsplätze bei der Deutschen Post AG ist durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit undAbfindungsverträge in den letzten 10 Jahren - seit 1995 - um etwa 100.000 gesunken. Die Deutsche Telekom AG hat sich seit 1995 von etwa 110.000 Mitarbeitern getrennt. Durch die Expansion in neue Geschäftsfelder und Zukäufe im Ausland ist die Belegschaft mit 247.000 im Jahr 2005 dennoch größer als vor 10 Jahren. Damals beschäftigte die Telekom 230.000 Kräfte. In Deutschland arbeiten allerdings nur 170.000 Kräfte, die übrigen arbeiten bei Tochtergesellschaften in Europa und Nordamerika. Die Telekom will den Stellenabbau in den kommenden Jahren beschleunigt fortsetzen, vor allem in der Festnetzsparte und in der Zentrale. ◊
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