![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Januar - März 2005
Postmarkt mit 23 Milliarden Euro Umsatz in 2004Februar 2005 Die Umsätze im lizenzpflichtigen Bereich (gewerbsmäßige Beförderung von Briefsendungen bis 1.000 Gramm) lagen 2004 bei 10 Milliarden Euro. Die Wettbewerber der Deutschen Post erzielten davon rund 500 Millionen Euro (5 Prozent). Von einem funktionsfähigen und chancengleichen Wettbewerb sei Deutschland - wie alle europäischen Länder - noch weit entfernt, sagte Kurth. Das Preisniveau für die wichtigsten Briefdienstleistungen in Deutschland ist konstant geblieben. In den meisten europäischen Ländern waren 2004 zum Teil erhebliche Preissteigerungen zu beobachten. Bis Ende 2004 hatte die Reg TP 1.750 Lizenzen für die Beförderung von Briefsendungen erteilt. Anfang 2005 waren 1.100 Lizenznehmer am Markt aktiv. Dabei handelt es sich zum größten Teil um kleine Unternehmen (Jahresumsatz unter 500.000 Euro) und nur zu einem kleinen Teil um mittlere Unternehmen (Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro). Im lizenzpflichtigen Bereich waren nach Angaben der Unternehmen im Jahresdurchschnitt 190.000 Kräfte beschäftigt. Die Deutsche Post hat - so Kurth - kontinuierlich Arbeitsplätze abgebaut. Seit Ende 1997 waren es umgerechnet über 20.000 Vollzeitarbeitsplätze. Die neuen Lizenznehmer hingegen haben seit 1998 über 37.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon rund 7.100 Vollzeit- und knapp 8.500 Teilzeitarbeitsplätze. Kartellamt: Deutsche Post muss mehr Wettbewerb zulassen14.02.2005 Vor dem Vollzug steht ein Rechtsentscheid: Die Post, die laut Postgesetz bis Ende 2007 das Monopol auf die Beförderung von Briefen bis 100 Gramm hat, kündigte noch am 14. Februar 2005 an, beim zuständigen Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf Beschwerde gegen die Anordnung einzulegen. Stein des Anstoßes ist die Rabattpraxis der Post. Großkunden gewährt die Post Nachlässe von bis zu 20 Prozent auf das Briefporto, wenn diese ihre Briefe nach Postleitzahlen sortiert einliefern. Übernimmt ein Dienstleister die Sortierung für mehrere kleinere Unternehmen, wird ihm die Ermäßigung versagt. Die Vorgehensweise stört auch die EU-Kommission, die deswegen ebenfalls ein Verfahren gegen den Bund eingeleitet hat. Die Postvorbereitung gilt als attraktiver Wachstumsmarkt. Branchenexperten schätzen die darauf entfallenden Umsätze auf 15 Prozent des 10 Milliarden Euro schweren Briefgeschäfts im Inland. Zudem vertreten Branchenkreise die Meinung, dass Wettbewerber, die sich jetzt in das Geschäft einklinken, die Weichen stellen für 2008 nach dem Wegfall des Postmonopols. Die Post selbst rechnet mit Umsatzeinbußen von bis zu 200 Millionen Euro, wenn die Öffnung bei postvorbereitenden Dienstleistungen kommt. Post-Chef Zumwinkel lehnt die Öffnung ab, weniger wegen des Umsatzverlustes von 200 Millionen Euro (bei 40 Milliarden Gesamtumsatz), sondern aus Prinzip: „Wehret den Anfängen...” Während die Deutsche Post verpflichtet ist, die teuere flächendeckende Versorgung mit Briefdienstleistungen (Universaldienst) sicherzustellen, können sich die Konkurrenten auf lukrative Geschäfte konzentrieren, wie Massensendungen von Behörden und Geschäftskunden. Den Bundesländern Hessen und Niedersachsen ging der Vorstoß des Kartellamts noch nicht weit genug. Mit dem Hinweis auf Beschäftigungschancen brachten sie im Bundesrat eine Gesetzesinitiative für die vollständige Öffnung des Postmarktes schon zum Jahresende 2005 ein. Als sich abzeichnete, dass ihr Vorhaben im Bundesrat keine Mehrheit findet, zogen sie ihren Antrag für die Bundesratssitzung am 18. Februar 2005 zurück. DHL und Fraunhofer-Institut testen Einsatz von RFID-TranspondernMärz 2005 Das Magdeburger Fraunhofer-Labor bietet beste Bedingungen, um bewegte Objekte jeglicher Art und in wechselnden Umweltbedingungen eindeutig zu identifizieren und zu lokalisieren. Außerdem ist man mit RFID in der Lage, mit den Objekten zu kommunizieren, sie zu navigieren und zu steuern. RFID (Radio Frequency Identification) -Transponder bestehen aus Computerchips mit Prozessor und Betriebssystem sowie einem Sender und Empfänger mit Antenne zum berührungslosen Auslesen. Die Bauweise der Chips wird bei reduzierter Dicke (kleiner als 100 µm) immer kleinflächiger (kleiner als 0,5 mm2). Sie können - im Gegensatz zu Barcodes - auch ohne Sichtkontakt ausgelesen werden. Für den „Normalbürger” sind die Transponder wegen ihrer geringen Größe nicht mehr erkennbar und ihre Aktivität nicht mehr bemerkbar (nähere Informationen u.a. bei Gesellschaft für Informatik e.V., http://www.gi-ev.de). Telekom und Post weiten Zusammenarbeit ausMärz 2005 Kernstück der Vereinbarung ist ein DHL-Distributionszentrum in Euskirchen (NRW). Es wird noch im 1. Halbjahr 2005 mit einer modernen Lager- und Kommissionierungstechnik versehen. Es wird in allen Bereichen mit neuester RFID-Technik arbeiten. DHL wird von Euskirchen aus den Fachhandel, 500 T-Punkte und Endkunden mit Produkten wie Mobilfunk- und Festnetzgeräten, PCs sowie Telefonkarten beliefern. Paketzustellung durch Fremdfirmen?20.01.2005 Bis Ende 2006 besteht bei der Post eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft ver.di, wonach keine Jobs in der Paketzustellung ausgelagert werden dürfen. Bundesweit beschäftigte die Deutsche Post Anfang 2005 rund 10.000 Paketzusteller. KarstadtQuelle verkauft große Teile der Logistik an die Deutsche Post24.01.2005 Dr. Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post World Net, unterstrich die Bedeutung des Erwerbs, der bei einem jährlichen Umsatz von 500 Millionen Euro und einer Laufzeit von 10 Jahren ein Gesamtvolumen von 5 Milliarden Euro bedeutet. Mit der Übernahme der Distributionslogistik für die Karstadt Warenhaus AG übernimmt DHL Solutions auch die 2.650 Mitarbeiter. Zum erworbenen Logistik-Bereich gehören das Warenverteilzentrum Unna/Holzwickede, das Schmucklager in Essen, die Branchenzentren in Essen-Vogelheim und Brieselang (Brandenburg) sowie die regionalen Logistikzentren in Hamburg, Berlin, Kirchheim bei München, Düsseldorf und Karlsruhe. Im ebenfalls erworbenen Bereich Groß- und Stückgut (z.B. Möbel und Fernseher) der Versender Quelle und Neckermann waren Anfang 2005 rund 1.000 Mitarbeiter an den Standorten Nürnberg, Ettlingen, Groß-Gerau, Bochum, Oranienburg, Niederau, Lehrte, Bücknitz, Heideloh, Brieselang und Rennerod beschäftigt. Auch Süddeutsche Zeitung steigt in Briefgeschäft einFebruar 2005 Verbindliche Zusage: DHL errichtet ihr Europa-Drehkreuz am Flughafen Leipzig/HalleFebruar 2005 DHL plant, im neuen Hub 40 Frachtflugzeuge zu stationieren, die vor allem nachts starten und landen. Nach dem Übergang zum Vollbetrieb in Leipzig/Halle wird der DHL-Standort Brüssel auf den Status eines regionalen Drehkreuzes heruntergestuft. Die Entscheidung einer Verlagerung des europäischen DHL-Hub nach Leipzig/Halle kam zustande, weil sich die belgische Regierung weigerte, der DHL aus Lärmschutzgründen zusätzliche Nachtflüge zu genehmigen. Parcel-Intercity jetzt auch zwischen Unna und Berlin07.02.2005 Das neue Projekt wird insbesondere durch die Partnerschaft von DHL und Optimus Logistics ermöglicht, die ihre bisherigen Handelsmengen bündeln. Für die neue West-Ost-Verbindung von knapp 450 km benötigt der PIC dank Spitzengeschwindigkeiten von 140 km/h rund 5½ Stunden. Mit einer Länge von 700 m bietet der Zug eine Ladekapzität von 160.000 Tonnen pro Jahr. Zusammen mit der Nord-Süd-Verbindung werden jährlich 280.000 Tonnen Waren nun auf der Schiene befördert. Das erspart pro Tag 70 Lkw-Transporte. Post fahndet im Bundestag nach Hitlers Adresse10.02.2005 Deutsche Post und ver.di schließen AusbildungspaktFebruar 2005 Neue Berufsbilder: KEP-Fachkraft und KEP-KaufmannFebruar 2005 Beispiel für die monatliche Ausbildungsvergütung 2005: KEP-Fachkraft: im 1. Jahr der zweijährigen Ausbildung monatlich 582 Euro, im 2. Jahr 648 Euro. Die PIN AG investiert 10 Millionen EuroFebruar 2005 Die PIN AG ist bisher nur in den Regionen Berlin, Leipzig und Köln tätig und befördert nach eigenen Angaben täglich „bis zu 400.000 Briefsendungen”. Als nächstes werde man Düsseldorf, Bonn und Aachen bedienen, dann wahrscheinlich Stuttgart und Hamburg, so Klapproth zum Handelsblatt. Deutsche Post AG verzichtet auf Einstieg in Belgien und ÖsterreichMärz 2005 Auch an einer Übernahme der Österreichischen Post ist die Deutsche Post AG nach Angaben von Vorstandsmitglied Hans-Dieter Petram nicht mehr interessiert. „Eine Beteiligung an der Österreichischen Post ist jetzt und in Zukunft kein Thema mehr”, sagte er Mitte März 2005 der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei nicht absehbar, wann oder ob überhaupt in Österreich die politischen Rahmenbedingungen für einen Einstieg geschaffen würden. Rückschlag für Pläne der Deutschen Post in DänemarkMärz 2005 Bei der Deutschen Post war bis Ende März 2005 noch keine Entscheidung der dänischen Regierung bekannt. Die Dänen hatten zu Beginn der Ausschreibung signalisiert, dass sie vom künftigen Partner auch einen Know-how-Transfer erwarten. In der Paketsparte arbeitet die Deutsche Post bereits mit der dänischen Post zusammen. Ganz hat Post-Chef Klaus Zumwinkel die Hoffnung auf eine Einigung noch nicht aufgegeben. „Möglicherweise sind die Meldungen gezielt gestreut worden, um den Preis in die Höhe zu treiben”, hieß es. Deutsche Post verkauft Tochter trans-o-flex an Berliner Investor OdewaldMärz 2005 Die Post erfüllte mit dem Verkauf eine Gerichtsauflage. Im Dezember 2004 hatte der Bundesgerichtshof in letzter Instanz die Post zu diesem Schritt aufgefordert. Das Gericht war der Einschätzung des Bundeskartellamts gefolgt, die Deutsche Post habe sich mit trans-o-flex eine marktbeherrschende Stellung verschafft. Odewald übernimmt sowohl den 24,8 Prozent-Anteil der Post als auch die restlichen Anteile von 75,2 Prozent der Bayerischen Landesbank an trans-o-flex. „Sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2004”22.03.2005 Zumwinkel kündigte an, 2005 werde der Post-Konzern die Hälfte des Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaften. Mit 140.000 Mitarbeitern ist mehr als ein Drittel der Belegschaft international tätig. Das Wertsteigerungsprogramm STAR hat bis Ende 2004 insgesamt 862 Millionen Euro zum Ergebnis beigetragen, das sind 23 Prozent über der ursprünglichen Zielsetzung von 700 Millionen Euro. 2005 steht die physische Netzwerkintegration in Europa im Mittelpunkt von STAR. Unternehmensbereich BRIEF: Neben dem internationalen Briefgeschäft soll in den nächsten Jahren das Dialog Marketing mit intensiv ausgebauten Mehrwertdienstleistungen und Komplettlösungen für Geschäftskunden ein wichtiger Wachstumstreiber werden. Unternehmensbereich EXPRESS: Das Sorgenkind des EXPRESS-Unternehmensbereiches, die DHL-Tochter in den USA, erwirtschaftete 2004 einen Fehlbetrag von 495 Millionen Euro. Zumwinkel zeigte sich zuversichtlich, den Fehlbetrag 2005 auf 300 Millionen Euro zu senken und Ende 2006 den Break-even zu schaffen. Nach dem Kauf von Airborne und dem Aufbau eines eigenen Ground-Netzwerks für die gesamten USA und Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar in den nächsten Jahren bestünden nunmehr die Voraussetzungen, den Kunden im weltweit größten Expressmarkt USA eine Alternative zu UPS und FedEx zu bieten. Unternehmensbereich LOGISTIK: Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN: Personal: Zumwinkel will 2005 von der weiter anhaltenden Steigerung des Welthandels profitieren. Getrieben vom Wachstum in Ländern wie Indien und China rechnet er mit einer Steigerung um 8 Prozent. Schon jetzt transportiert der Post-Konzern - so Zumwinkel - rund 5 Prozent des Welthandels, ist im Express-Geschäft die Nr. 1 in Europa und Asien, die Nr. 3 in den USA sowie der führende Anbieter von Luftfracht-Spedition weltweit. Ziel für 2005 ist ein EBITA von mindestens 3,6 Milliarden Euro. Postbank bleibt bei der Post04.02.2005 ◊
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