![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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Januar bis März 2010
Deutsche Post startet Online-Brief im Sommer 201004.01.2010 „Der Online-Brief wird einen hohen Grad an Convenience erreichen”, meint Helbig. Jeder, der einen Online-Brief versenden oder empfangen wolle, müsse sich nur ein Mal registrieren, also ein Mal in einer Postfiliale vorbeischauen und sich mit seinem Personalausweis identifizieren. Mit der neuen elektronischen Adresse (oder Online-Brief-Adresse) ausgestattet, erhält man dann, ähnlich wie beim Online-Banking, für jede Session eine TAN über sein Handy. Helbig: „Grundsätzlich leistet der Online-Brief alles, was Sie auch vom physischen Brief her kennen. Neu ist, dass man zwischen dem physischen und dem elektronischen Empfang bzw. Versand frei wählen kann.” Helbig macht sich keine Illusionen: „Es wird natürlich immer Leute geben, denen der Preis zu hoch ist und denen der Weg zur Postfiliale und der TAN-Einsatz zu aufwendig sind. Aber unsere Marktforschung hat eine überwältigend positive Resonanz ergeben.” Vor allem bei Geschäftskunden stoße der Online-Brief auf großes Interesse. In der Kundenansprache ließen sich schließlich nahezu sämtliche Prozesskosten des physischen Briefs sparen. Das Wichtigste sind für Helbig die Vorteile des Online-Briefs selbst. Hier gelte, was auch für den physischen Brief gelte. Erstens die Verbindlichkeit: Alle Teilnehmer seien identifiziert und zu erkennen. Zweitens die Verlässlichkeit: Der Onlinebrief werde sicher zugestellt, auch im rechtlichen Sinn. Und drittens die Vertraulichkeit: Niemand könne Inhalte verändern oder mitlesen. „Anderslautenden Gerüchten zum Trotz arbeiten wir intensiv mit der Bundesregierung beim Thema sichere Kommunikation im Internet zusammen”, betont Helbig. Die De-Mail hat für ihn dreierlei Bedeutung: „Sie steht für das Bürgerportalgesetz, das die Regierung verabschieden will, sie setzt eine gemeinsame Norm für den elektronischen Brief, und sie sollte konkurrierende Produkte in diesem Bereich ermöglichen.” Deutsche Post verkauft einen Teil ihres britischen Paketgeschäfts06.01.2010 Der Teilrückzug fügt sich nach Meinung von Branchenkennern nahtlos in die Strategie von Konzernchef Frank Appel ein. Er hat angekündigt, die Komplexität innerhalb der einzelnen Sparten und über die gesamte Produktpalette reduzieren zu wollen. Unter seinem Vorgänger Klaus Zumwinkel hatte die Post einen rasanten Expansionskurs gefahren. Nun müsse Appel aus zahlreichen Einzelelementen ein einheitliches Unternehmen formen. Der angekündigte Verkauf betrifft ausschließlich den Standard-Paketdienst innerhalb von Großbritannien. Dagegen werde die Deutsche Post DHL weiterhin termingebundene Paketdienstleistungen, etwa die Zustellung noch am selben Tag, auf der Insel anbieten. Auch das grenzüberschreitende Expressgeschäft bleibt bei der Deutschen Post DHL. Derzeit beschäftigt die Deutsche Post DHL in Großbritannien 53.000 Mitarbeiter. Deutsche Post zieht sich auch aus Frankreich zurück07.01.2010 Die Deutsche Post war 1998 mit der Akquisition der jeweils führenden Anbieter in die Expressmärkte in Großbritannien und Frankreich eingestiegen. 1998 übernahm der Bonner Logistikkonzern Securicor Distribution in Großbritannien. 1996 hatte er bereits in Frankreich die Firma Ducros Services Rapide sowie die miteinander verbundenen Firmen Orgadis SA und Sernadis SA aufgekauft. Schon bald danach hatte der damalige Postchef Klaus Zumwinkel zugegeben, „die Integration könnte in einigen Ländern besser gehen”. Besonders in Frankreich und Großbritannien hake es noch, so Zumwinkel. Schweizer Post kommt nicht zur Ruhe / Béglé tritt ab06./20.01.2010 Der Streit im Verwaltungsrat resultiert aus handfesten Meinungsverschiedenheiten darüber, wie die Post auf das Schrumpfen ihres Kerngeschäfts, der Briefpost, und die schrittweise Liberalisierung reagieren soll. Béglé will den rentablen Finanzsektor ausbauen. Dem setzt aber die Verweigerung einer Banklizenz durch Bundesrat und Parlament Grenzen. Béglé setzt zudem auf elektronische Dienstleistungen und auf Auslandsaktivitäten, vor allem in Deutschland. „Wir müssen durch Fusionen, Übernahmen und Allianzen wachsen.” Diese Pläne stoßen aber auf energischen Widerstand. Zwar hat man sich im Parlament darauf geeinigt, die Post in eine AG umzuwandeln, von einem Rückzug des Staates will in Bern jedoch niemand etwas wissen. Die Schweizer SonntagsZeitung online berichtete Mitte Januar, Post-Präsident Béglé gerate immer stärker unter Druck. Sein früherer Chef aus der Zeit bei der Deutschen Post, der ehemalige Deutsche Post-Vorstand Peter Kruse, wird von der Zeitung zitiert: „Aus eigener Erfahrung als sein Chef zweifle ich an der Loyalität von Herrn Béglé.” Schweizer Kritiker werfen Béglé vor, sein Leistungsnachweis könne „mit seinen oft wolkigen Visionen” nicht mithalten. So deckte das Schweizer Magazin „Bilanz” auf, dass der 60-Jährige 2008 mit dem indischen Unternehmer Vijay Choudhardy einen Beratervertrag abgeschlossen hat, der ihn zu einem Arbeitspensum von 75 Prozent verpflichtete. Gleichzeitig stand er als Verwaltungsratspräsident jedoch mit 40 Prozent in Lohn und Brot. „Das war selbst für den Turbomanager zuviel.” Die Inder waren mit den Leistungen des Globetrotters nicht zufrieden und lösten den Vertrag. Am 19. Januar 2010 war es dann soweit: Claude Béglé warf das Handtuch und trat als Verwaltungsratspräsident zurück. Er begründete seinen Schritt mit der „öffentlichen Diffamierung” seiner Person. Béglé, 1949 in Schulen (Kanton Waadt) geboren, begann seine Karriere nach dem Studium von Jura und Wirtschaftswissenschaften 1975 beim Internationalen Roten Kreuz, ging 1978 zu Nestlé, 5 Jahre später zu Philip Morris. 1996 wechselte er zur niederländischen Post TNT als Vizepräsident Europa. 2005 übernahm er bei der Deutschen Post die Verantwortung für den DHL-Paketdienst und wurde 2009 Verwaltungsratspäsident der Schweizer Post. Hacker fischen nach Paketen an Packstationen11.01.2010 Erkennbar ist die Webseiten-Fälschung nur an der Adresse (URL), der ein „www” und ein Verschlüsselungshinweis fehlen, und die unauffällig auf eine holländische Webseite umleitet. DHL-Sprecher Claus Korfmacher erklärte, der Phishing-Angriff sei bekannt und würde beobachtet. DHL will Anzeige gegen die Hacker erstatten und hat einen Warnhinweis veröffentlicht. Frankreich wandelt seine verschuldete Staatspost in eine Aktiengesellschaft um13.01.2010 Die französische Regierung will die Post in eine privatrechtliche, aber mit öffentlichem Kapital ausgestattete Aktiengesellschaft umwandeln. Der Staat kann ihr dann nach französischer Lesart Finanzmittel zuschießen, die in Brüssel nicht als Subventionen gelten. Die Regierung plant, das Eigenkapital der Post, die mit 6 Milliarden Euro bei einem Eigenkapital von bisher 3,4 Milliarden Euro hoch verschuldet ist, um 2,7 Milliarden Euro zu erhöhen. Das Geld soll je zur Hälfte aus der Staatskasse und von der Staatsbank CDC kommen. Die französische Regierung bekräftigte ihre Haltung, La Poste sei auch als Aktiengesellschaft nicht privatisierbar. Neue Struktur für Japans Post12.01.2010 Schon im Oktober 2009 hatte die neue unter Leitung der Demokratischen Partei Japans (DPJ) stehende Regierung angekündigt, die bisherigen Privatisierungsschritte zurückzudrehen, da sie in der privaten Struktur einen Grund für Servicemängel in der Fläche sieht. Der damalige Präsident der Japan Post, Yoshifumi Nishikawa, trat daraufhin zurück. Aerologic erweitert Netzwerk14.01.2010 TNT wehrt sich gegen First Mail-Aktivitäten der Deutschen Post18./28.01.2010 Dazu wurde nach Ansicht der TNT-Juristen offenbar eine Art geheime Vereinbarung mit dem WAZ-Medienkonzern geschlossen. Dessen im Ruhrgebiet flächendeckend anbietender eigener Briefzustelldienst WAZ-Logistik-Brief (WLB) soll nämlich nach internen Schreiben und Sozialplänen am 1. Februar 2010 eingestellt werden. Die rund 600 WAZ-Zusteller - so TNT Post - würden von der First Mail weitgehend übernommen. Nach Ansicht der TNT-Anwälte handelt es sich um einen „verdeckten Zusammenschluss” der beiden Unternehmen. Dies verstoße eindeutig gegen das Wettbewerbsrecht und ziele lediglich darauf ab, den wesentlich kleineren Konkurrenten TNT Post mit unlauteren Mitteln aus dem Markt zu drängen. Dem Vernehmen nach hat die Deutsche Post tatsächlich ein Interesse daran, einen Teil der WLB-Kräfte zu übernehmen. Dies berichtete die Süddeutsche Zeitung am 18.01.2010. First Mail sucht ab 1. Februar neue Briefzusteller. Auf Dauer sei es kaum sinnvoll, wenn die Post 2 Briefzustellnetze unterhalte, sagen Insider. Die Post werde wohl einige Bezirke ganz First Mail übertragen. Bis 2011 ist allerdings die Fremdvergabe von Briefbezirken - anders als bei der Paketpost - entsprechend den Vereinbarungen mit den Gewerkschaften ausgeschlossen. Die Deutsche Post hält die TNT-Anschuldigungen für „inhaltlich und rechtlich unbegründet”. Auch die WAZ-Mediengruppe wies die TNT-Behauptungen zurück. Der Vorwurf eines verdeckten Zusammenschlusses entbehre jeder Grundlage. Am 28. Januar wies das Landgericht Düsseldorf den TNT-Antrag auf einstweilige Verfügung gegen First Mail ab. DHL schenkt Flughafen der Gemeinde Wilmington/USA19.01.2010
„Mit der Schenkung beenden wir ein schwieriges Kapitel in der Geschichte unseres Unternehmens”, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post DHL. „Die Schließung unseres Hubs in Wilmington war eine Entscheidung, die uns schwergefallen ist. Doch letztendlich konnten wir dadurch eine finanziell und betrieblich solide Basis für unser gesamtes US-amerikanisches Expressgeschäft legen und Tausende Arbeitsplätze im ganzen Land sichern. Außerdem haben wir so unser globales Netzwerk stabilisiert, um auch weiterhin zeitkritische internationale Dienstleistungen von und nach den USA anbieten zu können”, so Frank Appel weiter. Um Verluste einzudämmen hat DHL in 2008 das Express-Geschäft in den USA neu strukturiert. Durch die Konzentration auf das branchenführende, dafür aber weniger volumenstarke, internationale Angebot, war die Nutzung des 310 Millionen US-Dollar-Flughafens in Wilmington nicht mehr tragfähig. Deshalb wurden Ende August 2009 die Aktivitäten auf den kleineren, zuvor genutzten DHL Flughafen in Cincinnati/Northern Kentucky (CVG) zurück verlagert. Heute sind dort 1.600 Mitarbeiter beschäftigt, darunter mehrere hundert, die zuvor in Wilmington gearbeitet haben. Mit der Übergabe des Wilmington Luftparks an die Gemeinde löst die Deutsche Post DHL eine frühere Zusage des Konzerns ein, die Bevölkerung bei ihrem wirtschaftlichen Neuanfang tatkräftig zu unterstützen. „Wir freuen uns sehr, die Einwohner von Wilmington und die Region unterstützen zu können. Wir hoffen, dass die Schenkung zum Wachstum und zur Entwicklung im Südwesten Ohios beitragen wird”, sagte Ian Clough, CEO von DHL Express in den USA. „Als Partner der Region seit fast 30 Jahren und größter Arbeitgeber dort sind wir den Menschen in Ohio verpflichtet, die durch unsere Entscheidung zur Verlagerung des Flughafens hart getroffen wurden.” Im Selbstverständnis den Menschen und der Gemeinschaft in und um Wilmington gegenüber verpflichtet zu sein, hatte DHL bereits mehrere Hundert Millionen US-Dollar an Abfindungen und für die Erhaltung von Arbeitsplätzen gezahlt - weit mehr als gesetzlich erforderlich war. DHL hatte außerdem 1 Million US-Dollar für den Clinton County Fund für die Gemeinde Wilmington zur Verfügung gestellt, weitere 50.000 US-Dollar an das Foster J. Boyd, MD, Regional Cancer Center gespendet und ein Job and Career Transition Center für die Beschäftigten des Luftparks finanziert. Als künftiger Besitzer des Wilmington Air Parks wird die CCPA mit der Stadt Wilmington, dem Clinton County, dem Staat Ohio und den Kommunalverwaltungen eng zusammenarbeiten, um den ehemaligen DHL-Hub in einen Flughafen und Gewerbepark umzubauen. Derzeit plant die CCPA, einen Teil des Luftparks an die Air Transport Service Group (ATSG) zu vermieten. Die ATSG ist die Muttergesellschaft des Frachtflugunternehmens ABX Air, das zuvor für DHL Express tätig war. „Im Namen der Direktoren der CCPA möchte ich DHL für seine Großzügigkeit danken”, sagte John Limbert, Vorsitzender der CCPA. „Aufgrund dieser wohltätigen Aktion sind die Gemeinden im Südwesten Ohios nun besser in der Lage, ihr Wirtschaftswachstum voranzubringen. Es wird natürlich einige Zeit dauern, Unternehmen aus dem Umfeld der Luftfahrtindustrie für die Ansiedlung in dieser Region zu gewinnen, doch wir sind zuversichtlich, dass dieser Stützpunkt großes Potenzial hat, Drehkreuz für neue Technologien zu werden und gleichzeitig das bereits bestehende Luftfahrtgeschäft zu unterstützen”, erläuterte John Limbert. DHL ist in den USA weiterhin ein großer Arbeitgeber. Die Bereiche DHL Express, DHL Global Forwarding, DHL Supply Chain und DHL Global Mail beschäftigen dort insgesamt 30.000 Mitarbeiter. Allein in Ohio arbeiten in diesen Unternehmensbereichen fast 3.800 Angestellte.
Dialog Marketing der Deutschen PostJanuar 2010 Mithilfe von soziodemografischen, Konsum-, Struktur- und regionalen Daten sowie branchen- und lebensweltorientierten Informationen sollen die Werbebotschaften die richtigen Empfänger erreichen. Die Unternehmen sollen erfahren, was ihre Top-Kunden von zielgruppenfernen Adressaten unterscheidet. Sie erfahren, welcher Kundentyp auf ihre Ansprache, ein neues Angebot oder eine veränderte Preisstruktur besonders stark reagieren könnte. Sie können präventiv handeln, weil sie erkennen, welche Kunden abwanderungsgefährdet sind. „Sie selektieren gezielt kaufkräftige und produktaffine neue Potenziale - beispielsweise mit Hilfe von 22 Sortimentsaffinitäten, die Ihnen microdialog für Ihre differenzierte Zielgruppenbestimmung bietet”, so Deutsche Post Direkt in ihrer Produktbroschüre. Neben der generellen Aussagekraft bietet microdialog zusätzlich spezifische Varianten für ausgewählte Branchen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Lebensweise und Lebenseinstellung bei der Analyse besonders zu berücksichtigen. „Nennen Sie uns Ihre Anforderungen - wir sagen Ihnen, wer Ihre Kunden sind.” Mikrogeografie basiert auf dem Gedanken „Gleich und gleich gesellt sich gern”. Da Menschen mit ähnlichen Kaufgewohnheiten und Verhaltensmustern oft in ähnlichen Gebieten wohnen, werden nach diesem Grundsatz deutschlandweit durchschnittlich 6,6 Haushalte zu sogenannten Mikrozellen zusammengefasst. Aufgrund ihrer homogenen Strukturen geben sie auf Basis statistischer Wahrscheinlichkeitsaussagen Aufschluss über Lifestyle, Konsum- und Informationsverhalten. Vorteile:
Nielsen: Mehr als 3 Milliarden Euro für Mailings19.01.2010 Werbungtreibende Unternehmen haben im Jahr 2009 insgesamt knapp 3,5 Milliarden Euro in den Versand von Werbesendungen investiert. Rund 5,2 Milliarden adressierte und teiladressierte sowie rund 18,4 Milliarden unadressierte Werbesendungen sind dabei laut Nielsen von den Unternehmen an die Haushalte verschickt worden. Grundlage der Studie sind die werbestatistischen Daten von Nielsen Media Research, die seit 2004 für die Mediengattung Direct Mail erhoben werden. Dabei werden alle Werbesendungen erfasst, die in den Briefkästen privater Haushalte ankommen - mit Ausnahme von Beilagen in Printmedien sowie Werbesendungen, die der Geschäftskorrespondenz, zum Beispiel der Telefonrechnung oder dem Kontoauszug, beiliegen. Um den Empfang der Werbesendungen abzubilden, zieht Nielsen Media Research eine repräsentative Stichprobe von 10.000 Haushalten aus der Gesamtbevölkerung - das Direct Mail-Panel. Die einzelnen Panel-Haushalte werden unterschiedlich gewichtet hochgerechnet, um die Gesamtheit der 39,110 Millionen Haushalte repräsentativ abzubilden. Die so erhobenen Bruttoaufwendungen für Direct Mail entsprechen den Transportkosten und werden auf Basis der gültigen Preistabelle der Deutschen Post, des Gewichts der jeweiligen Werbesendung und des Hochrechnungsfaktors des jeweiligen Haushalts, der diese Werbesendung erhalten hat, ermittelt. Entgegen der Entwicklung in den Above-the-line-Medien konnte das Internet, so Nielsen, die beiden Quartale 2009 jeweils mit einem Plus von 15,6 Prozent bzw. 4,6 Prozent abschließen. Der Werbedruck des Mediums stagnierte im 3. Quartal bei einem Plus von 1,2 Prozent fast auf Vorjahresniveau. Im 4. Quartal entwickelte sich das Medium Online analog zu den Above-the-line-Medien mit einem Plus von 17,3 Prozent als bestes Quartal. Werbestärkste Branche im Internet bleibt trotz der Reduzierung des Werbedrucks um minus 10,9 Prozent die Branche Online-Dienstleistungen. Sie schloss das Jahr 2009 mit einem Bruttowerbevolumen in Höhe von insgesamt 234,3 Millionen Euro ab. Die Unternehmenswerbung investierte zwar 135,9 Millionen Euro in Online-Werbeschaltungen, verzeichnete damit allerdings einen Rückgang um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einen deutlichen Anstieg des Werbedrucks kann hingegen die E-Commerce-Branche verbuchen. Sie steigert sich mit einem Plus von rund 55 Millionen Euro bzw. plus 70,3 Prozent auf 132,6 Millionen Euro und erreicht damit Platz 3 im Ranking der werbestärksten Online-Branchen. Werbestärkstes Unternehmen im Online-Bereich ist das Modehaus Esprit. Das Unternehmen aus Ratingen übernimmt mit Bruttowerbeinvestitionen in Höhe von 84,4 Millionen Euro die Spitze des Firmenrankings im Internet. Laut Nielsen ist Esprit zusätzlich das werbeintensivste Unternehmen, das die höchsten Steigerungsraten im Internet mit einem Plus von rund 48 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Die höchsten Online-Bruttowerbeaufwendungen investierten die Werbungtreibenden 2009 in das Super Banner mit 13,8 Prozent, gefolgt von den Online-Werbeformen Wallpaper (12,4 Prozent), Skyscraper (11,2 Prozent), Medium Rectangle (6,9 Prozent) und Rectangle (4,4 Prozent). Was ist Above-the-line? - aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Deutsche Post DHL investiert in neue kraftstoffeffiziente LKW20.01.2010 „Die Modernisierung unserer Flotte ist ein wichtiger Teil unseres GoGreen-Klimaschutzprogramms. Mit dem Einsatz der neuen Fahrzeuge erfüllen wir europaweite Standards und können die Umwelt weiter schonen”, erläuterte Rainer Wend, Leiter des Zentralbereichs Politik und Unternehmensverantwortung bei der Deutschen Post DHL. Als größter Logistikdienstleister weltweit nimmt die Deutsche Post DHL ihre Verantwortung für den Umweltschutz sehr ernst. 2008 startete das Unternehmen sein GoGreen Klimaschutzprogramm, mit dem der CO2-Ausstoß pro Brief und Paket, pro Tonne Fracht oder Quadratmeter genutzter Fläche bis 2020 um 30 Prozent gesenkt werden soll. Zur Unterstützung dieses ehrgeizigen Ziels tauscht der Konzern Schritt für Schritt seine Luft- und Bodenflotte aus, arbeitet an Projekten für alternative Fahrzeuge mit und schult seine Fahrer in kraftstoffeffizienter Fahrweise. Volvo Trucks strebt den CO2-neutralen Transport an und möchte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. So wird Volvo Trucks in 2010 zum Beispiel Versuche mit Lastwagen unternehmen, die verschiedene Arten von erneuerbaren Kraftstoffen einsetzen. Darüber hinaus hat Volvo eine parallele Hybridlösung entwickelt, die Einsparpotenziale von bis zu 30 Prozent verspricht. Außerdem strebt das Unternehmen die CO2-Neutralität sämtlicher Produktionsstandorte an und betreibt bereits das weltweit erste CO2-neutrale Autowerk in Gent, Belgien. TNT trennt sich von unadressierter Zustellung20.01.2010 Wie das neue Direktwerbung-Unternehmen heißen soll, wollen die neuen Gesellschafter um Frank Steffen erst im Laufe des Jahres bekannt geben. TNT Post will sich indes stärker auf den adressierten Briefbereich konzentrieren und hat dazu nun auch offiziell die sogenannte Mail Alliance gegründet. An der Allianz beteiligen sich mittlerweile die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die Logistic-Mail-Factory (ein Unternehmen der Mediengruppe Pressedruck in Augsburg) und der Citipost-Verbund, hinter dem neben der Verlagsgruppe Madsack mehr als 20 Verlagshäuser im Nordwesten Deutschlands stehen. TNT Post kündigte an, dass in den nächsten Monaten noch weitere Bündnispartner hinzukommen würden. Zum Start hat die Mail Alliance 50 Zustellunternehmen, 4 Hubs und ein gemeinsames IT-System auf die Beine gestellt. „Konkret bedeutet dies, dass die Kunden mit ihrem regionalen Briefdienstleister nun auch bundesweit versenden können - und das zu einheitlichen Preisen und Standards”, sagte Michael Kunter, Geschäftsführer der Unternehmung. Für die bisherigen TNT-Kunden der unadressierten Zustellung soll sich hingegen zunächst einmal nichts ändern. „Wir planen, die bestehenden Standorte mit unseren festangestellten Mitarbeitern möglichst weiterzuführen”, so Gesellschafter Steffens. Kunden- und Lieferantenverträge blieben bestehen, auch bei den Ansprechpartnern sei für Kunden und Dienstleister die Kontinuität gewahrt. Für die Direktwerbung sind 300 Mitarbeiter unterwegs. TNT begründete den Verkauf des Geschäftsbereichs Direktwerbung mit den nach wie vor schwierigen Bedingungen am deutschen Briefmarkt. Die Deutsche Post lege den Konkurrenten immer wieder Steine in den Weg. „Das Engagement im Bereich der Direktwerbung war ein wichtiger Meilenstein, um TNT Post in Deutschland während der Öffnung des Briefmarktes zu etablieren”, so Mario Frusch, CEO TNT Post Deutschland. „Die Märkte sind jedoch nicht zuletzt aufgrund des im Briefgeschäft vorangeschrittenen technischen Wandels immer eigenständiger geworden. Die Fokussierung auf den adressierten Bereich ist eine logische und richtige Folge dieser Marktentwick-lung.” Liberale prüfen die Zerschlagung der Deutschen Post21.01.2010 Nach Brüderles Gesetzentwurf soll das Bundeskartellamt die Möglichkeit erhalten, marktbeherrschende Unternehmen zum Verkauf von Unternehmensteilen zu zwingen. Dies soll sogar dann möglich sein, wenn dem Unternehmen kein Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung nachgewiesen werden kann. Als mögliche Anwendungsfälle werden außer der Deutschen Post die Energiekonzerne und die Deutsche Bahn AG genannt. Für die FDP-Bundestagsfraktion ist die „Grundlage einer verhältnismäßigen Entflechtung der Post ihre anhaltende Marktbeherrschung im Briefmarkt trotz langjähriger Regulierung”. Die Liberalen halten es für möglich, die „gesamte endkundenorientierte Netzinfrastruktur mit Ausnahme der Filialen” als selbstständigen Teil auszulagern, angefan-gen von den Briefkästen und ihrer Entleerung bis zur Briefsortierung und zu den Postfächern. Hermes investiert 35 Millionen Euro21.01.2010 Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Paketdienst Hermes Logistik europaweit 252 Millionen Sendungen befördert und einen Bruttoumsatz von mehr als 1 Milliarde Euro erzielt. In Langenhagen sollen jährlich bis zu 40 Millionen Sendungen abgefertigt werden. Bauherr ist allerdings nicht Hermes selbst, sondern die Hamburger ECE, die nicht nur Einkaufszentren entwickelt, sondern auch im Logistikbereich aktiv ist. Beide Unternehmen gehören zur Unternehmensgruppe um das Versandhaus Otto. Das neue Zentrum soll sich nach Angaben der Projektleitung auch im Bereich Umweltschutz auszeichnen. Die Wärmeerzeugung erfolgt mit einer Holzhackschnitzelanlage, was den Kohlendioxidausstoß gegenüber herkömmlicher Technik um 80 Prozent und die Kosten für die Wärmeerzeugung um 30 Prozent senkt. Außerdem wird auf dem Dach des Logistikzentrums die Installation einer Solaranlage vorbereitet. Deutsche Post DHL lagert weitere IT-Funktionen in Deutschland an T-Systems aus27.01.2010 „Das ist ein wichtiger Schritt zur Optimierung unserer IT-Infrastruktur in Deutschland und wird sich positiv auf unsere Geschäftskunden auswirken”, sagte Johannes Helbig, Bereichsvorstand IT des Unternehmensbereichs BRIEF der Deutschen Post DHL. „Die Vereinbarung mit T-Systems wird zu einer weiteren Verbesserung unserer Prozesse sowie erheblichen Kostenseinsparungen führen.” Der neue Kontrakt sieht neben den bisherigen Leistungen zusätzliche höherwertige Services vor. Unter anderem verantwortet T-Systems zukünftig komplette Prozessketten zwischen Deutsche Post DHL und seinen Kunden. Weiterhin wird die Telekom-Tochter den Betrieb von 65 Anwendungen sowie zusätzlichen Rechenzentrumsleistungen bisheriger Dienstleister von Deutsche Post DHL übernehmen. Im Rahmen der Vereinbarung werden etwa 100 Mitarbeiter der Deutschen Post DHL zum 1. April 2010 zu T-Systems wechseln. „Die Vertragsverlängerung mit Deutsche Post DHL und die Erweiterung des Leistungsspektrums über das reine Auslagerungs- und Infrastrukturgeschäft hinaus ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich”, sagte Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und CEO T-Systems. „Darüber hinaus gewinnen wir mit den neuen Mitarbeitern seltene Spezialisten für den Logistikbereich sowie SAP. Wir freuen uns daher sehr, dass wir einen für beide Seiten vorteilhaften Vertrag abschließen konnten.” Erst Mitte Dezember 2009 hatte T-Systems in Nordamerika mit Deutsche Post DHL einen weiteren Vertrag für Leistungen in den USA unterschrieben. Am 1. Januar 2010 hatte T-Systems das bisherige Deutsche Post DHL-Rechenzentrum in Scottsdale, USA, übernommen. Auch dieser Vertrag hat eine Laufzeit von 5 Jahren bei einem Volumen im mittleren 2-stelligen Millionen-Euro-Bereich. Post-Konkurrenten gründen Mail Alliance20.01.2010 Entsprechende Verträge seien am 19. Januar unterschrieben worden. Sitz des Unternehmens ist Würzburg. „Mit der Mail Alliance geht ein effizienter operativer Zusammenschluss starker und erfahrener Partner im Briefmarkt an den Start”, freut sich Kunter, der früher Geschäftsführer von MainPostLogistik war. „Kerngedanke der Mail Alliance ist es, über eine intensive Kooperation und Bündelung der Kräfte und Kompetenzen der beteiligten Partner eine Systempartnerschaft am Briefmarkt zu etablieren.” An der Allianz sind der private Dienstleister TNT Post Deutschland, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, deren Regionalzeitungen MainPost, Südkurier, Saarbrücker Zeitung, Trierscher Volksfreund und Lausitzer Rundschau, die wiederum jeweils private Brieftöchter haben, die Tochtergesellschaft der Augsburger Mediengruppe Pressedruck - Logistic-Mail-Factory - sowie der Citipost-Verbund, hinter dem neben der Verlagsgruppe Madsack über 20 Verlagshäuser im Nordwesten Deutschlands stehen, beteiligt. Für die Kooperation seien die Netze und IT-Systeme der Unternehmen verknüpft und einheitliche Standards geschaffen worden. Die Allianz verfüge über 50 Zustellunternehmen und soll am 25. Januar ihre operative Arbeit aufnehmen. Im Laufe des Jahres sollen sich weitere Partner dem Bündnis anschließen. Mit der Initiative wollen die Firmen eine neue Offensive gegen die Deutsche Post starten. Gesetzentwurf soll Post-Wettbewerber bei der Umsatzsteuer gleichstellen28.01./27.03.2010 Die Situation in der Vergangenheit: Als die Deutsche Post noch ein gesetzliches Monopol hatte, galt das Erbringen von Postdienstleistungen als Aufgabe der öffentlichen Hand im Rahmen der Daseinsvorsorge und war daher von der Umsatzsteuer befreit. Dies schrieb die EU-Umsatzsteuerrichtlinie aus dem Jahr 1977 und später die Mehrwertsteuersystemrichtlinie vor. Sie basiert auf dem Grundgedanken, Postdienstleistungen im Dienste des Gemeinwohls seien zwingend von der Umsatzsteuer zu befreien. Mit der Öffnung des Briefmarktes wurde der Handlungsbedarf offensichtlich. Gerade bei Unternehmen mit großem Briefaufkommen, aber ohne die Möglichkeit, Vorsteuer abziehen zu können, - Behörden, öffentliche Einrichtungen, Versicherungen und Banken - hatte die Deutsche Post dank ihrer Umsatzsteuerbefreiung einen Kostenvorteil von 19 Prozent gegenüber den Wettbewerbern. Dies kollidiert mit dem Geist des deutschen wie des europäischen Wettbewerbsrechts. Als die EU 1997 mit der ersten Postdienstrichtlinie die Marktöffnung zum Programm erklärte, verschärfte sich der Konflikt. Die Postdienstrichtlinie und ihre Novellierungen verlangen jedoch auch eine Mindestversorgung, den Universaldienst, als Teil der Daseinsvorsorge. Der Universaldienst muss mindestens Einsammeln, Sortieren, Transport und Zustellung von Briefsendungen bis 2 kg und von Paketen bis 10 kg umfassen. Dieser Universaldienst wird im Interesse des Allgemeinwohls erbracht, der nach der Mehrwertsteuersystemrichtlinie von der Umsatzsteuer zu befreien ist. In Deutschland wird die Mindestversorgung in der Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV) definiert. Bis zum Auslaufen der Exklusivlizenz der Deutschen Post Ende 2007 war die Deutsche Post alleiniger Träger des Universaldienstes. Seither herrscht ein umstrittener Zustand. Seit dem Wegfall der Exklusivlizenz zum 1. Januar 2008 ist die Deutsche Post nicht mehr gesetzlich verpflichtet, Universaldienstleistungen i.S. der PUDLV zu erbringen. Die Gewährleistung des Universaldienstes obliegt seitdem wieder der Bundesnetzagentur. Eine gängige Interpretation ist, dass die Gesamtheit aller Postdienstleister unter der Regie der Bundesnetzagentur den Universal-dienst sicherstellt. Mit dem Problem der Umsatzsteuerbefreiung für Postdienstleister kämpfen auch andere EU-Länder. Schweden entschied sich dafür, alle Postdienstleister umsatzsteuerpflichtig zu machen, handelte sich damit aber ein EU-Vertragsverletzungsverfahren ein. Großbritannien befreite alle Leistungen der Royal Mail von der Umsatzsteuerpflicht. Dagegen klagte die niederländische TNT vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Nach dem am 23. April 2009 verkündeten Urteil des EuGH in Luxemburg zur britischen Royal Mail hängt die Steuerpflicht allein von Art und Umfang des Dienstes ab. Nach der EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie sind „öffentliche Posteinrichtungen” von der Mehrwertsteuer befreit. Die Royal Mail in Großbritannien ist aber schon vollständig privatisiert. TNT begründete daher die Klage mit dem Argument, die Mehrwertsteuerbefreiung sei nicht mehr zulässig. Die Mehrwertsteuer-Richtlinie ist aber - so der EuGH - in Verbindung mit der Postdienst-Richtlinie zu sehen. Beide hätten das Ziel, der Bevölkerung Postdienste „zu ermäßigten Kosten anzubieten”. Mit „öffentlich” sei daher nicht staatlicher Besitz, sondern der allgemeine Zugang zu einem Postdienst gemeint, urteilte der EuGH. Der Universaldienst sei daher umsatzsteuerfrei. Als Universaldienstleister gelten nach dem EuGH-Urteil Dienstleister, die flächendeckend ein ausreichendes Angebot zu einheitlichen und tragbaren Preisen für alle Nutzer bieten. Auf Deutschland bezogen bedeutet dies, dass z.B. ein Brief aus dem Allgäu zur Insel Sylt trotz höherer Kosten nicht ein Vielfaches eines Briefes kosten darf, der innerhalb einer Großstadt wie Frankfurt zu befördern ist. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung lässt separate Universaldienstleister für die Bereiche Brief und Paket zu. Damit könnten zumindest die großen Paketdienstleister von der Umsatzsteuer befreit werden. Streit gibt es aber weiter über die Differenzierung zwischen umsatzsteuerpflichtigen rein kommerziellen Angeboten und steuerbefreiten Leistungen im Interesse des Allgemeinwohls. So befürwortet die Deutsche Post eine Steuerbefreiung aller zu allgemeinverbindlichen Tarifen erbrachten Leistungen einschließlich der Leistungen für Großkunden mit Mengenrabatten. TNT Post plädiert hingegen dafür, die Umsatzsteuerbefreiung auf die bei Privatkunden üblichen Einlieferungsmengen bis zu 50 Sendungen zu beschränken. Der Bundestag hat am 5. März mit den Stimmen der CDU/CSU und FDP das Aus für das Mehrwertsteuerprivileg der Deutschen Post beschlossen. Ab Juli 2010 sollen auch andere Anbieter von Postdiensten von der Umsatzsteuer befreit werden, wenn sie zumindest einen Teil der allgemeinen Leistungen wie den Transport von Paketen ständig und flächendeckend anbieten. Zugleich sollen dann auch viele Postleistungen, die bei der Deutschen Post bislang steuerbegünstigt waren, voll der Umsatzsteuer unterliegen. Der Bundesrat stimmte am 26. März dem Gesetzentwurf ebenfalls zu. Ab Juli 2010 werden danach alle Postdienstleistungen mit einer Umsatzsteuer belegt. Nur noch private Briefsendungen bis 2000 g und Pakete bis 10 kg, Einschreiben und Wertsendungen bleiben weiter von der Umsatzsteuer befreit. Die Unternehmen müssen ihre Leistungen ständig und flächendeckend anbieten, also sogenannte Post-Universaldienstleistungen bieten. Mit dem Gesetz soll das deutsche Steuerrecht an europäische Vorgaben angepasst werden. Der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk (CSU) sprach von einem „guten Mittelweg”, der den Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs Rechnung trage und zugleich einen fairen Wettbewerb gewährleiste. Für Privatkunden ändert sich damit nichts. Anders sieht es für Geschäftskunden aus. Banken, Versicherungen, Behörden und Vereine, die derzeit keine Umsatzsteuer auf ihr Porto zahlen müssen, sind dazu ab Juli 2010 verpflichtet. Ob dies zu höheren Preisen führen wird, ist derzeit offen. Die Deutsche Post hat sich noch nicht zur künftigen Preisgestaltung bei Geschäftskunden geäußert. Künftig können sich auch Konkurrenten der Deutschen Post von der Umsatzsteuerpflicht für Privatsendungen befreien lassen, wenn sie ihre Dienstleistungen in ganz Deutschland anbieten. Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT) sieht die Entscheidung als wichtiges Element für einen offenen Postmarkt. Postchef Frank Appel hält die Abschaffung eines Steuervorteils der Post für rechtswidrig. „Wir sehen das Gesetz im Widerspruch zum geltenden EU-Recht.” Appel kritisierte laut einem Bericht des Magazins Focus, dass flächendeckende Briefdienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden „unterschiedlich besteuert werden, obwohl diese laut EU-Recht generell von der Mehrwertsteuer zu befreien sind. Nach EU-Recht unterliegen nur individuell ausgehandelte Verträge der Mehrwertsteuerpflicht. Der Gesetzentwurf will dies jedoch auch für Verträge, die auf Allgemeinen Geschäftsbedingungen gründen.” Gesetzliche Regelungen: Auszug aus der Mehrwertsteuersystemrichtlinie (Richtlinie2006/112/EG über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem): Das EuGH-Urteil Der neue Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften Post-Universaldienstleistungsverordnung vom 15. Dezember 1999 in der Fassung vom 7. Juli 2005 Die Deutsche Post informierte ihre Kunden auf ihrer Homepage über die Produkte, die künftig der Mehrwertsteuerpflicht unterliegen, wie folgt:
Über die Besteuerung internationaler Sendungen informierte die Deutsche Post Anfang 2010 auf ihrer Homepage wie folgt:
Fragen und Antworten Aus Danzas wird DHL FoodServices28.01.2010 2009 konnte DHL Freight das in der Frische- und Lebensmittellogistik beförderte Sendungsvolumen um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Klage gegen Postmindestlohnverordnung erfolgreich28.01./11.03.2010 Das Urteil beendete in letzter Instanz den jahrelangen Streit, ob die Bundesregierung den von der Deutschen Post und der Gewerkschaft ver.di vereinbarten Mindestlohn für verbindlich erklären darf. Das Gericht annullierte die Verordnung zwar nur, weil die frühere Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD Formfehler begangen habe. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die neue Regierung aus CDU/CSU und FDP der ver.di-Forderung nachkommt und den Mindestlohn neu verordnet. Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erklärte, ihr Ministerium werde nach der schriftlichen Urteilsbegründung „die erforderlichen Konsequenzen ziehen”. Anders als der Koalitionspartner FDP lehnt von der Leyen Mindestlöhne zwar nicht generell ab. Angesichts der Widerstände wird sie aber, selbst wenn sie wollte, eine „wasserdichte” Mindestlohn-Regelung kaum durchsetzen können. „Ein Mindestlohnverfahren, das wichtige Teile der Branche faktisch ausschaltet, wird es nicht geben”, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs. Die Bundesvereinigung der Arbeitgeber wandte sich gleich nach der Urteilsverkündung gegen einen neuen Post-Mindestlohn. Der Berliner Briefdienst PIN, der mit Blick auf die öffentlichen Auftraggeber bisher den Mindestlohn zahlte, kündigte an, die Löhne seiner rund 1.000 Mitarbeiter auf 8,50 Euro zu drücken. TNT Post-Chef Mario Frusch teilte mit, er prüfe die Zukunft seines Unternehmens. „Wir haben heute nicht gewonnen, um morgen zu schließen.” TNT Post zahlt seinen Mitarbeitern 6,75 bis 7,60 Euro pro Stunde und führt Gespräche über einen neuen Haustarifvertrag. Die Deutsche Post zahlt ihren Briefzustellern Stundenlöhne deutlich über 10 Euro. Die Zusteller der Post-Tochter First Mail erhalten 9,80 Euro nach dem bisher vereinbarten Post-Mindestlohn. Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Postdienste e.V. (AGV), Wolfhard Bender, zu der Entscheidung: „Leider führten formale Gründe zur Ablehnung des Mindestlohns für Briefdienstleister, der aber nach wie vor richtig ist. Ohne Mindeststandards bei den Löhnen wird weiterhin Lohn- und Sozialdumping zulasten existenzsichernder Löhne, der Sozialversicherung und durch die notwendige Aufstockung der Löhne durch Hartz IV der kommunalen Haushalte betrieben. Es ist Nonsens, in einem schrumpfenden Markt Wettbewerb über Lohnkosten zu betreiben. Deshalb halten wir den Mindestlohn nach wie vor für einen fairen Wettbewerb für richtig und wichtig. Der AGV Postdienste fühlt sich an den Mindestlohn gebunden und seine Mitgliedsunternehmen werden den Mindestlohn weiterhin zahlen.” Am 11.03.2010 teilte die Gewerkschaft ver.di mit, die PIN Berlin habe das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts genutzt und seinen rund 600 Briefzustellern den Lohn gekürzt. Im Februar lag laut ver.di der Stundenlohn der PIN-Zusteller je nach Arbeitsvertrag zwischen 7,18 und 8,22 Euro. Dies bedeutet eine Lohnkürzung um 16 Prozent und mehr. Hier die Terminankündigung und die Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts: UPS rechnet mit schwierigem 1. Quartal03.02.2010 Wie Chief Finanzial Officer Kurt Kuehn bei der Vorlage des Geschäftsberichts sagte, erwirtschaftete UPS im Frachtsegment einen operativen Verlust.
Paketdienst GLS verbessert die Anbindung neuer Wirtschaftsräume08.02.2010 Ein Paket nach Novosibirsk kommt in 3 bis 4 Tagen an, eine Sendung nach Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten ebenfalls - abgewickelt vom Paketdienst GLS, der sich beim Netzaufbau ganz auf Europa konzentriert. „Das ist kein Widerspruch”, findet Rico Back, CEO der GLS-Gruppe. „Wir sind über vertraglich gesicherte Allianzen mit der ganzen Welt verbunden. Vor allem in aufstrebenden Wirtschaftsräumen, die für unsere Kunden an Bedeutung gewinnen, haben wir die Anbindung über neue Partner verbessert.” Den Nahen Osten erschloss GLS 2009 durch eine Kooperation mit MIDEX INTERNATIONAL. Das IATA lizenzierte GLS Airport Office am Flughafen Frankfurt fertigt die Pakete aus Europa ab und bringt sie auf den Weg nach Dubai. Von dort aus übernimmt MIDEX die Verzollung und Verteilung auf der arabischen Halbinsel sowie Teilen der Levante und Nordafrikas. Wenige Monate vorher fand GLS weitere leistungsstarke Partner: EMS Garantpost bedient die Russische Förderation, Gati Ltd. den indischen Subkontinent und TF Logistics Hongkong. „Mit unseren globalen Partnern tauschen wir Pakete aus, jeder nutzt die Stärke der flächendeckenden Netzwerke des anderen”, sagt Rico Back. „Dabei legen jeweils beide Seiten Wert auf hohe Standards: hohe Verzollungskompetenz, kurze Laufzeiten, Sicherheit und Transparenz.” Auch in Zukunft will die GLS-Gruppe die globale Anbindung stärken. In Wirtschaftsräumen mit besonderer Bedeutung führt das Unternehmen bereits Verhandlungen mit potenziellen Partnern. „Unsere Kooperationspartner schätzen es, dass sich GLS beim Ausbau des eigenen Netzes konsequent auf Europa konzentriert. So entstehen keine Konkurrenzsituationen”, so Rico Back. „Europa ist und bleibt unsere Kernkompetenz, doch über unsere Partner bieten wir unseren Kunden auch weltweit eine qualitativ hochwertige Paketdienstleistung.” UPS schickt 300 Piloten in den Zwangsurlaub10.02.2010 Dieser Sparkurs sei notwendig, da die Wirtschaftserholung sehr schleppend verlaufe. Die Rezession habe das Frachtvolumen deutlich geschmälert. Zudem würden auf den neuen Flugzeugen weniger Piloten gebraucht. Die Beurlaubungen sind unbefristet. Österreichische Post zahlt 10.000 Euro für Wechsel zur Polizei09.02.2010 Bisher hielt sich allerdings der Ansturm bei den Postlern auf die neuen Aufgaben in Grenzen. Nur 57 sind zur Polizei gewechselt. Nun will die Post nachhelfen. Jeder wechselwillige Postbeamte soll 10.000 Euro Prämie erhalten, wenn er sich bis zum 5. März 2010 bewirbt. Zurzeit hat die Österreichische Post 26.000 Mitarbeiter. 2010 sollen 1.000 Stellen gestrichen werden. Deutsche Post löst Kartellverfahren gegen Wettbewerber im Frachtgeschäft aus11.02.2010 Mit den Beschwerden der Kommission stehen die seit mehr als 2 Jahren laufenden Ermittlungen vor dem Abschluss. In Abstimmung mit dem US-Justizministerium und der Schweizer Wettbewerbskommission hatten die Brüsseler Kartellwächter die Unternehmen im Oktober 2007 mit Razzien überzogen. Der Vorwurf: Die Konzerne sollen in ihrem Geschäft mit Luftfracht jahrelang Zuschläge zulasten ihrer Kunden abgesprochen haben. Den Unternehmen drohen Geldbußen von bis zu 10 Prozent des jährlichen Konzernumsatzes. In der Praxis orientiert sich die EU-Kommission aber meist am Schaden für die Kartellopfer und verhängt meist nur Strafen von maximal 2 bis 3 Prozent des Umsatzes. Im Fall der Deutschen Bahn wäre dies aber immer noch fast 1 Milliarde Euro, bei UPS etwa 1,55 Milliarden Dollar. Die EU hat bei Kartellverfahren grundsätzlich die Möglichkeit des Kronzeugen eingeräumt. Wenn Firmen freiwillig Aussagen zu den Vorwürfen machen, können sie den Status der Immunität bei der Strafverfolgung und hinsichtlich Strafzahlungen erlangen. Frachtflieger der AeroLogic mussten lange Russland umkurven / Russland erteilt endlich Überflugrechte13.02./18.03.2010 Mit ihrer restriktiven Haltung wollte die Moskauer Regierung nach Ansicht von Fachleuten den eigenen Frachtfliegern Wettbewerbsvorteile gegenüber ausländischen Konkurrenten sichern. Andererseits entgingen dem russischen Staat Einnahmen, die er von ausländischen Gesellschaften für die Gewährung von Überflugrechten kassiert. Diese sogenannten Royalties sind extrem teuer. Airlines müssen jährlich 2,5 Millionen Dollar für wöchentliche Hin- und Rückflüge zwischen Europa und Fernost überweisen. Volks- und Raiffeisenbanken wollen ins Postgeschäft einsteigen23.02.2010 Um die Postaktivitäten zu bündeln und voranzutreiben, wurde im Dezember 2009 eigens die Genopost als eingetragene Genossenschaft gegründet. Sie verfügt über die notwendigen Lizenzen und soll es den Genossenschaftsbanken ermöglichen, in ihrer Region Postdienstleistungen anzubieten. „Für die Zustellung werden wir Verträge mit externen Dienstleistern schließen, auch mit der Deutschen Post”, erklärte Bockelmann. „Wenn es darum geht, die einst von der Post flächendeckend angebotenen Dienstleistungen zu ersetzen, so sind die Volks- und Raiffeisenbanken dafür geradezu prädestiniert.” Ziel sei es, die Besucherfrequenz in den Bankfilialen zu erhöhen und so neue Kunden für Bankdienstleistungen zu gewinnen. Bundesweit hätten bereits 240 der 1197 Ortsbanken ihr grundsätzliches Interesse für das vom Branchenverband BVR unterstützte Projekt signalisiert. Es sollen in erster Linie Kerndienstleistungen wie Brief- und Paketpost angeboten werden. Auch soll sichergestellt werden, dass Postsendungen rund um die Uhr bei den Bankstellen eingeliefert werden können. Praktische Erfahrungen haben bereits die Volksbanken in Hannover und Meißen vorzuweisen. So richtete die Volksbank Hannover in ihrer Filiale in Celle zusammen mit dem inzwischen insolventen Dienstleister Paketeria einen Postservice ein. Das Projekt habe sich aus Sicht der Volksbank als so erfolgreich erwiesen, dass sie es bis heute auch ohne ihren Partner Paketeria weiterführt. Die Avancen des Genossenschaftsverbandes finden bei der Deutschen Post allerdings kein Echo. Ein Postsprecher verwies auf das eigene flächendeckende Filialnetz. Die derzeit noch selbst betriebenen Filialen würden ja nicht geschlossen, sondern lediglich an Partner übertragen. Auch TNT Post habe kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken, sagte eine Sprecherin. Bundesnetzagentur genehmigt Entgelt von 46 Cent für den „Hybriden Onlinebrief” der Deutschen Post23.02.2010 Das Gesamtentgelt für den Kunden setzt sich aus 3 Teilen zusammen: dem Entgelt für die elektronische Einlieferung, dem Entgelt für die postvorbereitenden Tätigkeiten - Drucken, Kuvertieren und Frankieren - und dem genehmigungspflichtigen Entgelt für die Beförderung und Zustellung des Briefs. „Mit der Genehmigung des Entgelts für den Hybriden Onlinebrief fällt bei der Deutschen Post der Startschuss für den elektronischen Briefversand. Die Digitalisierung hält auch hier Einzug und wird die schriftliche Kommunikation grundlegend verändern. In diesem Bereich liegt viel Potenzial für innovative Produkte”, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Bei dem Onlinebrief der Post wird es 2 Varianten geben. Die erste Variante beinhaltet den vollständig elektronischen Brief, d. h. Einlieferung und Zustellung erfolgen auf elektronischem Weg. Wenn die elektronische Zustellung nicht gewünscht oder nicht möglich ist, kann die Variante „Hybrider Onlinebrief” genutzt werden. Diese verbindet die elektronische Einlieferung mit einer physischen Zustellung des Briefs beim Empfänger. Mit der Genehmigung des Entgelts für die 2. Variante will die Deutsche Post den „Hybriden Onlinebrief” zunächst als Betriebsversuch starten. Daran werden Geschäfts- sowie Privatkunden teilnehmen. Im Spätsommer dieses Jahres soll die Dienstleistung allen Verbrauchern angeboten werden. „Für das Produkt Brief im Internet, also die 1. Variante, ist noch kein Preis festgelegt”, sagte ein Postsprecher. Die 46 Cent seien lediglich das Entgelt für den „Hybriden Onlinebrief”, also für den Fall, dass der Empfänger des Briefes nicht für den Online-Brief angemeldet ist und der elektronisch eingelieferte Brief ausgedruckt und auf dem üblichen Zustellweg in den Briefkasten des Empfängers zugestellt wird. Hermes Europe: „Wir wachsen einfach schneller als der Markt”22.02.2010 Allein bei der Hermes Logistik Gruppe Deutschland wird die Otto Group nach den Worten Schneiders im Geschäftsjahr 2009/2010 ein Wachstum zwischen 8 und 10 Prozent verzeichnen. „Wir setzen uns damit - übrigens genau wie die Einzelgesellschaft Otto - deutlich vom Markttrend ab. Getrieben durch den E-Commerce, wird das Wachstum im Distanzhandel in Deutschland weiter steigen.” Hermes Europe habe einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. In Österreich musste Hermes 2009 einen Rückschlag hinnehmen und sich aus Teilen des Zustellgeschäfts zurückziehen bzw. Kooperationen mit Partner eingehen, u.a. mit der Österreichischen Post. Schnei-der ist sich aber sicher, das Paketgeschäft auch in Österreich wieder stabilisieren zu können. CeBIT 2010: Deutsche Post stellt erste Partner für Brief im Internet vor03.03.2010
Gerdes beschrieb die Vorteile des neuen Angebots: Mit dem Brief im Internet können in Zukunft Privatpersonen, Unternehmen und Behörden auch in der elektronischen Welt verbindlich, vertraulich und verlässlich miteinander kommunizieren. Der Brief im Internet ist einfach, sicher und vor allem nicht anonym: Alle Nutzer müssen sich eindeutig identifizieren. Absender und Empfänger wissen daher zweifelsfrei, mit wem sie kommunizieren. Dank modernster Verschlüsselungstechnologien kann der Schriftwechsel nicht von Dritten eingesehen oder verändert werden. Wie in der physischen Welt bietet die Deutsche Post die gesamte Übermittlung und die verlässliche Zustellung der Nachrichten aus einer Hand an. Das Besondere hierbei: Auch Kunden, die noch nicht an das elektronische Portal der Post angeschlossen sind, erreicht der Brief im Internet mit seiner hybriden Variante: Die Post druckt dann das elektronisch erstellte Schreiben aus und der Postbote stellt es zu. Die Brief-im-Internet-Kunden können sich zukünftig den Gang aufs Amt sparen, ihre Versicherungsverträge bequem am Computer abschließen oder ihre Einschreiben online verschicken. Unternehmen und Behörden sparen mit dem Brief im Internet Kosten, weil sie ihre Schriftkommunikation komplett elektronisch erledigen können - und dank der hybriden Versandmöglichkeit trotzdem alle Kunden und Bürger erreichen. Grafik: Deutsche Post AG Kooperationspartner ADAC Kooperationspartner LOTTO Hessen Weitere Kooperations- und Pilotpartner der Deutschen Post sind die BIG Direktkrankenkasse, die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörende DekaBank sowie die Zurich Versicherung AG. Ebenfalls dabei: das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz), eines der größten nordrhein-westfälischen Rechenzentren, das direkt oder indirekt Kommunen mit insgesamt 6 Millionen Einwohnern betreut. Main-PostLogistik bietet Online-Brief an06.03.2010 Damit gehört die Main-PostLogistik nach eigenen Angaben zu den ersten 10 Unternehmen in Deutschland, die diese Leistung anbieten. „Einmal registriert, kann man den gesamten Postverkehr bequem über den Computer abwickeln”, verspricht der Briefdienstleister. Die Main-PostLogistik GmbH ist seit 2001 als privater Briefdienstleister am Markt. Das eigene Zustellgebiet erstreckt sich über den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken. Durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern können Kunden Briefe auch in weite Teile Deutschlands senden. Ein 1-seitiger Druck schwarz/weiß kostet 14 Cent pro Seite (einschließlich Mehrwertsteuer), farbiger Druck 28 Cent. Dazu kommt das Sendungsentgelt.
Ein 2-seitiger online eingelieferter Brief in schwarz/weiß kostet also 0,79 Euro. Bundesnetzagentur will wieder selbst Brieflaufzeiten prüfen11.03.2010 Französische Post entdeckt das Telefon wieder12.03.2010 La Poste will kein eigenes Mobilfunknetz aufbauen, sondern virtueller Netzbetreiber nach dem Muster der deutschen Telefon-Discounter wie Aldi und Tchibo werden. Dazu will La Poste Netzkapazitäten bei einem der 3 Netz-betreiber France Télécom, SFR oder Bouygues Télécom anmieten. Seit Anfang der 1990er Jahre ist die ehemalige staatliche Post ähnlich wie in Deutschland in die Bereiche Post und Telekom (France Télécom) aufgespalten worden. Die Geschäftszahlen 2009 machen den rapiden Rückgang beim Briefgeschäft deutlich. Der Vorsteuergewinn (EBIT) von La Poste fiel um 13 Prozent auf 757 Millionen Euro. Im Briefgeschäft fiel das EBIT um fast 70 Prozent auf 179 Millionen Euro. Mittlerweile ist die Banque Postale größter Gewinnbringer. Sie verdreifachte ihr EBIT auf 612 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz von La Poste schrumpfte um 1,3 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro. Bailly ist trotzdem mit dem Ergebnis zufrieden, denn die EBIT-Marge beim Umsatz liegt bei La Poste immerhin noch bei 3,7 Prozent und damit deutlich besser als bei der Deutschen Post bei 0,5 Prozent. Maßstab bleibt für Bailly die niederländische Post TNT mit einer Marge von 6,2 Prozent. Ein Handicap von La Poste ist die im Vergleich zur Deutschen Post hohe Verschuldung. Sie liegt beim 3-fachen des Vorsteuergewinns. Sozialplan für entlassene DHL-Mitarbeiter12.03.2010 DHL hatte mit der Liquidation des Großversandhauses Quelle einen wichtigen Großkunden verloren. DHL musste deswegen 2009 ihre Quelle-Paketzentren in Nürnberg, Bochum und Lehrte schließen. FedEx droht dem US-Kongress12.03.2010 Deutsche Post DHL übertrifft Ziele im Jahr 2009 und strebt nachhaltige Ergebnisverbesserung an09.03.2010
Ausblick: Nachhaltige Profitabilitätsverbesserung Geschäftsjahr 2009: Gewinnanstieg trotz globaler Wirtschaftskrise Basierend auf den positiven Resultaten für das vergangene Jahr und der Zuversicht hinsichtlich der künftigen Entwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 28. April 2010 wie im Vorjahr eine Dividende von 0,60 Euro vorschlagen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat des Konzerns in seiner Sitzung am 8. März Hermann Ude und Bruce Edwards ab 2011 für weitere 5 Jahre in den Konzernvorstand bestellt. Ude (48) und Edwards (54) sind seit März 2008 Mitglieder des Konzernvorstands. Ude wird unverändert den Geschäftsbereich „Global Forwarding, Freight”, Edwards den Geschäftsbereich „Supply Chain” verantworten. Finanzstrategie: Stabilität und Flexibilität im Fokus Der negative Umsatztrend infolge der geringeren Nachfrage und der gesunkenen Frachtraten konnte im 4. Quartal gestoppt werden. Zum 2. Mal in Folge steigerte der Konzern den Umsatz im Vergleich zum Vorquartal. Im Vorjahresvergleich sank der Umsatz jedoch noch um 11,6 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis lag mit minus 283 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr. Im Jahr 2008 war im letzten Quartal ein Verlust von über 3 Milliarden Euro angefallen. Parallel dazu stieg das Ergebnis je Aktie von minus 2,64 Euro auf minus 0,24 Euro. Dabei ist der Verlust im Abschlussquartal 2009 ausschließlich auf die hohen Restrukturierungskosten, Aufwendungen im Zusammenhang mit der Arcandor-Insolvenz und Kosten für verlustbringende Verträge zurückzuführen. Unternehmensbereich BRIEF: Marktanteil behauptet Der Briefbereich sah sich im vergangenen Jahr neben der globalen Wirtschaftskrise mit der weiter zunehmenden Substitution des physischen Briefs durch elektronische Medien konfrontiert. Der Umsatz lag daher mit 13,7 Milliarden Euro um 4,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Durch die starke Kundenorientierung und das qualitativ hochwertige Serviceangebot konnte die Deutsche Post ihren Anteil in dem weiter schrumpfenden Gesamtmarkt jedoch mit 87,2 Prozent behaupten. Darüber hinaus konnten die umfassenden Kostensenkungsmaßnahmen die Folgen höherer Löhne und Forderungsausfälle im Zusammenhang mit der Arcandor-Insolvenz auf die Profitabilität des Unternehmensbereichs begrenzen. Zwar sank das EBIT vor Einmaleffekten im Gesamtjahr 2009 um 14,0 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Im 4. Quartal stieg der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten jedoch trotz eines fortgesetzten Umsatzrückgangs um 7,4 Prozent. Unternehmensbereich EXPRESS: Profitabilität verbessert Entgegen dem Umsatztrend stieg die Profitabilität des Unternehmensbereichs im vergangenen Jahr deutlich an. Dank des strikten Kostenmanagements lag das EBIT vor Einmaleffekten mit 238 Millionen Euro 45,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Zu dieser positiven Entwicklung trug die deutliche Verringerung der Verluste in den USA wesentlich bei. Das Ziel, den annualisierten Verlust hier bis zum 4. Quartal auf unter 400 Millionen US-Dollar zu reduzieren, wurde erreicht. In den übrigen Regionen wurde ein EBIT vor Einmaleffekten in Höhe von 692 Millionen Euro erwirtschaftet verglichen mit 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT: Tendenz positiv Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN: Marktposition weiter gestärkt
Quelle: Pressemitteilung Deutsche Post AG Mitglieder des Programm- und des Kunstbeirats für die Ausgabe von Postwertzeichen benannt04.03.2010 Der Programmbeirat besteht aus 14 Mitgliedern, 2 stellt das Bundesfinanzministerium selbst, 2 kommen aus dem Kreis der Brief-Lizenznehmer, 4 sind Abgeordnete des Deutschen Bundestags, 1 wird vom Bund Deutscher Philatelisten benannt, 1 vom Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels. Außerdem sind vertreten 1 Experte Geschichte/Medien, 1 Beauftragter für Kultur und Medien der Bundesregierung, 1 Vertreter des Deutschen Presserats und 1 Mitglied der Kultusministerkonferenz. Der Kunstbeirat besteht aus 14 Mitgliedern: 2 Angehörige des Bundesfinanzministeriums, 2 Vertreter der Lizenznehmer, 2 Bundestagsabgeordnete, 1 Vertreter des Bundes Deutscher Philatelisten, 1 Vertreter des Bundesverbandes des Deutschen Briefmarkenhandels und 5 Grafik-Experten und 1 Experte für Drucktechnik. Der Bundesfinanzminister beruft die Mitglieder der beiden Beiräte für die Dauer einer Legislaturperiode. Anfang März 2010 gab das Bundesfinanzministerium die Mitglieder der beiden Gremien für die 17. Legislaturperiode bekannt.
Bundesnetzagentur legt Jahresbericht 2009 vor: Hybridpost ermöglicht neue Geschäftsfelder23.03.2010 Im Briefmarkt sieht die Bundesnetzagentur auch im Jahr 2009 noch keinen sich selbst tragenden Wettbewerb. Gemessen am Umsatz, so Kurth, dominiere die Deutsche Post AG weiterhin diesen Markt mit mehr als 88 Prozent. Dennoch erwartet Kurth bei den anderen Lizenznehmern eine leichte Verbesserung bei Umsätzen und Sendungsmengen im Vergleich zum Jahr 2008. „Vor dem Hintergrund einer sich allmählich einstellenden Entspannung der konjunkturellen Lage im Jahr 2010 zeichnet sich ein grundsätzlich positiveres Marktumfeld ab. Hierzu könnten zusätzlich auch Veränderungen bei noch existierenden Wettbewerbshemmnissen beitragen, z.B. durch die umsatzsteuerliche Gleichbehandlung von Postdienstleistungen. Von Bedeutung für die weitere Marktentwicklung wird auch der Übergang auf die - teilweise - elektronische Abwicklung von Briefdienstleistungen sein, der sich seit 2009 anbahnt. Dies kann dazu führen, dass sich die bislang starre Marktstruktur auf der Anbieterseite zugunsten neuer Wettbewerber verändert, die auf innovative Angebote und steigende Akzeptanz internetbasierter Anwendungen bei der Bevölkerung setzen. Es werden sich neue Geschäftsfelder für alle Marktteilnehmer ergeben, z.B. im Bereich der Hybridpost oder bei rechtsverbindlichen Onlinebriefen”, betonte Kurth.
Quelle: Jahresbericht 2009 der Bundesnetzagentur Umsätze der Lizenznehmer Brief - ohne Deutsche Post
Quelle: Bundesnetzagentur Tätigkeitsbericht 2008/2009 Studie über Eigentümerstrukturen und Netzwerke im deutschen BriefmarktMärz 2010 Die Marktstudie untersucht den deutschen Markt der Briefdienstleister unter besonderer Berücksichtigung der Eigentümerstruktur und Netzwerkzugehörigkeit der Unternehmen. Von den 165 als im Markt signifikant herausgefilterten und detailliert untersuchten Briefdienstleistern konnten etwa 3 Viertel (126) identifiziert werden, die als Tochter- oder Enkelgesellschaften von Zeitungsverlagen, Postgesellschaften u.ä. fungieren. Lediglich 15 Dienstleister sind (konzern-)unabhängig. Hinter 101 der 165 Dienstleister stehen Unternehmen aus der Verlagsbranche, darunter Medienkonzerne, die mittelbar und/oder unmittelbar an deutschen Briefdienstleistern beteiligt sind. Die 3 Medienhäuser Medien Union in Ludwigshafen, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck in Stuttgart und die Mediengesellschaft Madsack in Hannover halten zusammen an 58 der untersuchten Briefdienstleistern Beteiligungen. Außerdem drängen mehr und mehr ausländische Postgesellschaften in den deutschen Briefmarkt. Die Druckausgabe der Studie ist erhältlich bei TellSell Consulting GmbH, Schumannstraße 59, 60325 Frankfurt am Main. Eine PDF-Version finden Sie hier. Schweiz: Bankgeschäft stützt die Post30.03.2010 Die Briefmenge ging 2009 um 4,7 Prozent auf 2,56 Millionen Sendungen zurück. Das Betriebsergebnis in diesem Bereich sank um mehr als 20 Prozent auf 198 Millionen Schweizer Franken (138,8 Millionen Euro). Negativ schlug zu Buche, dass das Post-Porto seit Juli 2009 Mehrwertsteuer enthält und die Post die Preise nach Auflagen der Regulierungsbehörde senken musste. Mehr als 14 Milliarden Euro legten Schweizer Bürger 2009 bei der staatlichen Post an, die keine volle Banklizenz besitzt. Das ist 4-mal so viel wie 2008. Die Kombination von Bank- und Postgeschäft ist damit - ähnlich wie in Frankreich und anders als in Deutschland, wo die Post ihr Bankgeschäft verkauft hat - eine Stütze des Unternehmens. Insgesamt sank der Konzernumsatz 2009 um 3 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro, der Gewinn um 12. Prozent auf 510 Millionen Euro. DHL: Umzug der Frachterflotte aus Brüssel nach Leipzig / Neue Fluggesellschaft EAT gegründet31.03.2010 Mit dem Transfer der Frachtflieger aus Belgien kamen in den vergangenen Monaten 130 neue Arbeitsplätze nach Schkeuditz, dem Flughafenstandort. EAT beschäftigt am Flughafen Leipzig/Halle jetzt rund 90 Piloten und 430 Mitarbeiter für Wartung, technische Unterstützung, Bodenabfertigung und Frachtverkehrsplanung. Bisher war das Unternehmen ein reiner Flugzeugwartungsbetrieb für die rund 60 Maschinen der DHL-eigenen Frachterflotte, die Leipzig ansteuern. Dazu gehören auch die 22 Flugzeuge einer weiteren Post-Airline in Großbritannien und Irland und die 4 Boeing 777 der Aerologic-Airline, dem Gemeinschaftsunternehmen von DHL und Lufthansa Cargo. ◊
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