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Juli - Dezember 1994
Aktiengesellschaften aus der Taufe gehoben
20.12.1994
Mit einem Festakt wurde am 20.Dezember 1994 in Köln die Deutsche Bundespost mit ihren Teilsondervermögen POSTDIENST, POSTBANK und TELEKOM in die unternehmerische Wettbewerbswirtschaft entlassen.
„Wir haben es uns als Gesetzgeber nicht leicht gemacht und die Deutsche Post AG, die Deutsche Postbank AG und die Deutsche Telekom AG einfach durch Gesetz geschaffen, sondern das ganz normale Gründungsverfahren durchlaufen lassen”, sagte Bundespostminister Dr. Wolfgang Bötsch in seiner Festrede.
So waren zunächst mit der Ausfertigung der Gründungsurkunden die neuen Aufsichtsräte bestellt worden. Die bereits mit der Postreform II (Postneuordnungsgesetz) ergangenen Satzungen wurden verlesen und vom Postminister ein Gründungsbericht abgegeben. Nach Überprüfung und Bestätigung der Ordnungsmäßigkeit der Gründungsunterlagen sowie der Bescheinigung der „Werthaltigkeit” durch die Vorstände, Aufsichtsräte und Gründungsprüfer wurde die Gründung der 3 Aktiengesellschaften, die bis zur Eintragung ins Handelsregister noch als Vorgesellschaften, also als „AG in Gründung”, firmieren, unter Aufsicht der Kölner Notarin Dr. Ingrid Doye förmlich vollzogen. Das Postneuordnungsgesetz selbst - Grundlage des Gründungsaktes - wird am 1. Januar 1995 gültiges Recht.
Aktiengesellschaften ins Handelsregister eingetragen
02.01.1995
Die Aktiengesellschaften Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG und Deutschen Telekom AG wurden am 2. Januar 1995 beim Amtsgericht Bonn in das Handelsregister eingetragen:
- Deutsche Post AG unter HRB Nr. 6792,
- Deutsche Postbank AG unter HRB Nr.6793,
- Deutsche Telekom AG unter HRB Nr.6794.
Deutsche Bundespost POSTBANK als Aktiengesellschaft auch Kreditinstitut
Dezember 1994
Als Aktiengesellschaft wird die Deutsche Bundespost POSTBANK ein Kreditinstitut im Sinne § 1 des Kreditwesengesetzes. Sie ist damit zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Außerdem entfällt der Kontrahierungszwang für die Postbank, d.h. sie muss nicht mehr wie bisher jedem Antrag auf Kontoeröffnung entsprechen.
Postbank steigt in das Kreditgeschäft ein
Dezember 1994
Als Aktiengesellschaft will die Deutsche Bundespost POSTBANK ab 1995 ins Kreditgeschäft einsteigen. Im 1. Quartal 1995 wird sie zunächst im Bereich der Postbank-Niederlassung Hannover Privatkunden sowohl Ratenkredite als auch Baufinanzierungen anbieten.
Deutsche Bundespost POSTBANK: Geschäftsabschluss 1994
Dezember 1994
Vorstandsvorsitzender Dr. Günter Schneider rechnet für 1994 mit einem Gewinn der Postbank von 100 Millionen DM nach Steuern.
Wechsel im Vorstand der Deutschen Bundespost POSTBANK
Dezember 1994
Am 31. Dezember 1994 schied Dr. Bernhard Zurhorst aus dem Vorstand der Deutschen Bundespost POSTBANK aus. Zumindest die nächsten 2 Jahre fungiert Zurhorst noch als Berater der Postbank.
Postbank Barometer
September 1994
Veränderungen Dezember 1993 bis September 1994
|
Dezember 1993 |
September 1994 |
Veränderung |
| Einlagengeschäft: (Millionen Stück) |
|
|
|
| Konten insgesamt (Millionen Stück) |
24,1 |
24,1 |
+ 0,0 Prozent |
| Spareinlagen (Milliarden DM) |
49,8 |
51,9 |
+ 4,2 Prozent |
| Sparen mit festem Zins |
9,3 |
8,5 |
- 8,6 Prozent |
| Sparen mit vereinbarter Kündigungsfrist |
3,24 |
2,7 |
- 15,6 Prozent |
| Sparen mit dreimonatiger Kündigungsfrist |
14,7 |
13,1 |
- 10,9 Prozent |
| Sparbuch 3000plus |
16,5 |
22,2 |
+ 34,6 Prozent |
| Sparbriefe Typ A und B (Millionen DM) |
357,1 |
390,7 |
+ 9,4 Prozent |
| Postbank Rendite Investmentfonds |
|
|
|
| Depotkonten (Stück) |
15.665 |
49.003 |
+ 212,8 Prozent |
| Depot-Einlagen (Millionen DM) |
159,6 |
540,3 |
+ 238,5 Prozent |
| Zahlungsverkehr |
|
|
|
| Konten (Millionen Stück) |
4,84 |
4,67 |
- 3,5 Prozent |
| Sichteinlagen (Milliarden DM) |
24,6 |
22,7 |
- 7,7 Prozent |
| Btx-Konten (Sütck) |
295.237 |
339.626 |
+ 15,0 Prozent |
| Telefon-Service-Teilnehmer |
166.943 |
661.288 |
+ 296,1 Prozent |
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