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Januar - Juni 1998
Postbank arbeitet mit HDI zusammen
Juni 1998
Die Deutsche Postbank wird künftig im Bereich Versicherungen mit dem Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI) zusammenarbeiten. Dies wurde noch Ende 1997 im Lenkungsausschuss entschieden, dem neben der Postbank auch die Deutsche Post, die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost und seinerzeit noch das Bundesministerium für Post und Telekommunikation angehörte.
Tarifabschluss bei der Postbank
03.04.1998
Am 3. April 1998 hat die Deutsche Postbank die Lohntarifverhandlungen mit den Gewerkschaften abgeschlossen. Das Ergebnis:
- Die Einkommen und Ausbildungsvergütungen werden rückwirkend zum 1. Januar 1998 um 1,5 Prozent erhöht.
- Am 1. April 1999 werden die Einkommen im Tarifgebiet Ost zu 100 Prozent dem Westniveau angeglichen.
- Für 1998 wird das Weihnachtsgeld im Westen auf unverändert 98,7 Prozent eines Monatsgehalts und im Osten auf 85 Prozent festgesetzt.
- Das bisherige Zulagen- und Zuschlagswesen wird neu strukturiert. Es wird durch eine Konzentration auf die wesentlichen branchenüblichen Zuschläge ersetzt. So fallen u.a. die Techniker-, Programmierer-, Nachtdienst- und Schichtzulage weg, ebenso der Erschwernis- und Vorfestzuschlag.
Postbank will nochmals 4.000 Arbeitsplätze streichen
Juni 1998
Mit der Bildung einer Rücklage von 1,5 Milliarden DM hat die Deutsche Postbank sichergestellt, dass sie die Zukunft weitgehend frei von strukturellen Belastungen der Vergangenheit angeht. „Mit dem Jahresabschluss 1997 hat die Postbank auch unter bilanziellen Aspekten die Basis für ihre Privatisierung geschaffen”, so Dr. Dieter Boening, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG.
Im Konzernabschluss weist die Postbank einen Jahresüberschuss nach Steuern von 27 Millionen DM aus, trotz hoher Rückstellungen für eingeleitete Personalanpassungsmaßnahmen, die Neustrukturierung der Altersversorgung und die Schalterabgeltung an die Deutsche Post.
Die Bilanzsumme beläuft sich per 31. Dezember 1997 auf 111,45 Milliarden DM (+ 4,66 Milliarden DM, + 4,4 Prozent). Entgegen der Markttendenz konnten die Spareinlagen um 924 Millionen DM auf 60,72 Milliarden DM gesteigert werden. Hauptwachstumsträger war das Postbank Sparbuch 3000plus (+ 10,7 Prozent), das ein Volumen von 41,89 Milliarden DM erreichte.
1997 schloss mit einem Konzern-Betriebsergebnis in Höhe von 1.058 Millionen DM nach 308 Millionen DM im Vorjahr. Für die Neustrukturierung der betrieblichen Altersversorgung hat die Postbank zusätzlich eine Pensionsrückstellung in Höhe von 590 Millionen DM gebildet. An Steuern wurden 6 Millionen DM abgeführt.
Die Mitarbeiterzahlen müssen - so die Postbank - als wichtiger Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung weiter reduziert werden. 1997 sank die Zahl der Postbank-Arbeitsplätze um 2.000. Mittelfristig sollen weitere 4.000 der zurzeit 12.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Postbank dementiert Beteiligung der Commerzbank
Juni 1998
Ende Juni 1998 meldeten die Medien, die Commerzbank werde sich mit der Übernahme von 60 Prozent der vom Bund gehaltenen Anteile im Wert von 3 Milliarden DM an der Postbank beteiligen. Die Postbank wies diese Meldungen als haltlos zurück. Sprecher des Bundesfinanzministeriums und der Commerzbank wollten die Presseberichte nicht kommentieren.
Der „Platow-Brief” (Börsenbrief) berichtete, der Vorstand der Postbank habe dem Konzept bereits zugestimmt. Laut Börsenbrief seien weder Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel noch die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, die im Auftrag des Bundes die Postbank-Anteile verwaltet, oder die Deutsche Post, die eine Option auf 17,5 Prozent der Postbank-Anteile hält, informiert gewesen.
Hans Gottfried Bernrath, Chef der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost und damit Verwalter der Bundesanteile an der Postbank, hat weitere Verhandlungen mit der Commerzbank untersagt. Die Verhandlungen würden nicht fortgesetzt, sage er der „Börsenzeitung”. Auch mit anderen interessierten Kreditinstituten, so Bernrath, soll über eine Beteiligung an der Postbank gesprochen werden. Auch die Entscheidung, wer das Unternehmen an die Börse bringen soll, werde im Wettbewerb entschieden.
Postbank-Barometer
April 1998
Daten ausgewählter Produkte Dezember 1997 / März 1998
|
Dezember 1997 |
März 1998 |
Veränderung |
| Einlagengeschäft |
|
|
|
| Sparkonten (Millionen Stück) |
20,2 |
20,0 |
- 1,0 Prozent |
| Spareinlagen (Milliarden DM) |
64,2 |
65,2 |
+ 1,6 Prozent |
| Depotkonten (Stück) |
162.591 |
158.633 |
- 2,4 Prozent |
| Depoteinlagen (Milliarden DM) |
2,60 |
2,72 |
+ 4,6 Prozent |
| Girokonten (Millionen Stück) |
4,10 |
4,08 |
- 0,5 Prozent |
| Sichtguthaben (Milliarden DM) |
25,6 |
24,5 |
- 4,3 Prozent |
| Privatkundenkredit: Konten (Stück) |
21.758 |
25.764 |
+ 18,4 Prozent |
| Kreditvolumen (Millionen DM) |
304,5 |
355,8 |
+ 16,8 Prozent |
| Sparbuch 3000 plus (Milliarden DM) |
41,9 |
43,8 |
+ 4,5 Prozent |
| Sparen mit festem Zins (Milliarden DM) |
7,0 |
6,8 |
- 2,9 Prozent |
| Sparen mit 3-monatiger Kündigungsfrist (Milliarden DM) |
9,1 |
8,4 |
- 7,7 Prozent |
| Sparbriefe, Einlagen gesamt (Milliarden DM) |
3,6 |
3,9 |
+ 8,3 Prozent |
| Festgeld (Millionen DM) |
489,8 |
698,7 |
+ 42,6 Prozent |
| Postbank Rendite Investmentfonds (Millionen DM) |
|
|
|
| Rendite Laufzeiten (Einlagen Rücknahmewert) |
349,8 |
338,6 |
- 3,2 Prozent |
| DM Cash |
425,6 |
388,5 |
- 8,8 Prozent |
| Rendite Global |
203,2 |
229,5 |
+ 13,0 Prozent |
| Dynamik Global |
175,7 |
222,8 |
+ 26,8 Prozent |
| 2000 Extra |
586,1 |
584,9 |
- 0,2 Prozent |
| Dynamik DAX |
479,8 |
539,1 |
+ 12,4 Prozent |
| Btx-Girokonten (T-Online, Stück) |
465.884 |
485.251 |
+ 4,2 Prozent |
| Direkt- (bisher:Telefon-)Service-Teilnehmer |
769.432 |
794.764 |
+ 3,3 Prozent |
| ec-Karten (Millionen Stück) |
1,12 |
1,14 |
+ 1,8 Prozent |
| EUROCARD (Stück) |
216.140 |
214.630 |
- 0,7 Prozent |
| VISA CARD |
95.174 |
102.383 |
+ 7,6 Prozent |
| Kreditgeschäft (Millionen DM) |
|
|
|
| Privatkredit |
314,6 |
370,0 |
+ 17,6 Prozent |
| Baufinanzierung |
779,6 |
932,2 |
+ 19,6 Prozent |
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