Deutsche Post AG Briefzustellung in Berlin, 2006UPS AirlinesPostbank Centerfiliale Berlin-Charlottenburg, Goethestr. 2-3, 2006PIN Briefzustellung in Leipzig, 2005DHL Paketzustellung, Post in neuem DHL-Design, 1.4.2003Deutsche Telekom, Gebäudekennung, Digi Park Flughafen Köln/Bonn, 2006Vodafone Gebäude Am Seestern Düsseldorf, 2004
Post und Telekommunikation
Postbank


Juli - Dezember 1998

Neu: Postbank SparCard

Oktober 1998
Seit dem 4. Quartal 1998 kann das Postbank Sparbuch alternativ auch als SparCard geführt werden. Die SparCard hat das Format der ec-Karte und der Telefonkarte. Die SparCard ist besonders für die Postbankkunden wichtig, die bisher das Postbank Sparbuch als Geldreserve im Auslandurlaub nutzten. Ab 1. Januar 1999 ist es nicht mehr möglich, vom herkömmlichen Postbank Sparbuch im Ausland (Europa) Geld abzuheben.

Dafür können Sparer mit der SparCard nicht nur europa- sondern weltweit Geld an den VISA PLUS-Geldautomaten abheben. Im Ausland sind 4 Abhebungen im Jahr kostenlos, jede weitere Abhebung kostet 10 DM. Im Inland kann an allen Postbank-Geldautomaten jederzeit kostenlos abgehoben werden, an den Automaten anderer Geldinstitute mit dem VISA PLUS-Zeichen kostet im Inland jede Abhebung 10 DM. Wie beim Postbank Sparbuch sind Abhebungen nur aus dem vorhandenen Guthaben möglich, also keine Überziehungen. Zweimal im Jahr erhält der SparCard-Kunde einen Kontoauszug, darüber hinaus kann der Kontostand jederzeit am Postschalter mittels SparCard über die Online-Anbindung an den Postbank-Computer abgefragt werden, ebenso kostenlos über das Telefon-Banking.

Postbank erwartet einen 400 Millionen-Gewinn

August 1998
Laut Halbjahresbericht, den die Postbank Ende August 1998 vorlegte, erzielte sie im 1. Halbjahr 1998 einen Gewinn von 181 Millionen DM (anteiliger Vorjahreswert: 16 Millionen DM). Bis Ende 1998 erwartet die Deutsche Postbank 400 Millionen DM Vorsteuergewinn und damit erstmals eine zweistellige Eigenkapitalrendite.

Entgegen der Markttendenz konnte das Spargeschäft erneut um 1,7 Milliarden DM zulegen. Das Volumen der von der Deutschen Postbank International S.A., Luxemburg, betreuten Investmentfonds ist um 543 Millionen DM (21 Prozent) auf 3,14 Milliarden DM gestiegen.

Zum Thema Börsengang wollte sich der Sprecher der Postbank nicht äußern. Noch im Juni 1998 hatte der Vorstand der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, Hans Gottfried Bernrath, dessen Anstalt die Eigentümerrechte des Bundes vertritt, die Meinung geäußert, 50 bis 55 Prozent des Aktienkapitals könnten im Frühjahr 1999 an der Börse platziert werden.

Die Situation hat sich nach der Bundestagswahl am 27. September 1998 und dem Regierungswechsel (von der Regierungskoalition CDU/CSU und FDP unter Bundeskanzler Helmut Kohl zur rot-grünen Koalition von SPD und Grünen unter Bundeskanzler Gerhard Schröder) mit der Übernahme des gesamten Aktienkapitals durch die Deutsche Post im Dezember 1998 geändert.

Ende Juni 1998 beschäftigte die Postbank knapp 13.000 Menschen, gut 500 weniger als Ende 1997. Mittelfristig soll knapp ein Drittel der derzeitigen Stellen wegfallen.

Postbank und HDI besiegeln Zusammenarbeit

12.08.1998
Die Deutsche Postbank und HDI (Haftpflichtverband der Deutschen Industrie, Hannover) haben am 12. August 1998 den Grundlagenvertrag für ihre Zusammenarbeit unterschrieben. Damit war die Basis für die gemeinsame Gründung zweier neuer Versicherungsgesellschaften geschaffen. Inzwischen wurden die „PB Lebensversicherung AG” und die „PB Versicherung AG” gegründet. Voraussichtlich Anfang 1999 wollen die beiden Partner die ersten Produkte anbieten, die u.a. über das Filialnetz der Deutschen Post vertrieben werden sollen.

Postbank-Barometer

Oktober 1998

Daten ausgewählter Produkte Dezember 1997 / September 1998
  31.12.1997 30.09.1998 Veränderung
Einlagengeschäft       
Sparkonten (Millionen Stück) 20,2       20,0       - 1,0 Prozent
Spareinlagen (Milliarden DM) 64,2       64,8       + 0,9 Prozent
Depotkonten (Stück) 162.591       189.219       + 16,4 Prozent
Depoteinlagen (Milliarden DM) 2,60       3,00       + 15,4 Prozent
Girokonten (Millionen Stück) 4,10              - 1,5 Prozent
Sichtguthaben (Milliarden DM) 25,6       24,7       - 3,5 Prozent
Kreditvolumen (Millionen DM) 314,6       560,2       + 78,1 Prozent
Sparbuch 3000 plus (Milliarden DM) 41,9       44,2       + 5,5 Prozent
Sparen mit festem Zins (Milliarden DM) 7,0        6,7       - 4,3 Prozent
Sparen mit 3-monatiger Kündigungsfrist (Milliarden DM) 9,1       7,8       - 14,3 Prozent
Sparbriefe, Einlagen gesamt (Milliarden DM) 3,6       4,0       + 11,1 Prozent
Festgeld (Millionen DM) 489,8       799,5       + 63,2 Prozent
Postbank Rendite Investmentfonds (Millionen DM)                
Rendite Laufzeiten (Einlagen Rücknahmewert) 349,8       693,9       + 98,4 Prozent
DM Cash 425,6       317,6       - 25,4 Prozent
Rendite Global 203,2       220,5       + 8,5 Prozent
Dynamik Global 175,7       284,7       + 62,0 Prozent
2000 Extra 586,1       532,1       - 9,2 Prozent
Dynamik DAX 479,8       574,7       + 19,8 Prozent
Online-Banking-Konten (Stück) 465.884       534.632       + 14,8 Prozent
Telefonbanking-Konten 769.432       878.751       + 14,2 Prozent
ec-Karten (Millionen Stück) 1,12       1,38       + 23,2 Prozent
EUROCARD (Stück) 216.140       216.215       + 0,0 Prozent
VISA CARD 95.174       116.136       + 22,0 Prozent
Kreditgeschäft (Millionen DM)                
Privatkredit: Konten (Stück) 22.270       39.948       + 79,4 Prozent
Privatkredit (Millionen DM) 314,6       560,2       + 78,1 Prozent
Baufinanzierung (Millionen DM) 779,6       1318,6       + 69,1 Prozent

Aus 8 mach' 3

Dezember 1998
Die Postbank als „Bank für das Wesentliche” optimiert zum Jahreswechsel 1998/99 ihre Sparangebote. Aus 8 Sparformen werden 3. Das „Sparbuch mit 3 Monaten Kündigungsfrist” und das „Sparbuch 3000plus” werden zum Produkt „Postbank Sparen 3000plus” zusammengefasst (wahlweise Sparbuch oder SparCard), die bisherigen Produkte „Festgeld”, „Sparbuch mit 12 - 48 Monaten Kündigungsfrist”, „Sparen mit festem Zins” und „Sparbrief” bilden künftig das Produkt „Postbank Kapital plus” und die Produkte „Ratensparen mit Prämie” und „Vermögenswirksame Leistungen” werden zu „Postbank Bonus plus”. Bestehende Verträge gelten weiter bis zum vereinbarten Laufzeitende.

Ab Herbst 1998 sind auch Gutschrifts- und Zinsanweisungen weggefallen. Diese Beträge werden bei Vorlage des Sparbuchs an einem beliebigen Postschalter automatisch nachgetragen (Online-Anbindung der Schalter an den Postbank-Rechner). SparCard-Kunden finden die Zinsen im ersten Kontoauszug jeden Jahres.

Ab Januar 1999 ändert die Postbank auch das Design der Sparbücher. Zu diesen ab Januar 1999 neu ausgestellten Sparbüchern gibt es keine Ausweiskarte mehr. Die Ausweiskarte der alten Sparbücher muss jedoch bei Rückzahlungen weiterhin am Schalter vorgelegt werden.

3. Investment-Tochter der Postbank

01.11.1998
Am 1. November 1998 startete die neue 100-prozentige Postbank-Tochter „Postbank Privat Investment” ihren Vertrieb mit 3 Europafonds: „Europafonds Renten” (europäische Rentenpapiere), „Europafonds Plus” (mindestens 70 Prozent europäische Renten, bis 30 Prozent europäische Aktien) und „Europafonds Aktien” (europäische Aktien).

Aufsichtsratsvorsitzender Friedrichs trat zurück

Dezember 1998
Aus Protest gegen die vollständige Übernahme der Postbank durch die Deutsche Post trat der Vorsitzende des Postbank-Aufsichtsrats Friedrichs im Dezember 1998 zurück.

900.000 Postbank Kunden nutzen Telefon-Banking

Dezember 1998
Knapp 900.000 der insgesamt 4 Millionen privaten Girokontoinhaber der Postbank führen ihr Konto per Telefon. Nach eigener Aussage ist die Postbank Marktführer in diesem Bereich. Postbank-Telefonbanking ist - abgesehen von den Telefongebühren - kostenlos.

 Druckversion

< zurück blättern nach oben weiter blättern >