Deutsche Post AG Briefzustellung in Berlin, 2006UPS AirlinesPostbank Centerfiliale Berlin-Charlottenburg, Goethestr. 2-3, 2006PIN Briefzustellung in Leipzig, 2005DHL Paketzustellung, Post in neuem DHL-Design, 1.4.2003Deutsche Telekom, Gebäudekennung, Digi Park Flughafen Köln/Bonn, 2006Vodafone Gebäude Am Seestern Düsseldorf, 2004
Post und Telekommunikation
Postbank


Juli - Dezember 2000

Gemeinsame Versorgungskasse für Post, Postbank und Telekom

Dezember 2000
Das Bundesfinanzministerium hat entschieden, die 3 Unterstützungskassen für die Ruhestandsbeamten der Deutschen Post AG, der Deutschen Postbank AG und der Deutschen Telekom AG ab 2001 zu einer einzigen Pensionskasse zusammenzuführen, um sie besser als bisher kontrollieren zu können. Außerdem sollen durch die Verschmelzung zusätzliche Zinserträge erzielt werden. Zu hauptamtlichen Vorstandsmitgliedern wurden Erik Rungs (Post), Manfred Bobke (Telekom) und Gerd Hartwig (Postbank) ernannt.

Die gemeinsame Versorgungskasse wird als Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V. (BPS-PT) arbeitsteilig tätig und übernimmt für den Bund treuhänderisch die Finanzverwaltung. Sie ist für das gesamte Auszahlungsgeschäft der Versorgungs- und Beihilfeleistungen mit jährlich mehr als 13 Milliarden DM für 270.000 Pensionäre der Post, Postbank und Telekom verantwortlich. Sitz des BPS-PT ist Bonn.

Bis 2004 wird die Zahl der Pensionäre aus den 3 Unternehmen auf etwa 286.000 steigen.

Postbank kündigt Konten rechtsradikaler Parteien und Organisationen

August 2000
Im August 2000 kündigte die Deutsche Postbank an, sämtliche Konten rechtsradikaler Parteien und Organisationen zu kündigen. Sie sieht darin einen notwendigen Beitrag zur politischen Hygiene und zur Festigung der Demokratie in Deutschland.

Wegen ihres öffentlich-rechtlichen Status unterlag die Postbank bis 1995, also bis zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, einem gesetzlich vorgegebenen Kontrahierungszwang. Sie durfte Kontoeröffnungen nicht ablehnen. Als Aktiengesellschaft hat sie nun Vertragsfreiheit.

Easytrade.AG peilt 250.000 Kundendepots an

September 2000
Die Direct Broker Tochter der Postbank, Easytrade.AG, die vor dem Börsengang der Mutter Deutsche Post voll ins Wertpapiergeschäft eingestiegen ist, peilt bis zum Ende des ersten Geschäftsjahres mindestens 250.000 Wertpapierdepots an. Dies sagte Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann Anfang September 2000 der Presse. Bis Ende August 2000 waren schon 140.000 Depots eröffnet, allerdings fast ausschließlich von Post-Mitarbeitern, die im Rahmen des Mitarbeiterprogramms die Aktie Gelb zeichneten. Die Teilnahme an diesem Programm war an die Depoteröffnung bei Easytrade geknüpft. Zusätzliche Neukunden konnte Easytrade im Vorfeld des Börsengangs der Post-Mutter gewinnen: Easytrade-Kunden durften mit einer bevorzugten Aktienzuteilung rechnen.

Easytrade und CSFB Bank kooperieren

Oktober 2000
Die Postbank Easytrade.AG hat im Oktober 2000 mit der Credit Suisse First Boston (Europe) Ltd. (CSFB) ein Kooperationsabkommen geschlossen. Damit kommen die Kunden von Easytrade in den Genuss einer bevorrechtigten Zuteilung bei Aktien-Emissionen unter Federführung der CSFB. Die CSFB erschließt sich mit der Kooperation einen zusätzlichen Vertriebskanal für 10 Millionen deutsche Privatkunden.

Wolfgang Klein verstärkt Vorstand

September 2000
Der Aufsichtsrat der Deutschen Postbank hat am 12. September 2000 Dr. Wolfgang Klein (36) ab 1. Januar 2001 zum Mitglied des Vorstands der Bank bestellt. Klein übernahm innerhalb des Privatkundenbereiches das Ressort Produkte/Marketing/eBanking. Zuvor war er Geschäftsführendes Mitglied des Vorstands des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Bonn/Berlin (DSGV). Seine berufliche Laufbahn führte ihn vom Studium in den USA über McKinsey und Dresdner Bank zur DSGV.

Postbank einigt sich mit Gewerkschaften in Standort-Fragen

November 2000
Die Deutsche Postbank einigte sich Ende November 2000 mit den Gewerkschaften DPG und Tarifgemeinschaft DPVKOM/CGPT über Organisationsveränderungen und die Standort-Frage der Betriebseinrichtungen. Außerdem garantiert die Postbank, bis 31. Dezember 2004 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Wesentliches Ergebnis:

  • Um die zukünftige Entwicklung der Postbank zu sichern, wird die Bank den Betrieb in 4 der bestehenden 14 Standorte einstellen, und zwar ab 1. Juli 2001 am Standort Essen und bis spätestens 31. Dezember 2002 an den Standorten Karlsruhe, Ludwigshafen und Nürnberg. Der Bestand der verbleibenden 10 Standorte wird bis 31. Dezember 2004 garantiert.
  • Der Personalbestand darf die Zahl von 7.500 Arbeitseinheiten bis 2004 nicht unterschreiten. Ende 2000 beschäftigte die Postbank 11.500 Mitarbeiter.
  • Die Mitarbeiter der 4 zu schließenden Standorte werden nach den gegebenen Möglichkeiten in anderen Tätigkeiten bei der Bank, im Postbank Konzern, im Finanzdienstleistungsbereich der Deutschen Post, in der Beschäftigungsgesellschaft interServ GmbH oder in anderen Bereichen der Deutschen Post eingesetzt. Die interServ ist eine 100-prozentige Postbank Tochter und setzt die zu ihr überführten Mitarbeiter für Tätigkeiten außerhalb der Postbank ein.
  • Der Postbank Direkt-Service, die Kunden-Hotline der Postbank, wird von derzeit 11 auf die 3 Standorte Stuttgart, Hannover und Dortmund konzentriert. Der Personalbestand reduziert sich dadurch von derzeit 1.050 auf 750 Arbeitseinheiten. Die Konzentration beginnt am 1. Juli 2001 und soll bis 31. Dezember 2001 abgeschlossen sein. Die beiden Callcenter des Direct Brokers Postbank Easytrade.AG in Köln und Leipzig bleiben erhalten.

WAP-Brokerage bei Easytrade

Dezember 2000
Dem Handy-Banking und Handy-Brokerage wird ein enormes Wachstum vorhergesagt. Notwendig ist dazu ein Handy mit WAP-Technologie. Seit 7. Dezember 2000 können auch die Kunden von Easytrade per WAP-Handy Wertpapiergeschäfte abwickeln.

Postbank Unterstützungskasse: 480 Millionen DM an Pensionen ausgezahlt

Dezember 2000
Die Unterstützungskasse der Postbank - der Deutsche Postbank Pensionsservice e.V. - hat im Jahr 2000 rd. 480 Millionen DM für Pensionen und Beihilfen der 10.870 Postbank-Pensionäre (Stand Ende 1999) ausgezahlt.

Postbank-Barometer

Oktober 2000
Daten ausgewählter Produkte: Veränderungen Dezember 1999/September 2000

Veränderung
Sparkonten (Sparbuch / SparCard) - 0,9 Prozent
Spareinlagen (Sparbuch / SparCard) - 8,5 Prozent
Investmentfonds (Konten) + 51,4 Prozent
Investmentfonds (Einlagen) + 38,5 Prozent
Girokonten + 0,9 Prozent
Sichteinlagen - 0,6 Prozent
Online-Banking-Konten + 17,2 Prozent
Telefonbanking-Konten + 15,5 Prozent
ec-Karten + 10,7 Prozent
Kreditkarten + 17,0 Prozent
Privatkredite + 14,7 Prozent
Baufinanzierung + 11,1 Prozent
Geldausgabeautomaten + 10,4 Prozent
Kontoauszugsdrucker + 35,2 Prozent

Die Entwicklung des Sparbestandes spiegelt den Markttrend wider: Spareinlagen werden mehr und mehr in Einlagen bei Investmentfonds und in Aktien umgeschichtet. Entgegen dem Trend konnte das Volumen der Postbank SparCard 3000plus bis einschließlich 3. Quartal 2000 um 36 Prozent auf über 3,56 Milliarden DM zulegen. Im September 2000 gab die Postbank die einmillionste SparCard aus. Auch Postbank Kapital plus legte kräftig zu: Seit Jahresbeginn stieg die Kontenzahl auf 443.000 Konten (+ 55 Prozent) bei einem Volumenzuwachs um 52 Prozent auf 8,6 Milliarden DM.

Postbank steigt ins Leasing-Geschäft ein

Dezember 2000
Die Deutsche Postbank will im Jahr 2001 ihr Geschäft mit Gewerbekunden weiter ausbauen und auch ins Leasing-Geschäft einsteigen. Dies kündigte Vorstand Stefan Jütte Ende Dezember 2000 an. Ab April 2001 soll zunächst das Kfz-Leasing unter dem Label der Postbank angeboten und von der genossenschaftlichen VR-Leasing AG abgewickelt werden. Ab 2002 sollen dann weitere Leasing-Aktivitäten für mobile Investitionen folgen. Jütte will damit den Rückgang im Bereich der Postbank-Firmenkundschaft stoppen. Mit 325.000 Gewerbekunden verfüge die Postbank immer noch über „ein riesiges Potenzial”, sagte Jütte.

Der Euro kommt: Münz-Starter-Kits

Dezember 2000
Am 31. Dezember 2001 geht die D-Mark nach über 50 Jahren in den Ruhestand. Ab 1. Januar 2002 ist der Euro alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Wie alle Banken bereitet sich die Postbank mit voller Kraft auf den Währungswechsel vor. Generell wird es die neue Währung in Münzen (Cent) und Scheinen erst ab 2. Januar 2002 an den Bankschaltern geben. Ihre 2.300 Geldautomaten stellt die Postbank schon zum 1. Januar 2002 auf Euro um.

Bereits vorher - ab dem 17. Dezember 2001 - werden „Münzhaushaltsmischungen” als „Starter Kits” zu 20 DM ohne Gebührenaufschlag abgegeben. Bundesweit 53,5 Millionen Starter Kits sollen die Erstversorgung der Bürger sicherstellen. Die Postbank hat für den Verkauf an den Postschaltern 3,9 Millionen Starter Kits eingeplant.

 Druckversion

< zurück blättern nach oben weiter blättern >