![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Postbank |
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Oktober - Dezember 2007
Postbank stellt neues Filialkonzept vor / Postbank testet Ticket-Verkauf12.10.2007 Anfang 2006 hatte die Postbank von der Konzernmutter Deutsche Post die 850 umsatzstärksten Filialen gekauft. Mit dem Projekt „Filiale im Wandel” hat die Postbank nun ein Konzept entwickelt, wie sie sich in den mittlerweile 855 Postbank Finanzcentern künftig präsentieren will. Zunächst wird die Postbank die neuen Formate in bundesweit 8 Filialen testen. Neben Berlin baut sie die bestehenden Standorte in Augsburg, Aachen, Garbsen, Konstanz und Regensburg um und wird sie noch im Oktober 2007 eröffnen. Zusätzlich sollen an 2 neuen Standorten im Großraum München (Großhadern und Ottobrunn) weitere Postbank Finanzcenter eröffnet werden. Ab Anfang 2008 beginnt der bundesweite Umbau. Postbank Vorstandschef Dr. Wolfgang Klein erklärte vor Journalisten in Berlin: „Die Postbank Finanzcenter stellen mit ihrem hohen Anteil am Neugeschäft das Rückgrat für unseren Gesamterfolg dar. Mit den neuen Filialformaten müssen wir der Verschiebung der Kundennachfrage zugunsten der Bank-dienstleistungen in unseren Filialen gerecht werden, ohne von dem Grundgedanken der Shop-in-Shop-Lösung abzuweichen.” Wie Klein erläuterte, hat die Postbank bei der Neugestaltung der Filialen der optisch ansprechenden Funktionalität daher den Vorrang vor dem trendigen Design gegeben. „Wer wie wir täglich rund 1 Million Kunden in den Filialen begrüßt, die von der Beratung zu Bankprodukten über das Abgeben eines Paketes bis zum Abschluss eines Handy-Vertrages die unterschiedlichsten Bedürfnisse haben, muss der Funktionalität einer Filiale besondere Aufmerksamkeit widmen. Die edelste, in Marmor gehaltene Filiale nutzt nichts, wenn die Kunden nicht schnell zum Ziel kommen können, um etwa einen Einschreibebrief abzugeben.” Die Filialformate sollen den unterschiedlichen Anforderungen der Standorte genügen. Postbank Filialvorstand Hans-Peter Schmid kündigte an, in den neuen Filialen auch den Verkauf von Tickets zu testen. Bei positiver Resonanz der Kunden kommen in einem nächsten Schritt weitere 50 Filialen hinzu. Dazu hat die Postbank eine Partnerschaft mit „Ticketcorner”, einem der führenden europäischen Ticketing-Unternehmen, abgeschlossen. Dem Thema Wartezeiten widmet die Postbank in den neuen Filialen besonderes Augenmerk. Um die Kundenzufriedenheit zu steigern und die Wartezeiten zu reduzieren, will die Bank 3 verschiedene Wartesituationen untersuchen. Die Filialen in Augsburg und Regensburg werden den bekannten zentralen Wartepunkt haben. Aachen und Konstanz werden mit einem Kundenaufrufsystem ausgestattet und in Berlin und Garbsen wird es eine dezentrale Wartesituation geben. Schmid betonte: „Unser Ziel lautet, innerhalb von 5 Minuten 93 Prozent unserer Kunden bedient zu haben.” Aktuell liege dieser Wert bei knapp unter 90 Prozent. Auf einem Monitor hinter den Bedienplätzen unterhält und informiert Filial-TV wartende Kunden. Das Programm läuft ohne Ton ausschließlich mit Untertiteln. Gezeigt wird ein Mix aus Nachrichten des Fernsehsenders n-tv, die Wettervorhersage und Produktinformationen aus dem Postbank- und Postkonzern und von Partnern wie Faber Lotto. „Filial-TV verkürzt die subjektive Wartezeit”, stellte Thorsten Schäfer vom Postbank Filialvertrieb bei der Eröffnung der neu gestalteten Berliner Filiale fest. Loukas Rizos legt sein Vorstandsmandat bei der Postbank zum 30. Juni 2008 nieder23.10.2007 Wachstum bei Girokonten und Neukunden08.11.2007 Insgesamt steigerte die Postbank ihr Ergebnis in den ersten 9 Monaten 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,6 Prozent auf 806 Millionen Euro. Zum ersten Mal überstieg die Eigenkapitalrendite vor Steuern die 20-Prozent-Marke. Sie erhöhte sich auf 20,9 Prozent zum 30. September 2007 (30.09.2006: 17,5 Prozent). Rückt die Deutsche Post von Postbank ab?08.11.2007 Einige Teilnehmer vermuteten hinter der „Klarstellung” Zumwinkels am 8. November allerdings doch ein langsames Abrücken von der Postbank. Aktuell - berichtete das Handelsblatt am 9. November - hege Zumwinkel zwar keine Verkaufsabsichten. „Aber wenn der Briefmarkt im nächsten Jahr dereguliert wird, dann ist mehr Zeit, darüber nachzudenken”, erklärte der Postchef vor Analysten wenige Stunden, nachdem die Posttochter Postbank ihre Quartalszahlen vorgelegt hatte. Seit dem Börsengang der Postbank 2004 hatte Zumwinkel bereits mehrfach die Märkte mit ähnlichen Äußerungen verwirrt, wurde aber nie so konkret wie am 8. November. Insider des Postkonzerns rechnen damit, dass sich die Post durch einen Verkauf der Postbank spätestens nach Zumwinkels Vertragsablauf im November 2008 Geld für den Ausbau des Kerngeschäfts beschaffen könnte. Interessenten stehen bereits Schlange: Nicht nur die Deutsche Bank hat schon seit Jahren „ein Auge” auf die Postbank mit ihren fast 15 Millionen Kunden geworfen. Auch bei der Commerzbank war zu hören: „Klar wäre die Postbank eine Option, wenn sie denn nur zum Verkauf stünde.” Auch internationale Häuser wie Société Générale, Citigroup und die Royal Bank of Scotland könnten mit einem Kauf der Postbank voll in den deutschen Markt einsteigen. Postbank wird Pfandbrief-Emittent20.12.2007 Je nach Marktlage wird die Postbank voraussichtlich bereits im Januar 2008 einen ersten Jumbo Hypothekenpfandbrief emittieren, also einen Pfandbrief im Volumen von über 1 Milliarde Euro. Die Bank plant, dem Verband deutscher Pfandbriefbanken zum 1. Januar 2008 beizutreten. AWD will sich ihre Berater nicht von der Postbank abwerben lassen19.12.2007 „Wir betreiben doch nur sportlichen Wettbewerb”, kommentierte ein Postbank-Sprecher, als die Postbank in großen Stellenanzeigen in zahlreichen Tageszeitungen unverblümt die Finanzberater des Konkurrenten AWD umwarb und „alle Finanzoptimierer herzlich willkommen” hieß. AWD wirbt mit dem Slogan: „Ihr unabhängiger Finanzoptimierer”. Die Inserate warben mit dem Slogan „Alle Wollen Dahin” mit einem Pfeil zum Logo der Postbank. Die 3 Anfangsbuchstaben waren in AWD-Manier hervor-gehoben. Daraufhin schaltete AWD großflächige Anzeigen in Tageszeitungen: „Wer etwas aufgeben will, geht zur Post” hieß es im markanten Postgelb. Und darunter: „Wer etwas aufbauen will, zum unabhängigen AWD”. Die Postbank hielt den Zeitpunkt offenbar für passend, AWD-Berater anzusprechen. In ihren Augen sind viele Mitarbeiter von AWD verunsichert, nachdem AWD Anfang Dezember 2007 vom Schweizer Versicherer Swiss Life übernommen wurde. Die Postbank sieht daher AWD nicht mehr als unabhängig an. „Alle, die jetzt ihre Unabhängigkeit verlieren, sind hoch willkommen” lautete das Lockangebot der Postbank. Hintergrund der aggressiven Abwerbung von Verkäufern durch die Postbank: Nach Angaben aus Finanzkreisen hatte Postbank-Chef Wolfgang Klein selbst lebhaftes Interesse an der Übernahme von AWD. Mitte November 2007 sei man sich auch über den Preis einig gewesen. Das Rennen machte aber dann doch Swiss Life. Die Deutsche Post-Tochter will stärker auf Beratung setzen. Die Zahl der mobilen Berater, die auch zum Kunden nach Hause kommen, soll von derzeit 4.200 bis 2010 auf rund 5.000 steigen. Dabei soll jeder Stammkunde einem bestimmten Kundenberater zugewiesen werden. Die Berater müssen „Kümmerer” werden, hatte Postbank-Chef Klein vorgegeben. Postbank Aktie am Jahresende 200728.12.2007 ◊
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