![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Postbank |
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Januar - März 2008
1. Postbank Pfandbrief mehrfach überzeichnet09.01.2008 Der Jumbo-Pfandbrief hat ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro und eine Laufzeit von 5 Jahren. Der Nominalzins beträgt 4,25 Prozent bei einem Re-offer Preis von 99,59 Prozent. Die Emission ist zu rund 2 Drittel bei ausländischen Investoren platziert worden. Die Postbank ist das 1. große deutsche Institut, das außer Hypotheken- und Landesbanken Pfandbriefe ausgibt. Am 19. Dezember 2007 hat die Postbank von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Lizenz zur Emission von Pfandbriefen erhalten. Sie plant, in Zukunft jährlich 1 bis 2 Jumbo-Pfandbriefe auf den Markt zu bringen. Deutsche Post startet Partnersuche für die Postbank06.02.2008 An der neuen Privatkunden-Großbank würden die jetzigen Mutterkonzerne dann jeweils Anteile halten. Zumwinkel will spätestens in der 2. Jahreshälfte eine Lösung für die Postbank finden. Der Vertrag des 64-Jährigen läuft im November 2008 aus. Der Post-Konzern soll weiter einen wesentlichen Anteil halten, um Einfluss auf die neue Bank ausüben und von dem möglichen Wachstum profitieren zu können. Einen kompletten Ausstieg hat Zumwinkel intern kurzfristig ausgeschlossen. Postbank überschreitet Milliardengrenze15.02.2008 Mit diesem Rekord-Ergebnis verfolgt die Postbank die Spekulationen über ihren Verkauf offensichtlich mit gelassenem Selbstbewusstsein. Mit 14,5 Millionen Kunden sei die Postbank Marktführer, erklärte Postbank-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Klein bei der Bilanzpressekonferenz am 15. Februar 2008. Für ihn sei wichtig, dass bei einem Verkauf der Postbank ein Institut entstehe, dessen Marktanteil jenseits von 10 bis 15 Prozent liege. Erst nach der Pressekonferenz wurde bekannt, dass Postchef Klaus Zumwinkel von seinem Amt des Postbank-Aufsichtsrats zurücktreten wird. Zu den Steuerhinterziehungsvorwürfen sagte Klein, für ihn gelte die Unschuldsvermutung, solange nicht gerichtlich eine Schuld festgestellt sei. Nach Kleins Einschätzung dürften die Vorgänge um Zumwinkel einen Verkauf der Postbank weder verzögern noch beschleunigen. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern stieg von 18,9 Prozent zum Jahresende 2006 auf 19,3 Prozent zum 31. Dezember 2007. Die Cost-Income-Ratio der Gesamtbank verbesserte sich auf 67,2 Prozent (2006: 68,3 Prozent). Der Jahresüberschuss erhöhte sich aufgrund eines Einmaleffektes infolge der Steuerreform um 25,2 Prozent auf 870 Millionen Euro (695 Millionen Euro im Vorjahr). Die Gesamterträge verbesserten sich einschließlich des Veräußerungsgewinns aus den Versicherungsbeteiligungen an Talanx um 3,3 Prozent auf 4,25 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss betrug 1,43 Milliarden Euro und lag damit um 1,6 Prozent über dem guten Vorjahreswert von 1,41 Milliarden Euro. Belastend wirkten erwartungsgemäß die rückläufigen Erträge aus dem Absatz von Postdienstleistungen und aus dem Verkauf von „neuen Dienstleistungen” in den Filialen. Die Bilanzsumme stieg von 184,89 Milliarden Euro Ende 2006 auf 202,99 Milliarden Euro Ende 2007. Für 2008 strebt die Postbank weiterhin eine Eigenkapitalrentabilität vor Steuern von über 20 Prozent und ein Cost-Income-Ratio (im klassischen Bankgeschäft) von unter 63 Prozent an. Beim Ergebnis vor Steuern plant die Bank, einen Wert von 1,22 Milliarden Euro auszuweisen.
Quelle: Deutsche Postbank AG Regierung will eine 2. Großbank18.02.2008 Auch die Deutsche Bank ist offensichtlich an der Postbank interessiert. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte schon 2004 öffentlich Interesse an der Postbank gezeigt, dann aber seine Avancen zurückgenommen. Im Februar 2008 hatte er in öffentlichen Äußerungen deutlich gemacht, dass er heute anders als 2004 entscheiden würde und im Fall eines Verkaufs für die Postbank bieten will. Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller ließ Mitte Februar keinen Zweifel daran, dass er die Postbank als idealen Partner für sein Haus sieht. Beide Häuser sind wirtschaftlich fast gleich stark: Die Commerzbank kommt auf eine Marktkapitalisierung von 12,8 Milliarden Euro, die Postbank auf 9,8 Milliarden. Interesse an der Postbank hat als 3. potenzieller Partner die Allianz gezeigt, die 2001 die Dresdner Bank für 24 Milliarden Euro gekauft hat. Bis Anfang 2009 hat die Bundesregierung noch ein vertraglich vereinbartes Vetorecht. Im Verkaufsprospekt zum Börsengang der Postbank ist festgeschrieben: „Die Deutsche Post AG hat sich gegenüber der Bundesrepublik Deutschland vertraglich verpflichtet, bis zum 5. Januar 2009 einen Kapitalanteil von 50 Prozent plus einer Aktie an der Gesellschaft im Ganzen oder teilweise nur nach Einwilligung der Bundesrepublik Deutschland zu veräußern.” Über die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hält der Bund zurzeit noch gut 31 Prozent der Post-Aktien. Damit besteht auch nach 2008 zumindest noch ein Mitspracherecht. Frank Appel neuer Postbank-Aufsichtsratschef03.03.2008 ◊
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*) Jumbo-Pfandbrief ist der im Wertpapierhandel entstandene Begriff für einen Pfandbrief mit einem Volumen von mindestens 1 Milliarde Euro. Der Begriff Jumbo-Pfandbrief ist nicht gesetzlich definiert, es gibt aber Mindeststandards, die von den Emittenten festgelegt wurden. |
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