![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Postbank |
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April bis Juni 2008
Rechtliche Hürden für den Verkauf der Postbank09.04.2008 Die Postbank beschäftigt insgesamt 21.500 Mitarbeiter, davon rund 7.000 Beamte. Die Gewerkschaft verlangt, den Verkauf komplett abzublasen, um Arbeitsplätze und ein flächendeckendes Dienstleistungsangebot zu erhalten. „Filialschließungen sind vorhersehbar, da in den Innenstädten immer Postbank-Filialen mit den Filialen der 3 zum Kauf bereiten Institute - Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank - konkurrieren”, erklärte Geyer. Ein Sprecher der Postbank wollte sich zu den Rechtsfragen nicht äußern. Das Management beschäftigt sich nicht damit, sagte er. „Ohne kreative Lösungen wird es nicht gehen”, hieß es im Umfeld. Fachleute halten mehrere Varianten für denkbar. Sollte die Bank vom übernehmenden Institut geschluckt werden, müsste entweder das Postumwandlungsgesetz geändert werden, mit dem die Deutsche Bundespost in die Unternehmen Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG und Deutsche Telekom AG überführt worden ist. Oder innerhalb des neuen Bankunternehmens wäre für die Beschäftigung der Beamten eine „behördenähnliche” Struktur mit Dienstherreneigenschaft für die Beamten zu schaffen. Auch das Postpersonalrechtsgesetz engt den Spielraum erheblich ein. Danach kann ein Beamter zwar mit seiner Zustimmung vorübergehend einer Tätigkeit in anderen Unternehmen zugewiesen werden. Davon macht zum Beispiel die Deutsche Telekom Gebrauch, wenn sie Beamte an andere Behörden, u.a. an die Bundesagentur für Arbeit und an den Zoll, ausleiht. Eine „dauerhafte Zuweisung” ohne Zustimmung des Beamten ist hingegen nur für Unternehmen zulässig, „deren Anteile ganz oder mehrheitlich der Aktiengesellschaft gehören, bei der der Beamte beschäftigt ist”. So wäre denkbar, die Beamten der Postbank zur Deutschen Post zu versetzen und von dort zuzuweisen, hieß es. Postbank findet neuen Kapitalmarktchef: Horst Küpker08.05.2008 Küpker ist seit 2004 bei der Postbank, wechselte 2006 als Generalbevollmächtigter zur Postbank-Tochter BHW und stieg 2007 in den BHW-Vorstand auf. Postbank verkauft Immobilien14.05.2008 Der Kaufpreis wird auf 700 bis 800 Millionen Euro geschätzt. Die Postbank hat mit der Vermarktung die Investmentbank Morgan Stanley beauftragt, die bereits das Post-Paket verkauft hat. Ein Postbank-Sprecher bestätigte am 13. Mai 2008, die Bank prüfe einen Verkauf. Voraussichtlich soll eine Entscheidung in der 2. Jahreshälfte 2008 fallen. Insidern zufolge liegen die Mieteinnahmen bei 50 Millionen Euro. Sollte die Postbank einen Kaufpreis von 750 Millionen Euro erzielen, entspräche dies dem 15-Fachen der jährlichen Mietzahlungen und einer Bruttorendite von 6,7 Prozent. Die Postbank will die Immobilien nach dem Verkauf mieten. 70 Prozent der 540.000 qm Mietfläche nutzt die Postbank selbst. 20 Prozent sind an Dritte vermietet, 10 Prozent stehen leer. Zum Immobilien-Paket sollen alte Postgiroämter gehören wie in Frankfurt am Main und Berlin. Postbank bündelt Zahlungsverkehr06.06.2008 Die Zusammenführung aller Zahlungsverkehrs-Mitarbeiter in der BCB dient der Vorbereitung auf den vereinheitlichten europäischen Zahlungsverkehrsraum SEPA, in dem die Postbank als einer der größten europäischen Dienstleister für Zahlungsverkehr große Wachstumschancen für sich sieht. Zum 1. Juli 2008 werden 1.400 Mitarbeiter in Dortmund, Frankfurt, Hamburg, München, Saarbrücken und Bonn jeweils an ihrem Standort in die BCB übergeleitet. Bereits früher sind 700 Mitarbeiter der Postbank tarifvertraglich abgesichert in die BCB übergeleitet worden. Mit den zum 1. Juli 2008 hinzukommenden Mitarbeitern und den in der Vergangenheit von der Deutschen Bank, der Dresdner Bank und der HypoVereinsbank übernommenen Mitarbeitern wird die BCB insgesamt 2.800 Mitarbeiter umfassen. Die Postbank erbringt mit der BCB Zahlungsverkehrsdienste für 4 der 5 großen deutschen Privatbanken. Sie will dieses Geschäft in den kommenden Jahren auch in Europa weiter ausbauen. Aus „electronic cash” wird „girocard”Mai 2008
Quelle: EURO Kartensysteme GmbH, Frankfurt am Main
Deutsche Post: Postbank-Sondierungsprozess wird konkreter25.06.2008 Vor diesem Hintergrund entsprach der Aufsichtsrat der Deutschen Post dem Wunsch des Postbank-Chefs Dr. Wolfgang Klein, sein Mandat im Vorstand der Deutschen Post mit sofortiger Wirkung ruhen zu lassen. Von dieser Entscheidung bleibt seine Funktion als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG unberührt. Klein ist mit Postchef Frank Appel übereingekommen, dass ein einvernehmliches Ruhenlassen seines Mandats in der jetzigen Phase einer guten Corporate Governance entspricht. Widerstand gegen einen geplanten Verkauf formiert sich bei den Arbeitnehmervertretern. Sie rechnen damit, dass mit der Bildung einer nationalen deutschen Großbank bis zu 20.000 Arbeitsplätze verloren gehen. ver.di-Vertreter Jörg Reinbrecht: „Die Postbank ist unser bestorganisierter Betrieb. Wer sie verkauft, muss sich auf erbitterten Widerstand einstellen.” Die Arbeitnehmervertreter ziehen einen Zusammenschluss mit einer ausländischen Großbank vor, weil dann wahrscheinlich weniger Arbeitsplätze abgebaut würden. ◊
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