Deutsche Post AG Briefzustellung in Berlin, 2006UPS AirlinesPostbank Centerfiliale Berlin-Charlottenburg, Goethestr. 2-3, 2006PIN Briefzustellung in Leipzig, 2005DHL Paketzustellung, Post in neuem DHL-Design, 1.4.2003Deutsche Telekom, Gebäudekennung, Digi Park Flughafen Köln/Bonn, 2006Vodafone Gebäude Am Seestern Düsseldorf, 2004
Post und Telekommunikation
Telekommunikation


Januar - Juni 1992

Run auf das Mobitelefon

Januar 1992
Allein im Januar 1992 registrierte die Deutsche Bundespost TELEKOM 24.109 Neuanschlüsse im analogen Funknetz C und damit insgesamt 556.361 Nutzer. Einschließlich der B-Netz-Teilnehmer nutzen 570.386 den Mobilfunk. Trotz der Erhöhung der Kapazitätsgrenze auf 800.000 Teilnehmer dürfte diese Grenze bereits Ende 1992 erreicht sein. Deswegen forciert die Deutsche Bundespost TELEKOM den Ausbau des digitalen Nachfolgenetzes D1.

Ausschreibung für neues Mobilfunknetz E1

Januar 1992
Der Bundesminister für Post und Telekommunikation, Dr. Christian Schwarz-Schilling, hat im Januar 1992 entschieden, eine weitere bundesweite Lizenz zum Angebot von europaweiten digitalen zellularen Mobilfunkdiensten (E1-Lizenz) im Frühjahr 1992 auszuschreiben. Die Lizenz berechtigt dazu, ein digitales zellulares Mobilfunknetz auf der Basis von DCS 1800 im 1,8 GHz- Bereich zu errichten und zu betreiben.

Mit den Netzen D1 und D2 bieten ab Mitte 1992 die Deutsche Bundespost TELEKOM und die „Mannesmann Mobilfunk” Dienste im Bereich des digitalen zellularen Mobilfunks an. Von dem neuen E1-Netz erwartet der Minister eine Intensivierung des Wettbewerbs auf dem Mobilfunkmarkt.

Umbenennung: ZZF wird BZT

Januar 1992
Das Zentralamt für Zulassungen im Fernmeldewesen (ZZF) mit Sitz in Saarbrücken wird umbenannt in Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation (BZT). Gleichzeitig wird ein neues Zulassungszeichen für Endgeräte und Funkanlagen, erkenntlich am Bundesadler mit den senkrecht übereinander stehenden Buchstaben BZT - vergeben (bisher Z-Nummer, früher FTZ- Nummer).

Hoher Zuwachs bei KabelanschIuss

Juni 1992
Über 10,6 Millionen Haushalte (von ca. 27 Millionen) in den alten Bundesländern nutzten Mitte 1992 einen Kabelanschluss. Von den fast 6,4 Millionen Haushalten in den neuen Bundesländern waren 210.000 ans Kabelnetz angeschlossen.

Umfassende Tarifreform bei der Deutschen Bundespost TELEKOM

01.05.1992
Zum 1. Mai 1992 hat Deutsche Bundespost TELEKOM ihre Telefontarife für Nordamerika-Verbindungen um bis zu 37 Prozent gesenkt. Ein 3-Minuten-Gespräch nach New York kostet nur noch 5,98 DM. Gesenkt wurden auch die Tarife im Telefonverkehr mit USA und Kanada für „Deutschland direkt”, den handvermittelten Telefondienst und den „Service 130 International”.

Deutsche Bundespost TELEKOM und Siemens vereinbaren Zusammenarbeit bei privaten Kommunikationssystemen

Mai 1992
Die Deutsche Bundespost TELEKOM und die Siemens AG haben beschlossen, eine langfristige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Produkte und Systeme für die private Telekommunikation und der privaten Kommunikationsnetze einzugehen. Die Zusammenarbeit soll mit Projekten beginnen, bei denen die TELEKOM und Siemens als Bietergemeinschaft auftreten.

Deutsche Bundespost TELEKOM: Umsatz 1991 über 46 Milliarden DM

Mai 1992
1991 erzielte die Deutsche Bundespost TELEKOM in den alten und neuen Bundesländern einen Gesamtumsatz von 46,1 Milliarden DM. Anstieg in den alten Bundesländern: 6,4 Prozent; Betriebsergebnis voraussichtlich 7,2 Milliarden DM. Es wird durch die gesetzliche Ablieferung an den Bund (10 Prozent) und wegen des Finanzausgleichs mit der Deutschen Bundespost POSTDIENST und Deutschen Bundespost POSTBANK vollständig aufgezehrt. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bundespost TELEKOM, Helmut Ricke, forderte die Erhöhung des Eigenkapitals.

Mit 9 Milliarden DM ist Deutsche Bundespost TELEKOM auch 1992 größter Investor in den neuen Bundesländern. Nach 550.000 Telefonanschlüssen 1991 sollen in diesem Jahr 600.000 hinzukommen.

Neue Vorwahlen für die neuen Bundesländer

März 1992
Ab April 1992 sind alle Teilnehmer in den neuen Bundesländern von Westdeutschland aus unter neuen Ortsnetzkennzahlen (Vorwahlnummern) zu erreichen. Die bisherige Wahlmöglichkeit über die Auslandsvorwahl 0037 fällt am 1. Juni 1992 endgültig weg.

Dänemark, Deutschland und die Niederlande errichten Mobilfunknetz in der Ukraine

Juni 1992
Die Deutsche Bundespost TELEKOM, PTT Telecom Niederlande und Telecom Denmark vereinbarten in Kiew mit dem ukrainischen Ministerium für Kommunikation ein Joint Venture, um in 21 Großstädten der Ukraine ein Mobilfunknetz zu errichten.

Erstes direktes Transatlantikkabel zwischen Deutschland und den USA

Juni 1992
Zwischen Green HilI im amerikanischen Staat Rhode Island und der deutschen Nordsee-Stadt Norden wurde erstmals ein Transatlantik-Glasfaser-Kabel mit „deutschem Landepunkt” verlegt (TAT 10). Über das Kabel können 60.000 Telefongespräche gleichzeitig übertragen werden. Kosten: 500 Millionen DM. Sie verteilen sich auf weltweit 35 Miteigentümer. Anteil der Deutschen Bundespost TELEKOM: 100 Millionen DM.

Deutsche Bundespost TELEKOM eröffnet Niederlassung in Moskau

Juni 1992
Nachdem die Deutsche Bundespost TELEKOM seit 1990 Stützpunkte in New York, Tokio, London, Paris und Brüssel eingerichtet hat, folgt mit der Eröffnung einer Niederlassung in Moskau erstmals ein Standort in Osteuropa.

Die Aufgabe des Moskauer Büros liege vor allem darin - so Vorstandsvorsitzender Helmut Ricke -, gemeinsame Projekte zur Verbesserung der Kommunikation sowohl innerhalb Russlands als auch zwischen den einzelnen Republiken der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) und den übrigen Ländern Ost- und West-Europas zu entwickeln und konkret zu fördern.

Deutsche Bundespost TELEKOM startet Mobilfunk D1, Mannesmann Mobilfunk D2

Juni 1992
Mitte 1992 startete nach 3 Jahren Netzaufbau die Deutsche Bundespost TELEKOM das neue digitale Mobiltelefonnetz D1. Das erste kommerzielle Mobilfunkgespräch über ein digitales Netz wurde am 30. Juni 1992 über das D2-Netz von Mannesmann geführt.

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