![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Telekommunikation |
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Juni - Dezember 2003
2002: Zuwächse im KommunikationsmarktJuni 2003 Zurückgegangen ist die Zahl der Beschäftigten im TK-Markt (- 5 Prozent auf 230.100). Deutsche Telekom darf Grundpreise bei Endkunden anhebenJuni 2003 Auf der Grundlage der Reg TP-Entscheidung erhöhte die Telekom den monatlichen Grundpreis für Analoganschlüsse von 11,82 Euro auf 13,50 Euro, jeweils plus 16 Prozent Mehrwertsteuer (brutto von 13,71 auf 15,66 Euro). Deutsche Telekom zur Abgabe ihres Anteils am malaysischen Mobilfunkanbieter Celcom bereitJuni 2003 Reg TP senkt Einmal-Entgelte für Teilnehmeranschlussleitung01.07.2003 Handy wird 20 Jahre altAugust 2003 Als das erste Handy auf den Markt kam, hatte das mobile Telefonieren in Deutschland bereits Tradition. 1918 startete die Deutsche Reichsbahn erste Tests, und 1926 konnten Reisende der 1. Klasse auf der Strecke Berlin - Hamburg mobil telefonieren. In den 50er Jahren startete die Deutsche Bundespost mit dem A-Netz das weltweit größte öffentliche Mobilfunknetz, das bis 1986 rund 80 Prozent der Fläche Westdeutschlands abdeckte. Allerdings musste das Fräulein vom Amt noch die Gespräche vermitteln. Rund 10.000 Teilnehmer nutzten dieses Netz. Ein Gerät kostete zwischen 8.000 und 15.000 DM, und monatlich waren 270 DM Grundgebühr fällig. 1972 folgte das ebenfalls analoge B-Netz, bei dem der Teilnehmer schon selbst wählen konnte. 1986 hatte das Netz 270.000 Nutzer, bevor es nach Inbetriebnahme des C-Netzes mehr und mehr an Bedeutung verlor. 1994 stellte die Deutsche Bundespost den Betrieb des B-Netzes ein. Das ebenfalls analoge C-Netz startete 1985. Die Teilnehmeranschlüsse hatten die einheitliche Vorwahl 0161. Damit begann der Übergang vom festinstallierten Funktelefon (vor allem in Kraftfahrzeugen) zum tragbaren Mobilgerät. Sie waren allerdings unhandlich und noch mehrere Kilogramm schwer. 1992 - also nach der Postreform I - wurde der GSM-Mobilfunk mit den (nun digitalen) D- und E-Netzen eingeführt. 1992 präsentierte Motorola mit dem Modell 3200 das erste GSM-fähige Handy. Das 500 Gramm schwere Gerät erlangte schnell unter dem Namen „Knochen” Berühmtheit. Bald darauf folgte eine Flut von Mobiltelefonen verschiedener Hersteller. 2003 waren weltweit etwa 1,2 Milliarden Mobiltelefone in Betrieb. Mehr als 70 Prozent der Deutschen verfügen über ein Handy. Nach einer aktuellen Studie schafft sich jeder Nutzer alle 2 Jahre ein neues Gerät an. Der Handy-Boom zeigt aber auch mehr und mehr seine Schattenseiten: Im Juni 2003 machte die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) auf die wachsende Zahl vor allem junger Leute aufmerksam, die wegen hoher Handy-Telefonrechnungen überschuldet sind. „Der sorglose Umgang mit dem Handy lockt immer mehr junge Menschen in die Schuldenfalle”, so Schufa-Vorsitzender Rainer Neumann. Von 1999 bis 2002 stieg die Zahl der 20- bis 24-Jährigen,die wegen einer eidesstattlichen Versicherung oder einer Privatinsolvenz bei der Schufa gemeldet waren, um fast ein Drittel auf rund 174.000. „Die vielfältige Nutzung des Mobiltelefons mit teueren 0190er Nummern für attraktive Klingeltöne, Witze, Logos oder SMS und der schnelle Anruf bei Freunden treibt die Kosten rasch in die Höhe.” Der Gedanke an die Rechnung bleibt zunächst ausgeblendet. Dieses Verhaltensmuster werde - so Neumann - noch unterstützt, wenn bis zum 18. Lebensjahr Eltern oder Großeltern zunächst für die Jugendlichen das Handy finanzieren. Kleinwalsertal vom deutschen Telefonnetz abgehängt01.07.2003 Gleichzeitig mit dem Kleinwalsertal soll auch die Gemeinde Jungholz im österreichischen Tirol nicht mehr über die deutsche Vorwahl 08365 erreichbar sein. Diese Vorwahl wird aber nicht vollends verschwinden, denn bisher teilt sich Jungholz diese Vorwahl mit der deutschen Gemeinde Wertach. Eine postalische Verbindung nach Deutschland bleibt für das Kleinwalsertal und für Jungholz vorerst bestehen. Noch haben beide neben der österreichischen auch eine deutsche Postleitzahl. Preselection seit 9. Juli 2003 auch im Ortsnetz09.07.2003 Rest-Beteiligung an Kabelnetz Baden-Württemberg verkauft16.07.2003 Telefonzellen kosten „Touristen-Gebühr”Juli 2003 Die Kommune hatte die Auffassung vertreten, die Telekom profitiere vom Fremdenverkehr und müsse daher wie alle Betriebe einen Fremdenverkehrsbeitrag zahlen. Da die Telekom sich nicht für beitragspflichtig hielt, verweigerte sie der Kommune Angaben zu ihren mit Touristen erzielten Umsätzen. Die Gemeinde setzte daraufhin den Fremdenverkehrsbeitrag pauschal mit 5 Prozent des Gesamtumsatzes der Telekom im Gemeindegebiet fest. Das OVG hielt zwar die Schätzung für zu hoch gegriffen, bestätigte aber die grundsätzliche Beitragspflicht der Telekom. „Fräulein vom Amt” hat im Inland ausgedient01.08.2003 Weitere Änderungen seit 1. August 2003: R-Gespräche, bei denen der angerufene Teilnehmer die Gesprächskosten übernimmt, vermittelt nun der Deutsche Telekom CardService. Aus Deutschland wählt der Kunde die kostenlose 0800 3300 490 des Deutschland Direkt Service und kann dort ein R-Gespräch automatisch oder per Operator vermitteln lassen. Der Verbindungspreis setzt sich aus einem einmaligen Vermittlungsentgelt und einem zeitabhängigen Preis zusammen. Im Auslandsverkehr bietet die Telekom weiter Handvermittlung an. Nach wie vor gibt es Länder, die nicht per Selbstwählferndienst erreichbar sind. Wer z.B. einen öffentlichen Fernsprecher in Kuba, abgelegene Farmen in Kanada oder eine Missionsstelle in Kenia anrufen will, muss sich vom Telekom-Operator verbinden lassen. Die Handvermittlung ist weiter über die Service-Rufnummer 0180 2001 033 erreichbar. Klagende Telekom-Aktionäre gehen leer ausAugust 2003 Damit fiel eine Last von der Telekom. Hätte die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, wären die Chancen auf Entschädigung der rund 15.000 klagenden Kleinanleger deutlich gestiegen. Sie forderten in ihren Zivilklagen Entschädigung für den Kurssturz der T-Aktie seit März 2000 und verlangten, die Telekom müsse die Aktien zum Kaufpreis zurückkaufen. Auf dem Höhepunkt der allgemeinen Börseneuphorie erreichte die T-Aktie am 6. März 2000 mit 103,50 Euro ihren bisherigen Kurs-Höchststand. Im Juni 2000 verkaufte die Kreditanstalt für Wiederaufbau, bei der der Eigentümer Bund einen Teil seines T-Aktienanteils „geparkt” hat, 200 Millionen Stück zu einem Kurs von 66,50 Euro (für Privatanleger 63,50 Euro). Mit dem folgenden Kurssturz an den Börsen verlor auch die T-Aktie erheblich an Wert. Ihren bisherigen Tiefststand erreichte sie im März 2003 mit 9,13 Euro. Am 29. Dezember 2003 notierte die T-Aktie mit 14,46 Euro. Bundesgerichtshof bestätigt Magenta-Farbe als schützenswerte MarkeSeptember 2003 CB-Funk künftig genehmigungsfrei10.09.2003 Telekom-Mitarbeiter sollen weniger arbeiten und weniger verdienenOktober 2003 Technischer Wandel und rückläufiges Mengenaufkommen zwingen nach den Worten des Personalvorstandes Heinz Klinkhammer die Telekom, die Belegschaft bis 2005 um 20.000 Stellen weiter zu verringern. Allerdings könnten hiervon bis zu 10.000 Stellen erhalten bleiben, wenn die Arbeitszeit um 10 Prozent ohne Lohnausgleich verkürzt wird. Seit 1995 hat die Telekom - so Klinkhammer - von den damals 229.000 Mitarbeitern im Inland bereits 107.000 sozialverträglich „verabschiedet”. Mitte Dezember 2003 bestätigte ein Telekom-Sprecher einen Bericht des Handelsblattes, wonach der Konzernvorstand bereit sei, auf einen Teil seines Grundgehaltes zu verzichten, wenn die Gewerkschaft den Einschnitten bei den Personalkosten zustimmt. Die Tarifverhandlungen beginnen Anfang 2004. Reg TP bekämpft Rufnummern-Missbrauch bei 0190/0900er Nummern27.10.2003 Die Reg TP hat Mindestanforderungen für Einwählprogramme (sogenannte Dialer) festgelegt. Danach müssen Einwählprogramme, die Datenverbindungen über Mehrwertdienste-Rufnummern (0190/0900er Nummern) herstellen, so gestaltet sein, dass der Nutzer solche Programme erkennen und sie eindeutig bestimmten Angeboten zuordnen kann. Der Nutzer muss zudem explizit zustimmen beim Bezug eines Wählprogramms, bei dessen Installation und/oder Aktivierung und bei der tatsächlichen Verbindungsherstellung zu einer Mehrwertdienste-Rufnummer. Die Wählprogramme dürfen bestehende Sicherheitseinstellungen in den Endgeräten des Nutzers nicht unterlaufen oder verändern. Das Gesetz legt Preisobergrenzen von 2 Euro pro Minute und eine automatische Trennung der Verbindung nach einer Stunde bzw. 30 Euro bei Blocktarifen fest. Der Verbraucher hat jetzt auch einen gesetzlichen Anspruch auf Auskunft, wer Anbieter einer angewählten Mehrwertdienste-Nummer ist. Die Reg TP hat zu diesem Zweck auch eine Suchmaschine im Internet eingerichtet. Auf ihrer Internetseite - www.regtp.de - findet der Verbraucher unter „Nummernverwaltung” eine Datenbank, die sämtliche registrierte Dialer - im September 2003 waren es 4.051 - enthält. Da unter einer Mehrwertdienste-Nummer in der Regel eine große Zahl von Dialern betrieben wird, enthält die Datenbank zusätzlich zu der Rufnummer auch die Versionsnummer des Dialerprogramms. Im Suchergebnis wird neben der Versionsnummer und dem sogenannten Hashwert - eine Art digitaler Fingerabdruck - auch das Adressierungsmerkmal (z.B. die im Dialer verankerte Internetadresse), der Dateiname und der Inhalteanbieter angezeigt. Damit hat der Verbraucher die Möglichkeit, den Namen des Anbieters und seine ladungsfähige Anschrift zu erfahren. Nach Verbraucherhinweisen und eigenen Recherchen nahm die Reg TP am 27. Oktober 2003 rückwirkend zum 15. September, dem Tag der Registrierung, die Registrierung aller Dialer eines großen deutschen Anbieters zurück, weil sie nicht den Mindestanforderungen entsprochen hatten, die im Hinblick auf Transparenz und Verbraucheraufklärung zu fordern sind. Dies betraf insgesamt 398.791 Dialer. Call-by-Call über (0)190er/(0)900er Nummern nicht mehr zulässigNovember 2003 Die Call-by-Call-Verbindungen über (0)190er/(0)900er Rufnummern verstoßen nach Meinung der Reg TP gegen das deutsche Telekommunikationsgesetz, „verzerren den Wettbewerb und verwirren die Verbraucher”. Grundgebühren deutlich höher / Gespräche billigerDezember 2003 Die Internetnutzung verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2003 gegenüber 2002 um 1,3 Prozent. Reg TP legt Interconnection-Entgelte festNovember 2003 Künftig dürfen die 15 Stadtnetzbetreiber, darunter NetCologne, HanseNet, KomTel und die Unternehmen der TROPOLYS-Gruppe, für die Nutzung ihrer Netze 0,5 Cent/Min. mehr verlangen als die Deutsche Telekom bei der entsprechenden Leistung. Die Telekom-Konkurrenten hatten im Sommer 2003 bei der Reg TP höhere Durchleitungsgebühren - zwischen 3,56 bis 7,64 Cent/Min. - beantragt. In ihrer Entscheidungs-Begründung stellte die Reg TP klar, „bei dem jetzt festgelegten Zuschlag” dürfe „nicht außer Acht gelassen werden darf, dass auch alternative Netzbetreiber ihre Effizienz steigern müssen”. Zuschläge, wie sie jetzt genehmigt wurden, könnten nur ein Übergangsphänomen sein, um Anlaufprobleme neuer Marktteilnehmer zu berücksichtigen. Die neuen Tarife gelten bis zum 31. Oktober 2004. Umstieg auf digitales terrestrisches Fernsehen - das Überall-Fernsehen - kommt voranNovember 2003 DVB-T - Digital Video Broadcasting - Terrestrial - wird das analoge terrestrische Fernsehen (Ausstrahlung über die Fernsehsender, Empfang über Haus- oder Zimmerantenne) komplett ersetzen. Dies hatte die Bundesregierung auf Empfehlung der Initiative Digitaler Rundfunk (IDR), in der Landesmedienanstalten, Fernsehsender und Telekom zusammenarbeiten, am 24. August 1998 beschlossen. Dem Fernsehzuschauer bleibt damit auch in Zukunft beim Fernsehempfang der 3. Weg neben Kabel und Satellit offen. DVB-T hat gegenüber der herkömmlichen analogen Ausstrahlung von TV-Programmen erhebliche Vorteile. Die physikalisch begrenzte Verfügbarkeit terrestrischer Frequenzen lässt bei analoger Übertragung nur eine geringe Programmzahl zu. Mit der Digitaltechnik sind dagegen mehr als 20 Programme über die herkömmliche Hausantenne empfangbar und dies in besserer Bild- und Tonqualität. Meist genügt für den Empfang sogar eine einfache Stabantenne am TV-Gerät. DVB-T ist deswegen überall empfangbar, außer zu Hause auch mit portablen Geräten im Freien, im Auto, in Bahnen und Bussen. Deswegen wird häufig auch der Begriff „Überall-Fernsehen” verwendet. Auch Zusatzleistungen zum Fernsehen, z.B. ein elektronischer Programmführer, sind möglich, später auch E-Mail-Dienste und Ähnliches. Bis die Industrie digitale TV-Geräte anbietet, muss für den Empfang auf dem analogen TV-Gerät - wie auch beim Empfang digital übertragener Programme über Kabel und Satellit - ein Zusatzgerät, eine Set-Top-Box, zwischen Antenne und TV-Gerät geschaltet werden. Weil es - wegen des Frequenzmangels - nicht genügend Fernsehkanäle gibt, ist auf Dauer analoges und digitales Fernsehen nebeneinander nicht möglich. Nach einer relativ kurzen Übergangszeit wird die analoge Übertragung komplett eingestellt. Dies ist bereits in Berlin/Brandenburg der Fall. Im Ballungsraum Berlin-Potsdam startete DVB-T bereits am 1. November 2002 zunächst mit 8 Programmen. Seit dem 4. August 2003 kann in der Region Berlin Fernsehen über Antenne nur noch digital empfangen werden (28 Programme). Am 6. November 2003 stellte BMW eine Set-Box fürs Auto vor. Seitdem werden alle Fahrzeuge, die ab Werk oder nachträglich mit TV-tauglichen Monitoren ausgestattet sind, auf den Empfang des Überall-Fernsehens vorbereitet. Ab 2004 will BMW für ihre Fahrzeuge TV-Geräte anbieten, in denen sowohl ein analoger als auch ein digitaler Empfänger integriert ist. Das Gerät kann automatisch auf das jeweilige Übertragungsverfahren umschalten. Wettbewerber im Telekommunikationsmarkt immer stärkerDezember 2003 Im auslaufenden Geschäftsjahr 2003 kletterten die Umsätze um 3 Prozent auf 63 Milliarden Euro. Etwa jeder 3. Euro floss in den Mobilfunkbereich. Dieser Bereich war mit einem Zuwachs von 11 Prozent 2003 der dynamischste Sektor in der Telekommunikation. Bis Jahresende 2003 rechnet Kurth mit 63,5 Millionen Mobilfunkkunden (2002: 59,1 Millionen). Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs sprach sich die Monopolkommission für eine Lockerung der strikten Regulierung der Deutschen Telekom in Teilbereichen aus. Obwohl der Konzern weiterhin marktbeherrschend sei, könne die Aufhebung der gesetzlich vorgeschriebenen Vorab-Genehmigung von Endkundentarifen bei Fern- und Auslandsgesprächen ins Auge gefasst werden, sagte der Vorsitzende der Kommission, Martin Hellweg. Anders im Ortsbereich. Auch wenn der Wettbewerb hier ebenfalls zugenommen habe, sei eine Lockerung der Regulierung noch nicht wünschenswert. Hier herrsche auf absehbare Zeit noch kein funktionsfähiger Wettbewerb. In den Jahren 2002/2003 wurden 18,5 Milliarden Euro in die Telekommunikationsinfrastruktur investiert (9,8 Milliarden von der Deutschen Telekom, 8,7 Milliarden Euro von den Wettbewerbern). Die Wettbewerber der Telekom konnten nicht nur ihre Marktanteile erhöhen, sondern auch ihre Abhängigkeit von Vorleistungen der Telekom deutlich reduzieren. Durch einen von Regulierungsentscheidungen bedingten Ausbau alternativer Infrastrukturnetze - so Kurth - führen die Wettbewerber nur noch 50 Prozent ihrer Einnahmen als Vorleistungskosten an die Telekom ab. Vor 2002 waren es noch 65 Prozent. Dank der Einführung von Call-by-Call und Preselection im Ortsnetz Anfang 2003 konnten die Wettbewerber ihren Marktanteil bei Ortsgesprächen von 6,4 Prozent bis Ende 2003 auf etwa 25 Prozent erhöhen. Bis 1. Oktober 2003 nutzten 4,7 Millionen Kunden Preselection-Angebote der Telekom-Mitwettbewerber. Laut Reg TP-Jahresbericht generiert die Telekom noch immer 60 Prozent der Erlöse mit Fernverbindungen. Von den verbleibenden 40 Prozent fließt mittelbar fast die Hälfte für Vorleistungen an die Telekom zurück. Mobilcom gibt UMTS-Lizenz zurückDezember 2003 Post und Telekom wollen bei Zuschüssen an die Postbeamtenkrankenkasse sparenNovember 2003 T-Com baut WLAN offensiv aus18. Dezember 2003 Mit WLAN soll der Kunde nicht nur die Entertainment-Internetangebote noch flexibler nutzen können. T-Com will auch die kabellose Vernetzung breitbandiger Anwendungen aus den Bereichen der Unterhaltungselektronik (DVD, TV, Digital Kamera usw.) ermöglichen. T-Com will gemeinsam mit T-Mobile auch den öffentlichen Raum internetfähig machen und HotSpot-Angebote auf den Markt bringen. Denkbar ist die Zusammenarbeit z.B. mit Tankstellen, Bahnhöfen und Flughäfen. Mit WLAN entfallen aufwendige Verkabelungen der Wohnung oder des Büros. Netzwerk und Internetanbindungen sind mit WLAN auch dort möglich, wo Kabelinstallationen sehr aufwendig wären. Die Reichweite dieser Funknetzwerke beträgt bis zu 30 Meter in Gebäuden und bis zu 150 Meter im freien Gelände. Die Produktbezeichnung für das neue Angebot WLAN ist HotSpot. Damit sind die Bereiche gemeint, in denen eine kabellose Verbindung vom Laptop ins Internet möglich ist. Ein Accesspoint ist die Funkstation eines HotSpots als Verbindungsglied zwischen Laptop und Internet. Am 16. Dezember 2003 startete T-Com einen WLAN-Pilotbetrieb im Szenelokal „Roses” in Bonn. Es ist das erste von 30 ausgewählten Cafés und Restaurants in Bonn, Köln und Düsseldorf, in dem T-Com den Gästen das Internet bis an den „Stammtisch” bringt. Bundesweit wollen T-Com und T-Mobile bis Ende 2004 5.200 WLAN-Zugänge einrichten. 35.000 Telefonzellen stehen auf dem Sparplan der TelekomNovember 2003 Neben dem allgemeinen Zwang zu Einsparungen ist die nachlassende Nutzung der Telefonzellen ein Hauptmotiv für den Abbau. Wie sehr sich das Telefonverhalten der Deutschen verändert hat, zeigt die Entwicklung der Zahl der Telefonanschlüsse: 1972 verfügten nur 9 Millionen der bundesdeutschen Haushalte über einen Telefonanschluss. 2002 waren es 39 Millionen Festanschlüsse. Dazu kamen über 55 Millionen Handys. Nur noch eine Minderheit der Bundesbürger telefoniert aus öffentlichen Telefonzellen. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins stern haben in den letzten 4 Wochen vor der Befragung nur 6 Prozent der Befragten eine Telefonzelle benutzt, 15 Prozent im Jahr zuvor. Auch die durchschnittliche Dauer eines Telefonats ist bemerkenswert. Während ein Gespräch in den 70er und 80er Jahren durchschnittlich 5 Minuten dauerte (Aufkleber in den Telefonhäuschen „Fasse Dich kurz”), sind es aktuell nur noch 2 Minuten. Viele öffentliche Telefone sind dadurch für die Telekom zum Zuschussgeschäft geworden. Auf Wunsch der kommunalen Spitzenverbände und der Reg TP muss die Telekom aber an der flächendeckenden Versorgung festhalten. Die Lösung sieht die Telekom im neuen Basistelefon. Es ist robust und resistent gegen Vandalismus: 6 Millionen Euro muss die Telekom jährlich für die Beseitigung mutwilliger Zerstörungen an ihren Telefonhäuschen ausgeben. So verzichtet es auf Bauteile für Münzannahme und Telefonkarten. Telefonate führen die Kunden mit CallingCards. Kostenfreie Notrufe sind möglich, ebenso R-Gespräche, bei denen der Angerufene die Gesprächskosten übernimmt. Mittels einer Taste mit der Beschriftung „0800” können die Kunden auch die kostenfreien 0800-freecall-Anschlüsse anrufen. Bei Notrufen brauchen die Kunden nur die SOS-Taste des Basistelefons zu drücken. CallingCards haben außer der Telekom (T-Card) auch andere Anbieter im Angebot. Sie gibt es in 2 Varianten: Prepaid und Postpaid. Die Prepaid-Karten haben ein Guthaben gespeichert, das abtelefoniert werden kann. Bei den Postpaid-Karten erfolgt die Bezahlung nachträglich über Bankeinzug oder Kreditkarte. Mit der T-Card Private sind Telefonate auch im Ausland - in über 80 Ländern - bargeldlos und währungsunabhängig möglich. Telefonate mit einer CallingCard der Deutschen Telekom: Der Kunde drückt die Taste T des Basistelefons. Anschließend folgt er der Ansage, wählt die Option CallingCard und gibt nach Aufforderung die Nummer der CallingCard ein. Danach kann der gewünschte Teilnehmer angewählt werden. Telefonat mit einer CallingCard eines anderen Anbieters: Der Kunde drückt die 0800-Taste. Über den Telefonhörer wird er dann Schritt für Schritt zum Wählvorgang geführt. T-Com senkt AuslandstarifeDezember 2003 Beispiele für die neuen Telekom-Preise:
Telekom muss Netz für Wiederverkäufer öffnenDezember 2003 Das Urteil beruht auf einem Streitfall aus dem Jahr 1999. Das Unternehmen debitel hatte von der Telekom ein Angebot über Anschlüsse sowie Verbindungsminuten erbeten. Auf dieser Grundlage wollte debitel eigene Produkte entwickeln und an Endkunden weiterverkaufen. Die Telekom weigerte sich jedoch mit der Begründung, sie müsse ihr Netz nicht öffnen, wenn dem Wettbewerber andere Alternativen zur Verfügung stünden. Das hatte die Reg TP als „missbräuchliche Nutzung ihrer marktbeherrschenden Stellung” gerügt. Das Bundesverwaltungsgericht verwies darauf, die Telekom sei nach dem Gesetz verpflichtet, anderen Unternehmen den Zugang zu wesentlichen Leistungen zu ermöglichen. Sie könne dabei nicht auf mögliche Alternativen verweisen oder gar verlangen, dass Wettbewerber ein eigenes Netz aufbauen. Der vom Telekommunikationsgesetz bezweckte Wettbewerb sei nicht auf solche Anbieter beschränkt, die über eine eigene Netzstruktur verfügen, sondern schließe auch die Reseller ein. Deutsche Telekom unterliegt im NamensstreitDezember 2003 Deutsche Telekom stärkt Einfluss auf Mautbetreiber Toll CollectDezember 2003 DeutschlandRadio und T-Systems schließen Vertrag über analogen und digitalen HörfunkDezember 2003 Noch 52.961 Beamte bei der Telekom31.12.2003 ◊
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