![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Telekommunikation |
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Oktober - Dezember 2007
Reinhard Clemens in den Telekom-Vorstand berufen29.09.2007
Reinhard Clemens (47) ist seit 2003 Vorsitzender Geschäftsführung der EDS Holding GmbH. Statistik: Internet-Zugänge billiger, Telefondienstleistungen teurer05.10.2007 Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lagen die Preise für die Internet-Nutzung im September 2007 um 6,0 Prozent unter dem Niveau des September 2006. Das Mobiltelefonieren verbilligte sich zwischen September 2006 und September 2007 um 2,5 Prozent. Um 1,7 Prozent höher lag im September 2007 der Preisindex für Telefondienstleistungen im Festnetz im Vergleich zum September 2006. Der Preisindex für Telekommunikationsdienstleistungen insgesamt - Festnetz, Mobilfunk und Internet - lag aus Sicht der privaten Haushalte im September 2007 um 0,3 Prozent über dem Niveau von September 2006. M-Net: Schnelles Datennetz mit 100 Mbit/s in München15.10.2007 Noch 2007 wird M-Net 63 Gebäude mit insgesamt 567 Wohneinheiten der Immobiliengesellschaft Gewofag im Stadtteil Neuhausen erschließen. 2008 plant M-Net, 10.000 Gebäude mit 110.000 Wohneinheiten in München an die neue Infrastruktur anzuschließen. Bis 2011 will M-Net 60 Prozent des Münchener Wohnungsbestandes erschließen. Mit ihrem schnellen Datennetz bietet M-Net einen Telefon- und Internetanschluss mit einer Doppel-Flatrate. T-Systems Media&Broadcast als Senderbetreiber für bundesweites Angebot mobiler Rundfunkdienste im DVB-H-Standard ausgewählt15.10.2007 Der Ausbau des Sendernetzes für portable und mobile Rundfunkanwendungen beginnt nach derzeitigem Planungsstand im Frühjahr 2008 in Hannover. „Wir hoffen, dass bereits zur CeBIT 2008 die ersten Sendungen im Wirkbetrieb laufen können”, zeigte sich Kurth optimistisch. Die Hauptstädte der anderen 15 Bundesländer werden bis Ende 2008 folgen. Ab 2009 wird der Netzausbau sukzessive alle deutschen Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern sowie mindestens in jedem Bundesland die 4 einwohnerstärksten Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern erfassen. Bis zum Jahr 2015 sollen 90 Prozent der Bevölkerung Deutschlands versorgt sein. Video on Demand wird zu Videoload18.10.2007 Auch Hansenet schließt Haushalte an 100 Mbit/s-Netz an24.10.2007 Hansenet vermarktet dann Online-Anschlüsse mit 100 Mbit/s. Für den Hansenet-Geschäftsführer Harald Rösch ist der City-Ausbau ein Test, bevor er weitere Hamburger Ortsteile und andere Städte an die eigene Infrastruktur anschließt. Bundesweit hat Hansenet nach eigenen Angaben 2,2 Millionen DSL-Kunden. Die Hansenet-Pläne richten sich direkt gegen die Deutsche Telekom. Mit dem Hansenet-Glasfasernetz drohen dem Telekom-Konzern weitere Kundenverluste in Hamburg. Dort ist bereits jetzt fast jeder 2. DSL-Nutzer Kunde von Hansenet. Bisher versorgt die Telecom-Italia-Tochter ihre Kunden mit DSL und Telefonie über die Kupferleitungen der Deutschen Telekom. Dafür erhält die Telekom zurzeit 10,50 Euro pro Monat und Haushalt. Hansenet will seine Glasfaserleitungen auch anderen Konkurrenten der Telekom wie Arcor oder Freenet zugänglich machen, um so einen Teil der Investitionen in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro wieder einzuspielen. 2007 werden in Deutschland 37 Millionen Handys verkauft23.10.2007 Mit einer positiven Entwicklung rechnet die Branche auch beim Umsatz mit Mobiltelefonen. Er wächst um 2 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Die Zusatzdienste auf den Handys gewinnen ebenfalls größere Bedeutung. Jeder 4. Deutsche (26,4 Prozent) macht inzwischen auch Fotos mit seinem Handy, jeder 10. (12,2 Prozent) hört mit Handy Musik. Und 36 Prozent laden über die Navigationsfunktion Wegbeschreibungen aufs Handy-Display. Je 26 Prozent empfangen per Handy Staumeldungen, Nachrichten und Fahrpläne sowie Wetterin-formationen. Gestartet war der digitale Mobilfunk in Deutschland Mitte 1992. Bis Ende 1993 konnte er knapp 1 Million Kunden gewinnen. Diese Zahl stieg bis Ende 1996 auf 5 Millionen. Die Einführung der Prepaid-Karten 1999 brachte einen neuen Sturm auf Handys. Allein 2006 telefonierten die Deutschen etwa 57 Milliarden Minuten in Mobilfunknetzen und verschickten 22,5 Milliarden SMS. Telefontarife: Preiskampf lässt Inlandstarife auf 1 Ct/Min. purzeln23.10.2007 Andere Call-by-Call-Anbieter stellen nur in kurzen Zeitfenstern Mini-Tarife in Rechnung: 010058 mit 1 Ct/Min. in der Zeit von 9 - 10 Uhr und 17 - 18 Uhr, 01038 mit 1,08 Ct/Min. in der Zeit von 9 - 15 Uhr, 01042 mit 1 Ct/Min. in der Zeit von 13 - 15 Uhr. Allerdings haben alle genannten Anbieter keine Tarifansage vor einem Gespräch. GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und Deutsche Telekom kooperieren beim Fernsehen der Zukunft23.10.2007 Mit der Kooperation erhalten die Mieter eine Option für internetbasiertes Fernsehen (IPTV), Breitband-Internet und Telefon über eine Leitung, mit einer Rechnung und in herausragender Qualität, versprachen beide Partner in ihrer Pressemitteilung. „Der breitbandige Zugang zu multimedialen Angeboten wird zu einem immer wichtigeren Qualitätsmerkmal der Wohnungsausstattung. Dies wollen wir Mietern und Vermietern erschließen”, sagte Philipp Humm, T-Home Bereichsvorstand Vertrieb. „Die Vereinbarung von GdW und Deutscher Telekom stärkt die Wahlfreiheit und den Wettbewerb bei der Medienversorgung in den Wohngebäuden und schafft gleichzeitig faire Wettbewerbsbedingungen auch gegenüber anderen Anbietern”, betonte GdW-Präsident Lutz Freitag. Mit ihren „Entertain-Komplettpaketen” bietet die Deutsche Telekom Leistungen für schnelles Internet, Fernsehen und Telefon als echte Alternative sowohl zum Angebot der Kabelnetzbetreiber aus auch der Programmangebote über Satellit. Über das Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom können bis Ende 2007 bereits mehr als 17 Millionen Haushalte - also nahezu jeder 2. Haushalt - mit Entertain die Breitbandzukunft nutzen. Entertain kommt über die normale Telefonleitung in die Wohnung. T-Home bietet derzeit Entertain in 5 Varianten an. Die Variante Entertain Comfort für monatlich 59,95 Euro (bei ISDN-Anschluss 63,95 Euro) bietet u.a. Telefonanschluss, 16plus-DSL-Anschluss, TV-Angebot mit über 70 TV-Sendern, Telefonie-Flatrate im Telekom-Festnetz, Internet-Flatrate, digitalen Videorecorder, Online-Archiv mit über 2.000 Filmen, TV-Archiv und zeitversetztes Fernsehen. Arcor startet IPTV in 51 Städten31.10.2007 Für das Basis-Paket von Arcor-Digital TV zahlen Kunden monatlich 9,95 Euro. Die Premium-Angebote mit Sport, Unterhaltung und ausländischen Sendern kosten zusätzlich ab 5,95 Euro im Monat. Benötigt wird eine DSL-Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 6 Mbit/s. Das Paket mit dieser Kapazität kostet derzeit 34,95 Euro inklusive Sprach- und DSL-Anschluss sowie Flatrates für Telefonieren und Surfen. Arcor-Digital TV ist in vielen deutschen Großstädten erhältlich, aber auch in kleineren Gemeinden wie Seevetal, Baunatal, Taufkirchen oder Erkrath. Bis Sommer 2008 will Arcor sein IPTV in 150 Städten und Gemeinden anbieten. E-Plus mit über 14 Millionen Kunden30.10.2007 NetCologne baut Glasfasernetz weiter aus25.10.2007 Telekom fasst wieder Tritt08.11.2007 Nach Einschätzung des ver.di-Vorstandsmitglieds Lothar Schröder will die Telekom Standorte zusammenlegen, wovon vor allem der Osten Deutschlands betroffen sein dürfte. „Die Deutsche Telekom hat im 3. Quartal 2007 das Geschäft im Inland stabilisiert und ist im internationalen Geschäft vor allem durch den Mobilfunk gewachsen. Während der Gesamtumsatz des Konzerns in den ersten 3 Quartalen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 46,7 Milliarden Euro gestiegen ist, verbesserte sich der Auslandsumsatz um 14,4 Prozent. Damit liegt der Auslandsumsatz bei 23,7 Milliarden Euro. Das sind 50,7 Prozent des Gesamtumsatzes. Dank der realisierten Kosteneinsparungen erwirtschaftete der Konzern bis Ende September 2007 ein bereinigtes EBITDA von 14,7 Milliarden Euro (- 1,1 Prozent). Bedingt durch Sondereffekte ging der Konzernüberschuss um 67,4 Prozent von 4,06 Milliarden auf 1,3 Milliarden Euro zurück. T-Mobile konnte die Zahl der Vertragskunden in Deutschland in den ersten 9 Monaten 2007 im Vorjahresvergleich um 39,4 Prozent auf 577.000 steigern. Die Zahl der T-Mobile-Kunden in Deutschland insgesamt stieg zum 30. September 2007 gegenüber 30. September 2006 um 3,8 Millionen (+12,5 Prozent) auf 34,471 Millionen. Wegen des intensiven Preisdrucks auf dem Heimatmarkt konnte die positive Kundenentwicklung den Rückgang beim Umsatz von T-Mobile Deutschland nicht kompensieren. Mit rund 6 Milliarden Euro (Januar - September 2007) lag er 2,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Gewachsen ist auch die Zahl der Breitbandanschlüsse bei T-Home. Im 3. Quartal 2007 wuchs die Zahl der Kunden um 480.000. Damit verfügten Ende September 2007 8,5 Millionen Kunden in Deutschland über einen Breitbandanschluss von T-Home. 3,5 Millionen DSL-Anschlüsse sind über Resale-Angebote durch T-Home technisch realisiert, aber von Wettbewerbern vermarktet. Einschließlich dieser Resale-Anschlüsse ist die Zahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28 Prozent auf über 12 Millionen gestiegen. Für Entertain - das Unterhaltungsangebot von T-Home - konnte die Telekom bis Ende September 2007 rund 50.000 Kunden gewinnen. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld Breitband/Festnetz entwickelte sich dagegen negativ. Die Telekom führt dies auf rückläufige Verbindungsumsätze und die Verluste von Schmalband-Anschlüssen im Inland zurück. Seit September 2006 ging die Zahl der Schmalband-Anschlüsse in Deutschland von 33,7 Millionen um 6,2 Prozent auf 31,6 Millionen zurück. Der Umsatz im Inland ging bis Ende September 2007 um 8 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro zurück. Deutsche Telekom verkauft T-Systems Media&Broadcast an französische TDF-Gruppe08.11.2007 Der Verkauf der T-Systems-Tochter ist Teil der Telekom-Strategie „Konzentrieren und gezielt Wachsen”, die der Telekom-Vorstand im März 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Media&Broadcast konzipiert, erstellt, vermarktet und betreibt spezifische Dienstleistungen für Kunden der Rundfunk- und Medienbranche. Das Portfolio umfasst terrestrische Rundfunksender und Rundfunkverbindungsnetze sowie Satellitenübertragungsleistungen. Daneben bietet die Media&Broadcast mit ihren 1.200 Mitarbeitern rundfunknahe Kommunikationslösungen für spezielle Geschäftskunden an. Media&Broadcast wird ab Anfang 2008 mit dem Aufbau des Sendernetzes für portable und mobile Rundfunkanwendungen (mobiler Fernsehempfang) im DVB-H-Standard beginnen. Im Oktober 2007 erhielt die bisherige T-Systems-Tochter von der Bundesnetzagentur die für den technischen Sendebetrieb benötigten Frequenzen. Telekom-Konkurrenz kritisiert Marktmacht der Deutschen Telekom16.11.2007 Die Telekom baue ihr Netz derzeit so um, dass der Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) künftig generell in Frage gestellt sei. Während des großräumigen Ausbaus des Glasfasernetzes (Next Generation Network - NGN) könnten die Hauptverteiler, die als Zusammenschaltungspunkte für Telekom- und Wettbewerbernetze fungieren, wegfallen. Der Verband legte ein verfassungsrechtliches Gutachten vor. Die Frage, ob dem Wettbewerb während des Umbaus zu NGN der Zugang zur letzten Meile gewährt bleiben muss, wird darin mit Bezug auf das Grundgesetz eindeutig bejaht. Die Hauptverteiler müssten bestehen bleiben, und die Bundesnetzagentur habe di Pflicht, intakten Wettbewerb zu gewährleisten, solange keine alternative Zugangsform zum Endkunden existiere. Dem Bundesverband Breitbandkommunikation gehören neben lokalen und regionalen Anbietern wie NetCologne auch bundesweite Carrier wie Arcor, Hansenet, Versatel und Telefónica an. Arcor mit 2,34 Millionen DSL-Kunden15.11.2007 Derzeit erreicht Arcor 60 Prozent der deutschen Haushalte mit eigenen Telefon- und Internetanschlüssen. T-Mobile und Vodafone bauen Breitbandnetz weiter aus / Schnelle Datenübertragung vom Handy aus mit neuer HSUPA-Technik23.11.2007 Der HSUPA-Ausbau begann mit den Städten Nürnberg und Hannover. Bis Mitte 2008 plant T-Mobile das gesamte UMTS-Netz mit HSUPA auszustatten. Auch Vodafone startete den HSUPA-Datenturbo für das mobile Internet. Im ersten Schritt stellte Vodafone HSUPA in über 50 Städten zur Verfügung. Im Sommer 2008 wird das komplette UMTS-Breitbandnetz von Vodafone auf den neuen Upload-Turbo aufgerüstet sein. 5 Millionen Bürger und 2.200 Gemeinden noch ohne Breitbandanschluss26.11.2007 Bundesnetzagentur senkt Terminierungsentgelte im Mobilfunk um 10 Prozent30.11.2007 Die Terminierungsentgelte, die andere Netzbetreiber an die Mobilfunknetzbetreiber für die Anrufzustellung in ihren jeweiligen Mobilfunknetzen zahlen müssen, betragen 7,92 Ct/Min. für die beiden D-Netze (T-Mobile und Vodafone) und 8,8 Ct/Min. für die 2 E-Netze (E-Plus und O2). Die neuen Entgelte liegen 10 bzw. 11 Prozent unter den bisherigen Tarifen. Statistik: 68 Prozent der Deutschen nutzen Internet30.11.2007 Insbesondere in der Altersgruppe bis 54 Jahre liegt die Internetnutzung auf hohem Niveau. Bei den 10- bis 24-Jährigen nutzten 94 Prozent das Medium, 64 Prozent dieser Gruppe waren jeden Tag oder fast jeden Tag online. Ähnlich lagen die Werte bei den Personen zwischen 25 und 54 Jahren. Dagegen sind Personen über 54 Jahre deutlich seltener online. Nur 33 Prozent aller Personen dieser Altersgruppe nutzten Internet. Mehr als die Hälfte dieser älteren Internetnutzer war täglich oder fast jeden Tag im Netz. Auch zwischen Männern und Frauen bestehen Unterschiede bei der Internetnutzung. Im Befragungszeitraum surften 73 Prozent der Männer im Netz, der Anteil der Frauen lag bei 63 Prozent. In der Wahl des Gerätes für den Internetzugang hat die Beliebtheit von Laptops und Notebooks in den privaten Haushalten deutlich zugenommen. Während im Jahr 2007 bereits 41 Prozent der Haushalte mit Internetzugang einen tragbaren Computer für den Internetzugang verwendeten, waren es ein Jahr zuvor nur 31 Prozent. T-Mobile gewinnt iPhone-Prozess04.12.2007 Vodafone wollte gerichtlich klären lassen, ob die Verkaufskonditionen von T-Mobile zulässig seien. T-Mobile hatte den Vertrieb an einen 2-Jahresvertrag gekoppelt und per SIM-Karte dafür gesorgt, dass sich das iPhone nur im Netz von T-Mobile betreiben lässt. Erst nach Ablauf der 2-jährigen Mindestvertragszeit kann der Nutzer das Gerät kostenlos entsperren lassen. T-Mobile zahlt an den iPhone-Hersteller Apple für das alleinige Vertriebsrecht rund ein Drittel der mit dem iPhone erzielten Umsätze - ein Novum für die Branche. Vodafone-Deutschlandchef Friedrich Joussen sieht darin einen „Sündenfall”. Philipp Humm, Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland, verteidigte das Vertriebsmodell, da die iPhone-Kunden einen deutlich höheren Umsatz als andere Nutzer abwerfen. Telekom bietet Flatrate für Gespräche vom Festnetz zum T-Mobile-Mobilfunknetz06.12.2007 Bundesnetzagentur: Tätigkeitsbericht 2006/200718.12.2007 Bei den Auslandsverbindungen entließ die Bundesnetzagentur die Deutsche Telekom bereits Anfang 2006 „aufgrund wirksamen Wettbewerbs” aus der Regulierung. Die Wettbewerbsentwicklung hat darunter nicht gelitten. „Dies lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass der Marktanteil der Wettbewerber auch in der Folgezeit weiter angestiegen ist und inzwischen bei etwa 75 Prozent liegt.” Im Bereich der Telefonanschlüsse konnte sich der Wettbewerb in den ersten Jahren der Liberalisierung zunächst nur zögerlich entwickeln, weil es zum einen hoher Investitionen der neuen Anbieter in eigene Infrastrukturen bedurfte, sich zum anderen aber auch die Wechselbereitschaft der Kunden erst im Zug der Entwicklung hin zu Bündeln aus Schmalband- und Breitbandanschlüssen entsprechend erhöhte. So hatten die Wettbewerber nach den ersten 5 Jahren nach Marktöffnung weniger als 1 Million Anschlusskunden verbuchen können, in den zweiten 5 Jahren dagegen sind über 6 Millionen Kunden vollständig zu einem der neuen Anbieter gewechselt. „Die Wettbewerber haben heute einen Anteil von 18 Prozent an den Telefonanschlüssen erreicht.” Die Entwicklung - so Kurth - ist eng korreliert mit der Entwicklung auf dem Breitbandanschlussmarkt. Dort bieten die Wettbewerber derzeit etwa 6 Millionen DSL-Anschlüsse auf Basis eigener Infrastruktur bzw. der entbündelten Teilnehmeranschlussleitung an. Dies ist ein Anteil von ca. 33 Prozent. Weitere 20 Prozent der insgesamt fast 19 Millionen bestehenden DSL-Anschlüsse realisieren die Wettbewerber auf Resale-Basis. „Im 2. Quartal 2007 wies Deutschland eine Breitbandpenetration bezogen auf die Zahl der Bevölkerung von etwa 21 Prozent auf, das sind ca. 44 Prozent der Haushalte. Im 3. Quartal 2007 erhöhte sich die Breitbandpenetration der Haushalte weiter auf 47 Prozent.” Entertain von T-Home: Bereits 100.000 Kunden21. Dezember 2007 Bundesnetzagentur: Finanzielle Sanktionen für die Deutsche Telekom bei verzögerter Anschluss-Lieferung21.12.2007 Der Standardvertrag enthält die konkreten Bedingungen und wechselseitigen Pflichten, zu denen die Wettbewerber die TAL bei der Deutschen Telekom anmieten können. Der Vertrag regelt u.a. die Modalitäten, zu denen Wettbewerber die TAL bei der Telekom bestellen können und zu denen die Telekom die bestellten TAL umschalten muss. Entsprechend den geänderten Vertragsbestimmungen muss die Telekom künftig Strafe zahlen, wenn sie ihren Wettbewerbern nicht rechtzeitig Zugang zu den Telefon-Hausanschlüssen verschafft. Nach Auskunft eines Behördensprechers muss die Telekom für jeden Tag Fristüberschreitung 10 Prozent des Bereitstellungsentgelts - pro TAL knapp 4 Euro - für die „letzte Meile” zu den Endkunden zahlen.Aber auch für die Konkurrenten der Telekom führte die Bundesnetzagentur finanzielle Sanktionen ein. Sie werden fällig, wenn sie die bestellten TAL-Mengen nicht abnehmen. In diesem Fall muss der Wettbewerber ein einmaliges Bußgeld von 50 Prozent des Bereitstellungsentgelts für jeden nicht übernommenen Anschluss zahlen. Dazu Kurth: „Mit der Einführung von finanziellen Sanktionen haben wir Anreize dafür geschaffen, dass einerseits die Wettbewerber ihre TAL-Bestellungen genauer planen und andererseits die Deutsche Telekom die bestellten TAL-Mengen fristgerecht bereitstellt. Wechselbereite Kunden dürfen nicht dadurch abgeschreckt werden, dass die Vorprodukte nicht rechtzeitig geliefert werden.” Die Deutsche Telekom darf den Standardvertrag bis Ende Februar 2009 nicht von sich aus ändern. Die Telekom-Konkurrenten Arcor und Telefonica hatten sich bei der Bundesnetzagentur beschwert, weil die Telekom die Fristen nicht einhalte und es zu einem großen Stau bei den Anschlussumschaltungen gekommen sei. Deswegen eröffnete der Regulierer ungeachtet des geänderten Standardvertrages offiziell ein Missbrauchsverfahren gegen die Telekom. Telekom Aktie am Jahresende 200728.12.2007 ◊
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