![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Telekommunikation |
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Juli - Dezember 2000
Mobilfunk boomtJuli 2000
Brüssel droht AmerikanernJuli 2000 Ein US-Gesetz verbietet bereits heute den Kauf einer US-Telefongesellschaft durch einen Konzern, an dem ein ausländischer Staat mehr als 25 Prozent der Anteile hält. Es lässt aber Ausnahmen zu, wenn eine Übernahme im öffentlichen Interesse liegt. Eine Gruppe von US-Senatoren fordert strengere Vorschriften, die einem Ausländer den Erwerb einer Telefonlizenz dann untersagen, wenn dieser zu mehr als 25 Prozent in Staatsbesitz ist. An der Deutschen Telekom hält die öffentliche Hand derzeit noch 58 Prozent. 99 Milliarden DM aus Versteigerung der UMTS-Lizenzen / Auch die Versteigerungsuhr wurde versteigert17.08.2000 Je 2 Frequenzpakete ersteigerten zu Preisen zwischen 16,5 und 16,7 Milliarden DM folgende Unternehmen: E-Plus Hutchison, Group 3G, Mannesmann Mobilfunk, MobilCom Multimedia, T-Mobile und Viag Interkom. Sie erwarben damit das Recht, bis Ende 2020 ein Mobilfunknetz nach dem UMTS/IMT-2000-Standard in Deutschland zu betreiben. Die Versteigerung endete, weil Mannesmann/Vodafone und T-Mobile darauf verzichteten, für 3 der 12 angebotenen Frequenzblöcke zu bieten. Damit konnten alle nach dem Ausstieg von debitel verbliebenen 6 Interessenten die für eine Lizenz erforderliche Mindestzahl von je 2 Frequenzblöcken ersteigern. Nach Überzeugung des Telekom-Vorstands und nach Meinung vieler Analysten wird sich die jetzt erzielte Gesamtsumme von knapp 100 Milliarden DM auf lange Zeit nicht rechnen. Die bei der Versteigerung eingesetzte Stopp-Uhr, mit der die einzelnen Auktionsrunden bemessen wurden, hat die Regulierungsbehörde nach Abschluss der Versteigerung durch öffentliche Ausschreibung ebenfalls versteigert. Für 30.000 DM ging sie im September 2000 an die Fa. Pfleiderer AG in Neumarkt/Oberpfalz, die u.a. Mobilfunk-Masten herstellt. Den Erlös stellte die Regulierungsbehörde einer sozialen Organisation in Mainz zur Verfügung. Regulierungsbehörde öffnet Nummernbereich (0)15 für MobilfunkSeptember 2000 (0)150 Group 3G (Joint Venture der finnischen Sonera und der spanischen Telefonica) Diese Rufnummernbereiche bestehen aus je 100.000.000 elfstelligen Rufnummern (dabei wird die führende Null nicht mitgezählt). Sie werden den Netzbetreibern nach Bedarf in einzelnen Blöcken zu je 10.000.000 Rufnummern zugeteilt. Die Rufnummern an die Endkunden vergeben wie bisher die jeweiligen Netzbetreiber. Die Rufnummern können schon seit der Zuteilung sowohl für GSM- als auch für UMTS/IMT-2000-Mobilfunkdienste verwendet werden. Deshalb konnten sich auch GSM-Lizenznehmer an diesem Reservierungsverfahren beteiligen. So wurde der Rufnummernblock (0)157 für E-Plus Mobilfunk GmbH reserviert. Die Mobilfunkdienste können weiterhin die Rufnummern aus den Bereichen (0)17, (0)160, (0)162 und (0)163 für GSM-Dienste nutzen. Wettbewerb im Ortsnetz durch drahtlosen TeilnehmeranschlussDezember 2000 Insgesamt haben damit in allen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten in der Bundesrepublik mindestens 2 miteinander konkurrierende Unternehmen Frequenzzuteilungen zum Aufbau von Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunkanlagen für die drahtlose Teilnehmeranschlussleitung erhalten. Die Frequenzen ermöglichen den Unternehmen die sogenannte letzte Meile zum Endkunden drahtlos zu überbrücken, um Sprachtelefondienst und andere Telekommunikationsdienste mit höheren Bitraten anzubieten. Telefonieren um 4,7 Prozent billigerOktober 2000 Die Preise für Telefondienstleistungen im Festnetz waren um 4,3 Prozent niedriger. Am stärksten haben sich die Preise für Auslandsgespräche verbilligt (- 35,6 Prozent), gefolgt von Inlandsferngesprächen (- 7,9 Prozent). Abschluss- und Grundentgelte lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Mobiltelefonieren war im Oktober 2000 um 13,7 Prozent preiswerter als ein Jahr zuvor. 13 Milliarden DM für Bahn- und Post-Pensionen / Bundeszuschüsse für Pensionen steigen alarmierendAugust 2000 Der Bund - so der Finanzminister - müsse im Jahr 2000 allein an das Bundeseisenbahnvermögen noch 10,4 Milliarden DM abführen. Der Bundeszuschuss an die 3 Pensionskassen für die Ruhestandsbeamten der früheren Deutschen Bundespost und ihrer Nachfolge-Unternehmen steigt von 8,4 Milliarden DM im Jahr 2000 schrittweise auf 10,8 Milliarden DM im Jahr 2004. Als Grund für den massiven Anstieg der Post-Pensionen nannte das Bundesfinanzministerium die günstige Vorruhestandsregelung, die von den Bediensteten im letzten Geltungsjahr (1999) sehr stark genutzt worden sei. Zudem müssen die Nachfolge-Unternehmen der Bundespost seit 2000 weniger Beiträge an die Unterstützungskassen zahlen. Nach den gesetzlich festgelegten Fix-Beträgen bis 1999 zahlen Post, Postbank und Telekom seit dem Jahr 2000 jährlich nur noch ein Drittel der Bezüge der noch aktiven Beamten an die Pensionskassen. Von 7,21 Milliarden DM im Jahr 1999 sank der Gesamtbetrag der 3 Unternehmen auf 3,5 Milliarden DM in 2000. Gemeinsame Versorgungskasse für Post, Postbank und TelekomDezember 2000 Die gemeinsame Versorgungskasse wird als Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V. (BPS-PT) arbeitsteilig tätig und übernimmt für den Bund treuhänderisch die Finanzverwaltung. Sie ist für das gesamte Auszahlungsgeschäft der Versorgungs- und Beihilfeleistungen mit jährlich mehr als 13 Milliarden DM für 270.000 Pensionäre der Post, Postbank und Telekom verantwortlich. Sitz des BPS-PT ist Bonn. Bis 2004 wird die Zahl der Pensionäre aus den 3 Unternehmen auf etwa 286.000 steigen. Deutsche Telekom stoppt Werbung der Post für die „P-Aktie”August 2000 Seit Mitte August 2000 hatte die Deutsche Post in allen größeren Tages- und Wochenzeitungen und in Fernseh-Spots mit den Gottschalk-Brüdern und dem Slogan geworben „Die P-Aktie kommt”. Diese Bezeichnung - so die Post - sei bereits seit Jahren in vielen Presseveröffentlichungen aufgetaucht, bevor die Deutsche Post ihn überhaupt selbst verwendet habe. Die Telekom hatte - wie die Süddeutsche Zeitung herausfand (Ausgabe vom 25. August 2000) - bereits am 24. September1998 beim Bundespatentamt beantragt, den Markentext „P-Aktie” durch Eintrag in das Markenzeichenregister zu schützen. Ebenso ähnliche Bezeichnungen mit hellen Konsonanten wie B, D und G, sodass z.B. auch die Bahn AG künftig nicht mit einer B-Aktie werben könnte. Diesem Antrag wurde mit Eintrag in das Register am 2. Dezember 1999 stattgegeben. Zum Schutzumfang gehört u. a., dass diese Begriffe von einem Wettbewerber weder zur Werbung noch im Rahmen des Finanzwesens (und damit auch nicht im Rahmen eines Börsengangs) verwendet werden dürfen. Widerspruch gegen die Eintragung wurde beim Bundespatentamt nicht erhoben. Die Deutsche Post stellte kurzfristig ihre Werbung auf den Begriff „Aktie Gelb” um. Das „T” wird WeltmarkeJuli 2000 Telekom baut für ARD digitales BreitbandnetzJuli 2000 Über das Netz soll ab Mitte 2001 schrittweise über ca. 2 Jahre der gesamte Programmaustausch zwischen den ARD-Rundfunkanstalten abgewickelt werden. ARD und ZDF verlängern Verträge für SenderJuli 2000 Zeitgleich hat sich auch das ZDF für eine Vertragsverlängerung für die terrestrische Verbreitung des ZDF-Programms über Sender und Füllsender der Telekom einschließlich der Programmzuführung zu den Sendern entschieden. Vertragsvolumen: 1 Milliarde DM. Beide Verträge laufen bis 2006. Die neuen Verträge berücksichtigen den Umstieg in die neuen Netztechnologien sowie den Aufbau von digitalen terrestrischen Sendernetzen. Deutsche Telekom erwirbt für 50,7 Milliarden US-Dollar VoiceStream23.07.2000 Die Transaktion erfolgt im Wesentlichen über einen Aktientausch. Den VoiceStream-Aktionären werden 3,2 Telekom-Aktien plus 30 US-Dollar pro VoiceStream-Aktie angeboten. Auf der Basis des Schlusskurses der T-Aktie am 21. Juli 2000 entspricht dies einem Gebot von 50,7 Milliarden US-Dollar. Die Transaktion soll - die Zustimmung der deutschen und US-amerikanischen Aufsichtsbehörden vorausgesetzt - im Laufe des 1. Halbjahres 2001 abgeschlossen sein. Mit VoiceStream erhält die Deutsche Telekom Zugang zu 220 Millionen potenzieller US-Mobilfunkkunden. Ende März 2000 hatte VoiceStream 2,3 Millionen Kunden. Bis Ende 2000 waren 4 Millionen angepeilt. Mit VoiceStream wird die Deutsche Telekom Weltmarktführer auf dem GSM-Markt. Die Börse bewertete den Telekom-Deal als überteuert. Der Kurs der T-Aktie fiel um 11,5 Prozent auf 49 Euro. Deutsche Telekom verkauft Wind-Anteil an Enel und France TélécomJuli 2000 T-Online startet Business-PortalJuli 2000 Deutsche Telekom übernimmt Mehrheit an slowakischer TelekommunikationsgesellschaftJuli 2000 Kommentar des Vorstands International der Deutschen Telekom, Jeffrey A. Hedberg: „Die Beteiligung an Slovenske telekomunikácie ist ein wichtiger Baustein in unserer Internationalisierungsstrategie.” Der slowakische Telekommunikationsmarkt ist ein Kernelement des slowakischen Marktes. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Slowakei, die von der EU bereits als einer der nächsten Beitrittskandidaten eingestuft wurde. Deutsche Telekom baut europäisches Netz ausJuli 2000 Der neue im Juli 2000 geschlossene Vertrag ist ein weiterer Schritt der Telekom beim Aufbau ihres T-GlobeNet, der neuen weltweiten Netzplattform. T-GlobeNet soll im Endausbau 90 Städte in 40 Ländern verbinden und den Telekom-Kunden praktisch unbegrenzte Übertragungskapazitäten mit einem Höchstmaß an Netzsicherheit bieten. Großflächiger Ausbau der xDSL-TechnikAugust 2000 Unter der Dachmarke „T-DSL” bietet die Telekom u. a. einen breitbandigen Internet-Zugang an. Mit Übertragungen von bis zu 768 kbit/s gelangen die Daten 20-mal schneller als mit einem analogen Modem oder zwölfmal schneller als es die ISDN-Technologie ermöglicht, auf den Monitor des Nutzers. Bis Ende 2000 soll der neue Dienst in 600 Ortsnetzen verfügbar sein. Die DSL-Technik nutzt ein ungenutztes Frequenzband auf der Kupfer-Doppelader des Telefonanschlusses sowohl bei ISDN-Anschlüssen als auch bei analogen T-Net-Anschlüssen. Damit wird das Telefonieren auch beim analogen Telefonanschluss während des Internet-Surfens nicht blockiert. T-Mobile International - Börsengang verschobenAugust 2000 T-Online.ch AG gegründetAugust 2000 „Für T-Online bedeutet die Akquisition den Einstieg in einen europäischen Schlüsselmarkt”, kommentierte Ron Sommer die Neuerwerbung. Mit www.t-online.ch bietet das Internet-Portal Geschäftskunden Zugang zu über 5 Millionen potenziellen Konsumenten. Außer in Deutschland ist T-Online nun in Österreich (www.t-online.at), Frankreich (www.club-internet.fr), Spanien (www.ya.com) und Portugal (www.terravista.pt) präsent. Deutsche Telekom setzt Konzernumbau fort18.08.2000 Mit der für Anfang 2001 geplanten Einführung des neuen Organisationsmodells werden die bisher für den Kundenbereich zuständigen 39 Kundenniederlassungen in selbstständig operierende Vertriebssegmente überführt. Die 6 (Kunden-)Direktionen fallen ersatzlos weg. Die Vertriebssegmente sind nach den Zielmärkten Business (Geschäftskunden) und Consumer (Privatkunden) ausgerichtet und umfassen auch den T-Service und den stationären Handel (T-Punkte). Sie werden in 7 Vertriebsregionen gegliedert. In jeder Region sollen 4 Betriebe entstehen: Business (regional) sowie die zum Consumer-Bereich zählenden Betriebe Customer Care (CC), Stationärer Handel (SH) und Service. Die neue Führungsstruktur sieht jeweils einen Markt- und Kundenverantwortlichen (MKV) für die Segmente Business und Consumer vor, die für das operative Ergebnis jeweils für ihren Bereich verantwortlich sind. Sie erhalten damit weitgehende Freiheiten für das effektive und profitorientierte Arbeiten. Ihnen stehen die Leiter der Betriebe SH und Service als für ihren Bereich Verantwortliche gleichberechtigt zur Seite. Von der Optimierung der Organisation erwartet der Vorstand eine Einsparung von 2.000 Arbeitsplätzen. „Für die betroffenen Kräfte eröffnen sich attraktive Tätigkeiten in den Wachstumsbereichen des Konzerns. Hier wird qualifiziertes Personal gebraucht”, so Dr. Heinz Klinkhammer, Telekom-Vorstand Personal und Recht. T-Com für Privatkunden und den Mittelstand23.08.2000 Unruhe bei T-Online: Vorstandsmitglieder gehen „von Bord” / Thomas Holtrop neuer VorstandsvorsitzenderDezember 2000 Ende September 2000 baten auch der Vorstand Produktmarketing, Ralf Eck, und Finanzvorstand Christian Hoening - beide seit Januar 2000 im Amt - um sofortige Vertragsauflösung. Am 28. September 2000 berief der T-Online-Aufsichtsrat Burkhard Grassmann (34), zuvor im Telekom-Zentralbereich Konzernkommunikation, als Nachfolger von Eck und Rainer Beaujean (32), zuvor Stabschef des Telekom-Finanzvorstands Eick, als Nachfolger von Hoening zu T-Online-Vorständen. Am 10. November 2000 wurde Veronika Altmeyer als Vorstand Personal und Recht berufen. Altmeyer war zuvor Arbeitsdirektorin der T-Nova, einer 100-prozentigen Telekom-Tochter, und von 1993 - 1999 Mitglied des Geschäftsführenden Hauptvorstandes der Deutschen Postgewerkschaft. Einen weiteren Abgang meldete die Telekom-Mutter ebenfalls am 10. November 2000. Der Vorstand Vertrieb und Service, Bernd Reichert-Berg, seit Februar 2000 Vorstandsmitglied, verließ das Unternehmen. Am 30. November 2000 berief der T-Online-Aufsichtsrat Thomas Holtrop zum neuen Vorstandsvorsitzenden ab 1. Januar 2001. Holtrop war von 1989 bis 1995 bei American Express in London, Frankfurt und New York, zuletzt als Vice President International Business Partners. 1995 wechselte er zur Bank 24 als Generalbevollmächtigter und Vorstandsmitglied. Die Turbulenzen im Vorstand, aber auch die nach Ansicht der Analysten schwierige Marktsituation im Internet- und Provider-Markt, dazu die allgemeine Börsenschwäche vor allem des Neuen Marktes ließen auch den Kurs der T-Online-Aktie abrutschen. Nach dem Emissionspreis von 27 Euro stieg der Kurs vorübergehend auf 48 Euro, fiel dann anhaltend und lag am Jahresende 2000 bei 16 Euro. Erwerb des US-Mobilfunkanbieters PowertelAugust 2000 Powertel besitzt Mobilfunklizenzen für Gebiete mit 25 Millionen Einwohnern und betreibt ein GSM-Netz in 12 südostamerikanischen Bundesstaaten. 4. UMTS-LizenzOktober 2000 Deutsche Telekom stellt Auslandstelegrammdienst ein31.12.2000 Der Rückgang des Auslandstelegrammdienstes ist eine Folge der technischen Entwicklung und der Substitution durch Fax, E-Mail und Mobilfunk. 1990 wurden noch 1.675.000 Telegramme vom Inland ins Ausland aufgegeben. Im Jahr 2000 wurde der Dienst nur noch 70.000 Mal genutzt. Zur Geschichte: Dank des am 26. Juli 1850 zwischen den Bevollmächtigten der Regierungen von Preußen, Österreich, Bayern und Sachsen abgeschlossenen Vertrages über die Bildung eines deutsch-österreichischen Telegraphenvereins gelang es, die Benutzung der Telegraphie in den beteiligten Staaten einheitlich zu regeln. Am 1. Oktober 1850 trat dieser Vertrag in Kraft. Er stellte eine der Grundlagen für die heutige Auslandstelegraphie dar. Das gewöhnliche Telegramm mit bis zu 20 Wörtern wurde in der ersten Zone (bis 10 Meilen) mit 20 Groschen und in den weiteren Zonen (25, 45, 70, 100 Meilen usw.) um je 20 Groschen höher berechnet. Ende 2000 kostete ein Telegramm von Deutschland nach Österreich mit höchstens 20 Wörtern rd. 40 DM. Ein Fax über das Netz der Telekom kostet 24 Pfennig, eine SMS über das D1-Mobilfunknetz 39 Pfennig und eine E-Mail über T-Online ist kostenlos. Deutsche Telekom Konzern beschäftigt 195.600 KräfteSeptember 2000 Personal-Vorstand Klinkhammer: „Das im Rahmen unseres ersten Börsenganges kommunizierte Ziel, den Personalbestand im Konzern bis Ende 1999 um 60.000 auf 170.000 Beschäftigte sozialverträglich zu reduzieren, haben wir vorzeitig erreicht. Am 1. Januar 2000 waren es - bezogen auf den Konsolidierungskreis von 1994 - 169.935 Kräfte, davon 135.458 bei der Konzernmutter.” In den letzten 5 Jahren wuchs mit der Zahl der Tochtergesellschaften auch die Zahl der Beschäftigten im Gesamtkonzern. Ende Juni 2000 waren bei den alten und neuen inländischen Töchtern 38.400, bei den akquirierten Auslandstöchtern und sonstigen Beteiligungen 24.100 Kräfte beschäftigt. Zusammen mit den 133.100 Kräften der Deutschen Telekom AG waren Ende Juni 2000 konzernweit mehr als 195.600 Menschen in Brot und Arbeit. 85.000 Mitarbeiter verließen seit Anfang 1995 das Unternehmen auf freiwilliger Basis, ein Großteil altersbedingt unter Nutzung der Vorruhestandsregelung. Andererseits hat die Telekom in dieser Zeit 16.400 Menschen befristet und unbefristet vom Arbeitsmarkt neu eingestellt. Im Jahr 2000 hat die Telekom knapp 3.500 neue Ausbildungsplätze in 13 Lehrberufen angeboten. Im Jahr 2002 werden mehr als 10.000 Auszubildende in einer qualifizierten Ausbildung bei der Telekom stehen. Grünes Licht für T-SystemsSeptember 2000 T@School: Erstes Internet-Klassenzimmer geht online21.09.2000 Deutsche Telekom erwirbt Anteil an niederländischem Mobilfunkbetreiber BenOktober 2000 100 Millionen DM für Stiftungsfonds NS-ZwangsarbeiterOktober 2000 Deutsche Telekom baut Engagement in der Volksrepublik China weiter ausOktober 2000 Die Volksrepublik China stellt einen wichtigen Zukunftsmarkt für die Deutsche Telekom dar. Über 1.000 deutsche Firmen investierten und produzieren an über 1.500 Standorten in China. Deutsche Telekom verkauft Eurobell an TelewestNovember 2000 Grünes Licht für T-MartNovember 2000 Die Telekom stützt auch ihre eigenen Beschaffungsprozesse auf den neuen Marktplatz ab. Künftig will der Konzern 40 Prozent der Einkaufsvorgänge über T-Mart abwickeln. Das klassische BTX wird schrittweise eingestelltDezember 2000 Telekiosk: Deutsche Telekom bringt das Internet auf die StraßeDezember 2000 Ab Januar 2001 rechnet die Deutsche Telekom intern mit dem EuroDezember 2000 Hintergrund: Die interne Umstellung schon ein Jahr vor der offiziellen Währungsumstellung soll einen ausreichenden Sicherheitspuffer schaffen. Die Mitarbeiter können sich frühzeitig an den Umgang mit der neuen Währung gewöhnen. Evtl. auftretende technische oder organisatorische Probleme können rechtzeitig ausgeräumt werden. Nach außen bleibt dagegen noch alles beim Alten. Die Preise werden weiterhin doppelt ausgezeichnet, und Signalpreise - wie etwa 9,90 DM - sind nach wie vor Bestandteil der Produktwerbung. Vorleistungs-Flatrate für Online-DiensteDezember 2000 Die Telekom bekräftigte aber ihre Auffassung, sie halte die Vorgabe der Regulierungsbehörde für falsch, weil ein Flatrate-Angebot im Schmalbandbereich die Weichen für den Zukunftsmarkt Internet falsch stelle. „Die Zukunft des Internet ist breitbandig. Mit T-DSL baut die Telekom die notwendige Infrastruktur auf, zu der jeder Internet Service Provider Zugang erhalten kann”, betonte Telekom-Chef Ron Sommer. Bei der notwendig werdenden Anpassung des Telefonnetzes müsse die Aufrechterhaltung des Telefonverkehrs Vorrang haben. Die Telekom-Konkurrenten kritisierten das Preisangebot des Konzerns als überhöht. Außerdem stießen sie sich an der Vorgabe, dass die Konkurrenten erst an den 1.600 Teilnehmervermittlungsstellen ins Telekom-Netz gelassen werden sollen. Das könne kein Provider leisten. USA: Milliardenklage gegen die Deutsche TelekomDezember 2000 Hintergrund: Die Deutsche Telekom hat angeblich irreführende Angaben im Börsenprospekt zum dritten Börsengang der T-Aktie im Juni 2000 gemacht, ebenso bei der vorab notwendigen Registrierung bei der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde. So habe die Telekom verschwiegen, dass die Übernahmeverhandlungen mit VoiceStream kurz vor dem Abschluss standen. Nach der Ankündigung der VoiceStream-Übernahme, die Aktienanalysten als überteuert bezeichneten, fiel der Kurs der Telekom-Papiere der US-Kläger von 51,50 US-Dollar am 21. Juli 2000 auf 45 US-Dollar am 24. Juli 2000. Mitte Dezember 2000 lag der Kurs bei 33,56 US-Dollar. Die Telekom erklärte, sie wolle die Klage „energisch abwehren”. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (Verkäufer der Aktien) bezeichnete die Klage als abwegig. Neues Bewertungs- und BezahlungssystemDezember 2000 0800-Rufnummer lösen die 0130er Nummern abDezember 2000 Weltrekord: Mit 160 Gbit/s durch die GlasfaserDezember 2000 Die Übertragung gelang auf einer optischen Trägerwelle ohne Zwischenverstärkung in einem 116 km langen Glasfaserring von Darmstadt nach Bensheim und zurück. Der Versuch zeigt, dass es möglich ist, gleichzeitig rd. 2,5 Millionen Telefongespräche in ISDN-Qualität auf einer Wellenlänge über die heutigen Standard-Glasfasern der Telekom-Netze zu transportieren. Das Experiment ist ein Meilenstein in der Internet-Entwicklung: Da die Zahl der Internetnutzer rapide steigt, müssen die Übertragungskapazitäten auf den Ferntrassen jährlich mindestens verdoppelt werden. Die Techniker müssen an die Grenzen der physikalischen Möglichkeiten gehen. Dies geschieht mit Zeit-Multiplextechnik (TDM, time division multiplexing) und Wellenlängen-Multiplextechnik (WDM, wave-length division multiplexing). Bei TDM werden über eine einzelne Wellenlänge möglichst hohe Datenraten geschickt. Mit WDM werden dann viele solcher Lichtsignale unterschiedlicher Wellenlänge gebündelt und gleichzeitig in einem Glasfaserkabel übertragen. Die Deutsche Telekom ist derzeit dabei, die Leistung ihrer WDM- und TDM-Systeme von 2,5 auf 10 Gbit/s je Kanal zu erhöhen. 2001 sollen bereits 40 Gbit/s erreicht werden. Auslandstarife im PreiskampfDezember 2000 Einige Preisbeispiele von Konkurrenten der Telekom aus dem 4. Quartal 2000 (je Min.):
Bei den folgenden Preisbeispielen die (regulierten) Telekom-Preise in Klammern:
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