![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Telekommunikation |
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Januar - Juni 2001
Dynamische Entwicklung im TelekommunikationsmarktJanuar 2001 In den letzten 3 Jahren ist der Verkehr im Festnetz um mehr als 60 Prozent auf 290 Milliarden Minuten gewachsen. Davon entfielen auf die Wettbewerber der Deutschen Telekom 22 Prozent. Die Teilnehmerzahl in den deutschen Mobiltelefonnetzen (D1, D2, E1, E2) ist im Jahr 2000 von 23,470 Millionen auf 48,145 Millionen um 105 Prozent gestiegen. Der Internetverkehr im Telefonfestnetz hat sich im letzten Jahr verdreifacht. Die 3 größten Online-Anbieter in Deutschland erreichten zum Jahresende 9,3 Millionen Teilnehmer. 24 Prozent der deutschen Haushalte verfügten über einen Internet-Zugang. Die Entgelte sind im Durchschnitt von 5 Pf/Min. auf 2,5 Pf/Min. gesunken. Die Preise für Inlandsferngespräche an Werktagen sind nach den Erhebungen der Regulierungsbehörde Anfang 2001 gegenüber Ende 1997 je nach Verkehrszeit bis zu 92 Prozent niedriger. Preisverbilligungen stellte die Behörde auch bei Auslandsgesprächen fest. Bei 8 der 10 wichtigsten Auslandsbeziehungen sind seit der Liberalisierung Anfang 1998 die Tarife tagsüber um bis zu 94 Prozent gesunken. Positiv auch die Arbeitsplatzbilanz des Jahres 2000: Die Zahl der Beschäftigten im Telekommunikationssektor stieg bis Ende 2000 auf 239.000, davon 61.000 (+ 8.000) bei Wettbewerbern der Deutschen Telekom. Deutsche Telekom: Vorläufige Eckdaten für 2000Januar 2001 Der Konzernüberschuss nach HGB erhöhte sich um 6,15 Milliarden Euro auf 7,4 Milliarden Euro. Im Wesentlichen resultiert dieser Anstieg allerdings nicht aus dem operativen Geschäft, sondern aus den Beteiligungsverkäufen an Global One und Wind und den Börsengängen von T-Online und der Bank Comdirect, an der die Telekom beteiligt ist. Die Abschreibungen und Zinsen für UMTS-Lizenzen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0,9 Milliarden Euro. Ende Dezember 2000 beschäftigte der Telekom-Konzern 226.400 Kräfte (Vorjahr: 196.000), davon bei der Mutter Telekom 126.900. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die Veränderungen im Konsolidierungskreis, besonders durch Einbeziehung der 20.500 debis-Mitarbeitern und der 13.400 Beschäftigten bei Slovenske telekommunikácie. Die Telekom selbst baute über 10.000 Stellen ab. Im Mobilfunk stieg nicht zuletzt durch die Mehrheitsbeteiligungen die Kundenzahl um knapp 15,4 Millionen. Allein in Deutschland konnte T-D1 seinen Kundenstamm um 10 Millionen auf 19,1 Millionen steigern. T-Online International legte um 3,2 Millionen Neukunden zu. Mit ihrer T-DSL-Offensive und zeitlich befristeten Tarifermäßigungen hatte die Telekom unerwartet großen Erfolg. Mit 628.000 vermarkteten Anschlüssen konnte das Ziel von 500.000 weit übertroffen werden. Internet-Pauschale drückt T-Online-ErgebnisJanuar 2001 T-Online International steigerte den Umsatz um 86,1 Prozent auf 797,2 Millionen Euro. Daran waren die neu erworbenen Töchter mit einem Umsatz von 55,2 Millionen Euro beteiligt. Die Umsätze aus Werbung und eCommerce konnten mit 110 Millionen Euro gegenüber 1999 versechsfacht werden. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (EBITDA) war negativ und belief sich auf -125 Millionen Euro (Vorjahr + 17,6 Millionen). T-Online führte die negative Ertragsentwicklung hauptsächlich auf die Anlaufverluste der ausländischen Töchter sowie auf die Einführung neuer Flatrate Tarife zurück. In Deutschland lag die Zahl der Flatrate Kunden bei 512.000. T-Online hatte Ende 2000 europaweit 7,94 Millionen Kunden (+ 70 Prozent), davon in Deutschland 6,53 (+ 57 Prozent). Die Pauschalgebühr (Flatrate, 79 DM, bei T-DSL-Anschlüssen 49 DM) ist ein Minusgeschäft, weil T-Online die Leitungskontingente beim Mutterkonzern zum Minutentarif bezieht, während viele Flatrate Kunden offensichtlich durchgängig im Internet bleiben. Um die Einnahmen aus Werbung und eCommerce zu steigern, muss die Verweildauer der Nutzer auf den T-Online-Seiten erheblich ansteigen. Das erfordert nach Meinung der Analysten mehr attraktive Inhalte, um die Nutzer zum Bleiben anzuregen. Kurth: Deutsche Telekom im USA- und Dänemark-Sprachtelefonmarkt weiter marktbeherrschend20.02.2001 Regulierungsbehörde schlichtet im Fakturierungs- und Inkasso-StreitMärz 2001 Die Telekom hatte für je 1.000 angelieferter Leistungsdaten 46,99 DM gefordert, dazu je Rechnung 0,16 DM für die Zahlungsbearbeitung. Die Wettbewerber wollten nur 13 DM bzw. 0,09 DM zahlen. Nach dem Schlichtungsvorschlag der Regulierungsbehörde erhält die Telekom nun ab März 2001 für die Rechnungsstellung 28 DM je 1.000 Leistungsdaten und 0,09 DM je Rechnung für die Zahlungsbearbeitung. Ab März 2003 sinken diese Entgelte auf 25 DM bzw. 0,08 DM. Damit hält die Regulierungsbehörde die Zukunft des offenen Call-by-Call in Deutschland für gesichert. Regulierungsbehörde senkt Preis für die „letzte Meile”März 2001 Neben den monatlichen Mietpreisen für die insgesamt 18 gebündelten und entbündelten Zugangsvarianten, die die Telekom zu ihrer Teilnehmeranschlussleitung anbietet, genehmigte die Behörde auch die einmalig zu zahlenden Bereitstellungs- und Kündigungsentgelte. Für die einfache Übernahme der Leitung (ohne zusätzliche Schaltarbeiten) darf die Telekom ihren Wettbewerbern 181,09 DM berechnen (zuvor 191,64 DM). Beantragt hatte die Telekom 248,47 DM. Wenn der Kunde von der Telekom zu einem anderen Wettbewerber wechselt oder wieder zur Telekom zurückkehrt, müssen die Wettbewerber für die Kündigung der einfachen Kupferdoppelader künftig 74,45 DM anstatt zuvor 107,70 DM bezahlen. Die Telekom hatte 204,21 DM beantragt. Die Entgeltregulierung sei eine der wichtigsten Aufgaben der Regulierungsbehörde gewesen, sagte Präsident Kurth. Insbesondere den preislichen Bedingungen, zu denen das frühere Monopolunternehmen den neuen Wettbewerbern den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung gewähren müsse, käme eine ganz wesentliche Bedeutung für die Entwicklung von chancengleichem Wettbewerb im Ortsnetz zu. Deutsche Telekom muss Sprach- und Datenübertragung getrennt anbietenMärz 2001 Die Anschlussleitung in die Haushalte wird beim Line-Sharing in einen niederen und einen höheren Frequenzbereich unterteilt. Der untere Sektor kann für die Sprachübertragung, der obere für die Datenübermittlung - etwa beim schnellen Zugang ins Internet - genutzt werden. Post verkauft 8 Logistikzentren (früher: Fernmeldezeugämter)Januar 2001 Die Zentren (früher: Fernmeldezeugämter) übernahm im September 2000 die Deutsche Post von der Schwester Deutsche Telekom und gliederte sie ihrerseits in ihre Logistik-Tochter Danzas ein. Danzas wickelt seitdem die gesamte Logistik für Telekom ab. T-Systems geht an den StartFebruar 2001 Das Systemlösungsgeschäft hat die Telekom neben Mobilfunk, Internet-Kommunikation und Netzzugang als eines ihrer 4 Wachstumsfelder definiert. Bereits 300.000 T-DSL-Kunden surfen breitbandigFebruar 2001 Deutsche Telekom schließt auf den Philippinen AllianzMärz 2001 Telekom-Vorstand International, Jeffrey A. Hedberg, bezeichnete den Zusammenschluss als wichtigen strategischen Schritt zur Stärkung des Engagements der Deutschen Telekom auf den Philippinen. Nach dem Zusammenschluss wird Globe Telecom mit 2,5 Millionen Mobilfunkkunden und 44 Prozent Marktanteil Marktführer auf den Philippinen. Neue Datenautobahn zwischen Europa und USA21.03.2001 Das 15.000 km lange Kabelsystem TAT-14 ist als Ringkonfiguration realisiert (das heißt, der Verkehr ist bei einer Kabelunterbrechung automatisch geschützt) und besteht aus 4 Glasfaserpaaren. Es durchquert 2-fach den Nordatlantik. Jedes Glasfaserpaar erlaubt eine Übertragungsrate von 160 Gigabit pro Sekunde, sodass insgesamt eine Übertragungsgeschwindigkeit von 640 Gigabit pro Sekunde im Ring erreicht wird oder über einem Terabit pro Sekunde bei Verwendung als 2 Einzelkabel. Dies entspricht der gleichzeitigen Übertragung von mehr als 15 Millionen Telefongesprächen. Das erste transatlantische Glasfaserkabel (1988) hatte eine Kapazität von 7.500 Telefongesprächen. TAT-14 verbindet 5 europäische Länder (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande) direkt mit den USA. Die Landepunkte sind Noerre Nebel (Dänemark), Norden (Deutschland), Katwijk (Niederlande), Saint-Valery-en-Caux (Frankreich) und Bude (Großbritannien) sowie Manasquan und Tuckerton im US-Bundesstaat New Jersey. Neue Vorstandsstruktur bei der Deutschen Telekom01.05.2001 Zur optimalen operativen Steuerung der 4 Bereiche ist nun die Verantwortung für die Führung der 4 Bereiche bei 2 Vorstandsmitgliedern gebündelt. Der erste Bereich CS umfasst T-Com und T-Systems und wird von Josef Brauner (bisher Vorstand Vertrieb und Service) geführt. Er koordiniert auch Marketing und Vertrieb im Konzern. Kai-Uwe Ricke, bislang Vorstandsvorsitzender von T-Mobile International, verantwortet den Bereich MO, das sind die Bereiche T-Mobile und - nach einer Übergangszeit - auch T-Online. Hintergrund für die Bündelung ist der sich abzeichnende Konvergenztrend des mobilen Internets, dem sich T-Mobile und T-Online gemeinsam stellen müssen. Auch im Ressort CS nähern sich die Märkte von T-Systems und T-Com immer mehr. So sind z. B. Systemlösungen auch für die von T-Com betreuten mittelständischen Geschäftskunden von immer größerer Bedeutung. Neu im Zuschnitt ist das Vorstandsressort „Produktion und Technik”, das von Gerd Tenzer geführt wird. In ihm sind die Bereiche Netze, IT, Innovation, Einkauf und Umweltschutz zusammen gefasst. Ein neu geschaffenes Ressort „Corporate Affairs” umfasst die Bereiche Recht, Strategie, Revision sowie Informations- und Prozessorganisation und wird vom bisherigen Konzernbüroleiter Dr. Max Hirschberger als Vorstand geführt. Weitere Vorstandsmitglieder sind wie bisher Dr. Heinz Klinkhammer (Personal), Dr. Karl-Gerhard Eick (Finanzen) und Jeffrey Hedberg (Internationales). Ausgeschieden sind zum 30. April 2001 Dr. Hagen Hultzsch und Detlev Buchal. Sie wechseln in den Aufsichtsrat. „Letzte Meile” ohne Telekom-Diktat25.04.2001 Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hatte 1997 die Telekom verpflichtet, die letzte Verbindung zwischen Ortsvermittlungsstelle und Endkunden Mitwettbewerbern zur Verfügung zu stellen. Vor dem Bundesverwaltungsgericht wollte die Telekom nun erreichen, dass sie nicht die pure Leitung vermieten muss, sondern die Vermietung mit zusätzlichen technischen Extras bündeln kann. Dem folgten die Richter nicht. Die Telekom verfüge bundesweit allein über ein Teilnehmeranschlussnetz aus Kupferdoppeladern und Glasfasern. Nach dem Telekommunikationsgesetz gehöre es zu den Pflichten des marktbeherrschenden Unternehmens, den Wettbewerbern so Zugang zu den Endkunden zu gewähren, dass sie in der technischen Ausgestaltung eine unternehmerische Freiheit wie die Telekom erlangen können. Aus Sicht der Regulierungsbehörde ist der Wettbewerb im Ortsnetz „der eigentliche Flaschenhals” der Telekommunikation. Die Wettbewerber könnten wegen der enormen Kosten keine eigene Infrastruktur aufbauen. Wie das Gericht bestätigte, bleibt die Telekom Eigentümer des Netzes. Der Zugang zum Endkunden könne nur in Ausnahmefällen bei sachlich hinzunehmenden Gründen wie Kapazitätsengpässen verweigert werden. TK-Leistungen um 7,9 Prozent billigerApril 2001 Das Mobiltelefonieren war um 10,3 Prozent preiswerter. Für die Internet-Nutzung zahlten die Haushalte 41,8 Prozent weniger als im April 2000. Internet aus der SteckdoseJuli 2001 Damit ist RWE der erste Anbieter in Deutschland, der Privat- und Geschäftskunden einen Internetzugang über das Stromnetz bietet. Konkurrenten wie E.on AG und die baden-württembergische EnBW wollen noch in diesem Jahr folgen. Deutsche Telekom führt neues Vergütungssystem ein01.07.2001 2000 erfolgreichstes Geschäftsjahr der Deutschen TelekomMai 2001 Der Umsatz in der Mobilkommunikation stieg um über 75 Prozent von 5,3 Milliarden Euro auf 9,2 Milliarden Euro. Die Zahl der T-Mobile-Kunden in Deutschland konnte mit einem Anstieg auf über 19 Millionen mehr als verdoppelt werden. Einschließlich der internationalen Telekom-Töchter hatte der Konzern weltweit 42 Millionen Mobilkunden. T-Online steigerte den Umsatz um mehr als 85 Prozent auf 800 Millionen Euro. Kundenbestand in Deutschland: 6,5 Millionen (1999: 4,2 Millionen). International waren es Ende 2000 über 8 Millionen Kunden. Im Festnetzgeschäft hielt der ISDN-Boom an. Die Zahl der ISDN-Kanäle wuchs 2000 um 30 Prozent auf 17,3 Millionen. Im Jahr 2000 beschäftigte der Telekom Konzern durchschnittlich 205.032 Kräfte (+3,5 Prozent), davon waren 65.217 Beamte (1999: 76.223). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Veränderungen im Konsolidierungskreis (u.a. 20.000 bei debis Systemhaus und 13.300 Mitarbeiter bei Slovenske Telekommunikácie). VoiceStream und Powertel endgültig bei Telekom01.06.2001 VoiceStream wird Teil von T-Mobile International AG. Mit dann mehr als 51 Millionen Kunden in Tochter- und Beteiligungsgesellschaften gehört die Deutsche Telekom zu den weltweit führenden Mobilfunkgesellschaften. Deutsche Telekom trennt sich von Kabel-TV-GeschäftJuni 2001 Mit dem vollständigen Verkauf der 6 Kabel-TV-Regionen unterstreicht die Telekom die Focussierung auf ihr Kerngeschäft, so Telekom-Vorstand Gerd Tenzer. In den 6 Regionen sind mehr als 10 Millionen Haushalte an das Kabelnetz angeschlossen. Liberty Media hält zahlreiche Beteiligungen in den Bereichen Fernseh-Programmangebot, Kommunikation, Technologie und Internetaktivitäten in den USA, Europa, Asien und Südamerika. Klesch & Company Limited ist eine private Investorengruppe mit Sitz in London. Pleitewelle auf Telefonmarkt erwartetMai 2001 Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag” vom 29. April 2001 sind bereits Gigabell, Callino und Star Telecom gescheitert. Die Verbindungen zur Frankfurter Star Telecom schaltete die Telekom wegen offener Rechnungen in 2-stelliger Millionenhöhe am 8. Februar 2001 ab. Am 5. April 2001 folgte TelDaFax, nachdem Gespräche mit dem in Insolvenz befindlichen Marburger Telefonanbieter zu keinem tragfähigen Schuldentilgungsplan für die rund 90 Millionen DM Verbindlichkeiten geführt hatten. Die Telekom hat nach einem „Spiegel”-Bericht von Mitte April 2001 insgesamt 31 Billiganbieter von Telefongesprächen zur Zahlung ihrer Millionenschulden für Mietleitungen gemahnt. Insgesamt habe die Telekom Außenstände von 1 Milliarde DM. Am 18. April 2001 kappte die Telekom wegen unbezahlter Schulden auch die Leitungen zum Münchener Wettbewerber Callino, der ebenfalls Insolvenzantrag gestellt hatte. Vorläufig letzter Schuldner im 1. Halbjahr 2001, dem die Telekom die Verbindungen abschaltete, war der Anbieter Viatel Communications GmbH (19. Juni 2001). ◊
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