![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Post und Telekommunikation Kurier-, Express-, Postdienste |
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April bis Juni 2009
Bundesnetzagentur will Innovationsschub für moderne Infrastrukturen02.04.2009 „Auch im Bereich der Postdienstleistungen erleichtern Innovationen und neue Technologien die Arbeit”, so Kurth. „Den Unternehmen ist es dadurch möglich, ihre qualitativ hochwertigen Transport- und Logistikdienste, die der Wirtschaft eine arbeitsteilige wie termingerechte Produktion ermöglichen, in nationalen und internationalen Netzwerken zu optimieren und zu erweitern.” Er verwies auf die wichtige Rolle neuester Techniken im Bereich der Sendungsverfolgung, z.B. RFID (Radio Frequency Identification). RFID ist ein auf Transpondertechnik basierendes Verfahren zur Auszeichnung, Identifikation und Lokalisierung von Gegenständen. Im Jahr 2008 ist der Postmarkt insgesamt um 3 Prozent auf weit über 25 Milliarden Euro gewachsen. „Hierzu hat die weit überdurchschnittliche Wachstumsrate im Kurier-, Express- und Paketmarkt beigetragen”, so Kurth. In der Definition der Bundesnetzagentur umfasst der Postmarkt den Briefmarkt und den KEP-Markt - Kurier-, Express- und Paketsendungen. Im KEP-Markt herrscht bereits funktionsfähiger Wettbewerb. „Es gibt 5 große Unternehmen und eine Vielzahl von kleinen und mittleren Unternehmen.” Der Marktanteil der Wettbewerber der Deutschen Post AG liege bei über 60 Prozent. Im Gegensatz zum KEP-Markt stagniert der Briefmarkt, betonte Kurth. Im Vergleich mit anderen Sektoren des Transportmarktes wird nach den Feststellungen der Bundesnetzagentur der wachsende Anteil der KEP-Branche erkennbar. Von 1995 bis 2007 wuchs das Sendungsvolumen im KEP-Markt um 66 Prozent.
„Schnelle und termingenaue Postdienste sind ein unerlässlicher Produktivitäts- und Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft”, betonte Kurth. „Zudem beschäftigen sämtliche Postdienstleister mehr als 400.000 Arbeitnehmer.” Der Gesamtumsatz in den KEP-Unternehmen in Deutschland lag 2008 bei über 15 Milliarden Euro. Das Sendungsvolumen lag bei über 2,2 Milliarden Stück. Seit 2003 hat sich der KEP-Markt sehr dynamisch entwickelt. Bei den Sendungen legte er beispielsweise von 2005 auf 2006 rund 8,6 Prozent zu, im Jahr darauf noch einmal 5,6 Prozent. Solche Zuwachsraten sind in den Zeiten der Finanz- und Wirtschaftkrise nicht zu erwarten. Nach den Schätzungen der Bundesnetzagentur lag die Zuwachsrate 2008 zwischen 2 und 3 Prozent. Für 2009 rechnet die KEP-Branche immerhin noch mit einer Zuwachsrate von bis zu 2 Prozent. Marktliberalisierung und Universaldienst Seit Anfang 2008 kann die Deutsche Post AG - wie andere Anbieter auch - selbst entscheiden, ob und welche Dienstleistungen von ihr erbracht werden. „Sie hat gleichwohl bekräftigt, sämtliche Post-Universaldienstleistungen weiterhin zu erbringen.” Der Anteil der Wettbewerber - so die Agentur - beschränkt sich in der Regel auf örtliche oder regionale Anbieter. „Im Paketmarkt wird der Universaldienst seit langer Zeit von mehreren Unternehmen erbracht.”
Marktbarrieren abbauen, Wettbewerb fördern Trotz hoher Substitutionsanfälligkeit des Briefmarkts durch elektronische Medien habe sich gezeigt, dass zunehmender Wettbewerb auch dem klassischen Briefgeschäft neue Impulse geben könne. „So haben die bisherigen Liberalisierungsschritte zu einem verbesserten Dienstleistungsangebot, sinkenden Preisen für Briefdienstleistungen und neuen Arbeitsplätzen geführt.” Veränderungen des Regulierungsrahmens Mit dem Wegfall der Exklusivlizenz ist die Deutsche Post auch von der gesetzlichen Verpflichtung entbunden, Universaldienstleistungen entsprechend der PUDLV zu erbringen. Die auf Art. 87f GG basierende Konzeption des Postgesetzes (PostG) sieht vor, dass zur Erbringung des Universaldienstes die Gesamtheit aller am Markt tätigen Anbieter beiträgt. Die Sicherstellung des Universaldienstes ist seit 1. Januar 2008 Aufgabe der Bundesnetzagentur. Bei einem Universaldienstdefizit stehen der Bundesnetzagentur die im PostG beschriebenen Maßnahmen - Feststellung, Verpflichtung, Ausschreibung - zur Verfügung. Die Vorgaben der PUDLV für die Briefbeförderung - so der Jahresbericht - werden derzeit schon allein durch das aktuelle Leistungsangebot der Deutschen Post erfüllt. Der Postmarkt 2008 in Zahlen
Gemessen am Umfang hat die Deutsche Post im Briefbereich in 2008 ihren Marktanteil auf 89,3 Prozent vergrößert (2007: 88,7 Prozent). Beim Sendungsaufkommen ist ihr Anteil auf 91,6 Prozent gestiegen (2007: 91,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr beförderten die Wettbewerber der Deutschen Post mit 1,47 Milliarden Sendungen rund 65 Millionen Sendungen weniger. Sie erreichten Umsätze von ca. 1 Milliarde Euro (2007: 1,1 Milliarden Euro). Stark angestiegen ist 2008 der Anteil der konsolidierten und in die Briefzentren der Deutschen Post eingelieferten Mengen. „Somit hat sich der sogenannte Ende-zu-Ende-Wettbewerb - vom Einsammeln bis zur Zustellung - zwischen Deutscher Post und Wettbewerbern abgeschwächt”, so der Jahresbericht.
Beschäftigungsentwicklung Auch bei der Deutschen Post ging laut Jahresbericht die Zahl der Beschäftigten im Briefbereich zurück. 2008 waren einschließlich der Personalanteile des Verwaltungsbereichs rund 166.000 Arbeitnehmer beschäftigt (2007: 167.500). Im gesamten Postmarkt (Brief- und KEP-Markt) ist hingegen gegenüber dem Vorjahr die Zahl der Beschäftigten weiter gestiegen auf über 400.000 Arbeitnehmer. Betriebsergebnisse Preisentwicklung
Das Preisniveau für Einzelbriefsendungen in Deutschland lag im Januar 2009 um 5 Prozent unter dem Preisniveau von 2002. Die Preise der Wettbewerber (mit Umsatzsteuer) liegen zum größten Teil unter den Preisen (ohne Umsatzsteuer) der Deutschen Post. Im Gegensatz zur Entwicklung in Deutschland ist das Preisniveau in den meisten europäischen Ländern seit 2002 deutlich angestiegen.
Lizenznehmer Zugang zum Netz und zur Infrastruktur des marktbeherrschenden Unternehmens Der Anteil der konsolidierten Mengen ist 2008 stark angestiegen: von 750 Millionen Sendungen im Jahr 2007 auf rund 1 Milliarde Sendungen. Außerdem hat die Deutsche Post je 14 Verträge über den Zugang zu Postfachanlagen und über den Zugang zu Informationen über Adressänderungen abgeschlossen. Hinweis: Der vollständige Jahresbericht der Bundesnetzagentur ist abrufbar unter http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/15901.pdf oder hier. „Deutsche Post bereitet Angebot für Royal-Mail-Anteil vor” / Am Ende kein Angebot08.04./05.05.2009 Am 5. Mai 2009 meldete die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Post steige nicht bei Royal Mail ein und habe kein Angebot abgegeben. Die Zeitung bezieht sich auf „mit dem Vorgang vertraute Personen”. PIN verkauft die letzten beiden Töchter08.04.2009 Ursprünglich beschäftigte die PIN Group bei ihren Töchtern 11.350 Mitarbeiter. Durch den Verkauf der einzelnen Tochterfirmen seien 4.725 Stellen gesichert worden. Kübler sucht nun noch einen Käufer für die Ulmer Direktexpress Holding mit 730 Mitarbeitern, an der PIN Anteile besitzt. Die militante linke Szene führt Krieg gegen die Deutsche Post15.04.2009 Auf den Kampagnen-Webseiten wird das DHL-Logo zu „Deutsche Heeres Logistik” verfremdet. Die Urheber werfen der Post auch logistische Leistungen für das US-Militär im Irak vor. Das Unternehmen sei damit „unmittelbarer Kriegs- und Besatzungshelfer”. Die Deutsche Post kann diese Anfeindungen nicht nachvollziehen. „Die Bundeswehr ist ein Teil der Bundesrepublik Deutschland und für uns Kunde wie jeder andere auch”, sagte Postsprecher Uwe Bensien. Die Aktionen der Gewalttäter gegen die Post beschränken sich nicht nur auf Berlin. In Hamburg brannten im März in einer Nacht 5 DHL-Kleintransporter aus. In Nürnberg wurde eine Packstation mit roter Farbe übergossen. Im Februar traf es eine Packstation in Wuppertal. Hermes will sich aus österreichischem Markt zurückziehen15.04.2009 Hermes war erst 2007 in Österreich gestartet und hatte der Österreichischen Post AG mit Billigpreisen rund 40 Prozent Marktanteil abgenommen. Nach Insider-Informationen soll Hermes damit aber ca. 30 Millionen Euro verloren haben. Dies meldete die Financial Times Deutschland am 15. April 2009. In Österreich wird Hermes nach Mitteilung der Zeitung seine Kunden - darunter Otto-Versand und Großversandhaus Quelle - offiziell behalten. Die 5 Verteilzentren sollen aber geschlossen werden. Die Zustellung der jährlich ca. 9 Millionen B2C-Pakete soll ab 1. Juni 2009 die Österreichische Post als Vertragspartnerin übernehmen. Das kleinere Geschäft mit Privatpaketen (C2C) geht an DPD, eine Tochter der französischen La Poste. Mit DPD möchte Hermes eine europäische Kooperation vereinbaren. Das Netz der Paketshops will Hermes aber weiter ausbauen: von derzeit 1.200 auf 1.600. DHL Amerika verlagert Luftdrehkreuz von Wilmington nach Cincinnati20.04.2009 Erst 2005 hatte DHL den gesamten Umschlag von Cincinnati in das 60 Meilen entfernte Wilmington verlagert, weil die Anlagen in Cincinnati nicht mehr ausreichten, um auch den US-Inlandsmarkt zu bedienen. Damals hatte DHL jede Nacht rund 1 Million Sendungen umzuschlagen, jetzt sind es noch etwa 100.000. Unklar ist, was aus dem stillgelegten Flughafen Wilmington wird. DHL hatte ihn vor einigen Jahren gekauft und massiv zu einem von weltweit 3 DHL-Luftdrehkreuzen ausgebaut. Die beiden anderen DHL-Luftdrehkreuze sind Leipzig und Hongkong. Verhandlungen über einen Pakt zwischen Deutsche Post/DHL und UPS geplatzt20.04.2009 Österreich: Streit um das geplante Postmarktgesetz20.04.2009 Die Post-Konkurrenten protestierten schon im Vorfeld der Beratungen gegen die beabsichtigten Lohnvorgaben. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass jeder, der eine Konzession für das Geschäft mit Briefen unter 50 Gramm erhalten will, gewisse „arbeitsrechtliche Standards” einhalten muss. „Die Gehälter und Löhne der Post-Konkurrenten dürfen nicht niedriger, die Arbeitsbedingungen nicht schlechter sein als beim Universaldienstleister”, hieß es aus dem Infrastrukturministerium. Dies soll für einen Übergangszeitraum gelten, bis ein Branchen-Kollektivvertrag abgeschlossen ist. Derzeit liegen die durchschnittlichen Löhne und Gehälter der Österreichischen Post AG laut eines im Auftrag der Post erstellten Gutachtens des IHS um 30 bis 40 Prozent über denen der Konkurrenten. „Wir wollen keine Turnschuh-Zustellung”, hieß es aus dem Ministerium. Das neue Gesetz soll auch den Ausgleich für den Universaldienst regeln. Nach dem Gesetzentwurf müssen private Anbieter mit einem Umsatz ab 500.000 Euro Beiträge in einen Fonds einzahlen, aus dem die flächendeckende Versorgung mit Postdiensten finanziert wird. Damit soll verhindert werden, dass die Österreichische Post AG die Kosten für den Universaldienst allein aufbringen muss, weil sich neue Wettbewerber nur aufs „Rosinenpicken” in Ballungsräumen verlegen. Der Gesetzentwurf schreibt erstmals die Zahl der Postfilialen (posteigene und fremdbetriebene Filialen) mit 1.650 fest. Derzeit gibt es in Österreich 1.300 posteigene Filialen und rund 200 Partnerfilialen (in Deutschland: Postagenturen). Die Österreichische Post AG will 300 eigene Filialen schließen und durch 450 Partnerfilialen ersetzen. In Städten mit über 10.000 Einwohnern und in Bezirkshauptstädten muss in maximal 2.000 Metern eine Filiale erreichbar sein, in den übrigen Orten in maximal 10 km. Die neuen Wettbewerber sollen - wie die Österreichische Post AG - auch zur Finanzierung der Hausbriefkästen herangezogen werden. Bisher mussten dafür die Hauseigentümer und Mieter einstehen. Dies hat der österreichische Verfassungsgerichtshof geändert. Deutsche Post will Konkurrenten Red Parcel kaufen23.04.2009 Red Parcel Post wurde 2004 vom früheren Postvorstand Dieter Seegers-Krückeberg gegründet. Mit der Nutzung von RFID-Funkchips wollte der Manager den Paketversand revolutionieren und die Produktionskosten um ein Drittel senken. 2007 übernahm Hellmich sämtliche Anteile. Der Bauunternehmer hofft nun angeblich auf Bauaufträge der Post. EuGH bestätigt Mehrwertsteuerbefreiung für Universalpostdienst23.04.2009 Nach der EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie sind „öffentliche Posteinrichtungen” von der Mehrwertsteuer befreit. Die Royal Mail in Großbritannien ist aber schon vollständig privatisiert. TNT war daher der Meinung, die Mehrwertsteuerbefreiung sei nicht mehr zulässig und klagte beim EuGH. Die Mehrwertsteuer-Richtlinie ist aber - so der EuGH - in Verbindung mit der Postdienst-Richtlinie zu sehen. Beide hätten das Ziel, der Bevölkerung Postdienste „zu ermäßigten Kosten anzubieten”. Mit „öffentlich” sei daher nicht staatlicher Besitz, sondern der allgemeine Zugang zu einem Postdienst gemeint, urteilte der EuGH. Mehrwertsteuerfrei sei daher der Universaldienst. Als Universaldienstleister gelten Dienstleister, die flächendeckend ein ausreichendes Angebot zu einheitlichen und tragbaren Preisen für alle Nutzer bieten. Auf Deutschland bezogen bedeutet dies, dass z.B. ein Brief aus dem Allgäu zur Insel Sylt trotz höherer Kosten nicht ein Vielfaches eines Briefes kosten darf, der innerhalb einer Großstadt wie Frankfurt zu befördern ist. Ausgeschlossen ist nach dem Urteil des EuGH jedoch die Mehrwertsteuerbefreiung für Sendungen zu individuell ausgehandelten Preisen, wie ein Mengenrabatt für Großkunden. GLS Germany baut neues Depot in Bornheim bei Köln22.04.2009 Mit einer maximalen Tageskapazität von 55.000 Paketen baut GLS eines ihrer größten Depots in Deutschland. Das Depot entsteht auf einem Grundstück von 33.000 Quadratmetern. Die knapp 6.000 Quadratmeter große Umschlaghalle wird ausgestattet mit einer Vierstrang-Fördertechnik, aktueller Scan- und Sicherheitstechnik sowie 170 Ladetoren. Ein Ausbau auf 227 Tore und die Nutzung als regionaler Umschlagplatz sind bei Bedarf jederzeit möglich. GLS berücksichtigt in Bornheim dieselben ökologischen Gesichtspunkte wie am kürzlich fertig gestellten Standort in Vaihingen-Enz: Durch eine Wärmepumpenheizung als primäre Heizquelle wird der CO2-Ausstoß gesenkt. Es gibt eine Vorrichtung zur Nutzung von Regenwasser und beim Bau wurden überwiegend vollständig recycelbare Stahl- und Sandwichpaneele verwendet. Hintergrund: Die GLS Germany ist eine Tochtergesellschaft der General Logistics Systems B.V., Amsterdam (GLS). GLS bietet außer Paketdienstleistungen auch die Beförderung von Express-Sendungen und logistische Mehrwertleistungen. Über eigene Gesellschaften und Partner bietet das Unternehmen seine Dienstleistungen in 36 europäischen Staaten an und ist über vertraglich gesicherte Allianzen mit der ganzen Welt verbunden. Europaweit stehen der GLS 32 zentrale Umschlagplätze und 680 Depots zur Verfügung. 13.000 Mitarbeiter und 19.700 Fahrzeuge sind täglich für 220.000 Kunden im Einsatz. Im Geschäftsjahr 2007/08 wurden 335 Millionen Pakete befördert, der Umsatz betrug 1,75 Milliarden Euro. DHL erweitert Express-Kapazitäten im Asien-Netzwerk27.04.2009 Mit dem Incheon Gateway setzt DHL ebenfalls neue Maßstäbe in der Branche: Das 20.000 Quadratmeter große Gebäude mit einer Investitionssumme von 50 Millionen US-Dollar verfügt über eine vollautomatische Sortieranlage für Pakete, mit der sich jetzt die 5-fache Sendungsmenge bewältigen lässt. Automatisierte Gewichtsmessungen und Röntgenanlagen stellen sicher, dass eine maximale Kapazität von 13.500 Sendungen pro Stunde erreicht wird. Dabei erfasst ein mit 6 Kameras ausgestattetes Sortiersystem Gewicht und Größe pro Sendung und ist direkt mit der Datenbank des Verteilzentrums verbunden. Gleichzeitig werden im Sortiersystem die Detailangaben der Luftfrachtbriefe aufgenommen. Von diesem südkoreanischen Knotenpunkt aus werden zum Beispiel die Märkte in der Mongolei, Nordchina und Ost-Russland bedient. Darüber hinaus hat er interkontinentale Verbindungen nach Europa und in die USA. GLS: Erster Drive-in Paket Shop eröffnet
Bequem mit dem Auto vorfahren und das Paket durch das Fenster reichen: Am 25. April 2009 ist in Seevetal bei Hamburg der erste GLS-Paket Shop mit Drive-in-Schalter eröffnet worden. Die Halle mit dem Annahmetresen ist für Pkw und Transporter gleichermaßen gut zugänglich. So können sowohl Kunden als auch Zustellfahrer den Drive-in nutzen. „Keinen Parkplatz suchen, kein Paket tragen müssen - das wird vor allem Kleingewerbetreibende freuen, die mit mehreren Sendungen zum Shop kommen”, erklärt Klaus Conrad, Managing Director der GLS Germany. Schlechtwetter-Konzept Zumwinkel packt schon wieder die Koffer28.04.2009 Zumwinkel war nach dem Ende des Strafverfahrens, das mit einer Bewährungsstrafe endete, im Februar 2009 von Köln auf sein Anwesen am Gardasee nach Italien gezogen. Seine Burg in Italien werde er privat weiter nutzen, hieß es nun. Die Bewährungsstrafe zwingt ihn, Adressenänderungen der Behörde mitzuteilen. Sein Anwalt Hanns Feigen bestätigte der SZ die Umzugspläne von Zumwinkel. Erst kürzlich waren Zumwinkels Kölner Villa und das Anwesen am Gardasee von Ermittlern durchsucht worden. Dabei ging es um die Spitzelaffäre der Deutschen Telekom. 8 Personen, darunter Zumwinkel stehen im Verdacht, gegen das Bundesdatenschutzgesetz und das Fernmeldegeheimnis verstoßen zu haben. Die Telekom hatte 2005 und 2006 - Zumwinkel war damals Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Telekom - die Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsratsmitgliedern, Angehörigen des Betriebsrats, Journalisten und anderen Personen ausgespäht. Briefpreis in Deutschland auch im europäischen Vergleich günstig / Neue Briefpreisstudie belegt inflationsbereinigt Senkung um 16 Prozent in 10 Jahren29.04.2009 Auch die Bundesnetzagentur hatte in ihrem kürzlich vorgelegten Jahresbericht festgestellt, dass im Gegensatz zur Entwicklung in Deutschland das Preisniveau in den meisten europäischen Ländern seit 2002 deutlich angestiegen sei. Zur Briefpreisstudie 2009 geht's hier Weltbild spart am Print-Katalog / 50 Prozent der Bestellungen per Internet28.04.2009 „Unser Geschäft verschiebt sich mehr und mehr vom klassischen Katalogversand ins Internet”, sagte Carel Halff, Vorsitzender der Weltbild-Geschäftsführung. Im Onlineshop erwirtschafte das Unternehmen inzwischen rund die Hälfte des Umsatzes. „Unsere Kunden nutzen die große Vielfalt, die Weltbild.de im Web mit mehreren 100.000 Büchern bietet, und bestellen viel mehr Buchtitel, als wir ihnen im Katalog präsentieren.” Weil durch diese Entwicklung Werbeaufwendungen im Katalogbereich eingespart werden könnten, verzichte Weltbild im Internet auf Versandkosten. Den Weltbild-Monatskatalog in Millionenauflage werde es aber nach wie vor geben, betonte Halff. Allerdings übernehme der Katalog mehr und mehr die Funktion des Impulsgebers für die anderen Vertriebskanäle. Weltbild.de vertreibt nach eigenen Angaben mehr als 3 Millionen Produkte: Bücher, DVDs, CDs, Software & Games, Consumer Electronic, Musik-Downloads und Geschenkartikel. Garantpost neuer GLS-Partner in Russland07.05.2009 „Das Engagement europäischer Unternehmen in der Russischen Föderation nimmt zu”, so Rico Back, CEO General Logistics Systems B.V., Amsterdam (GLS). „Durch die Partnerschaft mit Garantpost erhalten unsere Kunden die Möglichkeit, diesen Markt schnell und zuverlässig zu bedienen.” Flächendeckung über 11 Zeitzonen
In allen wichtigen Wirtschaftszentren Russlands ist die Zustellung am Folgetag möglich. Ziele in abgelegenen Regionen erreicht Garantpost in 2 bis 5 Tagen. Aufgrund der Größe des Landes, das 17 Millionen Quadratkilometer und 11 Zeitzonen umfasst, transportiert Garantpost im Fernverkehr zu 80 Prozent per Luftfracht. Der Anteil der Lkw-Transporte liegt bei 15 Prozent. Die übrigen 5 Prozent werden bis zur Feinverteilung per Bahn weiter geleitet, weil in manchen Regionen keine effizienten alternativen Transportmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Qualität in den Partner-Netzen Auch Dimitry Zolkin, Deputy General Director EMS Garantpost, sieht ein großes Potenzial in der neuen Partnerschaft: „Da GLS in 36 Ländern Europas präsent ist, kann Garantpost künftig für ganz Europa einheitliche Produkte und Services anbieten. Das dichte Netz und die kurzen Regellaufzeiten der GLS werden sicher dazu beitragen, dass unser Export neue Impulse bekommt.” Österreich soll der Deutschen Post eine Beteiligung an der Österreichischen Post angeboten haben05.05.2009 Die Deutsche Post kommentierte die Meldung nicht. Post-Chef Frank Appel hat mehrfach gesagt, die Zeit der großen Akquisitionen sei vorbei. Brief- und Paketdienstleister spüren die Wirtschaftskrise05.05.2009 Deutsche Post DHL: Bei der Vorstellung des Berichts für das 1. Quartal 2009 gab Post-Chef Frank Appel am 6. Mai bekannt, infolge der globalen Wirtschaftskrise sei der Umsatz um 12,9 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Das EBIT vor Einmaleffekten ging um 42,1 Prozent auf 312 Millionen Euro zurück. „Hauptgründe waren der beispiellose Nachfrageeinbruch über alle Regionen und Branchen hinweg sowie geringere Volumen und höhere Lohnkosten im Unternehmensbereich BRIEF.” Das berichtete EBIT auf Konzernebene belief sich auf 27 Millionen Euro nach 539 Millionen Euro im 1. Quartal 2008. „Wir müssen jetzt handeln, um unsere Profitabilität und damit Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Dabei darf es keine heiligen Kühe geben”, sagte Appel. „Wir konzentrieren uns darauf, unsere Kosten - vor allem bei BRIEF und EXPRESS - weiter zu senken.” So ist eine Neuorganisation des Unternehmensbereiches EXPRESS geplant mit dem Ziel, das Expressgeschäft schlanker und schlagkräftiger zu machen. Dabei sollen Managementebenen entfallen. Aus 5 geografischen Regionen werden künftig 3. Zusätzlich wird es eine neue Führungsstruktur mit einem 6-köpfigen Managementteam geben. Auch im Briefbereich plant der Konzern, die Effizienz zu steigern, „um vor dem Hintergrund sinkender Sendungsmengen das Geschäft fit für die Zukunft zu machen”. Mit den Sozialpartnern müsse über eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit und eine Verschiebung der geplanten Lohnerhöhungen gesprochen werden. Sendungen, die bisher über das Nachtluftpostnetz transportiert wurden, sollen künftig auf dem kostengünstigeren Landweg „ohne nennenswerte Qualitätseinbußen” transportiert werden. Der Konzerngewinn nach Minderheiten stieg zwar im 1. Quartal 2009 von 383 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 944 Millionen Euro. Hauptgrund war aber die Bewertung der Verkaufsoptionen der Postbank-Aktien. TNT: Beim niederländischen TNT-Konzern brachen Umsatz und Gewinn im 1. Quartal 2009 ebenfalls massiv ein. In der Expresssparte sank der Umsatz um 15 Prozent, das operative Ergebnis (EBIT) um über 81 Prozent. Der operative Konzerngewinn von TNT fiel um 44 Prozent auf 163 Millionen Euro. Der Umsatz sank um 10 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Im Briefbereich fiel der operative Gewinn bei nur leichten Umsatzrückgängen um über 23 Prozent. TNT-Chef Peter Bakker kündigte „weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen” an. UPS: Auch United Parcel Service spürt die weltweite Krise. Im 1. Quartal 2009 fiel der Umsatz um 14 Prozent auf 10,9 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn brach sogar um 56 Prozent auf 401 Millionen US-Dollar ein. Im Durchschnitt beförderte UPS pro Tag 14,5 Millionen Pakete. Das waren 4 Prozent weniger als im 1. Quartal 2008. UPS-Finanzchef Kurt Kuehn erwartet erst im 2010 eine wirtschaftliche Erholung. Profitieren konnte UPS vom Rückzug der Deutsche Post-Tochter DHL aus dem inneramerikanischen Paketmarkt: UPS konnte sich nach eigenen Angaben die Hälfte der Paketsendungen von DHL sichern. Deutsche Post: Briefzusteller sollen länger arbeiten05.05.2009 Der derzeit gültige Tarifvertrag läuft bis 2010. Appel möchte mit den Sozialpartnern aber schon jetzt neue Konditionen aushandeln. Die Gewerkschaft ver.di wies die Forderungen zurück. Appel solle „die Kirche im Dorf lassen”, sagte die ver.di-Vize-Chefin Andrea Kocsis. Es gebe einen vor Jahresfrist vereinbarten Tarifvertrag zu Arbeitszeiten und Entgelten, der „nicht verhandelbar” sei. Der Tarifvertrag sieht u.a. eine Erhöhung der Arbeitsentgelte in 2 Schritten um 4 und 3 Prozent vor. Der 2. Schritt wird im Dezember 2009 fällig. Die Post möchte die Erhöhung verschieben. Beide Seiten hatten außerdem einen Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis Juni 2011 ausgehandelt. Auch diese Leistung will die Post jetzt überprüfen. Container bilden Fahrgemeinschaft: DHL entwickelt System zur Reduzierung des Güterverkehrs / Stärkung des Umweltschutzes12.05.2009 Das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) der Universität Bremen als wissenschaftlicher Treiber des Projekts und DHL als Anwendungspartner setzen auf einen Technologie-Mix aus Identifikations- und Ortungstechnologien. Mit Hilfe der Radio Frequency Identification (RFID) wird die Wechselbrücke identifiziert und ihr Standort über eine satellitengestützte Ortung per Global Positioning System (GPS) ermittelt. Darüber hinaus gehört zu dem System eine speziell entwickelte Software, die logistische Zielgrößen sowie die Reihenfolgeplanung und -steuerung der Stopps auf der jeweiligen Tour berücksichtigt. Sie wird mit der Tourenplanung verknüpft und bezieht Verkehrsinformationen mit ein. „Wir waren auf der Suche nach einem System, mit dessen Hilfe Gütertransporte flexibel und effizient disponiert werden können. Gleichzeitig sind wir darauf bedacht, dass unsere Innovationen auch dem Umweltschutz dienen und den Verkehr auf Straße und Schiene reduzieren”, sagt Jörg Friedrichs, bei der Deutschen Post DHL verantwortlich für das Projekt. Das System unterstützt Disponenten, indem es wertvolle Entscheidungshilfen zur Tourenplanung liefert. Für Kunden bedeutet dies eine flexiblere Verfügbarkeit von Transportkapazitäten und auch reduzierte Transportkosten. Konkret: An einem bestimmten Ort steht eine Wechselbrücke, nur halb beladen mit Waren für einen Kunden. Das Modul in der Wechselbrücke sendet Daten wie Auslastung, Bestimmungsort und derzeitiger Standort an einen Rechner in der Spedition. Dort werden diese Daten mit Bestandsdaten und der aktuellen Auftragslage abgeglichen. Jetzt kann es sich ergeben, dass in der Nähe eine 2. Wechselbrücke Waren für den gleichen Bestimmungsort führt und auf dem Weg dorthin sogar noch weitere Ladung aufgenommen werden kann. Statt den Weg zum Zielort halb beladen anzutreten, geht nun eine einzige Wechselbrücke über einige Zwischenstopps à la Fahrgemeinschaft gut ausgelastet auf ihre Fahrt: optimale Route, keine Leerfahrt, Kosten reduziert, Zeit gespart, Verkehr vermieden und Umwelt geschont. Seit Anfang 2008 arbeiten die Experten der Universität Bremen und der Deutschen Post DHL gemeinsam mit der OHB Teledata GmbH und Micromata GmbH an diesem Projekt. INWEST - so der offizielle Projektname - wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) im Rahmen des Förderschwerpunktes „Intelligente Logistik” unterstützt. Hintergrund: Wechelbrücke: Ein Wechselaufbau (auch: Wechselbehälter, Wechselaufbaubrücke, Wechselpritsche, WAB und Wechselkoffer) ist ein austauschbarer Ladungsträger, der sich von einem LKW-Aufbau oder einem Bahn-Containerwagen trennen lässt. Für die Nutzung im kombinierten Verkehr muss er mit Einrichtungen ausgerüstet sein, die einen Umschlag auf die Bahn ermöglichen. Dies wird durch Greifkanten ermöglicht, die sich an der Unterseite des Wechselaufbaus befinden. Kräne an den Containerterminals besitzen dafür spezielle Greifarme, mit denen die Wechselaufbauten seitlich umfasst und angehoben werden können. Die Wechselaufbauten werden mit dem für ihren Transport vorgesehenen LKW, Anhänger (Lafetten) oder Güterwaggon durch Zapfen (sogenannte Pilze) verbunden. Man unterscheidet verschiedene Behälter-Klassen: Für Gliederzüge eignen sich besonders die C-Behälter mit 16 t Gesamtgewicht. Bei diesen Behältern werden 4 Stützbeine an den Seiten heruntergeklappt, danach kann das Fahrzeug - durch Entlüften der Bälge der Luftfederung - abgesenkt und unter dem abgestellten Aufbau herausgefahren werden. Diese Form wird häufig als Wechselbrücke bezeichnet. Deutsche Post digitalisiert Briefpost für Bundesagentur für Arbeit11.05.2009 Jeden Tag erhält die Bundesagentur für Abeit über 260.000 Postsendungen. Das sind täglich rund 700.000 Blatt Papier, die von den Mitarbeitern eingesehen, bearbeitet und beantwortet werden müssen. Hinzu kommt eine große Anzahl von Bestandsakten, die bis zu 300 Millionen Seiten ausmachen. Die Deutsche Post hat nun die Aufgabe, mit Unterstützung ihrer auf Dokumentenmanagement spezialisierten Tochter Williams Lea, die Tagespost und die Bestandsakten schrittweise bei den 176 Arbeitsagenturen abzuholen, mit Hochleistungsscannern zu digitalisieren und anschließend der Bundesagentur für Arbeit wieder elektronisch zur Verfügung zu stellen. Die Briefsendungen enthalten häufig auch datenschutzrechtlich relevante Inhalte wie Vermögensverhältnisse oder Bankdaten von Hartz-IV-Empfängern. Eine Sprecherin der Bundesagentur versicherte, eine Einhaltung des Datenschutzes sei sowohl technisch als auch organisatorische vertraglich gesichert. Die Digitalisierung der Tagespost ermöglicht es den BA-Mitarbeitern, eingehende Sendungen frühzeitig bearbeiten zu können. Auf Anfragen und Anträge kann zügig reagiert, und personelle Ressourcen können auf das Kerngeschäft konzentriert werden. Gleichzeitig ist der Zugriff auf bereits angelegte Akten wesentlich schneller und einfacher. Die Bundesagentur für Arbeit ist mit rund 100.000 Mitarbeitern der größte Dienstleister am Arbeitsmarkt und erfüllt für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen und Institutionen umfassende Aufgaben für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Sie plant in einem umfangreichen Gesamtprojekt die agenturweite Einführung der elektronischen Akte. Damit soll eine entscheidende Voraussetzung für den schnellen Austausch von Daten, Informationen und Dokumenten zwischen den Verwaltungseinheiten und ihren Kunden geschaffen werden. Die Digitalisierung von Schriftgut der Bundesagentur für Arbeit ist innerhalb dieses Gesamtprojekts ein Teilprojekt. Französische und Schweizer Post setzen auf das eigene Bankgeschäft10.05.2009 Bailly sagte, die französische Post bereite sich auf einen jährlichen Rückgang der Briefmenge um 5 Prozent in den nächsten Jahren vor. Die Antwort der staatlichen Post darauf sei eine Diversifizierungsstrategie. Wichtiger Wachstumstreiber für die französische Post ist laut Bailly die hauseigene Bank. Sie verzeichne in der Krise besonderen Zulauf. Béglé bestätigte diesen Trend mit Zahlen der Schweizerischen Post. Dort habe das Finanzgeschäft 2008 etwa 50 Prozent zum Gewinn des Unternehmens beigetragen. In 2009 erwartet er bereits 75 Prozent. Wegen der Finanzkrise wechseln zahlreiche Anleger zur Schweizerischen Post, der sie offenbar mehr vertrauen als anderen Banken. Die Einlagen wuchsen in den ersten 3 Monaten 2009 um 9,9 Milliarden Euro, sagte Béglé. EU genehmigt Fusion der dänischen und schwedischen Post / Norwegische Post in der Rolle des Wettbewerbers08.05.2009 Die norwegische Post hat sich an dem Fusionsprojekt nicht beteiligt. „Wir sehen uns in der Position des Herausforderers und werden dies durch unseren Service BringCitymail und die Logistikaktivitäten untermauern”, sagte Dag Mejdell, Vorsitzender der Geschäftsführung von Posten Norge. Als Reaktion auf die dänisch-schwedische Post-Ehe werde sein Unternehmen weiter kräftig in beiden Ländern investieren. Posten Norge trat 2006 mit dem Briefdienst Citymail in den dänischen Markt ein. Nach der kompletten Übernahme der bisher mit der dänischen Firma Pan Nordic Logistics im September 2008 ist Posten Norge auch in der europäischen Logistik stärker vertreten. Die schwedische Post hat zur Stärkung ihrer Stellung im Logistikmarkt schon 2008 das Unternehmen Tollpost Globe aus der dänischen DSV-Gruppe erworben. Ein Jahr zuvor - 2007 - kaufte der Konzern das finnische Logistikunternehmen Suomen Logistikkatalo Oy. Im selben Jahr etablierte der schwedische Konzern in Norwegen bei Lebensmittelgeschäften ein Netzwerk mit über 600 sogenannten MyPack Service Points. In Finnland errichtete die schwedische Post ebenfalls ein Verteilnetzwerk in Kooperation mit dem Reise- und Verkehrsunternehmen Matkahuolto. Das fusionierte dänisch-schwedische Postunternehmen mit 50.000 Mitarbeitern wird auf einen Jahresumsatz von 4,1 Milliarden Euro kommen. Der schwedische Staat erhält 60 Prozent der Anteile, der dänische Staat 40 Prozent. Seinen Hauptsitz hat das neue Unternehmen in Solna in der Nähe von Stockholm. Studie der Bundesnetzagentur: Nachfrage der Geschäftskunden nach Postdienstleistungen11.05.2009 In den befragten Unternehmen entfallen laut Studie mehr als 80 Prozent der Ausgaben für Briefsendungen auf Geschäftsbriefe wie z. B. Rechnungen. Die restlichen Ausgaben verteilen sich auf adressierte Werbesendungen, Kataloge und Pressesendungen. „Mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen verschicken den überwiegenden Teil ihrer Briefsendungen überregional und bundesweit; nur knapp 30 Prozent versenden vorrangig regional adressierte Briefe”, erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, anlässlich der Veröffentlichung der Studie.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Der elektronische Datenaustausch (z. B. über E-Mail) zwischen Unternehmen hat zugenommen. Die Mehrheit der Befragten erwartet auch in Zukunft einen Anstieg dieser Versandform. Die Unternehmen begründen dies mit Kosteneinsparungen und Schnelligkeit. „Es ist nicht überraschend, dass die Unternehmen vor allem Qualitätskriterien wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und unbeschädigte Zustellung bei der Wahl ihres Briefdienstleisters in den Vordergrund stellen”, erläuterte Kurth ein Ergebnis der Studie. Mit den bisher beauftragten Postdienstleistern sei der weit überwiegende Teil der Befragten durchaus zufrieden. Mehr als die Hälfte habe Erfahrungen mit Wettbewerbern der Deutschen Post DHL gesammelt. Der elektronische Versand von Briefen wird vor allem im B2B-Bereich genutzt. Bei über 50 Prozent der Geschäftskunden hat der elektronische Versand im letzten Jahr zugenommen und fast 60 Prozent erwarten für die kommenden Jahre eine weitere Zunahme. Als Gründe für die Nutzung dieser Versandform werden Schnelligkeit, Kosteneinsparung und Akzeptanz bei Kunden angegeben. Die Studie ist von den Internetseiten der Bundesnetzagentur abrufbar oder hier: DHL erweitert Kapazitäten für Modeindustrie in China13.05.2009
In dem neuen Center bietet DHL maßgeschneiderte Lösungen für die Textilindustrie in Nordchina - vom Materialeinkauf über die Kommissionierung und Qualitätskontrolle bis zum Direktversand in die Niederlassungen der internationalen Modeunternehmen. DHL deckt damit die komplette Lieferkette ab und bietet sämtliche Transportwege aus einer Hand - zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Die neue Niederlassung von DHL Global Forwarding wird mit rund 800 Mitarbeitern als zentraler Standort für die Region Nordasien eine wichtige Rolle im DHL Netzwerk spielen. DHL Logistikvorstand Hermann Ude: „Wir sehen am Standort in Hongkong weiterhin hervorragende Wachstumschancen - gerade in der Modeindustrie. Mit unseren Investitionen erhöhen wir Leistungsfähigkeit und Kapazitäten für den gesamten asiatischen Markt.” Hongkong gilt als zentraler Umschlagplatz für Mode- und Bekleidungsartikel in Asien und ist einer der bedeutendsten Standorte im internationalen Exportgeschäft. Der Markt für Textilien ist in Hongkong gleich nach der Elektronikindustrie der zweitgrößte. 14 Prozent des gesamten Exportvolumens entfiel 2008 auf diesen Sektor. Mehr als ein Drittel der Sendungen gehen in die Europäische Union. Österreichs Post privatisiert Briefzustellung14.05.2009 „Die Verdrängung von Briefen durch elektronische Kommunikation, mittlerweile auch bei den ,Golden Agers' sowie die Rezession am Werbemarkt werden für uns immer stärker spürbar”, sagte der für den Briefbereich zuständige Vorstandsdirektor Walter Hitziger. „Unsere stärksten Konkurrenten sind E-Mail, SMS und Internet. Gleichzeitig steigen unsere Personalkosten überproportional an. Gerade in wirtschaftlich so unsicheren Zeiten wie jetzt müssen wir handeln, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.” Für die Österreichische Post ist dies nicht der erste Schritt in Richtung Privatisierung. In den letzten Jahren wurden bereits private Dienstleister bei der Paketzustellung eingesetzt. Und auch im Filialnetz wurden durch die Einführung des Post-Partner-Modells private Unternehmer in das Postwesen integriert. „Die Zusammenarbeit mit privaten Firmen ist keine Erfindung von uns”, verteidigte sich Hitziger. „Die Wirtschaft, viele Gemeinden und öffentliche Stellen greifen immer stärker darauf zurück. Es ist also nur ein logischer nächster Schritt, dass wir auch im Zustellbereich neue Strukturen umsetzen, um einerseits flexibler und andererseits effektiver zu werden. Und das, ohne das seit 2003 gültige Brief-Porto zu erhöhen.” Deutsche Post DHL verkauft erste Hälfte ihres Deutsche Bank-Aktienpakets14.05.2009 Die Deutsche Post DHL hatte im Zuge der Transaktion zum Verkauf ihres Anteils an der Deutschen Postbank AG 50 Millionen Aktien bzw. einen Anteil von rund 8 Prozent an der Deutschen Bank erhalten. Über die 1. Hälfte konnte die Deutsche Post DHL seit Ende April frei verfügen. Die andere Hälfte der Aktien ist vollständig gesichert und wird ab Juni 2009 verwertet. Wie schon bei dem Verkauf der 1. Tranche sind auch für die 2. Tranche marktschonende Mechanismen vereinbart worden. „Wir sind sehr froh, dass wir diese Platzierung so erfolgreich über die Bühne gebracht haben”, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post DHL. „Mit diesem Verkauf kommen wir mit der Konzentration auf unser Brief- und Logistikgeschäft einen weiteren guten Schritt voran.” Die im Januar vereinbarte Transaktion über den Verkauf von Postbank-Aktien an die Deutsche Bank wurde am 25. Februar 2009 wie geplant abgeschlossen. Die Deutsche Bank hatte für 50 Millionen eigene Aktien aus einer Kapitalerhöhung einen Anteil von 22,9 Prozent an der Postbank von der Deutschen Post DHL erhalten. Ein weiterer Anteil von 27,4 Prozent wird nach Ablauf von 3 Jahren mit Fälligkeit einer Pflichtumtauschanleihe auf Postbank-Aktien an die Deutsche Bank übertragen. Für den verbleibenden Anteil von 12,1 Prozent bestehen Kauf- und Verkaufoptionen, die zwischen dem 36. und 48. Monat nach Abschluss der Transaktion gezogen werden können. BdKEP legt Verfassungsbeschwerde gegen Post-Mindestlohn ein18.05.2009 Die Beschwerde richtet sich gegen die im neuen Arbeitnehmer-Entsendegesetz verankerte Aufhebung der Tarifautonomie, teilte der Verband am 18. Mai 2009 in Hamburg mit. Mit dieser Aufhebung wird die durch die Rechtsverordnung zunächst verfügte Ausdehnung der Lohnuntergrenze auf die gesamte Brief-Branche festgeschrieben. Aufgenommen wurde unter anderem der Passus, dass der durch Rechtsverordnung für allgemeinverbindlich erklärte Tarifvertrag „auf alle unter diesen Geltungsbereich fallenden und nicht an ihn gebundenen Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen Anwendung findet”. Es handelt sich hierbei um die aus den bisherigen Rechtsverordnungen zu allgemeinverbindlichen Löhnen bekannte Formulierung, die bereits das Verwaltungsgericht und das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg für nichtig erklärt haben. Diese Formulierung - so die Argumentation des BdKEP - ist eine Außerkraftsetzung des Artikel 9 Grundgesetz, der die Koalitionsfreiheit garantiert. Der BdKEP bezweifelt die Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise, das Grundrecht auf den freien Abschluss von Tarifverträgen außer Kraft zu setzen. Das Bundesverfassungsgericht muss nun klären, „ob ausreichend gesellschaftliche Gründe vorliegen”, um einen Verfassungsgrundsatz durch politischen Mehrheitsbeschluss aufheben zu können. Vorsorglich hat der BdKEP-Anwalt Axel G. Günther Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz angekündigt, „sollte es dem Bundesarbeitsminister einfallen, die bisherige Rechtsverordnung aufzuheben, um mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Arbeitgeberverband Postdienste (Deutsche Post) erneut einen Antrag auf einen allgemeinverbindlichen Briefdiensttarif auszukungeln”. ver.di hat dieses Vorgehen bereits angemahnt. Der Briefdienst-Mindestlohn - zwischen 8,00 Euro und 9,80 Euro - war Ende 2007 zwischen dem von der Deutschen Post dominierten Arbeitgeberverband Postdienste und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ausgehandelt worden. Anschließend hatte das Bundesarbeitsministerium die Regelung für allgemeingültig erklärt. Dazu wurde die Post-Branche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufgenommen. Der Mindestlohn der Konkurrenz lag zwischen 6,50 Euro und 7,50 Euro. Entscheidung über Mehrwertsteuerprivileg für die Deutsche Post soll bis nach der Bundestagswahl verschoben werden19.05.2009 Dagegen protestierten Wettbewerber der Deutschen Post und die hessische Landesregierung massiv. Post-Konkurrent TNT Post erklärte am 19. Mai 2009, das Steuerprivileg sei „eines der zentralen Wettbewerbshindernisse am deutschen Postmarkt” und reagierte „mit Empörung und Unverständnis” auf die SPD-Blockade. Der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste e.V. (BIEK) und der Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste e.V. nannten das Vorgehen der SPD „skandalös”. Durch das Umsatzsteuerprivileg entgingen dem Fiskus Einnahmen in einer Höhe von jährlich 500 Millionen Euro. Wettbewerber dagegen müssten die volle Mehrwertsteuer zahlen. Das Bundeskabinett hatte im September 2008 entschieden, die Post solle ab 2010 auf wesentliche Teile der Geschäftspost-Umsätze Mehrwertsteuer zahlen. Privatsendungen sollen weiter umsatzsteuerfrei bleiben. Auch die Deutsche Post prüft die Auslagerung der Briefzustellung an Partnerunternehmen23.05.2009 Die Deutsche Post ist diesen Weg bisher nur im Paketgeschäft gegangen. 800 ihrer 7.000 Paketzustellbezirke lässt sie bisher von Fremdunternehmen bedienen. Weil die Fremdvergabe dort sehr gut funktioniere, hält Gerdes eine Ausweitung durchaus für möglich. Gewerkschaften verurteilen Post-Liberalisierung26.05.2009 UNI forderte die Europäische Union auf, sofort einen Aufschub der Implementierung der Dritten Postdienstleistungsrichtlinie einzuleiten und eine gründliche Debatte über dieses Thema zu starten. Wettbewerb ist laut UNI nicht im Sinne der Verbraucher, sondern erzeuge Sozialdumping und erhöhte Arbeitslosigkeit. Die Finanzkrise verschärfe diese Entwicklung. Die Studie untersuchte laut UNI Effekte der Liberalisierung auf die Beschäftigten und die Reaktionen der Gewerkschaften darauf. Die Untersuchung fand nach Angabe von UNI heraus, dass ökonomische Theorien, die für Liberalisierung sprechen, im Postsektor versagen. Liberalisierte Postmärkte zeigten nur wenig Wettbewerb durch neue Postdienstleister. Diese erreichen laut UNI lediglich einen Marktanteil von 0,1 bis 10 Prozent. B2C: Bestnoten für GLS26.05.2009 Im Fokus der Studie standen unter anderem Lösungen für die „letzte Meile”. Das Ergebnis zeigt: Im Vergleich mit dem Wettbewerb schneidet GLS in Sachen Zufriedenheit bei den Empfängern sehr gut ab. „Aufgrund des zunehmenden Internethandels liefern wir mittlerweile jedes 5. Paket an eine Privatperson”, sagte Rico Back, CEO der GLS bei der Präsentation der Studie. „Das bringt neue Anforderungen mit sich.” Im Gegensatz zu Geschäftsleuten sind private Empfänger tagsüber oft nicht zu Hause - gerade Berufstätige auch nicht am Folgetag bei einem erneuten Zustellversuch. Bei der Auslieferung nutzt die GLS ihr dichtes Paket Shop-Netz. Seit vergangenem Jahr können in den bundesweit 5.000 GLS-Paket Shops nicht nur Sendungen aufgegeben, sondern auch abgeholt werden: Trifft der Fahrer den Adressaten oder einen Nachbarn nicht zu Hause an, dient der Paket Shop als alternative Zustelladresse. Repräsentative Befragung Auch im direkten Vergleich mit den Mitbewerbern schnitt GLS sehr gut ab. Gefragt nach der allgemeinen Zufriedenheit bei der Paketzustellung gaben die Privatempfänger GLS von den möglichen Bewertungen 1 („sehr gut”) bis 5 („sehr schlecht”) im Durchschnitt die Note 1,5. Damit liegt GLS - so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung - an der Spitze noch vor DHL, Hermes, UPS und anderen. Im letzten Jahr hat GLS nicht nur die alternative Zustellung im Paket Shop eingeführt, sondern auch den „ShopReturn-Service”, mit dem Versandhändler ihre Retouren über die Paket Shops abwickeln können. Deutsche Post will montags einen Teil der Briefzentren schließen und die Briefzustellung konzentrieren31.05.2009 Das Vorhaben gilt als Testlauf für eine mögliche Umstrukturierung des Post-Verteilnetzes in Deutschland, erfuhr das Magazin aus dem Post-Konzern. „Euro am Sonntag” zitierte aus einem internen Schreiben, das der Redaktion vorlag. Danach seien angesichts des „dramatischen Ergebniseinbruchs” im 1. Quartal 2009 „weitere Kostensenkungen und insbesondere auch flexible Anpassungen des Netzwerks zwingend erforderlich”. So ist nach den Informationen von „Euro am Sonntag” auch geplant, die Montags-Briefzustellung zu konzentrieren. Da weniger Sendungen zuzustellen seien, soll jeder 2. Briefzusteller an diesen Tagen „daheim bleiben”. Die Sendungen sollen auf die anderen Zusteller verteilt und damit montags die Zustellbezirke vergrößert werden. „Post wird sich dramatisch verändern” / Neues Preisgefüge im Briefdienst angedacht / Flatrate für Briefe?03.06.2009 Um Arbeitsplätze zu sichern, wolle die Post die zum 1. Dezember 2009 vereinbarte Lohnerhöhung verschieben und die Arbeitszeiten verlängern, betonte Gerdes. Langfristig müsse über neue Preismodelle beim Porto nachgedacht werden. „Ein Brief, den ich von Bonn nach Sankt Augustin schicke, könnte billiger sein als ein Brief von Bonn ins Allgäu”. Wie die „Wirtschaftswoche” in ihrer Ausgabe vom 8. Juni 2009 berichtet, denkt Gerdes auch über eine Flatrate für Briefe nach. Für einen jährlichen Fixbetrag sollen Bundesbürger unbegrenzt Briefe versenden können. Eine realistische Jahresgebühr könnte ein Betrag von 60 Euro sein. Unternehmen, die sehr viel Briefsendungen verschicken, zahlen entsprechend mehr. Erfolgskurs der DHL Packstation: 2.000 Packstationen in Betrieb03.06.2009 |
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Wie eine Packstation funktioniert, zeigt ein Video-Clip der Deutschen Post AG.
Deutsche Post: 240 Patenterteilungen in einem JahrJuni 2009
Von der Idee bis zur geschützten Erfindung ist es jedoch ein langer Weg. Wie beispielsweise bei NiZA, dem neuen Navigationssystem, das dem Paketzusteller immer die kürzeste Route auf seiner Zustelltour berechnet und damit Arbeitskosten, Spritverbrauch und CO2-Emissionen senkt. Um diese Eigenentwicklung zu schützen, hat der Konzern sie unter dem Titel „Verfahren und Vorrichtung zum Befördern einer Vielzahl von physischen Objekten” patentieren lassen. Doch bis die Urkunde des Patent- und Markenamtes aus München vorlag, dauerte es 2 Jahre. Um alle Erfindungen und das intern entwickelte Know-how besser zu schützen und zu verwerten, hat der Konzern 2002 ein zentrales Patentmanagement eingerichtet. Fast täglich gehen dort Hinweise auf neue Entwicklungen von Mitarbeitern ein. Doch um sich die Rechte schützen zu lassen, müssen die Erfindungen einen technischen Charakter haben und neu sein, vor der Anmeldung dürfen keine Informationen darüber öffentlich bekannt sein. Ist das Patentmanagement der Meinung, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind, verfasst ein Anwalt die entsprechende Patentschrift. Mit dem Tag der Anmeldung in München ist die Erfindung geschützt. Bis die entsprechende Urkunde dann allerdings vorliegt, können bis zu 3 Jahre vergehen. Neben der Anmeldung von neuen Entwicklungen achtet das Patentmanagement von Deutsche Post DHL auch darauf, dass die eigenen Patente nicht von Wettbewerbern verletzt werden oder umgekehrt der Konzern nicht gegen andere Patente verstößt. Im vergangenen Jahr erhielt das Unternehmen 240 Patente weltweit erteilt. Damit war Deutsche Post DHL der innovativste Dienstleister in Deutschland. Erstmals werden jetzt auch Ideen von Konzern-Mitarbeitern aus der ganzen Welt eingereicht.
Die Welt im Jahr 2020 - Deutsche Post DHL präsentiert Zukunftsstudie: 10 Trends für die nächsten 10 Jahre04.06.2009
Die Delphistudie präsentiert Expertenmeinungen und Analysen zu Themengebieten wie Globalisierung, Wirtschaft, Technologie, Logistik, Umwelt und Gesellschaft. Die Studie zeigt die Trends in diesen Bereichen bis ins Jahr 2020 und darüber hinaus auf. Damit gibt der Logistikkonzern eine Orientierungshilfe für mögliche Zukunfts-Szenarien. Die Deutsche Post DHL nutzte Erkenntnisse aus der Studie zur Entwicklung der ebenfalls vor Kurzem vorgestellten Unternehmensstrategie: „Die Untersuchungsergebnisse der Studie zeigen, dass Themen wie Nachhaltigkeit, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung für Unternehmen immer wichtiger werden. Wir bereiten uns mit unseren Programmen GoGreen und Teach First Deutschland bereits heute auf die Herausforderungen der Zukunft vor und haben hier frühzeitig entscheidende Schwerpunkte gesetzt”, sagte Appel bei der offiziellen Präsentation der Studie auf dem Globe Forum in Stockholm. Die Untersuchungen zur Studie „Delivering Tomorrow - Kundenerwartungen im Jahr 2020 und darüber hinaus” wurde von Juni 2008 bis Januar 2009 durchgeführt. 81 Zukunftsthesen wurden aufgestellt und diskutiert. Über 900 Personen aus aller Welt, darunter Vorstände renommierter internationaler Unternehmen, Wissenschaftler aus Ökonomie, Zukunftsforschung und Logistik sowie Experten ausgewählter Kunden unterschiedlicher Branchen wurde der umfassende Fragenkatalog zur Einschätzung vorgelegt. Die Studie basiert auf der Delphi-Methode, die seit Anfang der 1950er Jahre genutzt wird. Hierbei werden Experten in einem mehrstufigen Prozess mit verschiedenen Thesen konfrontiert und um ihre Einschätzung gebeten. Dadurch liefern Delphistudien oftmals genauere und stimmigere Zukunftsprognosen als allgemeine Umfragen. Wichtige Prognosen dieser Studie beschäftigen sich mit den Herausforderungen des Klimawandels, den Einflüssen zunehmender Onlinevernetzung und der zunehmenden Bedeutung der Logistikindustrie. Klimawandel und CO2-Reduktion „Heute steht auf dem Etikett am Marmeladenglas eine Kalorienangabe. Im Jahr 2020 wird sehr wahrscheinlich auf jedem Etikett verzeichnet sein, wie viel CO2 bei Produktion und Logistik freigesetzt worden ist”, kommentierte Appel. Für ökologische Produkte und Dienstleistungen wird der Kunde bis zu einem gewissen Grad bereit sein, mehr Geld aus-zugeben. Andere Anbieter werden versuchen, diesen Wettbewerbsvorteil rasch aufzuholen, sodass durch das Kundenverhalten die Umweltstandards innerhalb der Wirtschaft ständig steigen werden. Logistikunternehmen als Vorreiter Vorreiter und Vorbild für andere Wirtschaftszweige wird die Logistikwirtschaft sein. Wegen der hohen Energiekosten werden Logistikunternehmen noch stärker als bisher gemeinsame Netze errichten und betreiben. Dazu Appel: „Eine möglichst umweltschonende Logistik ist für uns eine strategische Zukunftsaufgabe. Wir bieten beispielsweise bereits heute einen CO2-neutralen Versand an. Und als erstes Logistikunternehmen haben wir uns ein eigenes Klimaschutzziel mit konkreten CO2-Einsparungen gesetzt. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Allerdings sagt uns die Delphistudie auch, dass dies 2020 viele Nachahmer gefunden haben wird. Wir müssen daher weiter innovative Akzente setzen.” Geschäfte via Internet - immer und überall Optimistischer Ausblick Die Meinungsbildner aus den anderen Regionen sind davon überzeugt, dass die Weltbevölkerung und damit auch der Ressourcenverbrauch weiter wachsen werden. Frank Appel: „Die Experten der Delphistudie sind grundsätzlich optimistisch, dass sich die vielen Herausforderungen, die auf uns alle zukommen werden, mit marktwirtschaftlichen Mitteln bewältigen lassen.” |
Video-Clip Packstation |
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Prägnante Thesen der Delphistudie
Alle Thesen finden Sie in der Studie. Hintergrund: Stand 2008: Phänomen Logistik (Flash-Video, 9:42 Minuten):
Ideenmanagment bei der Deutschen Post DHL: Milliarden gespartJuni 2009
Einsparmöglichkeiten gibt es nicht nur bei internen Prozessen und in der weltweit tätigen Logistiksparte. Auch im nationalen Briefgeschäft gibt es Nischen für kreative Ideen. Wie beispielsweise das Handyporto, das seit Sommer 2008 angeboten wird. Mit diesem neuen und weltweit einzigartigen Service lassen sich Sendungen rund um die Uhr individuell frankieren. Das passende Porto kann via SMS in Form eines Zahlencodes gekauft werden und wird über die Handyrechnung abgerechnet. Die 12-stellige Zifferkombination wird einfach auf die Sendung geschrieben und bei der Bearbeitung im Briefzentrum als Porto gelesen. Von der ersten Idee bis zur Markteinführung vergingen gerade einmal 10 Monate. Und so ganz nebenher rechnet sich ein Vorschlag auch für den Mitarbeiter. Denn für jeden umgesetzten Geistesblitz, der dem Unternehmen einen zählbaren Nutzen schafft, bekommt er neben der Anerkennung seines Vorgesetzten und der Wertschätzung seiner Kollegen auch eine Prämie. Bei großen Einsparungen können das schon einmal mehrere tausend Euro sein.
Deutsche Post fährt Ausbildung zurück 08.06.2009 Arcandor-Pleite bedroht 4.000 Arbeitsplätze bei der Deutschen Post DHL06./30.06.2009 Durch die Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor könnte nach Meinung von Branchen-Insidern der Wettbewerb im Paketmarkt angeheizt werden. Arcandor gilt mit seiner Versandhandelssparte Primondo („Quelle”) als größter Paketkunde von DHL. „Konkurrenten wie Hermes, DPD, TNT, GLS oder UPS machen sich bereits Hoffnung auf die Aufträge des zerfallenden Versandhandelsimperiums”, meinte der Hamburger Unternehmensberater Horst Manner-Romberg. Ein Insolvenzverwalter könnte die Verträge mit DHL kündigen und einen günstigeren Anbieter suchen. DHL stellt bisher täglich nach Schätzungen mehr als 100.000 Quelle-Pakete zu. „Wir führen sehr intensive Gespräche, um Karstadt und Quelle zu helfen”, sagte ein Post-Sprecher. Ziel sei, ein Maximum der 4.000 DHL-Arbeitsplätze zu retten, die direkt vom Geschäft mit den Karstadt-Kaufhäusern und dem Versandhaus Quelle abhängen. Für die Deutsche Post stehen Umsätze von mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr auf dem Spiel. Die wahrscheinliche Schließung vieler Karstadt-Standorte im Zuge des Insolvenzverfahrens oder einer möglichen Fusion mit Kaufhof führt zwangsläufig zu einem Geschäftsrückgang bei DHL. Das Unternehmen hatte erst 2005 die Warenhauslogistik von KarstadtQuelle für 200 Millionen Euro pro Jahr übernommen und einen 10-Jahresvertrag mit Arcandor abgeschlossen. Diesen Vertrag dürfte der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg kündigen, um günstigere Konditionen auszuhandeln, womöglich mit anderen Logistikern. Am 29. Juni 2009 einigten sich die Bundesregierung, die Länder Bayern und Sachsen und die Banken mit dem Insolvenzverwalter auf einen Massekredit von 50 Millionen Euro für Quelle. Mit diesem Kredit kann Quelle den in Druck befindlichen Katalog finanzieren. Quelle-Chef Konrad Hilbers sprach von einer Rettung in letzter Minute. „Am Wochenende hatten wir einen Auftragsrückgang von 30 Prozent.” Diese Tendenz im Quelle-Geschäft bestätigte die Deutsche Post DHL. Die Menge der Quelle-Pakete habe deutlich abgenommen, sagte ein Post-Sprecher. Zudem sei die Zahl der Aufträge in der Warenhauslogistik für die Arcandor-Tochter Karstadt gesunken. Für DHL sinken auch die Preise: Nach Informationen der Financial Times Deutschland aus dem Post-Konzern hat Arcandor Rabatte durchgesetzt, die sowohl die Paketbeförderung als auch die Warenhausbelieferung betreffen. Ende Juni 2009 hat DHL nach Informationen der Rheinischen Post (01. Juli 2009) 3.000 Mitarbeitern vorsorglich gekündigt, die für die Karstadt- und Quelle-Logistik arbeiten. Hintergrund der Kündigung sei die Sorge, dass Arcandor das Insolvenzverfahren nutzen könnte, um den Logistikauftrag neu zu verhandeln oder sogar ganz neu auszuschreiben. Clevercard floppt: Deutsche Post hat das Projekt eingestellt09.06.2009 „Wir haben die Clevercard bereits im April eingestellt”, sagte ein Unternehmenssprecher. Der mit der Clevercard betraute Technologiedienstleister sei in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Um einen Image-Schaden zu vermeiden, habe man das Pilotprojekt lieber eingestellt. Dass es allein an den finanziellen Nöten eines Dienstleisters gelegen hat, bezweifelt der Mediendienst OnetoOne. „Ganz offenbar hat die Idee Clevercard bei den Kunden nicht gezündet. Und ganz offenbar muss die Post im Brief-Bereich bei schwindenden Sendungsmengen und Gewinneinbußen derzeit jeden Euro 2-mal umdrehen”, kommentiert der Dienst den Vorgang. „Die Clevercard ist ein kleines Lesegerät, das kreditkartengroße Mailings erkennt, über ein USB-Kabel mit dem Rechner verbunden ist und den User direkt auf eine bestimmte Website führt. Ziel ist es, den Dialog in die Klassik zu integrieren. Anders ausgedrückt: Die Deutsche Post will ein größeres Stück vom Kuchen des Gesamtwerbemarktes”, hatte Ingo Bohlken, Bereichsvorstand Marketing Brief, im Mai 2008 im Gespräch mit ONEtoONE gesagt. „Wir setzen auf die Kombination mehrerer Medien, also auf crossmediale Angebote”, so Bohlken damals. „Dafür ist die Deutsche Post auch bereit, Geld in die Hand zu nehmen. Allein in die Entwicklung und Produktion der Clevercard haben wir einen Millionenbetrag investiert.” Die Clevercard befand sich bereits seit September 2007 in der Pilot- und Testphase. Knapp 4.000 Verbraucher hatten das Lesegerät im Frühjahr 2008 erhalten. Mit im Boot waren Kunden wie Nestlé, Warner Music, Swarovski sowie Berge & Meer. Auf Agenturseite unterstützten Vistapark und Elephant Seven das Projekt. Mitte Juli 2008 verschickte die Deutsche Post ein Mailing an bis zu 7 Millionen Haushalte. Erklärtes Ziel war es, bis Ende August 2008 rund 500.000 Verbraucher mit den Lesegeräten auszustatten. Ob dies überhaupt umgesetzt wurde, war von der Post allerdings nicht zu erfahren. Lagerlogistik: Otto muss Umbau verschiebenJuni 2009 Die Arbeitnehmervertreter aus dem Konzernbetriebsrat und der Gewerkschaft ver.di haben durchgesetzt, dass es keine Komplettschließung einzelner Standorte in Deutschland geben wird. Außerdem hatte der Konzern ursprünglich eine umfangreiche Verlagerung der Lagerlogistik in das angrenzende osteuropäische Ausland mit niedrigeren Lohnkosten geplant, sich von diesen Vorstellungen in den Verhandlungen aber wieder verabschiedet. Dennoch führt der Umbau der Lagerlogistik zu Stellenabbau und zur Verlagerung von Arbeitsplätzen. Im Februar 2009 sollten den alten Plänen zufolge von diesen Maßnahmen noch 990 Arbeitsplätze betroffen sein; nun sind es etwa 750. Die Auslieferung der kleinvolumigen Sortimente wird künftig in ausgebauten Betrieben in Haldensleben und Burgkunstadt gebündelt. Die Auslieferung in Hamburg und das Modelager in Rottendorf bei Würzburg werden geschlossen. Die Abwicklung retournierter Waren soll nach Konzernangaben künftig in einem erweiterten Retourenstandort in Hamburg sowie in einem verkleinerten Betrieb in Hanau erfolgen. Pilotversuch bestätigt: Weniger CO2-Emissionen mit neuem Diesel aus erneuerbaren Rohstoffen09.06.2009 Das Ziel des Projekts Während dieser Zeit sind insgesamt 10 Mercedes-Benz Lkw bei der Deutschen Post DHL im Raum Nürnberg unterwegs: 5 mittelschwere Lkw vom Typ Atego und 5 schwere Lkw vom Typ Actros. Bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG fahren zudem 4 Mercedes-Benz Citaro Stadtbusse ausschließlich mit NExBTL, dem Dieselkraftstoff aus erneuerbaren Rohstoffen. Produzent des Biokraftstoffs ist Neste Oil, während die OMV für die Belieferung der Projektpartner verantwortlich ist. Durch die Kooperation der Unternehmen aus verschiedenen Branchen ist es möglich, jeden Schritt in der Wertschöpfungskette einzubeziehen und zu untersuchen - von der Herstellung des Biokraftstoffs bis zu dessen Anwendung im Stadt-, Überland- und Fernverkehr. „Die Ergebnisse nach einem Jahr Testbetrieb zeigen, dass der eingesetzte Kraftstoff einwandfrei in Mercedes-Benz Lkw und Bussen funktioniert und sich sehr gut mit den Motoren verträgt”, sagte Dr. Manfred Schuckert, Konzernstratege bei der Daimler AG. „Das ist sehr wichtig für unsere Kunden, denn bisher verwendeter Biodiesel der 1. Generation führt oft zu kürzeren Wartungsintervallen und somit höheren Kosten für die Fahrzeugbetreiber.” Als weltweit führender Nutzfahrzeughersteller setzen Daimler Trucks und Daimler Buses auf eine spürbare Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs sowie der CO2- und Abgasemissionen. Mit Hilfe des Pilotversuchs sollen nicht nur Erkenntnisse über den reibungslosen Einsatz von Biokraftstoff aus hydrierten Pflanzenölen (HVO) in Nutzfahrzeugen gewonnen werden. Ebenso wichtig ist, den CO2-Ausstoß im Straßenverkehr deutlich zu senken und die Umwelt unmittelbar zu entlasten.” Als weltweit führendes Logistikunternehmen und großer Flottenbetreiber wollen wir die Erforschung von Biokraftstoffen aus erneuerbaren Ressourcen aktiv unterstützen, denn wir sehen in Biokraftstoffen der 2. und 3. Generation großes Potenzial, unseren CO2-Ausstoß deutlich zu verringern”, sagt Steffen Frankenberg, Konzernstratege bei der Deutschen Post DHL und verantwortlich für das Klimaschutzprogramm GoGreen des Konzerns. Das Transportaufkommen wird sich verdoppeln Die Deutsche Post DHL hat sich als erstes Unternehmen seiner Branche ein konkretes Klimaschutzziel gesetzt und will die CO2-Effizienz im gesamten Unternehmen bis 2020 um 30 Prozent verbessern. Damit der Einsatz von Biokraftstoff technisch wie wirtschaftlich sinnvoll und gleichzeitig ökologisch vertretbar ist, sind verbindliche Standards und Vorschriften auf europäischer und internationaler Ebene notwendig. Für Biokraftstoffe aus nachhaltiger Produktion fehlen aber solche international gültigen Standards, die beispielsweise die Verträglichkeit in Motoren festlegen. Dies ist für Kraftstoffproduzenten, Vertreiber und Fahrzeughersteller durchaus problematisch, müssen sie doch die Qualität ihrer Produkte gewährleisten. Walter Böhme, Leiter OMV Forschung und Entwicklung: „Mit diesem neuen Diesel aus erneuerbaren Rohstoffen können wir unseren Kunden schon heute eine umweltfreundliche Lösung anbieten, die auch langfristig zukunftsfähig ist. Das heißt, dass man damit einerseits hohe Biokraftstoffquoten erreichen kann, andererseits aber auch zukünftige Anforderungen der Motor- und Fahrzeughersteller erfüllt.” Genauso wie technische Fragen muss geklärt sein, wie die verwendeten Rohstoffe für Biosprit produziert werden. Auf der in Berlin ausgerichteten Diskussionsveranstaltung „Diesel aus erneuerbaren Rohstoffen - Ein Schritt zum emissionsfreien Transport?” sagte Martina Fleckenstein vom World Wildlife Fund For Nature (WWF): „Wir brauchen ein international gültiges Zertifizierungssystem für die Produktion von Biokraftstoffen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass alle derzeit in Vorbereitung befindlichen oder bereits bestehende Systeme strengen Regeln der Nachhaltigkeit folgen, und zwar ökologisch, sozial und ökonomisch.” Einig sind sich alle Beteiligten, dass der aktuelle Feldtest nur ein erster, aber Erfolg versprechender Schritt auf dem Weg zu einem wirksamen und dauerhaft nachhaltigen Biokraftstoff ist. Damit der verwendete Dieselkraftstoff NExBTL die hohen ökologischen Anforderungen erfüllt, hat der finnische Ölkonzern Neste Oil sehr strenge Regeln für die Produktion der Rohstoffe aufgesetzt. „Wir wissen genau, wo unsere Rohstoffe herkommen, wie sie produziert werden und lassen dies ständig von unabhängigen Instituten überprüfen”, sagt Simo Honkanen, Senior Vice President Sustainability and HSSE bei Neste Oil. „Unsere Lieferanten sind vertraglich zu nachhaltiger Produktion verpflichtet. Genauso garantieren wir unseren Kunden, dass der Kraftstoff zu 100 Prozent nachhaltig produziert ist. Zudem hat sich Neste Oil dazu verpflichtet, bis spätestens Ende 2015 ausschließlich zertifiziertes Palmöl zu verwenden, wenn es in ausreichenden Mengen verfügbar ist.” Gemeinsam mit 23 Instituten und Universitäten auf der ganzen Welt engagiert sich Neste Oil in der Forschung und Entwicklung von gänzlich neuen Rohstoffen für die Produktion von alternativen Kraftstoffen. Geforscht wird zum Beispiel mit Algen, Mikroben und Holzabfällen. Hermes: Geschäftsjahr 2008/09 mit Rekordergebnis04.06.2009 Mit insgesamt 252 Millionen Sendungen wurden auch 3,1 Prozent mehr als im Geschäftsjahr 2007/08 (244,5 Millionen) bewegt. Seit dem 1. Mai 2009 agieren die Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH sowie die auf Speditionsgeschäfte spezialisierte Hermes Transport Logistics GmbH als eigenständige Unternehmen am Markt. Die in Gründung befindliche Hermes Europa wird künftig alle Aktivitäten der europäischen Hermes Gesellschaften und Beteiligungen koordinieren. „Wir haben uns im abgeschlossenen Geschäftsjahr trotz der sich ab dem 2. Quartal verschlechternden wirtschaftlichen Lage, hoher Dieselpreise und eines harten Wettbewerbs auf dem deutschen Paketmarkt sehr gut behauptet und sowohl im Umsatz als auch bei der Sendungsanzahl erneut ein Rekordergebnis erzielt. In einigen Zustellgebieten halten wir heute bereits mehr als 50 Prozent der Sendungsanteile und sind insgesamt stärker als der Markt gewachsen”, sagt Hartmut Ilek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hermes Logistik Gruppe Deutschland (HLGD). Gute Perspektiven für erfolgreiches Wachstum auch im Geschäftsjahr 2009 Als wichtiger Bestandteil des europäischen Hermes-Netzwerkes will die deutsche Landesgesellschaft auch die Zusammenarbeit mit den Schwesterunternehmen in England, Österreich und Italien intensivieren, um ihren Anteil an den grenzüberschreitenden Paketmengen auszubauen. Sendungsmengen bei Privat- und Geschäftskunden ausgebaut Die HLGD verfügt im europäischen Vergleich über das größte nationale Netzwerk von Annahmestellen für den Paketversand. Die Anzahl der bundesweit im Einzelhandel etablierten Hermes PaketShops, in denen Pakete für den nationalen und internationalen Versand in über 20 EU-Länder aufgegeben werden können, wurde auf mehr als 14.000 ausgebaut. Ab dem Sommer ist via Hermes auch der Versand von Privatpaketen in die Schweiz möglich. Die durchschnittliche Wegstrecke bis zum nächstgelegenen PaketShop liegt mittlerweile landesweit unter 1 Kilometer, in Großstädten wie Berlin oder Hamburg sogar unterhalb von 600 Metern. Neue Arbeitsplätze geschaffen E-Commerce bleibt Wachstumstreiber im Paketgeschäft Umweltschutz und CO2-Reduzierung im Fokus Bundesverwaltungsgericht bestätigt Auskunftsverlangen der Bundesnetzagentur gegenüber der Deutschen Post10.06.2009 „Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts trägt wesentlich zur Erhöhung der Transparenz auf dem Postmarkt bei. Durch die nun gerichtlich bestätigte Verpflichtung zur Vorlage der Teilleistungsverträge sollen diskriminierende Regelungen bereits im Vorfeld ausgeschlossen werden”, erklärte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Die gesetzliche Vorlagepflicht der Deutschen Post ergibt sich aus ihrer marktbeherrschenden Stellung im Briefsektor. Das Unternehmen hatte sich aber bei einer Vielzahl von Vertragstypen geweigert, der Bundesnetzagentur die Verträge vorzulegen, weil diese Verträge keinen Bezug zu einer Beförderungsleistung aufwiesen. Um die gesetzlich vorgesehene Markttransparenz zu erhalten, wurde das Unternehmen im Wege einer Anordnung zur Auskunft über die Vertragsinhalte aufgefordert. Dieses Vorgehen ist nun vom Bundesverwaltungsgericht als rechtmäßig bestätigt worden. „Der Entscheidung kommt für die Auslegung des postgesetzlichen Beförderungsbegriffs, an dem die Regulierung maßgeblich anknüpft, eine grundsätzliche Bedeutung zu. Sie stellt klar, dass eine Postdienstleistung in ihrer Gesamtheit als Beförderungsleistung zu werten ist und nicht etwa nur auf den physischen Transportanteil reduziert werden darf”, betonte Kurth. Teilleistungsverträge werden für Briefbeförderungsleistungen abgeschlossen, bei denen der Kunde oder ein Wettbewerber der Deutschen Post bestimmte Arbeitsschritte als Vorleistung selbst erledigt, z. B. das Vorsortieren nach Postleitzahlen oder das Herstellen der Maschinenlesbarkeit der Sendungen. Der Postdienstleister übernimmt anschließend die restlichen Beförderungsschritte, die die eigentliche Teilleistung ausmachen. Regelmäßig setzen solche Teilleistungen die Einlieferung größerer Sendungsmengen voraus. Im Gegenzug gibt es entsprechende Ermäßigungen auf die Grundentgelte. Dadurch stellen Teilleistungen ein wichtiges Angebotssegment mit hoher wettbewerblicher Bedeutung für den Briefmarkt dar. Deutsche Post will Nachtluftpostnetz zum 1. Juli 2009 einstellen13.06.2009 Das Nachtluftpostnetz war in den vergangenen Jahren mehrfach restrukturiert und ausgedünnt worden. Derzeit gibt es pro Nacht 10 Flüge, u.a. auf den Strecken Hamburg - München und Frankfurt - Berlin-Tegel. Die geplante Umstellung habe doch „kaum einen negativen Effekt für die Kunden”, versicherte Bensien. Derzeit erreichen „96 Prozent aller Sendungen” ihren Empfänger einen Tag nach der Einlieferung. Mit dem Wegfall des Nachtluftpostnetzes könnte sich diese Quote um „1 bis 2 Prozentpunkte verschlechtern”. Damit liege man aber „immer noch weit über der gesetzlichen Vorgabe von 80 Prozent”. Hermes und DPD rücken zusammen11.06.2009 Paketdienste rechnen auch 2009 mit WachstumJuni 2009 Laut der von der Hamburger Marktforschungsfirma MRU erstellten Grundlagen-Studie ist der Umsatz im Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP-Markt) seit 1999 pro Jahr um durchschnittlich 6,8 Prozent gewachsen. Für die gesamte Branche kommt die Studie auf einen Umsatz von 17,4 Milliarden Euro. Branchenriesen sind laut Studie Unternehmen wie DHL, UPS, DPD und GLS. Insgesamt ist die Branche aber stark zersplittert und umfasst 14.000 Firmen. Die 20 größten Branchenunternehmen dominieren den Markt mit einem Umsatzanteil von 75 Prozent und einem Sendungsanteil von 92 Pro-zent. Der Paketmarkt in Deutschland ist mit einem Umsatz von 6,76 Milliarden Euro im Jahr 2007 zum Wachstumsträger der Branche geworden. Im Expressmarkt - in 2007 mit einem Umsatz von 6,44 Milliarden Euro - macht die Studie 2 gegenläufige Entwicklungen aus: Zum einen geraten die Expressdienstleister durch immer leistungsfähigere und schnellere Paketdienste unter Druck. Zum anderen profitieren Expressdienste von der internationalen wirtschaftlichen Verflechtung und der dadurch ausgelösten Nachfrage nach Sendungen, die zu einem festgelegten Zeitpunkt zugestellt werden müssen. Elektronische Briefzustellung: Swiss Post wird digital15.06.2009 Das neue Angebot nennt sich Swiss Post Box und richtet sich an Privat- und an Geschäftskunden. Adressierte Sendungen können an eine neue Korrespondenzadresse geschickt werden. Swiss Post erfasst in einem Scanning-Center die geschlossenen Umschläge elektronisch und stellt die Couvertansicht den Nutzern via E-Mail zu. Diese entscheiden dann, was mit der Sendung weiter geschehen soll. Auf Wunsch wird die Sendung geöffnet und als PDF zugänglich gemacht. Auch eine physische Weiterleitung an eine beliebige Adresse ist möglich. Die Sendungen können elektronisch in der Swiss Post Box archiviert werden. Für die Verwaltung der Sendungen im elektronischen Briefkasten benötigt man lediglich einen Internetzugang. Die persönliche Swiss Post Box ist passwortgeschützt. Der Sicherheitsstandard ist nach Unternehmensangaben vergleichbar mit demjenigen von Online-Banking. Swiss Post Box untersteht dabei dem Postgeheimnis. Die Swiss Post Box wird zunächst in Deutschland und in der Schweiz angeboten. Frankreich, Italien und Österreich sollen in Kürze folgen. Getestet wird das Angebot aktuell bei Siemens Mobility in Deutschland und der Schweiz sowie bei Microsoft in der Schweiz. TNT Post schmiedet ein Bündnis mit Holtzbrinck16.06.2009 TNT erwirbt 2 Beteiligungen in Berlin und Brandenburg in Höhe von 50 Prozent sowie Minderheitsbeteiligungen in Höhe von 25,1 Prozent in den Regionen um Saarbrücken, Freiburg, Konstanz, Trier, Cottbus und Würzburg. Gemeinsam kommen die beiden Partner auf einen Umsatz von 370 Millionen Euro im Jahr. Die Deutsche Post erzielt knapp 15 Milliarden Euro Umsatz im Briefgeschäft. „Damit wird unsere Position als wichtigster bundesweiter Anbieter von Briefdienstleistungen neben der Deutschen Post AG weiter gestärkt”, sagte Mario Frusch, CEO von TNT Post Deutschland. Auch Marc Zeimetz von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck deutete an, wohin die Reise geht: „Wir bündeln unsere Stärken und steigern unsere Leistungsfähigkeit. Gemeinsam wollen wir den deutschen Postmarkt in Zukunft aktiv weiter gestalten.” Ex-Telekom-Manager wird neuer Chef der Österreichischen Post16.06.2009 GLS investiert trotz gedämpfter Erwartung22.06.2009 Der Umsatz der GLS-Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro erhöht, die Anzahl der transportierten Pakete ist auf 350 Millionen gestiegen. Im Vergleich profitierte das Unternehmen im gesamten Betrachtungszeitraum - April 2008 bis März 2009 - von den positiven Bedingungen der 1. Jahreshälfte. Dagegen wurden als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise im 2. Halbjahr sowohl bei den Preisen als auch bei den Mengen erhebliche Einschnitte verzeichnet. Dies belastete das operative Ergebnis (EBIT), das um 7,5 Prozent auf 149 Millionen Euro zurückging. Pakete schneiden besser ab als Fracht und Express Der Standard-Paketversand ist das Kerngeschäft von GLS. In diesem Bereich waren die konjunkturbedingten Mengeneinbrüche weniger ausgeprägt als in anderen Logistiksparten wie etwa Fracht oder Express. „In Krisenzeiten versenden Unternehmen vermehrt kleinteilige Sendungen statt größerer Mengen”, sagt Back. „Viele verzichten außerdem zugunsten preiswerterer Standard-Produkte auf Premium-Services. Das starke straßengeführte europäische Paketnetzwerk der GLS ist bestens geeignet, um aus diesem Trend zusätzliche Volumina zu gewinnen.” Gezielte Investitionen trotz gedämpfter Erwartungen Marktstudie Dialogmarketing25.06.2009 |
Hier die vollständige Studie Interview mit Post-Chef Frank Appel zur Delphistudie |
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Damit ist Werbung, bei der ein Dialog mit den Kunden im Fokus steht, wie zum Beispiel bei adressierten Werbesendungen oder Telefonmarketing, weiterhin die populärste Werbeform. „Die meisten Werbe-Euros fließen nach wie vor in Anzeigen, volladressierte Werbesendungen und Messen. Der Dialog mit dem Kunden steht in der deutschen Werbung eindeutig im Vordergrund,” sagte Ingo Bohlken, Chief Marketing Officer BRIEF Deutschland der Deutschen Post.
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz mit Dialogmarketing über Medien jedoch mit 5 Prozent überdurchschnittlich stark zurück gegangen. Die Gesamtaufwendungen für Werbung sind demgegenüber zwar auch erstmalig gesunken, jedoch „nur” um 2,8 Prozent von 83,2 Milliarden Euro auf 80,9 Milliarden Euro. Der Anteil der Dialogmarketing-Anwender blieb konstant zum Vorjahr: 3 von 4 Unternehmen nutzen nach wie vor die entsprechenden Medien. Die durchschnittlichen Aufwendungen pro Unternehmen seien jedoch leicht zurück gegangen. Die durch die Wirtschaftskrise sinkende Anzahl an Unternehmen in Deutschland führe zu einer spürbaren Reduzierung des Marktvolumens. Im Allgemeinen ziehen die Werbesendungen, und hier insbesondere die volladressierten Sendungen, den weitaus größten Anteil der Gesamtaufwendungen auf sich (50 Prozent). Die herausragende Stellung der Werbesendungen findet sich insbesondere im Handel, der über 60 Prozent der Aufwendungen für Dialog Marketing in diese Werbeform investiert.
Die volladressierten Werbesendungen konnten dem allgemeinen Abwärtstrend mit kontinuierlichen Nutzer- und Aufwendungsanteilen trotzen. Aktuelle Bestrebungen, die Weiternutzung von personenbezogenen Daten durch eine Datenschutznovelle zu erschweren, werden aber ihren Einfluss haben. Zugewinne konnte noch das Online-Marketing verzeichnen. Erstmals hat die Post Affiliate-Marketing und Online-PR mit in ihre Erhebung mit einbezogen. Die Nutzerzahlen im Bereich der traditionellen Dialogmedien wie Werbesendungen oder Telefonmarketing seien demgegenüber konstant bis rückläufig. Für den Dialogmarketing Monitor 2009 hat das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest 19 werbeintensive Unternehmen direkt und 3.318 Unternehmen telefonisch befragt. Die Untersuchung wurde gemeinsam mit der Marktforschungsabteilung der Post ausgearbeitet. AeroLogic geht mit umweltfreundlicher Flugzeugflotte an den Start: Gemeinsame Frachtfluggesellschaft von DHL Express und Lufthansa Cargo nimmt Flugbetrieb auf19./29.06.2009
Auf der europäisch-asiatischen Handelsroute werden mittelfristig Wachstumsraten von jährlich rund 5 Prozent erwartet. AeroLogic wird diese Strecke unter der Woche mit Expressdiensten zwischen Leipzig - Bahrain - Singapur - Neu Delhi - Leipzig bedienen und an den Wochenenden Luftfracht auf dem Umlauf Leipzig - Taschkent - Hongkong - Taschkent - Leipzig befördern. Bis Ende 2010 ist ein kontinuierlicher Ausbau des Netzwerks geplant, um zusätzliche Direktverbindungen zu den führenden asiatischen Wirtschaftszentren anbieten zu können. AeroLogic wird bis Ende des Jahres die geleaste Flugzeugflotte auf 4 Maschinen aufstocken und Ende 2010 voraussichtlich insgesamt 8 Boeing 777F-Frachtmaschinen im Einsatz haben. Die B777F ist aufgrund ihrer fortschrittlichen und Treibstoff sparenden sowie umweltfreundlichen Antriebs- und Tragflächentechnologie die derzeit modernste Großraumfrachtmaschine für Langstreckenflüge. Bei einer Reichweite von über 9.000 Kilometern beträgt ihre maximale Nutzlast 103 Tonnen. AeroLogic kann somit Direktflüge zwischen dem Heimatflughafen Leipzig/Halle und den asiatischen Wachstumsmärkten anbieten, wodurch sich die Laufzeiten für die beförderte Fracht deutlich verkürzen werden. „Die Gründung der neuen Airline demonstriert die Bereitschaft beider Muttergesellschaften, das Leistungsangebot für die Kunden nochmals zu verbessern, und unsere Zuversicht, ein neues, starkes Unternehmen auf dem Weltmarkt etablieren zu können”, so Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG. „Der globale Logistikmarkt wird sich schnell erholen, sobald die ersten Zeichen eines wirtschaftlichen Aufschwungs sich ankündigen. Mit den modernsten am Markt verfügbaren Frachtmaschinen bieten wir unseren Kunden kostenbewusste Expressservices und demonstrieren erneut unser Engagement für den Klimaschutz”, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post DHL. „Die verbrauchsarmen Flugzeuge unterstützen uns beim Erreichen des in unserer GoGreen-Initiative formulierten Ziels, die CO2-Effizienz der Deutschen Post DHL bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu verbessern.” Beide Muttergesellschaften vermarkten die Kapazitäten von AeroLogic eigenständig. Da AeroLogic an Wochenenden auch Zielgebiete in Nordamerika anfliegt, kann Lufthansa Cargo ihren Kunden zusätzlich zu den europäisch-asiatischen Strecken auch Frachtraum auf der Transatlantik-Route anbieten. Der kommerzielle Erstflug der AeroLogic fand am 29. Juni statt. DHL eröffnet neues Verteilzentrum in Shanghai30.06.2009 „Die Eröffnung des neuen DHL Verteilzentrums in Shanghai verdeutlicht unser anhaltendes Vertrauen in den chinesischen Markt und unseren Anspruch, der führende Anbieter integrierter Logistiklösungen zu sein”, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post DHL. „Wir sind überzeugt, dass uns dieses Umschlagzentrum zusätzliche Wettbewerbsvorteile bei inländischen Transport- und Distributionsleistungen sichert und wir hierdurch die Erwartungen unserer Kunden dauerhaft erfüllen werden.” Die Kaufkraft der lokalen Bevölkerung steigt in China kontinuierlich an und sorgt so für ein dynamisches Wachstum des chinesischen Binnenmarktes. Der Gesamtumsatz des innerchinesischen Straßengüterverkehrs erhöhte sich zwischen 1998 und 2007 um 66 Prozent von 15 auf 25 Milliarden US-Dollar. Bis 2013 soll das Marktvolumen bei einem geschätzten jährlichen Wachstum von 7,1 Prozent rund 36 Milliarden US-Dollar erreichen. Zusätzlich gab die chinesische Regierung vor Kurzem Pläne bekannt, Shanghai zu einem Zentrum der internationalen Schifffahrt zu entwickeln. Das dürfte die Nachfrage nach inländischen Transportdienstleistungen zusätzlich ankurbeln, da Güter aus inländischen Produktionsstandorten an die Häfen und Flughäfen geliefert und importierte Endprodukte an Endkunden in den chinesischen Städten weitergeleitet werden müssen. Der im Kangqiao Industrial Park, dem Herzen der Wachstumsregion Pudong, gelegene DHL Eastern China Domestic Transportation Hub ist eines von 5 regionalen Umschlagzentren (in Peking, Guangzhou, Shanghai, Tianjin und Wuhan) von DHL Supply Chain auf dem chinesischen Festland. Zusammen mit den 15 regionalen Sub-Hubs des Unternehmens deckt das inländische Transportnetz von DHL Supply Chain jetzt mehr als 400 chinesische Städte ab. 20 Jahre Post-Liberalisierung: 150.000 Jobs fielen weg30.06.2009 Uneingeschränkt positiv ist die Beurteilung der Entwicklung im Telekommunikationsmarkt für die Verbraucher, die mit stark gesunkenen Preisen von der Liberalisierung profitierten. Kostete ein Ferngespräch früher mehr als 30 Cent pro Minute, ist es nun oft weniger als 1 Cent. Internet und Mobilfunk haben das Land verändert mit vielen neuen Unternehmen und Produkten. Nach Meinung der Seminarteilnehmer verbrannten Post und Telekom Milliarden in zu teuren Zukäufen. Unter dem Druck des Wettbewerbs fielen 150.000 Stellen weg. „Der Druck auf die Mitarbeiter nimmt extrem zu”, sagte Telekom-Betriebsratsvorsitzende Waltraud Litzenberger. „In der Logistik zahlt die Deutsche Post Stundenlöhne von manchmal gerade 6 Euro und unterschreitet damit sogar die Mindestlöhne im Briefbereich”, so Post-Betriebsratsvorsitzender Thomas Koczelnik. Auf Kritik stieß die harte Regulierung der Bundesnetzagentur gegenüber der Deutschen Telekom. „Es ist problematisch, dass da zu sehr nur auf günstige Preise geachtet wird”, räumte der frühere Bundespostminister Wolfgang Bötsch ein. Ohne eine Lockerung der Regeln sei nun eine weitere Aufrüstung des DSL-Netzes der Telekom gefährdet, warnte ihr stellvertretender Aufsichtsratschef Lothar Schröder, ver.di. „Der Konzern kann nicht Milliarden investieren, wenn er die neuen Netze dann zu Billigpreisen an Wettbewerber vermieten muss.” „An 7 Montagen keine Fernbriefe mehr”30.06.2009 Die 2. Sparmaßnahme während der Sommermonate Juli und August 2009 ist die Schließung von 15 der 82 Briefzentren an den Montagen. Laut ver.di ist davon aber der Brieflauf nicht betroffen. Die Sendungsmengen der 15 geschlossenen Briefzentren übernehmen die benachbarten Briefzentren. ◊
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Hier der Direktmarketing Monitor 2009 |
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